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polly75
Mir wachsen gerade Sorgen und Ängste über den Kopf und ich reagiere wieder, wie seit 20 Jahren, mit einer Phase von Schlaflosigkeit. Ich will nicht wieder so eine schlimme Nacht und den Tag danach, wo ich mich fühle wie ein Zombie und mir so über ist, dass ich abends erst recht wieder nicht zur Ruhe komme. Opipramol hilft gerade leider nicht. Ich zucke richtig zusammen, wenn ich wegdöse, so als hätte ich einen inneren Wächter, der sagt "Hey! Du schläfst jetzt nicht." In normalen Zeiten schlummere ich schon abends beim Fernsehgucken ein, kuschel mich im Bett an meinen Hund und schlafe dann entweder schnell ein, oder halt nach einer halben Stunde. Dann kann ich gelassen da liegen. Zur Zeit ist mir alles zuviel, meine Krebsangst, die ich durch meine vielen schlimmen Erlebnisse habe (u.a Eltern früh daran gestorben, mein Vater als ich Kind war), ist wieder sehr stark wegen ungewöhnlicher Schmerzen, die seit 5 Wochen bestehen, Corona macht mir richtig große Angst, eine nahe Angehörige hat Krebs, auch eine aggressive Art, sie erholt sich nicht so richtig von der OP und ist seit fast 2 Monaten stationär, ich leide unter meiner Arbeit. Ich habe jetzt den zweiten Tag in Folge eine Zopiclon genommen, da ich einfach nur schlafen will. Da habe ich dann wieder Angst, dass es ohne nicht mehr geht und ich tablettenabhängig werde. Ich versuche Sport zu machen, mit dem Hund raus zu gehen, viel mehr ist ja durch Corona gerade nicht drin. Man hängt halt auch viel seinen Gedanken nach und ist auf sich geworfen. Ich wäre so gerne wieder normal und unbeschwert.

08.01.2021 01:18 • 09.01.2021 x 1 #1


15 Antworten ↓


polly75
Ich weiß auch nicht warum mich das gerade so belastet und völlig fertig macht. Ich habe das Gefühl, wenn ich wenigstens schlafe, kann ich alles irgendwie meistern. Ich bin so neidisch auf die Menschen, die immer und überall gut schlafen, bzw. die sich halt nicht viel draus machen, wenn es nicht klappt. Ich wäre auch mit wenig zufrieden, nach 3-4 Std. bin ich zwar nicht fit, aber immerhin nicht so völlig kaputt. Dieses gar nicht schlafen macht mich fertig.

08.01.2021 01:33 • #2



Mir wird gerade alles zuviel, Schlaflosigkeit

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Safira
Hey Polly, ich kenne das mittlerweile auch und mir macht besonders das Kopfkino zu schaffen.

Es geht aber wieder vorüber und es klappt wieder mit dem Schlafen bis zur nächsten Katastrophe.

08.01.2021 01:45 • x 1 #3


-IchBins-
@polly75
Hallo Polly, bin gerade auf deinen Beitrag gestoßen. Mir geht es gerade auch ähnlich. Schlaflose Nächte, das heißt, in Etappen, Aufwachen mit Schmerzen im Rücken, zeitweise Atembeschwerden, inneres Zittern. Ähnlich hatte ich diese Misere schon einmal vor über einem Jahr durch und habe es geschafft, ohne Medikamente da wieder raus zu kommen, aber momentan habe ich das Gefühl, dass alles umsonst war, die ganze Arbeit an mir und mit mir. Die Krebsangst begleitet mich auch schon seit ein paar Wochen wegen starker Beschwerden im Rücken. Obwohl es keinen Krebsfall in der Familie gibt, mache ich mir ständig Sorgen. Ich weiß, dass ich rechtsseitig Aussackungen in der Bronchie habe, was aber harmlos sei gem. Aussage meiner Lungenfachärztin. Jetzt muss ich am Montag wieder zu ihr und es wird dann wahrscheinlich ein CT gemacht. Derartige Untersuchungen kann ich unter normalen Umständen leider nicht durchführen lassen, weil ich immer Panikschübe bekomme, wenn eine Untersuchung länger dauert, in der ich mich nicht bewegen darf. Ich hoffe, dass es dafür eine Lösung gibt. Ich hoffe, dass sich die schlaflosen Nächte bald wieder einpendeln, denn selbst, wenn ich müde bin, wache ich andauernd wieder auf, ein schlechtes Gefühl.

08.01.2021 06:21 • x 1 #4


Schlaflose
Zitat von polly75:
Ich habe jetzt den zweiten Tag in Folge eine Zopiclon genommen, da ich einfach nur schlafen will. Da habe ich dann wieder Angst, dass es ohne nicht mehr geht und ich tablettenabhängig werde.

Ich habe früher, zu der Zeit, bevor ich mit schlafanstoßenden ADs anfing, einige Jahre lang nur mit Zopiclon überlebt und 3-4 Mal in der Woche welche genonommen und bin nicht abhängig geworden.
Zitat von polly75:
Opipramol hilft gerade leider nicht.

Opipramol hat mir gar nicht geholfen, das ist viel zu schwach. Ich habe vor 22 Jahren mit Amitriptylin angefangen, das bei mir sehr gut wirkte, aber leider nach ein paar Jahren nicht mehr. Seit 13 Jahren nehme ich Doxepin, das mir bis jetzt im großen und ganzen gut hilft. Im Bedarfsfall nehme ich auch noch Zopiclon oder Alprazolam dazu.

08.01.2021 15:23 • x 1 #5


Zitat von polly75:
Mir wachsen gerade Sorgen und Ängste über den Kopf und ich reagiere wieder, wie seit 20 Jahren, mit einer Phase von Schlaflosigkeit. Ich will nicht wieder so eine schlimme Nacht und den Tag danach, wo ich mich fühle wie ein Zombie und mir so über ist, dass ich abends erst recht wieder nicht zur Ruhe komme. Opipramol hilft gerade leider nicht. Ich zucke richtig zusammen, wenn ich wegdöse, so als hätte ich einen inneren Wächter, der sagt "Hey! Du schläfst jetzt nicht." In normalen Zeiten schlummere ich schon abends beim Fernsehgucken ein, kuschel ...




Also wenn ich mir deinen Text so durch lese. Dann kann ich Dich schon verstehen das Du nicht abschalten kannst bei den Sorgen und Ängsten. Hast Du es eigentlich mal probiert mit natürlichen Schlafmitteln wo man nicht abhängig werden kann weil es eher pflanzlich ist aber dennoch nachts schlafen kann. Wie z.B. Mit Baldrian 600mg bei Schlafstörungen. Probiers es doch auch mal mit Entspannungsmusik abends vielleicht kannst Du dann deine Gedanken in solchen Momenten dann in eine andere Richtung lenken etwas was Dir gut tut was Dir wichtig ist etwas positives ja ich weiß es ist schwer aber sich ständig um alles sorgen zu machen da wirst Du nur noch verrückter und findest gar keine Ruhe mehr. Du solltest es auf jeden Fall mal ausprobieren bzw testen. Vielleicht hilft es Dir ja. Ich drücke Dich einfach mal ganz lieb.

08.01.2021 15:46 • x 1 #6


Christine4070
Hallo zusammen, wirklich tröstliche Worte habe ich leider nicht zu bieten.
Aber vielleicht ist es ja zumindest ein Trost, dass man nicht alleine ist mit den Problemen. Ich habe nämlich wirklich gedacht, als ich Dein Eingangs-Posting gelesen habe, dass hätte ich geschrieben...
Wenn ich unter Schlafproblemen leide, äußert sich das genau wie bei Dir, Polly. Und die Gründe für Ängste sind auch dieselben, ebenso wie der Auslöser.
Also, Du bist nicht alleine, hier gibt es Menschen, die Dich verstehen.
Mir gibt das unheimlich viel!
Liebe Grüße
Christine

08.01.2021 16:10 • x 1 #7


polly75
Zitat von WhiteAngel2021:
Also wenn ich mir deinen Text so durch lese. Dann kann ich Dich schon verstehen das Du nicht abschalten kannst bei den Sorgen und Ängsten. Hast Du es eigentlich mal probiert mit natürlichen Schlafmitteln wo man nicht abhängig werden kann weil es eher pflanzlich ist aber dennoch nachts schlafen kann. Wie z.B. Mit Baldrian 600mg bei Schlafstörungen. Probiers es doch auch mal mit Entspannungsmusik abends vielleicht kannst Du dann deine Gedanken in solchen Momenten dann in eine andere Richtung lenken etwas was Dir gut tut was Dir wichtig ist etwas positives ja ich weiß es ist schwer aber sich ständig um alles sorgen zu machen da wirst Du nur noch verrückter und findest gar keine Ruhe mehr. Du solltest es auf jeden Fall mal ausprobieren bzw testen. Vielleicht hilft es Dir ja. Ich drücke Dich einfach mal ganz lieb.

Da hab ich alles schon durch, Passionsblume, Lavendel, Zirbenöl, Baldrian, Melatonin, Melisse... Im Frühjahr war ich total erstaunt, ich war echt fertig und verängstigt wegen Corona, richtig depressiv verstimmt, hab viel geweint, mehrere Kilo abgenommen, kein Interesse an irgendwas, aber schlafen konnte ich ganz gut. Jetzt kamen mehrere Sachen zusammen und ich hab echt das Gefühl, mehr geht nicht.

08.01.2021 16:30 • #8


polly75
Zitat von Christine4070:
Hallo zusammen, wirklich tröstliche Worte habe ich leider nicht zu bieten. Aber vielleicht ist es ja zumindest ein Trost, dass man nicht alleine ist mit den Problemen. Ich habe nämlich wirklich gedacht, als ich Dein Eingangs-Posting gelesen habe, dass hätte ich geschrieben... Wenn ich unter Schlafproblemen leide, äußert sich das genau wie bei Dir, Polly. Und die Gründe für Ängste sind auch dieselben, ebenso wie der Auslöser. Also, Du bist nicht alleine, hier gibt es Menschen, die Dich verstehen.Mir gibt das unheimlich viel! Liebe Grüße Christine

Ich hatte auch mal eine Zeit, da war ich immer um 4 wach und konnte nicht mehr einschlafen. Das ist nervig, klar, aber hat mich kaum belastet. Ein bisschen unausgeruht zu sein ist mir völlig egal, damit komme ich klar. Es ist nur diese Angst gar nicht zu schlafen, weil das so komplett fertig macht. Ich brauche auch nicht versuchen das tagsüber nachzuholen. Das klappt erst recht nicht. Ich versuche dann meinen Alltag durchzuziehen, aber mir wird dann so übel, mein Kopf fühlt sich schrecklich an, dann kann ich am nächsten Abend wieder nicht entspannen und wenn die Müdigkeit doch zuschlägt, kommt dieses hochschrecken oder zucken. Jeder Idiot kann schlafen, man, das macvt mich richtig kirre, dass mich so eine eigentlich selbstverständliche Sache, so im Leben beeinflusst. Ich mag ja kaum in den Urlaub, in fremden Betten ist es immer schlimm. Das hatte ich schon als Kind.

08.01.2021 19:29 • #9


Christine4070
Zitat von polly75:
Ich brauche auch nicht versuchen das tagsüber nachzuholen.

Das ist nach meiner Erfahrung auch nicht gut, tagsüber Schlaf nachzuholen. So wird der Schlafdruck, der sich über den Tag entwickelt / entwickeln soll, ausgebremst.
Ich nehme seit Mitte Oktober Mirtazapin, das wirkt schlaffördernd und in der Regel klappt das auch bei mir.
Ganz früher habe ich mal Saroten genommen, dass ist ein eher altes AD, hat auch echt doofe Nebenwirkungen (u.a. Gewichtszunahme, ich hab 25kg zugenommen...), aber: ich habe damit gut geschlafen, die Depressionen sind verschwunden und die Ängste auch.
Bist Du in Therapie bzw. nimmst Du Medikamente?
Ich bin echt kein großer Freund von Tabletten, aber manchmal geht es halt nicht anders...
Liebe Grüße, einen ruhigen Abend und eine gute Nacht wünsche ich Dir.

08.01.2021 19:42 • x 1 #10


polly75
Leider wieder ohne Schlaf. Ich habe gestern Sport gemacht, bin 2 Runden mit dem Hund gegangen. Hab mit meinem Mann einen seichten Film geguckt, dabei wäre ich normaler weise ganz sicher weggedöst, aber nix. Ich habe meinem Mann meine Ängste berichtet und musste dabei auch stark weinen, was ein bisschen entspannt hat, bin dann ohne Erwartungshaltung aufzubauen ins Bett und liege seitdem wach. Ein Einschlafpodcast hat leider auch nicht geholfen.

09.01.2021 04:02 • #11


-IchBins-
Mein Psychiater hatte mir auch Zoplicon verschrieben, mich aber gewarnt, diese nicht zu oft zu nehmen wegen der Abhängigkeitsgefahr. Wenn man aber gar nicht mehr zur Ruhe kommt, ist es vielleicht nicht anders machbar, regelmäßig ein schlafanstoßendes Antidepressiva zu nehmen. Mein Arzt hat mir nun ein anderes Mittel aufgeschrieben, noch habe ich es nicht genommen, da ich nicht weiß, wie ich mich damit fühlen werde und noch Termine hatte. Eigentlich bin ich nicht unbedingt dafür, da ich in der Vergangenheit einige ausprobiert hatte, die mir nicht geholfen haben, aber schlafen konnte ich wenigstens. Pflanzliche Mittel helfen mir in dieser Phase leider auch nicht mehr.
Was sagt den Arzt dazu? Hast du dich komplett durchchecken lassen, befindest du dich vielleicht in den Wechseljahren, so dass die Hormone verrückt spielen?

09.01.2021 07:10 • #12


Schlaflose
Zitat von polly75:
Ich habe gestern Sport gemacht, bin 2 Runden mit dem Hund gegangen.

Das ist nicht wirklich Sport. Damit es beim Schlafen hilft, muss es regelmäßiger leichter Ausdauersport ( am besten Joggen) sein, wobei man für mindestens 30 Minuten am Schwitzen ist, ohne außer Atem zu sein. Das muss regelmäßig 3-4 Mal die Woche gemacht werden, aber nicht am späten Nachmittag oder gar abends, das putscht auf. Mir hilft hilft das sehr gut.

09.01.2021 07:57 • #13


polly75
Zitat von -IchBins-:
Mein Psychiater hatte mir auch Zoplicon verschrieben, mich aber gewarnt, diese nicht zu oft zu nehmen wegen der Abhängigkeitsgefahr. Wenn man aber gar nicht mehr zur Ruhe kommt, ist es vielleicht nicht anders machbar, regelmäßig ein schlafanstoßendes Antidepressiva zu nehmen. Mein Arzt hat mir nun ein anderes Mittel aufgeschrieben, noch habe ich es nicht genommen, da ich nicht weiß, wie ich mich damit fühlen werde und noch Termine hatte. Eigentlich bin ich nicht unbedingt dafür, da ich in der Vergangenheit einige ausprobiert hatte, die mir nicht geholfen haben, aber schlafen konnte ich wenigstens. Pflanzliche Mittel helfen mir in dieser Phase leider auch nicht mehr.Was sagt den Arzt dazu? Hast du dich komplett durchchecken lassen, befindest du dich vielleicht in den Wechseljahren, so dass die Hormone verrückt spielen?

Meine FA sagt, dass es noch keine Wechseljahre sind, aber ein Progesteronmangel. Allerdings nur über Symptome, ich nehme seit 4 Monaten 100 mg Progesteron in der 2. Zyklushälfte und habe seitdem weniger PMS. Meine Menstruation sei für die Wechseljahre noch zu regelmäßig, aber Umstellungen oassieren da sicher schon. Ich habe jedenfalls in den letzten Jahren extremes PMS, was sonst nicht so schlimm war.

09.01.2021 08:31 • #14


polly75
Zitat von Schlaflose:
Das ist nicht wirklich Sport. Damit es beim Schlafen hilft, muss es regelmäßiger leichter Ausdauersport ( am besten Joggen) sein, wobei man für mindestens 30 Minuten am Schwitzen ist, ohne außer Atem zu sein. Das muss regelmäßig 3-4 Mal die Woche gemacht werden, aber nicht am späten Nachmittag oder gar abends, das putscht auf. Mir hilft hilft das sehr gut.

Sport + 2 Runden mit dem Hund. Da die Fitnessstudios zu sind, mache ich zuhause workouts über Youtube, ca. 30 Min. mit der regelmäßigkeit muss ich mich noch verbessern. Joggen ist nicht meins, ich habe dabei nach 2 Min. langsamen joggen das Gefühl, umzukippen. Da dann lieber ein flotter Spaziergang mit Hund.

09.01.2021 08:37 • #15


portugal
Kennst Du von Kneipp den Schlaftee?

Der hat bei meinem Freund immer gut geholfen: er arbeitete Nachtschicht und kam total aus dem Gleichgewicht. Der Tee half ihm.

09.01.2021 13:06 • x 1 #16



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