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Hallo,

Ich bin männlich , 19 Jahre alt und habe in letzter Zeit immer öfter Zweifel an mir.

Ich habe 2010 meinen Realschulabschluss gemacht, nachdem ich vorher auf dem Gymnasium sitzen geblieben war. Danach habe ich ein fachabitur im Bereich Informatik begonnen, aber nach ca. 6 Monaten wieder abgebrochen. Es war einfach zu schwer.

Jetzt habe ich seit August 2011 eine Ausbildungsstelle zum Fachinformatiker .Mein Ausbilder gab mir vor Beginn der Ausbildung schon einen Plan, was ich mir alles für die Ausbildung aneignen sollte. Das habe ich eher halbherzig gelernt. Die Rechnung dafür kam jetzt, zwei Fünfen in den wichtigsten Fächern und ein Ausbilder, der unzufrieden mit meiner Arbeit ist.

Als mein großes Hobby und meinen lebensinhalt habe ich die freiwillige feuerwehr. Allerdings kann ich auch dort zum Beispiel nicht in den Atemschutz Einsatz, weil ich leicht erhöhte leberwerte habe, familiär bedingt. Deshalb fällt eine berufliche Laufbahn bei einer berufsfeuerwehr flach.

Ich bin generell sehr unkonzentriert, egal was ich tue. Ich kann in der schule aufpassen, nachmittags ist es wieder weg. Ich arbeite seit mehreren Wochen samstags in einer Kneipe und weiß immer noch nicht, wo die einzelnen Getränke stehen. Termine kann ich mir gar nicht merken, wenn mein Handy mich nicht daran erinnert. Wenn ich eine Aufgabe bekomme, kann ich sie oft gar nicht oder nur schlecht ausführen,weil ich nicht weiß, wo mir der Kopf steht. Ich bin eigentlich dauerhaft erschöpft, komme abends zu spät ins Bett und morgens nicht raus. Meine Mutter und Mitmenschen lüge ich an, um sie nicht auf meine Defizite und mein versagen aufmerksam werden zu lassen.
Ich weiß einfach nicht, was ich tun soll. Ist der eingeschlagene Beruf der richtige? Was kann ich tun, um de schule zu schaffen? Diese fragen quälen mich im Moment...

05.03.2012 01:38 • 06.03.2012 #1


3 Antworten ↓


Ob das richtig ist, was Du machst, kann Dir hier sicher keiner sagen. Wie soll das gehen?

Ansonsten, mir ging gerade durch den Kopf, hast Du mal an ADHS oder ADS gedacht?

05.03.2012 02:08 • #2



Ich bin in nichts gut.

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Hallo Buddy,

eigentlich erkennst Du die Fehler selbst. Warum gehst Du denn so spät ins Bett? Hast Du Angst, dass Du etwas verpasst?

Wenn Du Dich überfordert fühlst, dann ziehe die Reißleine. So schnell, wie möglich. Vielleicht wäre eine Reha ganz angebracht für Dich, damit Du lernst, Deine Zeit einzuteilen und nicht, wie ein gehetzter Hund durch die Gegend zu laufen.

Tu bitte was, ehe es Dir noch schlechter geht oder versuche, Dich abzugrenzen. Konzentriere Dich auf die wichtigen Dinge im Leben. Wenn ich das so lese, könnte ich meinen, Du steckst in einem Hamsterrad und kannst es nicht stoppen.

Liebe Grüße

Marie

05.03.2012 07:32 • #3


@buddy

Richtig ist, was du selbst als richtig siehst und sich gut anfühlt und nicht das was andere von dir erwarten. Deine Erwartungen an dich selbst sind bereits so hoch, das du mit einfachen Dingen überfordert ist.

Eine Möglichkeit wie du das angehen kannst ist sehr radikal klare Prioritäten zu setzen. Das erfordert zusätzlich die Fähigkeit "Nein" zu sagen. Schreib dir auf, was dir im Leben wirklich wichtig ist und was du schlichtweg nichtmehr machen möchtest und übertrag das auf dein Leben. Manchmal gehört dazu auch anderen zu sagen, das man selbst überfordert ist und etwas nicht schafft.

06.03.2012 12:53 • #4




Mira Weyer