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Hallo liebe Forumsmitglieder,

ich bin seit heute angemeldet und würde mich zunächst mal kurz vorstellen:

bin männlich, 28 Jahre alt und habe ca. seit dem ich 15 bin Probleme mit dem Magen/Darm. Ich habe im alter zwischen 17 und 22 sehr viele Arztbesuche gemacht um abzuklären, was mit mir los ist. Magenspiegelung, Darmspiegelung ohne Befund. Die meisten Ärzte sagten mir, ich wäre gesund. Jedoch fühle ich mich nicht gesund.

Nun mal zu meinen Symptomen:
ich habe häufiger Durchfall, auf welche Lebensmittel ich reagiere ist mir unklar, weil ich sie mal vertrage und ein andermal wieder nicht.
Jedoch habe ich versucht meinen Körper in all den Jahren zu beobachten und habe festgestellt, dass es mir tagsüber schlecht geht, wenn ich morgen etwas esse oder trinke (egal was, Wasser, Tee, Kaffe, Brot, Reiswaffeln etc.) Wobei es mir vom Trinken sogar schlechter geht als vom Essen (morgens). Wenn ich es dennoch tue, kriege ich seltsamen Ausschlag im Gesicht, Augenringe, werde Müde, fühle mich insgesamt einfach schlecht und das schlimmste ist, dass ich sogar leichte Depressionen bekomme. Zudem habe ich eine unreine Gesichtshaut, die sich verschlechtert wenn ich die Magen/Darm Probleme bekomme. Wenn ich morgens esse, dann ist restliche Tag eigentlich gelaufen. Dann vertrage ich keine Milch, kein Obst mehr (Durchfall). Wenn der Magen jedoch morgens nicht belastet wird (kein Trinken/Essen), dann vertrage ich diese Sachen zwar wesentlich besser, fühle mich dennoch nicht gesund.


Ich habe mich nun seit kurzem wieder bei einer Ärztin (Allgemeinmedizinerin und Heilpraktikerin) in Behandlung begeben. Letzte Woche wurde mir Blut abgenommen. Eine Stuhlprobe habe ich auch weggeschickt. Morgen habe ich den nächsten Termin. Ich vermute, dass wieder nichts bei rauskommt, wobei ich einen sehr guten Eindruck von der Ärztin bekommen habe. Sie hat sich ungewöhnlich viel Zeit für mich genommen beim ersten Termin (20 min). Sowas bin ich von anderen Ärzten nicht gewohnt. Zusätzlich hat sie mir den Brottrunk empfholen, 1 Glas morgens. Diesen trinke ich nun seit einer Woche und stelle wieder fest, dass es morgen wirklich garnicht geht. Da ich auch im Internet recht viel Positives über den Brottrunk gelesen habe, werde ich ihn auch weiterhin trinken, jedoch abends.

Ich stehe zur Zeit kurz vor dem Ende meines Studiums und schreibe meine Abschlussarbeit in einem großen Unternehmen. Hierbei bin ich momentan großem Stress ausgesetzt. Ich habe mir schon öfters überlegt, ob meine Magen/Darm Beschwerden vom Stress kommen. Nun habe ich jedoch festgestellt, dass die Magen/Darm Beschwerden nicht vom Stress auftreten, sondern umgekehrt, d.h. ich bin sehr viel stressempfindlicher wenn ich diese Magen/darm Beschwerden habe.


Können diese Symptome auf einen Reizmagen / Reizdarm deuten?

Hat jemand ähnliche Beschwerden (morgens nichts essen/trinken zu können) ?

Ich hoffe das war jetzt nicht zuviel Text für meinen ersten Thread, ich hoffe ihr könnt mir helfen.


Liebe Grüße

tanky

23.04.2014 20:54 • 08.05.2014 #1


9 Antworten ↓


Hallo tanky,

es tut mir leid, dass du bisher keine Antwort erhalten hast.

Vermutlich wurden schon alle möglichen "Intoleranzen" (Milchzucker, Fruchtzucker, Weizenkleber/Gluten usw.) ärztlicherseits abgeklärt?

Wurde der Ernährungszustand näher untersucht? Magen-Darm-Problem und Hautprobleme haben m.W. gemeinsam, dass sie mit den B-Vitaminen zusammenhängen. Hast du schon mal probiert, ein paar Tage oder Wochen lang Nahrungsergänzungen einzunehmen, v.a. Vit.-B-Komplex und ein Multimineralpräparat? Gerade bei starker geistiger Beanspruchung kann sehr leicht ein Mangel daran entstehen (den die normalen Ärzte normalerweise nicht feststellen).

Falls das nichts bringen sollte:
Da du dich insgesamt irgendwie krank fühlst, ohne dass etwas Spezifisches entdeckt wurde, wäre auch meine Idee, dich mal ganzheitlich untersuchen und behandeln zu lassen. Z.B. von einem ausgebildeten TCM-Arzt. http://www.tcm-aerzte.net/
oder von einem guten Heilpraktiker oder naturheilkundlich orientierten Arzt (europäischer Richtung). Ich weiß aber, dass es da viele nicht so gute gibt, daher ist das Glückssache.
(Die TCM-Ärzte sind vielleicht treffsicherer.)

Aber ehrlich gesagt würde ich zuerst die Nahrungsergänzungen zu mir nehmen. Ich vermute, dass du Mängel hast. Die studentische Ernährung vor allem in Stresszeiten ist normalerweise ohnehin miserabel. Und bei dir?

30.04.2014 00:47 • x 1 #2



Vertrage morgens nichts

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Hallo GatsB,

danke für deine Antwort. Eine Nahrungsergänzung mit Vitamin B Tabletten werde ich mal ausprobieren. Ich nehme seit einiger Zeit ein basisches Pulver (Basica) und fühle mich damit auch etwas besser (ist der Körper evtl. übersäuert?).
Im Juni habe ich den Fruktose, Lactose und Sorbit Test. Bin gespannt was dabei rauskommt. Einen Gluten test werde ich beim nächsten Arztbesuch mal vorschlagen.
Bezüglich TCM und Heilpraktiker: meine Ärztin hatte mir vorgeschlagen einen Osteopathen zu besuchen. Habe auch da nun einen Termin Anfang Juni.

30.04.2014 13:53 • #3


Huhu,

das mit dem morgens essen und trinken kenne ich nur zu gut. Früher konnte ich oft ohne etwas im Magen zu haben nicht aus dem Haus gehen, weil ich sonst gar nicht "in Gang" kam, aber seit ca. 1 Jahr ist das bei mir auch nicht mehr möglich. Leitungswasser und auch Wasser mit Saft vermischt geht noch, aber sobald es dann Mineralwasser oder sogar essen morgens ist, geht gar nichts mehr. Bei mir wurde auch ein Reizdarm "diagnostiziert" und mein Arzt sagte mir auch, dass das wohl typisch sei, dass man gerade morgens so gut wie nichts verträgt.
Daraus ergibt sich bei mir dann leider das Problem, dass ich halt nicht wirklich aus dem Knick komme morgens, deswegen suche ich da auch noch nach einer Lösung. Ich trinke morgens dann ein Glas Leitungswasser um ein bisschen wach zu werden

Kannst du denn nur gleich nach dem Aufstehen nicht essen oder geht es dann wirklich den ganzen Vormittag bei dir nicht?

LG ninchen-bienchen

04.05.2014 23:35 • x 1 #4


Meinst du Mineralwasser mit Kohlensäure?

Falls ja: Sowas auf nüchternen Magen hält wohl der stärkste Magen nicht aus (außer vielleicht mal ausnahmsweise).

Und bei Reizdarm u.ä. sollte man sowieso mit Kohlensäure sehr vorsichtig umgehen. Das ist, wie der Name sagt, eine SÄURE - wieso mutest du deinen sowieso schon gereizten Innereien so etwas zu?

05.05.2014 11:44 • #5


@GastB: Ja ich meine mit Kohlensäure. Vor 5 Jahren, als noch alles ok war, habe ich jeden Morgen ein Brot und dazu ein Glas Mineralwasser mit Kohlensäure getrunken. Ich kannte es auch nicht anders, da meine Eltern es auch immer so gemacht haben und immer noch so machen.

Aber wie gesagt, seitdem ich da Probleme habe, mache ich es auch nicht mehr. Und auch tagsüber trinke ich wenn überhaupt nur das medium- Wasser.

05.05.2014 11:56 • #6


Ich kann frühestens 2-3 Stunden nach dem Aufstehen etwas essen oder trinken. Allerdings habe ich morgens auch keinen großen Appetit (habe auch keine Überlkeit), während der Woche ist das auch nicht weiter schlimm für nichts zu essen, ab am WE kann ich auf ein gemeinsames Frühstück mit meiner Frau nicht verzichten.
Wie bereits beschrieben, äußern sich die Beschwerden bei nicht durch Übelkeit, sondern durch ein allgemeines Unwohlsein, Blässe im Gesicht (manchmal, selten wird mein Gesicht etwas taub). Dazu muss man sagen, ich für meine Größe (189cm) nicht untergewichtig bin (~84kg), habe jedoch sehr dünne Arme (Durchblutungsstörungen?) und habe ein sehr schlechte Kondition.
Ich hab auf der Arbeit recht wenig Bewegung (Studium/Bürojob). Einmal die Woche arbeite ich noch in meinem Nebenjob, in dem ich mehr Bewegung habe. Die Bewegung tut mir eigentlich recht gut, solange ich nicht zuviel Kaffee trinke .
Ich hab zur Zeit die Vermutung, dass meine Beschwerden einerseits psychischen Ursprungs sein können und andererseit durch die mangelnde Bewegung.
Werde mir ab heute zwei Mal täglich die Mentaltraining CD von Frank Beckers anhören. Zusätzlich versuche ich mich (evtl nach Feierabend) mehr zu bewegen, hab da noch so ein Cardio-Fahrrad stehen

Die Termine im Juni beim Gastroenterologen bezüglich Fruktose, Laktose, Sorbit Test und beim Osteopathen werde ich trotzdem wahr nehmen.

Viele Grüße

Tanky

05.05.2014 19:49 • #7


Vielleicht hast du noch besonders aktive Gene aus deiner Jäger-Zeit?
Ein Jäger hat morgens noch nichts Essbares. Er muss erst auf die Jagd gehen, dem Wild hinterherrennen, bis er eins erlegt, nach Hause schleppt und im Feuer gar brät. Drum kann er natürlich erst abends richtig beim Essen zuschlagen.

Ich kann aber aus eigener Erfahrung Kieselgel (Silicea) wärmstens empfehlen, um Magen und Darm zu beruhigen. Dies hier finde ich super, da völlig farblos, geschmacklos, halbflüssig und daher in alle Getränke und Speisen mischbar: http://huebner-vital.com/en/585.html

Kieselsäure braucht der Körper für Knochen, Zähne u.a., aber in dieser Gel-Form saugt es mit seiner sehr großen Oberfläche ganz sanft viel Schadstoffe aus dem Darm und besänftigt ihn. Es ist auch z.B. bei Sonnenbrand phantastisch: kühlend und heilend.

05.05.2014 23:21 • #8


Zitat von GastB:
Vielleicht hast du noch besonders aktive Gene aus deiner Jäger-Zeit?
Ein Jäger hat morgens noch nichts Essbares. Er muss erst auf die Jagd gehen, dem Wild hinterherrennen, bis er eins erlegt, nach Hause schleppt und im Feuer gar brät. Drum kann er natürlich erst abends richtig beim Essen zuschlagen.


Ist ziemlich off-topic, aber da muss ich doch mal klugscheißen!
In der aktuellen Forschung wird davon ausgegangen, dass sich der Mensch entgegen früherer Annahmen nie hauptsächlich von der Jagd ernährt hat. Das ergaben zum Beispiel viele Analysen von Zähnen, die von frühen Menschen gefunden wurden.
Dass die Großwildjagd in den Höllenmalereien so prominent vorkommt, ist wahrscheinlich keine realistische Darstellung der damaligen Verhältnisse, sondern schlicht Angeberei. Von dem Tag, an dem man ein Mammut erlegt hat, erzählt man halt lieber als von den meisten Tagen, an denen man sich von Beeren und Wurzeln ernährt hat ...

07.05.2014 15:51 • #9


Zitat von benjaminL:
In der aktuellen Forschung wird davon ausgegangen, dass sich der Mensch entgegen früherer Annahmen nie hauptsächlich von der Jagd ernährt hat. Das ergaben zum Beispiel viele Analysen von Zähnen, die von frühen Menschen gefunden wurden.
Dass die Großwildjagd in den Höllenmalereien so prominent vorkommt, ist wahrscheinlich keine realistische Darstellung der damaligen Verhältnisse, sondern schlicht Angeberei. Von dem Tag, an dem man ein Mammut erlegt hat, erzählt man halt lieber als von den meisten Tagen, an denen man sich von Beeren und Wurzeln ernährt hat ...

Jetzt will ich auch noch klugsch....

Das kommt sicher nicht zuletzt darauf an, wann und wo "der Mensch" gelebt hat. Zudem heißt es ja allgemein: "Sammler UND Jäger", nicht "Sammler ODER Jäger":
Und, Eskimos z.B., hatten und haben wohl nicht allzu viele Chancen, sich durch das Sammeln von Früchten und Beeren o.ä. zu ernähren, sondern mussten wohl immer jagen und fischen.
Auch Jäger in begrünten Gebieten haben ganz sicher nicht täglich ein Tier erlegt. Das wäre auch viel zu anstrengend gewesen. Außerdem liefert ein erlegtes Tier, z.B. ein Hirsch oder ein Bär, Essen für mehrere Mahlzeiten und mehrere Tage.
Aber Feuer hat man vermutlich meist erst abends angemacht, um die Dunkelheit und wilde Tiere fernzuhalten und dabei auch das Fleisch zu garen. Es sei denn, man hat den Vorrat für das Frühstück schon am Abend vorher gebraten.

Naja, das sind alles Spekulationen - von mir jetzt, aber vielfach auch von den Wissenschaftlern. Wenn ich allein schon vergleiche, wie viele ad acta gelegte Theorien ich im Laufe allein schon meines Lebens miterlebt habe, nehme ich den jeweiligen "aktuellen Stand der Wissenschaft" nicht mehr allzu ernst. Es ist meistens nur ein Durchgangsstadium des Wissens. Aber es ist immer wieder spannend, oder?

08.05.2014 03:27 • #10



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