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Hallo zusammen,

weiß nicht, wie ich anfangen soll, aber ich bin schon ewige Zeiten permanent erschöpft und mir fehlt jegliche Energie. Fühle mich völlig ausgebrannt. Und ich habe keine Ahnung, wie ich da jemals rauskommen soll.
Außerdem leide ich unter extremen Grübelattacken, wo ich auch nicht rauskomme. Ich steigere mich so dermaßen in Dinge rein, das mich das total krank macht. Ob es nun um meine Beziehung geht oder die Nachbarn, den Wohnort, oder sonst was. Alles wird von mir analysiert, irgendwas wird in das Verhalten reininterpretiert und am Ende gehts mir mies, ich krieg Ängste (beispielsweise Verlustängste, soziale Ängste) und kann schon gar nicht mehr unterscheiden, ob ich mir Dinge nur mies rede oder die Dinge wirklich so negativ sind.

Kennt sowas sonst noch wer?

14.06.2012 15:50 • 24.09.2012 #1


7 Antworten ↓


Ich hab eher das Problem, dass mein Kopf immer Bilder macht... z.B. erkenne ich Unterschiede ziemlich schnell. Wenn mich jemand fragt, was jemand an Kleidung getragen hat, der vor einer Stunde in der Firma war, kann das ziemlich genau von einem Bild in meinem Kopf abrufen. - Auch, wenn ich diese Person nur flüchtig gesehen habe. Dabei interessiert es mich überhaupt nicht, ob eine Tür vor einer Woche noch grün war und inzwischen rot gestrichen wurde. Es fällt mir halt nur sofort auf. Diese ganzen Informationen, die eigentlich total unwichtig sind werden in meinem Hirn gespeichert und manchmal befürchte ich, dass sie sich als Belastung für mich auswirken könnten. Ignorieren hat nicht geholfen, ich registriere trotzdem alles mögliche. Manchmal ist das natürlich auch hilfreich, - wenn jemand, bei dem ich zu Besuch war zum Beispiel seine Brille verlegt hat, dann sehe ich das Bild in meinem Kopf und weiss wo die Brille liegt. Auch wenn ich als Zeuge aussagen muss, - dann ist das Hirn noch wachsamer - kann ich Täter, Opfer und Tathergang sehr gut abrufen.

Aber ich sehe halt auch manchmal Bilder, die ich nicht in meinerm Kopf haben möchte, die eher traumatisierend sind. - Und wenn es nur die Nachrrichten des Tages sind. - Naja, ist halt so!

Am analysieren bin ich auch ständig, aber ich erhalte kein negatives Ergebnis, oder belastendes Ergebnis. In der Firma ist es ja mein Job, aber im sozialen Umgang analysiere ich auch ständig. Warum macht jemand dies, oder sagt jemand das? Wie ist seine Mimik dabei und was empfindet er wohl wirklich. Ich nehme die Menschen so, wie sie sind und lasse sie so sein, wie sie sind, es ist eher so, als wenn ich außen stehe und einen Film gucke, der mich nicht beteiligt.

Ist es bei dir eher so, dass du im Verhalten deines Gegenübers etwas negatives vermutest? Dass du ihm etwas negatives zugedenkst?

14.06.2012 18:21 • #2



Permanentes Grübeln, Ängste, Erschöpfung

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Ja, ich sehe ständig nur negatives. Beispiele: Mein Freund antwortet nicht auf Sms oder hat mal schlechte Laune. Schon wird das von mir analysiert und schon komme ich zu dem Ergebnis, dass das alles damit zusammenhängt, dass ich ihn nerve und er mich nicht liebt, sondern mich nur verarscht und los werden will. Und dieser Gedanke verstärkt sich so massiv, dass ich dann irgendwann vollends davon überzeugt bin und dann schon Angst vor daheim habe. Es ist die Hölle auf Erden für mich, aber ich schaffe es nicht abzustellen......das ist sowas von auslaugend und anstrengend....schlimm.

14.06.2012 19:34 • #3


Zitat von paulinchen:
Ja, ich sehe ständig nur negatives. Beispiele: Mein Freund antwortet nicht auf Sms oder hat mal schlechte Laune. Schon wird das von mir analysiert und schon komme ich zu dem Ergebnis, dass das alles damit zusammenhängt, dass ich ihn nerve und er mich nicht liebt, sondern mich nur verarscht und los werden will. Und dieser Gedanke verstärkt sich so massiv, dass ich dann irgendwann vollends davon überzeugt bin und dann schon Angst vor daheim habe. Es ist die Hölle auf Erden für mich, aber ich schaffe es nicht abzustellen......das ist sowas von auslaugend und anstrengend....schlimm.


Hallo,

das kenne ich und habe die gleiche Situation auch schon erlebt, alternativ aufgepeppt durch die Variante, dass ihm etwas passiert sein könnte (Autounfall etc.). Aber meistens auf die Weise, dass ich denke, dass er genervt ist. Auch auf derArbeit, wenn ein Kollege so oder so schaut oder den Kopf da und nicht dahin dreht, bedeutet das etwas negatives für mich und ich grübele darüber nach.

Ich habe dieses negative Denken aber halbwegs in den Griff bekommen,u.a. indem ich die Gedanken auf ihren Wahrscheinlichkeitsgehalt hin geprüft habe. Und ich habe mir nicht nur die negativste Rosine rausgepickt, sondern auch angefangen mir positivere Möglichkeiten auszumalen. Ich habe meinen Freund z.B. dann auch gefragt, warum er nicht auf eine SMS geantwortet hat. Da war dann das Handy aus und das war auch tatsächlich die plausibelste Erklärung, die mir in den Sinn gekommen war.

Das alleine wird es nicht gewesen sein, dass ich es in den Griff bekommen habe. Ich habe zwischenzeitlich mehr oder minder erfolgreich Therapien hinter mir und rede auch offen mit meinem Freund über meine Probleme. Aber obwohl ich die Tendenz habe in solche negativen Gedankenschleifen zu rutschen, belasten sie mich nicht mehr so wie früher. Wie gesagt, ich stelle ihnen positive Ursachen für das Problem, das mich gerade beschäftigt, entgegen. Und ich rufe mir auch immer wieder in Erinnerung, dass vergangene negative Dinge, die ich mir ausgemalt hatte, absolut nicht eingetreten sind.

Viele Grüße
Seitanschnitzel

14.06.2012 19:58 • #4


Ich habe da ähnliche Erfahrungen, dass ich aber so schlapp war und kaum Energie hatte, lag damals an einem zu niedrigen Blutdruck...Das Grübeln habe ich erst behoben, als mich mein freund darauf aufmerksam gemacht hat, dass ich die Welt einfach zu negativ sehe und mich einfach nicht mehr überraschen lassen kann. Das hat mir damals mehr geholfen, als die einzelnen Therapiesitzungen

15.06.2012 12:29 • #5


Das versuche ich ja auch die Dinge auf ihren Wahrheitsgehalt zu überprüfen, aber irgendwie kommt das nicht so wirklich bei mir an. Diese negative Denke hat einfach Überhand. Weiß nicht, wie ich da jemals rauskommen soll. Bin einfach auch so voll mißtrauisch. Überhaupt Menschen gegenüber.
Mein Freund hat mir das auch schon mehrfach gesagt ich sei zu negativ, aber das nutzt mir gar nichts. Dadurch kann ich das auch nicht abstellen.

16.06.2012 19:50 • #6


Ja, ich sehe ständig nur negatives.

17.06.2012 03:57 • #7


Ich kenne das auch all zu gut.Es gibt Tage da ist es ganz schlimm, und dann wiederrum Tage an denen ich nicht grüble, nachdenke , oder zerlege.

Das schlimmste an dem zerlegen ist, das man vom 100 ins Tausendste kommt.Der hat das, und das gesagt? Wie meint er das jetzt , so, oder so.... Und wenn er es böse meinte usw.
Ich habe auch Ängste vor der Post, es könnte ja sein, das dort irgendetwas im Kasten ist zb.eine Rechnung die ich nicht sofort bezahlen kann.Wenn es dann tatsächlich so sein sollte, sehe ich mich schon gleich im Knast, ohne Strom, essen, und womöglich wird man mir dann noch mein Kind wegnehmen.
Oftmals ist es dann so schlimm, das ich total zitterig werde, hektisch und wie ein zinn zahn durch die Wohnung Gegend laufe.Das hält oftmals Tage lang an, und ich kann keinen anderen Gedanken mehr fassen.

Vor ca. 4 Jahren waren diese ich nenne es mal Ängste so stark ausgeprägt, das ich mich habe einweisen lassen.Ich war nurnoch am zittern, und völlig Panisch.Alles stellte für mich eine Gefahr da.ch habe alles zerlegt, wirklich alles. Schlussendlich hatte ich einen Nervenzusammenbruch. Ich bin einfach auf meinen Gedanken, und Ängsten durchgeknallt.
Mein Kopf sagte mir zwar immer, das ich selber Spinne, übertreibe, aber die Gedanken waren schon Zwanghaft.Ich dachte damals wenn ich nicht alles zerlege, Grübele dann wird alles noch viel schlimmer.Ich dachte also, das ich das alles tun muss.
Ich konnte nichtmehr rausgehen, bzw, nur schwer, denn es hätte ja sein können, das mir jemand begegnet und bemerkt ey mit der stimmt doch irgendwas nicht.Mein Selbstwertgefühl war somit dann auch völlig verschwunden. t Ständig taten mir meine Beine weh, ich denke das es von den Nerven gekommen ist, denn die lagen ja komplett blank.

Auch heute noch habe ich solche Phasen, wie man damit umgeht weiss ich nicht, ich habe es akzeptiert, bzw. versuche ich damit zu Leben.

24.09.2012 21:48 • #8




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Mira Weyer