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V

Verry
Gast

Durch die Therapie geht es mir einerseits besser.
Andererseits wird mir aber auch bewusst, dass ich viele Chancen verpasst habe.
Und ich nicht mehr die Möglichkeiten habe wie als Jugendlicher oder mit Anfang 20.
Dadurch entsteht gerade eine extrem große Sinnlosigkeit.
Hat jemand schon mal ähnliches erlebt?
Was kann hlefen?

07.11.2023 x 1 #1


160 Antworten ↓
F

Flame
Gast

Zitat von Verry:
Ich glaube Mobbing ist noch mal ein spezieller Fall.
Man hat nicht eine falsche Entscheidung getroffen oder eine Chance nicht genutzt.
Auch ist es keine Krankheit die man einfach bekommt ohne dass jemand Schuld ist.

Genauso ist es.

Manchmal widerfahren uns Ungerechtigkeiten und wir müssen lernen,damit umzugehen.
Vor allem lernen,darüber nicht zu verbittern.

Bin selbst auch gemobbt worden und habe manchmal immer noch eine gewisse "innere Wut" den Menschen gegenüber,die das betrieben haben.

Es nützt aber alles nichts,wir können lernen,das hinter uns zu lassen denn wenn wir darüber eine Art "Menschenhass" entwickeln,haben widerum die Mobber gewonnen,sogar noch im Nachgang und das raubt uns unsere Lebensfreude.

Das ist meiner Ansicht nach eine ganz wesentliche Sache,dass man keiner Lebenssituation und auch keinem Menschen (langfristig) "erlaubt",uns unsere Lebensfreude zu nehmen.

Was mir persönlich in diesem Zusammenhang hilft ist das Wissen,dass nur Menschen mobben,die mit sich selbst unzufrieden sind.
Menschen,die mit sich im Reinen sind haben dazu keinen Anlass.

Das entschuldigt zwar nicht deren Verhalten,macht aber deutlich,dass solche Menschen im Grunde genommen mit sich selbst in keiner Weise zurecht kommen.

Wir aber haben die Wahl.
Wollen wir an der Ungerechtigkeit verzweifelt oder wollen wir uns besser und freundlich verhalten?
Das ist die Aufgabe.

04.11.2023 22:00 • x 3 #108


Zum Beitrag im Thema ↓

A


Keinen Sinn im Leben / Chancen verpasst

x 3


D

Disturbed
Gast

Zitat von Verry:
Die gleichen Chancen wie in jungen Jahren hat man nicht mehr ( man bekommt z.B weniger Unterstützung).

Du beklagst ja in deinen anderen Threads auch stetig eine mangelnde Unterstützung, wirst aber kein bisschen konkret, wie du dir überhaupt eine Unterstützung vorstellst. Vielleicht wäre es für Dich mal wichtig, das zu konkretisieren und entsprechend mitzuteilen. Und vor allem, jeden Versuch dich zu unterstützen, nicht direkt zu relativieren. Unterstützung bedeutet nicht, ohne eigenes Zutun etwas zu bekommen.
Zitat von Verry:
Auch ist die Frage, ob es Sinn macht mit ü 30 noch jahrelang eine Ausbildung zu machen oder zu studieren.

Wer stellt diese Frage denn? Du Dir oder Andere? Wenn Du für Dich keinen Sinn darin siehst, dann brauchst Du Andere auch nicht damit zu beschäftigen. Aber falls jemand interessiert ist, etwas zu erlernen, spielt das Alter eher weniger eine Rolle. Lediglich wäre dann die Frage, gibt es jemanden der mich ausbilden würde und was bedeutet das finanziell für mich. Das finanzielle ist aber uninteressant, wenn ein generelles Interesse, sich weiter zu entwickeln, ohnehin fehlt.

Zitat von Verry:
Ob das wirklich so positiv gesehen wird

So lange Du das selbst für Dich nicht positiv siehst, ist es total egal wie Andere es sehen. Allerdings habe ich noch nie gehört, das eine Umschulung von anderen negativ bewertet wurde, da es zeigt, dass jemand willens ist, sich weiter zu entwickeln.

Zitat von Verry:
Als Erwachsener muss man wesentlich gezielter suchen und hat weniger Garantie das sich Kontakte ergeben.

Garantiert ist im Leben nur eines, nämlich das es irgendwann endet.
Als Erwachsener kann man wesentlich gezielter Suchen, als ein Kind, dass sich überhaupt erst mal entwickeln muss und Lebenserfahrung sammeln muss. Allerdings wird wohl ein Kind eher an die Hand genommen und bekommt auch mal etwas, wofür es nichts tun muss, wird aber eben im Umkehrschluss auch behandelt wie ein Kind. Als Erwachsener möchte ich das gerade nicht, aber das darf natürlich Ansichtssache sein.

02.11.2023 12:24 • x 1 #42


Zum Beitrag im Thema ↓


E
Meinst du, dass du durch deine psychischen Probleme in deinen 20ern was verpasst hast?
Wenn ja, was denn genau?

x 3 #2


Moonlight_74
Zitat von Verry:
Andererseits wird mir aber auch bewusst, dass ich viele Chancen verpasst habe.
Und ich nicht mehr die Möglichkeiten habe wie als Jugendlicher oder mit Anfang 20.


An was machst du das fest?

Es ist meiner Meinung nach nie zu spät ein Leben zu führen, das einem gerecht wird.

Wer in der Vergangenheit schwelgt und sich über verpasste Chancen beklagt, kann gar nicht glücklich und zufrieden sein.

Akzeptiere die Vergangenheit so wie sie ist und nutze die Chancen, die du jetzt hast.

x 3 #3


V
Ja ich habe es nicht geschafft mir eine berufliche perspektive zu schaffen.
Auch soziale Kontakte konnte ich nicht aufbauen bzw mir ein soziale Umfeld aufbauen.

x 2 #4


DrSeltsam
Zitat von Verry:
Ja ich habe es nicht geschafft mir eine berufliche perspektive zu schaffen.
Auch soziale Kontakte konnte ich nicht aufbauen bzw mir ein soziale Umfeld aufbauen.

Für beides ist es nie zu spät. Diese Dinge haben kein "Verfallsdatum". Manche brechen mit 50 oder 60 aus ihrem "System" aus und fangen nochmal von vorne an.

Du kannst es auch als Chance sehen: Du bist nicht auf irgendwas festgefahren. Freu' dich auf das Leben und die Möglichkeiten, die es dir bietet jetzt wo es dir besser geht.

x 3 #5


E
Und auch von mir nochmal ein "es ist nie zu spät".
Ich habe die letzten Jahre erst feststellen müssen, dass ich so ziemlich den komplett falschen Job gewählt habe vor 25 Jahren. Ich habe es akzeptiert und "bessere" es nun aus, auch wenn es schwer fällt.

Sehe es so: Du hast jetzt zumindest erkannt, was falsch gelaufen ist. Etliche da draußen merken es nie oder noch viel später bzw. wollen es oft auch nicht sehen und machen einfach weiter in ihrem unzufriedenen Leben.

Ich sehe gerade, dass Du erst 33 bist.
Ich wünschte, ich wäre in Deinem Alter. Ich bin nochmal ne Dekade weiter und trotzdem fange ich nochmal von vorne an.

x 3 #6


J
@Verry Dann lerne dann mach‘ doch paar Praktikas und entscheide dich für einen Beruf, den du lernen willst und zieh‘ die Ausbildung oder das Studium durch. In meiner Ausbildung waren manche 50, als die angefangen haben. Die hatten dann halt mit 53 einen Job. Besser spät als nie. -> berufliche Perspektive hast du nicht verpasst
Sonst kann ich dir nur empfehlen zu öffentlichen Veranstaltungen oder allgemein zu öffentlichen Plätzen zu gehen (auch alleine möglich und versuche andere anzusprechen-> meine Erfahrung: allein wird man immer wo aufgenommen), such dir ein Hobby (wo das Training zu einer bestimmten Zeit an einem bestimmten Tag in der Woche stattfindet, dass du die Leute regelmäßig triffst), sonst gibt es noch sowas wie beste-Freundin-gesucht.de (so eine Art online-Dating um Freundinnen bzw. die beste Freundin zu finden). Ich habe selbst über die Webseite zwei Freundinnen kennengelernt. -> d.h. auch soziale Kontakte ist nie zu spät zum finden.
-> D.h. du hast eigentlich nichts verpasst.🙂😊🙂

x 4 #7


V
Nach Sportkursen schaue ich schon.
Werde mich allerdings erst nach den Ferien entscheiden ( weil dann wieder alle Kurse stattfinden).
Habe auch daran gedacht ein Ehrenamt zu machen.
Allerdings finde ich nicht so wirklich etwas passendes.
Entweder sind die anderen Ehrenamtlichen alle im Rentenalter, es besteht nur Kontakt zu einer einzigen Person ( Besuchsdienst) oder die Tätigkeit ist sehr belastend ( Betreuung von Dro., Kindern aus Problemfamilien etc.).
Zumindest gefühlt sind viele Vereinsangebote für Kinder/Jugendliche oder Rentner.
Ich möchte jetzt auch nicht auf Krampf in irgendeinen Verein gehen, wo ich mich nicht wohlfühle.

#8


E
Zitat von Verry:
Habe auch daran gedacht ein Ehrenamt zu machen.

Sehr gute Idee.
Aber auch hier: alles versuchen und probieren.
Es kann dauern, das Passende zu finden.
Das gilt für Sportarten und Vereine genauso.
Oft ist es auch so, dass es davon abhängt, welche Leute man dort antrifft. Passen die Leute, ist das schon viel wert finde ich.

Ausdauer wird sich auszahlen.

x 1 #9


V
Sportverein finde ich wesentlich einfacher.
Gerade bei Fitness und Entspannungskursen gibt es genug Auswahl und die Gruppen sind oft auch sehr durchmischt.
Beim Ehrenamt wird es schon schwieriger.
Vor allem wenn ich eben nicht nur Kontakt zu einer Person haben möchte.
Und in einer reinen Rentnergruppe würde ich mich auch nicht wohl fühlen.

x 1 #10


DrSeltsam
Zitat von Verry:
Ich möchte jetzt auch nicht auf Krampf in irgendeinen Verein gehen, wo ich mich nicht wohlfühle.

Nein, das macht auch keinen Sinn - Du sollst dich erstmal mit dem was Du tust wohl fühlen.

Wenn Du herausfindest, was Du gerne beruflich machen möchtest, welche Sportart oder welches Hobby dich interessiert und Du dich dann mit der Sache gut fühlst, dann bist Du auch viel lockerer und "Du selbst" und es fällt dir viel leichter neue Kontakte und Freundschaften zu schliessen und auch zu behalten und zu pflegen.

x 1 #11


E
Zitat von Verry:
Entweder sind die anderen Ehrenamtlichen alle im Rentenalter, es besteht nur Kontakt zu einer einzigen Person ( Besuchsdienst) oder die Tätigkeit ist sehr belastend ( Betreuung von Dro., Kindern aus Problemfamilien etc.).
Zumindest gefühlt sind viele Vereinsangebote für Kinder/Jugendliche oder Rentner.
Ich möchte jetzt auch nicht auf Krampf in irgendeinen Verein gehen, wo ich mich nicht wohlfühle.

Kommt auf's Ehrenamt und deine Interessen an.
Ich habe mich knappe 10 Jahre ehrenamtlich bei den Pfadfindern engagiert.

Neben der wöchentlichen Stunde mit den Kindern wurde aber unter den Erwachsenen auch einiges geboten.
Im 2 Wochen rhythmus fanden treffen statt, regelmäßige Wochenenden (mal mit, mal ohne Kinder) und vieles mehr.
Anschluss haben auch neu dazu gekommene schnell finden können.
Auch Leute, die nicht mit Kindern arbeiten wollten, haben sich anderweitig einbringen können.

x 2 #12


V
Darf man denn als Erwachsener noch bei den Pfadfindern mitmachen?
Oder nur als Gruppenleiter?

#13


Kimsy
@Verry also mit 33 Jahren ist noch nichts verloren....da kannst du noch so viel rausholen....

#14


V
Leider gibt es für Erwachsene nicht so etwas wie einen Jugendtreff der verschiedene Aktivitäten wie z.B Bowling, Grillen, Unternehmungen etc. anbietet.

#15


Azure
Zitat von Verry:
Leider gibt es für Erwachsene nicht so etwas wie einen Jugendtreff der verschiedene Aktivitäten wie z.B Bowling, Grillen, Unternehmungen etc. anbietet.

Und schon hast du eine Aufgabe für dich gefunden 😎

x 4 #16


V
Naja so etwas zu gründen ist mir dann doch eine Nummer zu groß.

#17

Mitglied werden - kostenlos & anonym

E
Zitat von Verry:
Darf man denn als Erwachsener noch bei den Pfadfindern mitmachen? Oder nur als Gruppenleiter?

Naja man trifft sich nicht 1x die Woche zum Spiele, wie es die Kinder tun. Mr. Green

Bei uns wurde halt unterschieden zwischen Leitern und Mitarbeitern.
Erstere haben die Aufsicht der Kinder übernommen, letztere sowas wie Materialpflege und anderes.

Die Erwachsenen haben sich, wie beschrieben, alle 2 Wochen getroffen, auch mal am Wochenende, mit oder ohne Kinder. Auch außerhalb des Rahmens Pfadfinder.

So lief es bei uns, kann natürlich überall anders sein. Wollte dir den Input nur gerne mitgeben. Smile

x 1 #18


E
Zitat von DerAlex:
Naja man trifft sich nicht 1x die Woche zum Spiele, wie es die Kinder tun. Mr. Green Bei uns wurde halt unterschieden zwischen Leitern und Mitarbeitern. Erstere haben die Aufsicht der Kinder übernommen, letztere sowas wie Materialpflege und anderes. Die Erwachsenen haben sich, wie beschrieben, alle 2 Wochen ...

Hier findest du die nächsten Stämme, Gruppen, etc.:


https://dpsg.de/de/stammessuche-20

oder hier

https://www.pfadfinden.de/kontakt/gruppen-vor-ort/

oder hier

https://www.vcp.de/kontakt/staemme-vor-ort

Es ist regional unterschiedlich, welche Gruppierung wo stärker vertreten ist.

Bei uns sind es die DPSG. In anderen Teilen Deutschlands eher die BdP (zweiter link).

#19


E
Die Messdiener bieten so einen Rahmen hier auch an. Mit regelmäßigen Treffen etc..
Ist aber auch nicht unbedingt für jeden was, so christlich und mit Messe dienen und so.

#20


A


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Prof. Dr. med. Thomas Hillemacher
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