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Moin!

Nach jahrelangem Grübeln (hab ich in nem anderen Thread gerade schonmal gelesen den Satzbeginn ) hab ich es endlich geschafft, hier anzumelden und nicht nur mitzulesen. Ich weiss nicht mehr weiter. Seit ~10 Jahren immer in irgendeiner Therapie gewesen (stationär, ambulant, nur medikamente usw). Lebe völlig Dro.frei(inkl. Alk.) aber es besser sich nichts. An Medikamenten nehme ich zur zeit 150mg duloxetin 100mg trazodon zum pennen und ab und an, wenns ganz schlimm ist (2017 und 2018 noch gar nicht) chlorprothixen.
Es fühlt sich an, als würde mein Gehirn rasant regenerieren. Ich habe eine unfassbar schlechtes Gedächtnis, vergesse selbst Namen von Politikern die ständig in den Nachrichten (Pseudodemenz?) und habe so extreme Wortfindungsschwierigkeiten. Es fühlt sich an, als wäre zwischen Gehirn und Mund eine Barriere, ich kriege Sachen einfach nich formuliert. Das merken natürlich auch meine Gesprächspartner.

Kennt das jemand? Hat das jemand besiegt? Sind das vielleicht Langzeitnebenwirkungen von den Tabletten?
Ich bin für jede Antwort dankbar.

02.02.2018 17:25 • 03.02.2018 #1


8 Antworten ↓


la2la2
Zitat von plumbumi:
Seit ~10 Jahren immer in irgendeiner Therapie gewesen (stationär, ambulant, nur medikamente usw).

Gibt es denn echte Gründe für die Behandlungen, also traumatische Erlebnisse in der Vergangenheit oder irgendwas, was dich extrem belastet?
Falls nicht, klingt das sehr nach Abstellgleis und man sollte wirklich hinterfragen, ob das psychisch bedingt sein kann oder nur die billige Ausrede von Ärzten ist.

Zitat von plumbumi:
Es fühlt sich an, als würde mein Gehirn rasant regenerieren. Ich habe eine unfassbar schlechtes Gedächtnis, vergesse selbst Namen von Politikern die ständig in den Nachrichten (Pseudodemenz?) und habe so extreme Wortfindungsschwierigkeiten.

Hat das über die Jahre allmählich zugenommen oder war das plötzlich da oder wirds mal besser und mal schlechter?
Hast du neben den Koginitiven Defiziten denn noch irgendwelche anderen Symptome (egal ob Verdauungssystem, neurologische Symptome, körperliche Schwäche oder sonst was) oder bekannte chronische Erkrankungen?

Zitat von plumbumi:
Es fühlt sich an, als wäre zwischen Gehirn und Mund eine Barriere, ich kriege Sachen einfach nich formuliert. Das merken natürlich auch meine Gesprächspartner.

Hast du die kognitiven Einschränkungen nur in Gesellschaft oder auch wenn alleine bist oder mit sehr egen vertrauten Leuten kommunizierst?

Zitat von plumbumi:
Sind das vielleicht Langzeitnebenwirkungen von den Tabletten?

Waren zuerst die Symptome da oder zuerst die Tabletten? Wenn zuerst die Symptome da waren, dann kann es nicht an den Tabletten liegen.

Hat man dich denn organisch schonmal sehr gründlich untersucht oder kommen Ärzte bei dir immer nur mit der billigen Ausrde wird wohl psychisch sein und zucken mit den Schultern?

02.02.2018 17:42 • #2



Ich fühle mich dement an/eigene Stimme klingt fremd

x 3


petrus57
Das mit den Namen merken habe ich auch. Egal ob Schauspieler, Politiker etc. Hatte da auch schon an Demenz gedacht. Aber ich glaube, ich konnte mir schon immer schlecht Namen merken.

02.02.2018 17:46 • #3


ja hallo nochmal, danke für die antworten.
ja gibt traumatische sachen, wo ich allerdings mit gesprächstherapie nie weiter gekommen bin. ist aber auch nicht super präsent (zumindest nich bewusst).
keine weiteren erkrankungen, körperlich top fit, arbeite, alles gut dahingehend. jetzt im moment, wenn ich sehr viel zeit habe (habe das glück nur 8-9 monate im Jahr arbeiten zu müssen), ist es am schlimmsten. bei leuten, wo ich angst habe, dass sie meine redeschwierigkeiten merken, ist es automatisch am schlimmsten. meine diagnose ist eigentlich ganz klassisch schwere depression/angst/früher auch n bisschen substanz abusus dabei. mit vielen sachen hab ich mich mittlerweile ganz gut arrangiert, aber die im threadtitel erwähnten punkte lassen mich einfach nicht los.

was ursache und wirkung der tabletten usw angeht, kann ich dir da keine vernünftige antwort drauf geben. ich weiß es einfach nicht mehr, weil es so viele zustände über die jahre gab. ich kann das zeitlich alles nicht mehr so einordnen.

mehrmals auf alle möglichen organischen sachen untersucht. mit 19 mal mit 25 nochmal. immer alles gut.

02.02.2018 18:08 • #4


la2la2
Zitat von plumbumi:
bei leuten, wo ich angst habe, dass sie meine redeschwierigkeiten merken, ist es automatisch am schlimmsten.

Wenn es direkt davon abhängt, ist ne echte Demenz nicht so wahrscheinlich die Ursache....

Zitat von plumbumi:
meine diagnose ist eigentlich ganz klassisch schwere depression/angst/früher auch n bisschen substanz abusus dabei.

Passt die Diagnose schwere Depression denn oder würdest du es eher als ne Apathie beschreiben, als es ne echte Depression zu nennen?
Mit bisschen Dr*gen meinst du hoffentlich nur die harmloseren Sachen wie mal was rauchen oder meinst du auch harten Stoff über viele Monate bis Jahre?

Haben Großeltern oder Eltern denn neurologische Erkrankungen, wie z.B. ne Demenz?

Zitat von plumbumi:
mehrmals auf alle möglichen organischen sachen untersucht. mit 19 mal mit 25 nochmal. immer alles gut.

Man findet immer nur das, wonach man sucht...... also hat das 0 Aussagekraft, dass mal bisschen gesucht wurde...... Gehe mit deinem Problem doch mal zu nem Neuropsychologen - der ist am ehesten geeignet um zu testen, wie schlimm die kognitiven Probleme wirklich sind.

02.02.2018 18:15 • #5


nein. keine demenz in der familie. nur in eine richtung viel depressionsgeschichten.

doch, viel gek. und auch andere sachen(ausprobiert). ich will hier jetzt aber keine diskussion vom zaun brechen, was schlimmer ist und warum und so weiter und sofort. fakt ist, dass ich den kram lange hinter mir gelassen hab.

02.02.2018 18:31 • #6


@plumbumi

Vielleicht hat dein Gehirn durch den Dro.konsum Schaden erlitten? Vielleicht noch viel Alk. dazu, und es sterben über längere Zeit etliche Gehirnzellen ab die nie wieder reproduziert werden. Auch wenn du es lange hinter dir gelassen hast, könnten es ja in deinem Fall die sogenannten Spätfolgen sein. Du weißt ja am besten was, wie lange und wieviel du konsumiert hast. Gute Besserung!

02.02.2018 19:39 • #7


ja, ich will nicht ausschließen, dass die genannten substanzen ihren anteil hatten. ist ja aber auch alles lange passé und ich fände es schon eigenartig, wenn sich nach 5-6 jahren auf einmal ausfallerscheinungen ergeben. wäre einfach, das jetzt auf den konsum zu schieben.
ich war aber auch als kleines kind / heranwachsenenalter n anstrengener junge, bin auch ehrlich gesagt schon früher als mit 18 mal in therapie gewesen. aber irgendwie konnte mir von den leuten nie einer helfen. in der psychiatrie hatte ich dann mal das gefühl, kompetente menschen auf der anderen seite sitzen zu haben, aber in 6 wochen können ja immer nur krisenintervention sein.

jetzt wo ich hier schreib, merk ich halt einfach, wie hilflos ich bin bzw. wie sehr sich das ganze verselbstständigt hat. es war aber schon viel schlimmer, ich bin mal 2 jahre fast nicht aus dem hausgegangen (da aber auch schon 100% nüchtern). ich weiß auch, dass es DEN ratgeber nicht gibt, aber irgendwas muss passieren. ich würde gern mal hypnose probieren. danke für eure antworten

02.02.2018 19:54 • #8


Hotin
Hallo plumbumi,
Zitat:
Ich habe eine unfassbar schlechtes Gedächtnis, vergesse selbst Namen von Politikern die ständig in
den Nachrichten (Pseudodemenz?)
Es fühlt sich an, als wäre zwischen Gehirn und Mund eine Barriere, ich kriege Sachen einfach nich formuliert.

Zitat:
Kennt das jemand? Hat das jemand besiegt? Sind das vielleicht Langzeitnebenwirkungen von den Tabletten?


Was Du hier beschreibst, muss Dir nicht unbedingt Angst machen.
Dein schlechtes Gedächtnis und Deine Vergesslichkeit können vergleichsweise harmlose Ursachen haben.
Du scheinst persönlich sehr verunsichert zu sein. Dies hat zur Folge, dass Dein Gehirn sich mit vielen Dingen
gleichzeitig beschäftigt. Somit wird es oft nicht die Ruhe haben, Erinnerungen aus den Speichern herauszusuchen.
Und je mehr Du auf Dich achtest und Dich schnell erinnern willst, umso schlechter wird es funktionieren.

Mit Demenz hat dies bestimmt nichts zu tun.

Wenn Du glaubst, Deine eigene Stimme klingt fremd, dann könnte das an Deinem Selbstbewusstsein liegen.
Warum findest Du, klingt Deine Stimme fremd?
Ist es der Klang, oder was meinst Du?

Viele Grüße

Bernhard

03.02.2018 11:55 • #9




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