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K

Katl77
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Hallo liebe Forengemeinde,
Ich bin jetzt 48 Jahre alt und habe schon seit meiner frühesten Kindheit also schon mein ganzes Leben lang schwere Depressionen, bisher hat gar nichts geholfen und ich habe schon so ziemlich alles durch an Medikamenten Citalopram, Opipramol, Escitalopram, Fluoxetin, Venlafaxin, Mirtazapin, Doxepin, Quetiapin usw usw usw auch pflanzliche und homöopathische Mittel habe ich schon alles durch, Lavendel, Johanniskraut, Safran, 5-htp, Passionsblume, Baldrian, Rosenwurz, CBD, Hopfen, Neurexan, Manuia, P-Sta Tropfen, Bachblüten usw usw usw und nichts absolut gar nichts hilft ☹☹☹Auch Therapien und klinische Aufenthalte haben null gebracht. Geht es vielleicht hier jemanden genauso. ? Oder hat irgendjemand noch eine Idee was man noch versuchen könnte. ? Ich Danke euch schon mal ganz ganz lieb im voraus.

Herzliche Grüße Kati

19.09.2025 x 2 #1


42 Antworten ↓
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Pauline333
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Hallo Kati, danke für deine Antwort Depressionsgefühle sind ja auch sehr schwer zu beschreiben.
Aber du hast Unruhe und Schlafstörungen erwähnt und ich sehe, du bist 48.
Hattest du beides auch schon seit Kindheit an oder ist das neu oder zumindest in den letzten Jahren verstärkt? Ich denke an die Wechseljahre.

Dir mit deiner Krankheitsgeschichte etwas zu raten, ist sehr schwer. Dass du schon so lange Medikamente nimmst und die eventuell nie wirklich geholfen haben wie du schreibst, lässt mich fragen, ob das der richtige Weg ist für dich.
Klar, wer weiß wiie es ohne wäre, aber vielleicht wäre es auch nicht so schlimm?

Ich glaube, ich würde an deiner Stelle mal etwas gravierend anders machen und mit einem wirklich guten Arzt (der nicht nur die Therapie AD kennt) sprechen, ob man nicht mal den Versuch wagt, unter ärztlicher Aufssicht alles abzusetzen und dafür den Körper zu optimieren. Von Nährstoffen über Ernährung, Körperzusammensetzung, Bewegung, Natur, Schlafoptimierung, Hormone, Aktivitäten etc. Also versuchen, ob man den Körper an einen gesunden Lebensstil gewöhnt bekommt bzw was dann passiert.

Deine Geschichte ist ungewöhnlich. Depression von Kindheit an ist ungewöhnlich, die Schwere, Dauer, Häufigkeit und AD Resistenz ist ungewöhnlich. Im Bett bleiben und weiter (nur) Tabletten schlucken erscheint nicht erfolgsversprechend. Da muss was deutlich anders gemacht werden.

Wie klingt das für dich?

19.09.2025 05:50 • x 1 #34


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Nichts hilft !

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Pauline333
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Zitat von Katl77:
Guten Morgen ihr Lieben, Ja, den Gedanken hatte ich auch schon, aber das wird ein sehr sehr langer harter Weg werden. Medikamente bringen ja rein gar ...


Ja, das ist ein Projekt und du musst die richtigen Fachkräfte an deiner Seite haben.

Eine sehr wichtige Säule wäre auf jeden Fall, dass Übergewicht anzugehen.
Davon mal abgesehen, dass es sich wortwörtlich leichter lebt mit weniger Kilos, ist Übergewicht eine großer Trigger von stillen Ebtzündungen im Körper. Das frisst Nöhrstoffe und beeinträchtigt zahlreiche Prozesse, auch Hormone jeglicher Art, auch das Gehirn.

Ich habe in den letzten Monaten 7kg abgenommen und hab noch ein bisschen vor mir, ich habe also noch nicht meine Wunschfigur. Aber ich fühle mich jetzt schon innerlich soviel leichter und wo ich die letzten 2, 3 Jahre sehr oft mit einem leichten Morgentief aufgewacht bin und meine Lebensfreude oft gedämpft war, fühle ich mich nun deutlich fröhlicher und energievoller und freue mich richtig auf meinen Tag, eo mich sonst die vielen To Dos doch schon beim Gedanken daran ermüdet haben. Oft musste ich mich nachmittags hinlegen, weil mein normaler Alltag mich so ausgelaugt hat.

Ich denke, wenn du diese wichtige Säule schonmal angehen würdest: abnehmen und Bewegung, dann wird es vielleicht auch schon etwas besser. Einen köroerlich gesunden Körper zu erlangen, ist die allerwichtigste Basis für die Psyche.

Ich kann mir vorstellen, dass das enorme Kraft braucht.am Anfang, aber vielleicht kannst du ganz klein anfangen und langsam steigern.

19.09.2025 09:56 • #38


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Luce1
Wie lange hast Du die ADS denn eingenommen und wieviel mg?

Und was hat Dein Psychiater vorgeschlagen, da ja nichts half?

#2


N
Duloxetin (Cymbalta) in Kombination mit Lithium.

Das war so das, was die *besonders schweren* Fälle bekamen, als ich länger mal stationär gewesen bin konnte ich das beobachten. (Uni-Klinik)
Es hat einige aus dem Sumpf gezogen. Gerade ältere Personen...um 50 bis....höheres Alter.

Bei der Lithiumtherapie wird Lithium in Form einiger seiner Salze bei bipolarer Störung, Manie oder Depressionen einerseits als Phasenprophylaktikum, andererseits auch zur Steigerung der Wirksamkeit in Verbindung mit Antidepressiva eingesetzt.

Duloxetin : Als. selektiver Serotonin- und Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer (SSNRI) wirkt es stimmungsaufhellend und angstlösend, indem es die Wiederaufnahme der Botenstoffe Serotonin und Noradrenalin hemmt.

x 1 #3


K
Hallo ihr beiden,
War schon bei mehreren Psychiatern und in mehreren Kliniken, die Ärzte sind ratlos körperlich ist auch alles in Ordnung alle Werte gut. Opipramol habe ich 18 Jahre lang eingenommen Dosis 250 mg, Citalopram seit 6 Jahren 40 mg, Venlafaxin Escitalopram Doxepin und Fluoxetin wurden nicht vertragen, Mirtazapin seit 3 Jahren 30 mg, Quetiapin hatte ich 1 1/2 Jahre lang 100 mg und abends zu Einschlafen meist noch Zolpidem. Lithium wurde bei mir nicht verordnet.

LG Kati

x 1 #4


N
Zitat von Katl77:
Lithium wurde bei mir nicht verordnet.

....und Duloxetin anscheinend auch noch nicht.

Wie lautet denn deine Diagnose?

x 1 #5


Pyrojay
Helfen dir die Medikamente gar nicht oder verspürst du zumindest ein wenig Linderung?

#6


K
Nein, Duloxetin wurde bei mir auch noch nicht verordnet. Die Medikamente bringen bei mir keinerlei Erleichterung, bin aber irgendwie trotzdem gezwungen sie zu nehmen da sich schon eine gewisse Abhängigkeit eingestellt hat und beim Versuch sie auszuschleichen starke Entzugserscheinungen aufkommen 😒😒😒

x 1 #7


User_0815_4711
Zitat von Katl77:
Ich bin jetzt 48 Jahre alt und habe schon seit meiner frühesten Kindheit also schon mein ganzes Leben lang schwere Depressionen

Magst du ein bisschen generell über dein Leben erzählen? Ich stelle es mir sehr schwer vor.

x 1 #8


K
Schwer ist es eigentlich nur durch die Krankheit, es wurde auch nie ein Auslöser dafür gefunden, es ist einfach da, und das schon mein ganzes Leben lang. Unser Betriebsarzt meinte mal das es eine Endogene Depression ist.

x 1 #9


C
Zitat von Katl77:
Auch Therapien und klinische Aufenthalte haben null gebracht. Geht es vielleicht hier jemanden genauso. ?

MBLM. Hat in Studien besser abgeschnitten, als das Standardprogramm gegen Depressionen.
https://www.carstens-stiftung.de/forsch...rapie.html
Ansonsten Bewegung. Ist natürlich schwer, wenn die Energie dazu fehlt, aber wenn man dann in Bewegung kommt, ist der Effekt da.

Sehr wichtig sind auch kleine Erfolge, die solltest Du täglich sammeln und Dir gönnen. Nichts, was Dich überfordert, aber schon herausfordert, verbunden mit der Erinnerung daran, dass Du glücklich sein darfst.

Wie kam es bei Dir denn überhaupt dazu?

#10


Windy
Zitat von Katl77:
Die Medikamente bringen bei mir keinerlei Erleichterung,

Hallo, liebe Kati. Herzlich Willkommen im Forum!

Bei manchen funktionieren Medikamente leider nicht und bei dir scheint das alles schon lange chronisch geworden zu sein. Da kann man nur noch lindern und schauen wie man damit am besten leben und umgehen kann, ist bei mir mit 54 ähnlich. Trimipramin abends ist sedierend am wirksamsten, Baldrian wirkt bei mir paradox und antriebssteigernd, was ganz gut für den Morgen und die Stimmung bei mir ist, aber wahrscheinlich weißt auch schon lange, daß jedes Medikament und Mittel bei jedem da anders wirkt.

#11


User_0815_4711
Zitat von Katl77:
Schwer ist es eigentlich nur durch die Krankheit, es wurde auch nie ein Auslöser dafür gefunden, es ist einfach da, und das schon mein ganzes Leben lang. Unser Betriebsarzt meinte mal das es eine Endogene Depression ist.

Klar, und ich sehe, dass du berufstätig bist. Mit schwerer Depression ist das nicht selbstverständlich.
Ist es mehr konstant oder in Wellen, hoch-tief?

x 1 #12


K
Wie es dazu kam weiß ich leider nicht, wie schon gesagt habe ich es schon mein ganzes Leben lang und kenne es gar nicht anders. Medikamente schlagen gar nicht an. Früher verlief es noch Schubweise aber in den letzten Jahren kamen gar keine guten Phasen mehr vor.

x 1 #13


User_0815_4711
Zitat von Katl77:
Früher verlief es noch Schubweise aber in den letzten Jahren kamen gar keine guten Phasen mehr vor.

Ok! Wie schaffst du das mit der Arbeit? Wie motiviert du dich?

#14


N
Zitat von Katl77:
Medikamente schlagen gar nicht an. Früher verlief es noch Schubweise aber in den letzten Jahren kamen gar keine guten Phasen mehr vor.

Was meinst du mit Schubweise? Wie äußert sich das?
Wurde Bipolarität ausgeschlossen?

Medikamente schlagen nicht an : Wer weiß, wie beschissen es Dir ohne die Medikamente ginge?
Eine Wunderwaffe sind Medikamente natürlich nicht.
Ich selber bin auch seit Kindheit *betroffen von Depression, Ängsten, nächtlichem Einnässen jahrelang*.

Bist du berentet oder arbeitslos oder berufstätig?

#15


K
Bibolarität ist ausgeschlossen. In Phasen damit meinte ich das es früher auch mal ein paar gute Tage gab, aber jetzt schon seit Jahren nicht mehr. Im Moment bin ich schon seit 4 Monaten AU davor war der ganze Tagesablauf ausschließlich darauf ausgerichtet noch irgendwie zu funktionieren also nur noch arbeiten und "Wunden *beep*".

x 1 #16


Luce1
Hast Du mal einen Bluttest gemacht?

Ich musste einen machen wegen einer anderen Sache. Da ist viel bei rausgekommen, was einiges erklärt.

#17

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N
Was machst du den Tag über, seit dem du krank geschrieben bist? Wie sieht dein Tag so aus?

#18


N
Zitat von Luce1:
Hast Du mal einen Bluttest gemacht? Ich musste einen machen eh einer anderen Sache. Da ist viel bei rausgekommen.

Mag sein ja, Schilddrüse, Hormone usw...
aber wenn man seit Kindestagen damit lebt...naja 🤔

Eine endogene Depression ist eine Depression, die angeblich ohne äußere Auslöser „von innen heraus“ entsteht und auf genetische Veranlagung und neurochemische Ungleichgewichte zurückgeführt wird.
Der Begriff ist veraltet und wird in aktuellen Klassifikationen nicht mehr verwendet, da man heute davon ausgeht, dass die meisten depressiven Episoden eine Mischung aus inneren und äußeren Faktoren sind.

x 1 #19


Tintan
Wenn man alles versucht hat und dennoch nichts funktioniert, darin kenne ich mich gut aus. Bei normalen Schicksalsschlägen versucht die Körperchemie, die Balance wiederzufinden. Will das nicht geschehen, beginnt das endlose Suchen. „Endogene Depression“ ist ein schönes Wort, das alles auf den Körper reduziert, der ja die Psyche erzeugt. Aber der Mensch ist mehr als nur Chemie.

Wenn ein Kind schreit, besteht die Aufgabe der Mutter darin, herauszufinden, was es braucht – ein oft schweres, manchmal unmögliches Unterfangen. Zuneigung wird bis zur Erschöpfung gegeben. Irgendwann hört das Kind auf zu weinen, nur um im schlechtesten Fall bald wieder von vorne zu beginnen.

Ich selbst wurde zum Beobachter. Ich versuche zu verstehen, warum Dinge so reagieren und funktionieren, wie sie es tun. Der wichtigste Schritt ist zu erkennen: Es hat alles mit einem selbst zu tun. Denn sonst agiere ich nur im Außen – und verliere mich dabei ohnehin.

Und vielleicht die wichtigste Frage zum Schluss: Was würdest du in deinem Leben alles ändern, wenn du könntest?

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Prof. Dr. med. Ulrich Hegerl
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