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onista

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Hallo erstmal

Mein Problem ist, dass ich an nichts mehr Spaß habe und mich für wenig begeistern kann. Ich bin lustlos und am wohlsten fühle ich mich allein vor dem Fernseher, wo ich meine Probleme *wegessen* kann. Daher kann ich mich auch für leckeres Essen nicht wirklich begeistern

Dass ich so eine negative Einstellung habe geht schon seit ca. 9 Jahren so, jetzt bin ich 22 und sehe mich nicht im Stande irgend etwas aufzubauen. Meist lasse ich alles auf mich zukommen und entscheide bzw. erledige Dinge erst im letzten Moment.
Auch kann ich mich selten zu Dingen aufraffen bin aber wenn ich sie erledigt habe zufrieden sie gemacht zu haben.

Ich bin eigentlich ein gelassener Mensch aber in Momenten, in denen ich wieder Selbstzweifel habe, reagiere ich vor allem bei Menschen, die ich mag, agressiv. Das fängt bei meiner Familie an, die es mittlerweile toleriert. Jedoch habe ich seit einem Jahr einen Freund, der seine eigenen Sorgen hat und nicht dauernd von meinen Sorgen hören will (die wie ich zugebe im Nachhinein auch recht banal sind)..
Ich frage ihn auch ständig ob er denn wirklich mit so einer wie mir zusammen sein will und das macht natürlich die Beziehung im Moment immer mehr kaputt.

Wie ihr euch denken könnt bin ich ein schüchterner Mensch und lasse mich von meiner Mitbewohnerin oft herumkommandieren. Außerdem ist sie mit sich nicht wirklich zufrieden und lässt das an mir aus, da ist auch jedes Wort falsch, das ich sage.. Das unterstützt mich auch nicht gerade bei meinem Versuch mich zu akzeptieren..

Ich hab nen Persönlichkeitskurs besucht, mache jetzt Kampfsport. Aber so wirklich kann ich mich dafür auch nicht begeistern..

Vielleicht könnt ihr mir Tips geben was ich ändern kann..

LG Sarah

24.12.2010 05:36 • 04.01.2011 #1


12 Antworten ↓


Caladrius


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Zitat von onista:
Dass ich so eine negative Einstellung habe geht schon seit ca. 9 Jahren so

Was ist vor 9 Jahren passiert ?

24.12.2010 06:33 • #2


onista


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ich kann mich an nichts Einschlägiges erinnern.. habe wohl einfach angefangen über mein Leben nachzudenken und dann kam auch immer mehr die Angst was werden soll (was ja natürlich ist).. aber bis jetzt habe ich noch keine Vorstellung und je älter ich werde desto mehr setzt es mich unter Druck

24.12.2010 07:46 • #3


Eloise1965


Hast du mal daran gedacht, eine eigene Wohnung zu nehmen? Man soll das nicht unterschätzen. Ich lebe seit 1 Jahr in einer WG (habe aber gekündigt) und es geht mir hier so schlecht wie nie zuvor. Davor hatte ich eine eigene Wohnung, war mein eigener Herr und konnte über mein Leben selbst bestimmen. Ich denke, wenn man für sich selbst sorgt, ist man automatisch viel ausgeglichener und zufriedener. Das brignt natürlich noch keinen Sinn, aber dann hat man den Kopf freier.

24.12.2010 23:32 • #4


onista


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hey..
ja ich werde im März ausziehen und erhoffe mir dadurch, dass ich verantwortungsbewusster werde

26.12.2010 09:05 • #5


Eloise1965


Das wird schon *mal lieb drück* Alleine braucht man zwar mehr Disziplin, jedoch finde ich das einfacher, als ständig gegen andere anzukämpfen (in dem Fall die Mitbewohnerin). Mich würde mal interessieren, ob Kampfsport das Selbstbewußtsein steigert?

26.12.2010 22:28 • #6


Eloise1965


Ohh, vielleicht sollte ich auch mit anfangen.

27.12.2010 11:06 • #7


Rita763


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Hallo,

ja diese Gammelphase habe ich auch seit einpaar Jahren. Allerdings nicht komplett durchgehend, begeistern kann ich mich ab und zu schon für etwas.
Aber ich stimme den anderen zu, dass du eine eigene Wohnung nehmen solltest! Wenn man ständig rumkommandiert wird, stört das total und man fühlt sich eingeengt. Ich hatte zb eine Wohnung mit meiner Schwester, aber sie hatte auch nur ständig was zu meckern, bzw. breitete sich in der Wohnung aus und ließ überall ihren Kram liegen, egal ob ich sie nett bat es wegzuräumen oder nicht. Auch das Gemeckere, wer denn wann was aufräumen soll, blabla.
Jetzt wohne ich zwar seit 3 Monaten wieder bei meinen Eltern, werde jedoch nächstes Jahr in meine eigene Wohnung ziehen und darauf freue ich mich schon rießig.

Noch ein Tipp, verkaufe den TV dann musst du zwangsläufig was anderes machen. Ich habe zb auch keinen TV, weil da im generellen ja nur Mist läuft und ich Filme sowieso nur im original und nicht synchronisiert schaue.

Also ein Umzug kann schon sehr viel helfen!

27.12.2010 16:36 • #8


onista


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Hallo

Na dann lass ich das mal auf mich zukommen..

@Eloise1965: ja es wird dir gezeigt wie du mit einfachen griffen auch stärkere *in die knie zwingst*.. ich kann dir ju jiutsu empfehleln das besteht aus mehreren kampfsportarten und eignet sich zur selbstverteidigung was einen im allgemeinen auch sicherer machht..

@Rita763: den tip mit dem fernseher werde ich beherzigen meist ist das auch bei mir der auslöser um mich stundenlang nicht zu bewegen..
aber die frage ist: was machst du dann damit es dir gut geht und du sagen kannst, dass du den tag gut genutzt hast??

27.12.2010 20:06 • #9


Eloise1965


Jiu Jitsu, ok
Man könnte statt TV gucken sich kreativ betätigen, das gibt mir z.B. die meiste Befriedigung. Je nach Veranlagung Handarbeit, Musik machen, Rezepte kreieren, Fensterbilder malen... was man hinterher vielleicht sogar verschenken kann. Auch anderen zu helfen gibt mir Befriedigung.

Ansonsten, MUSS man denn jeden Tag gut nutzen? das erzeugt doch nur Stress, wenn man schon früh im Halbschlaf denkt: oh Gott, was mach ich heute nur. Die Frage habe ich mir nie gestellt. Einfach auf dein Herz hören, was du machen MÖCHTEST.

28.12.2010 12:13 • #10


maryjane


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Hey,

Kampfsport hilft echt selbstbewusster zu werden und irgendwie mutiger. Hab eine Zeit lang im Fitnessstudio so einen Kurs mitgemacht der verschiedene Kampfsportarten integrierte. War echt gut, obwohl ich echt nicht der Typ zum kämpfen bin .

Aber mal zum Thema. Ich erkenne mich da echt wieder in dem was du schreibst. Auch den Fernsehr als Ausrede oder als...keine Ahnung, als was eigentlich? ... um mich stundenlang nicht zu bewegen, nicht die Uni-Arbeit erledigen die man eigentlich tun sollte und auch eigentlich irgendwie tun würde und tun muss... stattdessen stundenlang daliegen und auf den Fernsehr starren und ich kriege eigentlich auch nicht sooviel mit was da im Fernsehr läuft. Interessiert mich auch nicht so, läuft meistens ja auch nur mist. Aber ich denke, es ist eine Art Flucht, eine Angst die Dinge zu erledigen die man tun muss, weil man Angst hat zu versagen, sie nicht hinzubekommen? Deswegen auch die Zufriedenheit wenn man sie dann auf den letzten Drücker doch gut erledigt hat noch. Ich fühl mich immer echt zufrieden und ein wenig glücklich, wenn ich eine Hausarbeit endlich erledigt habe.
Oder vielleicht auch den Sinn hinter allem hinterfragen? Bzw. die Zukunftsangst, die Ungewissheit,...ohne Perspektive die man selbst in seinen Gedanken greifen kann ist die Motivation ganz weit unten denke ich immer. Manchmal habe ich Hochphasen, aber die sind nur wenn ich wirklich eine Perspektive mir ausmalen kann bezüglich einer Berufsmöglichkeit und mir etwas aufzubauen bezüglich Familie und so. Wenn so etwas gedanklich greifbar für mich ist, bin ich wesentlich gelassener und motivierter und weniger lustlos und weniger antriebslos. Zb hatte ich bis vor 3 Monaten für etwa 3 Monate einen lieben Freund...ja nicht lange, aber ich mochte ihn so so so sehr und er hat mir irgendwie eine Perspektive gegeben, dass es greifbarer ist dass "mal was aus mir wird" . Da lief alles viel einfacher und der Fernsehr war fast nie an )

was ich eigentlich sagen wollte... es ist denke ich wichtig, sich positive, optimistische Gedanken zu machen. Alle positiven Dinge, die dir passieren und es gibt sicher ganz viele auch wenn du sie nicht siehst ... aufnehmen und sie nutzen als Kraft. Dann ist es auch Gewohnheitssache denke ich alles... am Anfang schwer etwas zu ändern, aber dann wenn man sich aufrafft doch nicht so schlimm mehr. Aber ich weiß, das ist alles so viel leichter gesagt als getan und so gut gemeinte Ratschläge helfen fast nichts. Denn ich weiß es ja selbst, dass das alles sinnlos ist wie ich derzeit mein Leben wieder nur so vor mich hinlebe, quasi den ganzen Tag nichts mache, obwohl ich so gern will, aber irgendwie die Kraft fehlt und die Lust. alles verwirrend. Aber umsetzen ist etwas anderes, man muss es nicht nur wissen sondern auch so fühlen.

Das mit dem Tag gut genutzt haben denke ich mir auch immer... gehe auch immer sehr sehr spät ins Bett, kann irgendwie nicht, weil wenn ich wieder den ganzen Tag nur dalag und quasi nichts getan habe fühle ich mich so so schlecht und habe Angst vor dem nächsten Tag dann und davor dass es wieder so sein wird dass ich den Tag nicht nutze. Soviele Möglichkeiten habe ich, doch kein Antrieb dafür. Was stimmt nicht?
Manchmal denk ich ich bin einfach nur faul, so faul, aber leiden faule Menschen daran dass sie nichts tun? Und ich weiß auch, dass ich schon viel erreicht habe und auch anders kann...verwirrend. Vielleicht hat man ja auch zu hohe Ansprüche an sich selbst.

Redest du denn mit irgendwem drüber oder 'stört' es jemanden? Kann dich niemand 'motivieren' und ein wenig 'zwingen'?

29.12.2010 00:03 • #11


onista


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Ihr habt beide ziemlich recht.. Ich muss abends immer über den tag nachdenken und ärgere mich, dass ich 'nichts' erreicht habe. Aber wie Eloise es sagt sollte man wahrscheinlich einfach nicht so kompliziert denken und einfach das tun wozu man Lust hat oder was gerade ansteht dann ist er gut genutzt.

Ich würde auch nicht sagen, dass man bei solcher Lustlosigkeit von Grund auf faul ist... aber zu faul um sich was zu trauen und um mein Leben zu organisieren.. und zu schlecht allem gegenüber eingestellt als dass man was ändern will..

Habe zwei Instrumente die ich mal wieder spielen könnte, muss meine Bude mal machen und hab jetzt Zeit für Freunde, könnte auch mal wieder was raus laufen gehen... aber dazu muss ich mich auch edcht morgens aufraffen sonst geht das den ganzen Tag nicht mehr.. Auch wenn ich einen Plan mache (aufschreibe) halte ich mich oft nicht daran, weil ich morgens erst noch mal entspannen und fernseh gucken will.. Aber ich denke man darf sich zumindest am Anfang keine Ausnahmen genehmigen, zumindest nicht schon am Anfang des Tages.
@maryjane:
Nein hab leider keinen der mir in den Ar. tritt.. Meine Eltern sagen ich bin alt genug und meinen Freund sehe ich nur am Wochenende. Es geht schon zu lange und ich glaub sie haben aufgegeben.. (was ich ihnen aber nicht ankreide)

29.12.2010 21:35 • #12


Eloise1965


Das mit dem Plan ist eine gute Idee! Ich nehm die moderne Version, ein Notepad im PC und da schreib ich dann alles rein, was mir gerade so einfällt und was gemacht werden muß, sonst hab ich gar keinen Plan und die Hälfte wird wieder vergessen:

- Anrufen Behörde xyz ab 14 Uhr
- Bewerbung schreiben
- abwaschen
- Buch abc besorgen
usw.

So Sachen wie Laufen müssen regelmäßig getan werden, da hilft es wohl eher nicht, drüber nachzudenken, sondern sich einfach jeden Tag zur gleichen Zeit die Schuhe anzuziehen und rauszugehen... die einmaligen Dinge kriege ich besser hin als die, die regelmäßig getan werden müssen, wie ist das denn bei euch so.

04.01.2011 13:16 • x 1 #13



Mira Weyer


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