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49

Ich bin schon lange hier bei euch, intensiv seit einem jahr. Es ging mir auch jahrelang gut,mit Einbrüchen natürlich.

Meine Lebensphase Nr. 2 hat begonnen, als ich 50 wurde. Ich hatte schon mit 49 Angst davor, 50 zu werden. Für mich hat die Zahl tatsächlich bahnbrechende Veränderungen geschaffen. Mein Mann schenkte mir zum 50sten eine Kurzreise nach Irland. es war für mich die Hölle und unterstreicht das Thema 50 werden noch mehr.

Ich habe Angst seit ich ein kleines Kind war (oder noch bin). erfahren was das gefühl ist, was mich so quält, habe ich mit ca. 25, als es endlich das Internet gab.Ich konnte suchen und ich fand Antworten. Vondem Moment an lernte ich kennen was Wut bedeutet.Ich hatte Wut auf jeden, der wußte das es mir schlecht ging und mich nur belächelt hat.
Ich lebe mit einem Mann zusammen, der nur wenig älter ist. Als Angstmensch (so bezeichne ich ich) und Hochsensible (NICHT Sensibelchen!) und zudem hochkreative Person ist das normale Leben für mich mit einem zu Arroganz und Selbstliebe neigenden mann nicht einfach. Auch nach 32 (!) Jahren mit diesem Menschen kann ich nicht sagen, ob ich ihn wirklich geliebt habe. Er war zwar bei mir in den Angsthoch-zeiten, er war bei mir wenn ich ihn lieben wollte und wir haben uns bis ich 25 wurde wie irre geliebt, das sich die Balken biegen. Ich hatte eine herrliche Teeniezeit mit ihm.

Heute ist es o, daß ich unter den Zeichen seines Alterns leide. Seine schlimmer werdende Arroganz, seine Herablassende belächelnde, manchmal auslachende Art, seine Besserwisserei, seine gottverdammte Kindergarten-Arie ICH:"ich habe Kopfschmerzen. Er: ich auch. ICH: Ich kann deine Launen nicht verstehen. er. ich deine auch nicht" So geht es jahrein-jahraus. Ich werde durch die Antworten dazu gezwungen,meine Bedürfnisse und Ausagen herabzustellen, zu mindern.
Ich bin 51,ich halte es so nicht mehr aus.
Halte seine Jammerei nicht mehr aus. Fast jeden tag zum Arzt bin ich mit ihm gefahren, weil er Leistenschmerzen vom laubharken hatte. Musste wochenlang das Gejammer ertragen,musste das Haus allein saubermachen. er hat nur gelegen. Jedentag das Gefrage, was er denn nun habe. Ich gab immer klare Antworten was ich glaube.nächster tag, dasselbe.
Fazit: er glaubt er hat einen Bandscheibenvorfall, einen Leistenbruch und Bauchverwachsungen. zudem schlummert seit Jahren ein Tumor in ihm, den kein Arzt entdeckt hat.

Mein Mann bestimmt meine Lebensphasen. Ich mache, er lässt machen.
Ich weiß nicht mehr ob meine Art zu reden, mich zu geben, normal ist. Ob ich normal aussehe. Warum hatte und hat Ladybug nie eine sehr gute Freundin? Weil sie unfähig dazu ist?

Jeden Tag wache ich auf und denke, warum tust du das, warum stehst du auf, du kannst jeden moment....dein leben kann jeden Moment.....ich bin 51 und glaube, das es das jetzt war.
Ich glaube auch,man hat m ir mein Leben genommen. Aber es ist zu spät um gegenan zu gehen. Und ich hatte die Kraft damals nicht. Er zeigt mir täglich auf, welche Fehler ich mache, Welche Patzer mir passieren. lacht darüber, wenn mir was runterfällt weil ich schlecht sehe. Ich würde so was niemals mit ihm machen, niemals.

Doch ich glaube nicht mehr an mich. Ich bin eine Frau die darauf wartet, dass Abholtermin ist, statt die Lebenshälfte die ich noch habe, zu geniessen.
Ich bin sicher kein dummer mensch, doch ich habe auch nciht mehr die lebenslust wie früher, wei lich auch fest glaube, das es bald vorbei ist. Meine Angst um meine Kinder ist schlimmer geworden. Sie sind aus dem haus.
Ich bin 51. Ich habe Hexenhände, abgefressene Nägel. Ichhabe seit einem Jahr keinen Sex mehr. Ichekel mich vor meinem Mann. Ich bekomme Falten im Gesicht. Meine Beine haben Besen reiser und rote Flecken. Ich verwelke und kann es nicht mehr stoppen.

Entschuldigung das es so lang wurde.Doch ich weis nicht mit wem ich sonst reden kann.

21.01.2019 19:36 • 04.02.2019 x 2 #1


31 Antworten ↓


JollyJack
Moinsen,

ich habe mir Dein Thema -mehrmals- ordentlich und aufmerksam durchgelesen. Ein langer Text, da gebe ich Dir Recht.
Meine Antwort ist umso kürzer:

Zitat von ladybug:
Aber es ist zu spät um gegenan zu gehen.


Nö.

JJ

21.01.2019 19:49 • x 3 #2



Zweite Lebensphase mit 50 - wer bin ich eigentlich?

x 3


Icefalki
Guter Beitrag @JollyJack

Liebes, es ist nie! zu spät zu Veränderungen. Wie die aussehen, bleibt jedem selbst überlassen. Drum ist Jollys nö, auf die Aussage, es wäre zu spät um gegenan zu gehen, absolut perfekt.

21.01.2019 19:58 • x 2 #3


Hast du die Möglichkeit dich von ihm zu trennen?
Welche guten Seiten hat er?

Mit 50 ist man in der zweiten Jahreshälfte. Es kann möglich sein, dass man 100 wird.

21.01.2019 20:00 • #4


Hallo @ladybug

Mit 51 ist es noch lange nicht zu spät, etwas zu ändern. Ich finde es von deinem Mann nicht gerade respektvoll, wie er sich dir gegenüber verhält. Vielleicht solltest du mal allein weg fahren, irgendwo zur Erholung, um dir klar zu werden, was du noch möchtest und was nicht. Dann hast du erst einmal Zeit für dich. Du könntest mit deinem Mann Klartext reden. Du kannst ihm sagen, dass er dich verletzt und du sein Verhalten nicht länger ertragen kannst und warum er das überhaupt macht? Ich werde bald 49 und befinde mich in den Wechseljahren.
Du verwelkst nicht, das ist der normale Alterungsprozess, den keiner aufhalten kann...du kannst dir aber etwas Gutes tun wie z. B. Frisör, Nageltante, Kosmetikerin usw., wenn das finanziell passt. Wenn nicht, kannst du versuchen, dich zu Hause mal etwas zu verwöhnen, schließ die Badezimmertür dabei ab, damit du nicht gestört wirst. Dieses Gefühl von "bald vorbei sein" habe ich auch sehr oft. Aber ich denke, dass sind Gedanken, die in den Wechseljahren kommen können, vor allem, wenn das Meiste mies läuft. Vielleicht steckt aber eine große Unsicherheit in deinem Mann, weil er sich so verhält, um von sich abzulenken, lässt er es an dir aus? Nur Vermutungen, könnte sein...
Wenn du in einer Therapie bist, kannst du das Thema dort vielleicht ansprechen?

21.01.2019 20:02 • x 2 #5


JollyJack
Zitat von Ana-303:
um von sich abzulenken, lässt er es an dir aus?


Vermutlich ist das die entscheidende Frage!

21.01.2019 20:05 • x 1 #6


YesItsMe0
Klare Scheidung für mich wenn er nicht einlenkt. Willst du dir das wirklich noch 20+ Jahre antun?

21.01.2019 21:29 • #7


Veritas
"Auch nach 32 (!) Jahren mit diesem Menschen kann ich nicht sagen, ob ich ihn wirklich geliebt habe"

Das ist schon hart, da fehlen mir die Worte...
Für 'ne Veränderung ist es nie zu spät. Ran an den Speck.

22.01.2019 01:31 • x 1 #8


Sara80
Hast du die finanzielle Möglichkeit ohne deinen Mann zwei Wochen Urlaub irgendwo zu verbringen oder ein Rehakur? Wenn ja dann mach das.
Wenn du keine Trennung willst, schlepp ihn zu einer Familientherapie.

22.01.2019 05:07 • #9


waage
Hallo ladybug,

es ist dringend nötig dein Selbstwertgefühl zu verbessern..
wie schon geschrieben , mache eine Kur, Urlaub ec. um mal raus zu kommen..

Du kannst noch so viel machen, entdecken ..man muß es nur wollen.. sicher gehört auch ne Portion Mut dazu.
Also in kleinen Schritten beginnen...

L.G. Waage

22.01.2019 08:22 • #10


Gerd1965
Das Älterwerden beschäftigt sehr viele Menschen, wenn sie sehen, wie die Celulite überhand nimmt, das ganze Aussehen ins Bedenkliche schwindet. Ich akzeptiere, dass ich 53 bin und dass jede Sekunden meine Zellen altern lassen und absterben.
Aber bereits als Embryo finden Vorgänge statt, bei denen sich bestimmte Körperzellen zerstören.
Auch der Körper eines Erwachsenen entledigt sich mithilfe des programmierten Zelltods Tag für Tag rund zehn Milliarden verbrauchter oder beschädigter Zellen. Dadurch entsteht eben Platz für neue Zellen.
Mit Ausnahme von einigen Zellen wie Herzzellen und zahlreichen Hirnzellen, die nicht erneuert werden.
Zitat von ladybug:
Auch nach 32 (!) Jahren mit diesem Menschen kann ich nicht sagen, ob ich ihn wirklich geliebt habe.

Aus dir spricht meine Ex Frau, die ich vor knapp einem Jahr "abgestoßen" habe, genau dieser Wortlaut kam über ihre Lippen.
Für mich jedenfalls unter jeder Würde. Wenn dich sein "Gejammer" wie du sagst so in ein Dilemma stürzt, musst du das ändern. Spiele mit offenen Karten und trenne dich von ihm!
Oder hast du eben mal Angst, dass du als gealterte Frau nun alleine übrig bleibst und ihn doch noch brauchen könntest. Dann spielt natürlich Liebe und Akzeptanz keine Rolle, Hauptsache es ist jemand da, der dich unterstützt. Dafür gibt es aber Institutionen, die kosten halt.
Zitat von ladybug:
Fazit: er glaubt er hat einen Bandscheibenvorfall, einen Leistenbruch und Bauchverwachsungen. zudem schlummert seit Jahren ein Tumor in ihm, den kein Arzt entdeckt hat.

Auch das, wie wir wissen ist eine Krankheit und verdient Aufmerksamkeit und ja ich gehe weiter, es verdienst keine abwertende Aufmerksamkeit, hat in einer Beziehung keinen Platz.

Eine Passage aus deinem eröffneten Thema: "Wer bin ich eigentlich"
Tja, kann ich nicht sagen, aber mit Sicherheit kann ich sagen, dass du ein Mensch bist, der in meinem Leben keinen Platz hätte.
Das ist nun meine unverblümte Meinung und auch nicht diskutierbar, bin zwar auf etwaige "böse Zeilen" gefasst, werde diese aber nicht kommentieren.
Wünsche dir in deiner 2. Lebensphase trotzdem alles Gute und ich hoffe, dass du aus der "Alterungskrise" heraus findest.

22.01.2019 08:59 • x 3 #11


Ich könnte das gar nicht so lange Jahre aushalten. Vielleicht ist es wirklich besser, wenn man sich trennt. Es ist immer schwer, einen Schlag zu geben, wenn man nur eine Seite kennt. Aber so, wie du es in deinem Beitrag beschreibst @ladybug würde ich persönlich eher allein bleiben, egal in welchem Alter. Es gibt bestimmt auch noch ältere Menschen, die sich neu finden und verlieben können, wenn man nicht allein sein kann.

22.01.2019 09:53 • x 2 #12


Luna70
Zitat von ladybug:
ich bin 51 und glaube, das es das jetzt war.


Liebes, das ist Quatsch. Klar, irgendwie lassen sich die Veränderungen definitiv nicht mehr ignorieren. Man verliert den Anschluss, was die Technik betrifft und muss die Kinder bitten, das neue Handy einzustellen, man sieht nicht mehr so gut wie früher, die grauen Haare lassen sich auch nicht mehr leugnen. Und bei Treffen mit Altersgenossen spricht man von "früher".

Aber ich finde, es ist auch eine Chance. Die Kinder haben wir groß gekriegt und ihnen mitgegeben, was wir eben geben konnten. Nun können wir uns um uns selbst kümmern, müssen wir halt auch tun.

Mein Mann hat sich beschwert, wir würden abends nur noch vor dem Fernseher sitzen. Okay, stimmt auch irgendwie. Also habe ich gestern Karten für ein Konzert von Wolfgang Ambros reserviert. Da freue ich mich schon drauf.

Passend zum Thema für dich

22.01.2019 10:11 • x 3 #13


Zitat von Ana-303:
Vielleicht steckt aber eine große Unsicherheit in deinem Mann, weil er sich so verhält, um von sich abzulenken, lässt er es an dir aus?


DAS trifft es auf den Punkt. Ausserdem bin ich ihm in vielen Punkten geistig voraus.Klingt grad arrogant, ist aber so nicht gemeint.

Gerd.....

Ich könnte mit dir auch nicht leben, um Gottes willen Aber weisst du, es ist so, daß ich das hier niedergeschrieben habe, um es loszuwerden, weil ich gerade davonerdrückt werde. Ich will weder Verständnis noch Ablehnung. Das ich dich an deine Ex erinner kann ich ja nicht wissen.Aber auch sie hat sicher ihren Grund gehabt, warum sie mit dir nicht klargekommen ist. Du bist auch nicht einfach zu nehmen, das haben wir hier ganz oft erleben dürfen. es ist schwer, virtuell richtig rüberzukommen.

Ich bin eine Kämpferin. Und als hochsensible Kämpferin hat man das nicht leicht. Vllt. hast du dich mit dem Thema Hochsensibilität noch nicht so auseinandergesetzt, denn dann wüßtest du, daß bei der HSP die Reizleitung zum Gehirn gestört ist. Daß es schnell zu einer Überreizung kommt. Bei mir ist das ganz oft so. Trotzdem werde ich geliebt, das weis ich.

Ich schreibe keine bösen Zeilen. Wann hast du von mir böse Zeilen gelesen? Das muß echt lange her sein.

22.01.2019 19:23 • x 7 #14


guteFee
Du bist eine ganz normal denkende Frau, glaube es mir!.

Ich bin 57 und empfinde mein Leben als abgeschlossen!

Leider hatte ich diese Gedanken bei meinem damaligen Mann schon ganz früh. Nerv Nerv Nerv.

Jetzt wünschte ich mir, eine "Nervensäge" in meinem Leben!

Glaube mir, das Alleinsein ist auch kein Zuckerschlecken!

22.01.2019 20:04 • x 2 #15


Gerd1965
Zitat von ladybug:
Ich will weder Verständnis noch Ablehnung

Weder das eine noch das andere will und kann ich dir entgegenbringen, Verständnis kann ich nur entgegenbringen, wenn ich die ganzen Umstände kennen würde. Und Ablehnung schon gar nicht, warum auch
Zitat von ladybug:
Du bist auch nicht einfach zu nehmen, das haben wir hier ganz oft erleben dürfen

Dem bin ich mir voll und ganz bewusst, ich möchte sogar behaupten, dass ich ein ganz schön komplizierter und sagen wir mal sturer und nachtragender Mensch bin.
Zitat von ladybug:
Ich bin eine Kämpferin.

Das ist wiederum eine Eigenschaft, vor der ich den Hut ziehe!
Es war schon immer meine Aussage, aufgeben tut man einen Brief und nicht sich selbst.
In diesem Sinne hoffe ich, dass sich deine Wünsche erfüllen werden, wenn geht, eben mit wenig Kampf und einem für alle Personen guten Mittelweg.
Wünsche dir einen angenehmen Abend.

22.01.2019 20:26 • #16


Ich würde nicht gleich zur Trennung raten. Tue was für dich. Eine Paartherapie wäre sicher gut, oder mache für dich eine Therapie. Ob was besseres nachkommt, ist die Frage. Normal dass man sich manchmal nach vielen Ehe Jahren nervt.

23.01.2019 15:38 • x 1 #17


Gerd1965
Zitat von Tina01:
Ob was besseres nachkommt, ist die Frage

Das ist schon wieder mal so eine, ich sag mal, berechnende Aussage
Warum muss gleich was nachkommen und soll man sich nur, weil man Angst hat, dass nichts "Gescheites" nachkommt, zwangsweise an die "an die wandgefahrene" Beziehung klammern.
Von mir ein eindeutiges NEIN! Das vernichtet den Partner und das vernichtet einen selbst.

23.01.2019 15:58 • x 2 #18


Ich meinte, das anders. In einer jahrelangen Ehe sieht man oft den Wald vor den Bäumen nicht. Man muss an jeder Beziehung arbeiten, eigentlich immer. Wenn man so lange zusammen war, kann nicht alles schlecht gewesen sein. Die Meinung, trenne dich und du findest bald ein neues Glück, das finde ich nicht so gut. Es ist sehr schwer, neu anzufangen. Für Menschen, die eh schon angeschlagen sind, kann es in den Abgrund führen.

23.01.2019 16:14 • #19


Icefalki
Zitat von Gerd1965:
Warum muss gleich was nachkommen und soll man sich nur, weil man Angst hat, dass nichts "Gescheites" nachkommt, zwangsweise an die "an die wandgefahrene" Beziehung klammern.


Ehrlicher wäre sich einzugestehen, dass man aus Angst, vor was auch immer, die Beziehung nicht beenden kann. Und das ist meiner Meinung nach dann das Problem, das man sich anschauen sollte. Wenn eine Beziehung so negativ ist, warum um aller Welt hält man daran fest? Wenn man sich also diese Frage stellt, sie sich ehrlich beantwortet, dann akzeptiert man entweder die gegebenen Umstände, weil es an der eigenen Unfähigkeit liegt, oder man ändert alles.

Viele unserer Problematiken hängen mit einer Starre zusammen, ein Festhalten am Status quo. Veränderungen scheinen unmöglich. Aber genau die sind es, die einen aus misslichen Lagen bringen. Da sitzt man sinnbildlich im brennendem Haus, greift nicht zum Feuerlöscher oder traut sich nicht raus.

Eigentlich total unlogisch.

23.01.2019 16:22 • x 4 #20



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