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Nichts.
Das ist alles was ich fühle.
Nichts.
Mir ist alles egal.
Ich Weine, aber meine Tränen versiegen so schnell, wie sie gekommen sind.
Es fühlt sich nicht mehr gut an, zu weinen.
Es hat keinen Effekt mehr.
Es ist ein oberflächliches Weinen.
Es ist egal.
Alles ist egal.
Ob ich aufwache oder für immer schlafe.
Ich fühle nichts.
Nur diese Leere, die niemand versteht.
Wieso kann das Niemand verstehen?
Warum habe ich es nicht kommen sehen?
Hätte ich was ändern können?
Ich kannte doch die Symptome, die Zeichen.
Wie konnte ich, nach dem ich so lange in diesem Zustand war, ihn verdrängen und mich darauf konzentrieren glücklich zu sein?
Warum war ich so verdammt naiv?
Hätte ich etwas ändern können?
Hätte ich mich krank schreiben sollen und für 2 Monte komplett abtauchen sollen?
Hätte es etwas geändert?
Hätte ich das hier verändern können?
Hätte ich verhindern können, die nächsten drei Jahre meines Lebens aufs Spiel zu setzten?
Hätte ich irgendwas tun können?
Hätte ich mehr auf meine Grenzen hören sollen?
Hätte das irgendetwas verändert?

26.07.2021 08:35 • 26.07.2021 x 1 #1


3 Antworten ↓


Nein, du hättest nichts besser machen können.
Du hast dein Bestes gegeben und du machst es gut.
Nein, andere verstehen die Leere genauso wie du,
aber sie meiden diese Einsicht und das Gefühl,
denn es ist schrecklich.
Du erlebst es jetzt und du wirst es überleben.
Es ist normal, dass man Anzeichen wahrnimmt und trotzdem weitermacht.
Es kommt aus der Sehnsucht nach Sicherheit. Du brauchst dir keine Vorwürfe zu machen.
Zum Thema "Leere", zu diesem Nullpunkt, dieser Sinnlosigkeit findest du in Büchern über Buddhismus oder dem Buch "Jetzt!" von Eckhart Tolle viele wertvolle Hinweise. In unserer Kultur leider wenig bis gar nichts. Vielleicht bei Viktor Frankl, dem Begründer der Logotherapie, einiges.
Entweder, du gibst der Leere selbst Sinn, wirst zu einer Schöpferin
oder du akzeptierst die Leere und machst dich auf den Weg, Wahrheit zu erkennen
Auf jeden Fall bist du in Ordnung, auch wenn es dir zur Zeit nicht so vorkommt.
Liebe Grüße

26.07.2021 09:00 • x 2 #2



Nichts Ich fühle nichts

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Mirko89
Hallo luaaaa,

das tut mir leid, dass es dir so schlecht geht.
Ich kenne dieses Gefühl der Gefühllosigkeit von mir. Das unangenehmste ist daran ja, dass es irgendwie egal wird, was man tut und lässt. Hat alles keinen Zweck. Das einzige, was mir dabei geholfen hat, war, dieses Gefühl des nichts Fühlen anzunehmen und zu beobachten, woher das kommt. Irgendwann hat sich das dann wieder von alleine aufgelöst.
Wie lange geht es dir denn jetzt schon so?

Ob du was hättest ändern können, ist schwer zu sagen... Ich glaube, manchmal fällt man über längere Zeit in ein Loch und dabei versucht man, sich irgendwie raus zu kämpfen. Und aus irgendeinem Grund gelingt es nicht und man muss erst mal am Boden ankommen. Und wenn man dann verstehen lernt, warum es einem so geht, wie es geht, dann geht es auch wieder bergauf.
Ich wünsche dir auf jeden Fall gute Besserung und hoffe, dass du bald einen Weg nach oben findest <3

26.07.2021 14:00 • x 1 #3


Ich habe vor 4 Monaten mein Lebenspartner verloren durch ein Herzinfakt und war dabei.
Es ist ein Trauma für mich.
Ich verstehe es einfach nicht,das es so schnell ging und fühle mich jetzt so einsam und leer.

26.07.2021 15:05 • x 1 #4




Univ.-Prof. Dr. med. Isabella Heuser