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Hallo...

Mein Name ist Anni, ich bin 18 Jahre und komme aus Neuburg/Donau und bin so verzweifelt...

Seit ich ca. 12 wahr fing die Panikstörung an und die Angst verschlimmerte sich im zunehmenden Alter und heute bin ich an dem Punkt angekommen an dem ich glaube dass mir niemand mehr helfen kann...
Seit 4 Wochen gehe ich nicht mehr zur Schule, ich kämpfe mit schlimmer Atemnot, Herzrasen und Verkrampfe mich mit meinen Händen vor lauter Geistesabwesenheit in sämtliche Körperteile dass ich bereits ettliche Narben davontrage, sobald ich eine Attacke bekomme.
Ich Übe stetig die progressive Muskelentspannung und als ich gestern einen letzten Versuch aus dem Haus versuchte, blieb ich ein paar Meter vor dem Haus stehen weil ich nicht mehr weiter konnte. Ich hab langsam die Nase voll von all dem. Jedes mal neu anfangen, Alles jedesmal wieder neu "lernen" zu müssen (Einkaufen, in die Schule gehen, am Wochenende weggehen), so oft hab ich es geschafft aber genauso oft auch wieder verloren... mich kotzt des mittlerweile so dermaßen an dass ich fast schon Angst vor mir selbst bekomme, da ich den Glauben an mir selbst verloren habe. Selbst der Weg zum Psychologen funktioniert nicht mehr, ich kann quasi nicht mal mehr dahin, wo mir geholfen werden kann...
Meine Eltern kommen nicht mehr damit klar, sie verstehen nicht wirklich wie sie mit mir umgehen sollen und halten mir vor, ich muss etwas unternehmen, so geht das nicht weiter, ich stehe mit einem Fuß in der Psychatrie, ich bin ein psychisches Wrack. Wenn ich das selbst nicht wüsste, wäre das ja was anderes aber ich bin so hilflos und dass ich was unternehmen muss weiß ich selbst, nur weiß ich einfach nicht mehr weiter! Das schlimmste was jemals jemand zu mir gesagt hat war neulich mein Vater: "Du willst es doch so wies ist, du willst doch gar nichts ändern und fühlst dich so wohl!" Ich denke ich muss euch nicht erklären wie sehr so ein Satz jemanden in solch einer Situation zurückhauen kann.
Ich bin froh über meine Freunde die mein Problem so akzeptieren wie es ist und ich öfter Hausbesuche von ihnen bekomme. Ohne Freunde wär mein Leben wirklich sehr sinnlos, sie sind die einzigen die mich noch auf den Beinen halten und darüber bin ich auch sehr froh.
Jedenfalls fehlt mir momentan jegliche Kraft und jegliche Motivation noch einmal neu anfangen zu können. Ich leide mittlerweile an Depressionen und Lustlosigkeit. Stecke mehr als tief in der schei..
Ich habe mich hier nun angemeldet, da mir das Forum gefällt und ich froh bin Menschen zu finden, die das selbe Leid durchmachen wie ich. Dadurch fühlt man sich dann nicht mehr so ganz allein, danke.

Liebe Grüße,

Anni

18.11.2008 12:20 • 24.11.2008 #1


12 Antworten ↓


Hallo Anni,
erst einmal herzlich Willkommen hier im Forum. Lies dich hier durch und sieh dir die Videos an. Du wirst sicherlich vieles finden, was dich betrifft.

Viele unserer Angehörigen verstehen nicht, was mit uns los ist. Wir können uns ja kaum selbst verstehen. Den Umgang mit der Angst zu lernen ist sehr schwierig und bringt viele Rückschläge mit sich.
So wie du schreibst, würde ich an deiner Stelle ganz schnell professionelle Hilfe in Anspruch nehmen. Vielleicht kannst du einen deiner Freunde bitte, dich zum Psychologen / Psychiater zu begleiten.
Ich habe mir manches mal ein Taxi nehmen müssen, weil ich nicht in der Lage war, den Weg zurück zu legen.

Liebe Grüße
engelchen106

18.11.2008 14:09 • #2



Ich bin ein psychisches Wrack - viele Ängste nichts hilft

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Danke für den netten Empfang, ich lese mich schon die ganze Zeit durch die Seiten und bin erstaunt über die vielen Parallelen.
Professionelle Hilfe, das weiß ich, die brauch ich und zwar sehr schnell...
Normalerweise sind für mich die Wege aus dem Haus mit dem Auto bzw. Taxi problemlos gewesen, doch wie gesagt: Jetzt hilft nicht mal das mehr, ich kann in kein Auto mehr einsteigen, also nicht mal mehr ohne Probleme die Haustüre verlassen. Ob mit oder ohne Freunde... irgendwie alles sehr auswegslos grade..

18.11.2008 14:32 • #3


Hallo Anni,
hast du einen Hausarzt, dem du dich anvertrauen kannst? Würde er ggf. auch einen Hausbesuch machen?
Kannst du dir vorstellen, warum die Angst mit allen ihren Auswirkungen jetzt verstärkt wieder auftritt?

Liebe Grüße
engelchen106

18.11.2008 14:40 • #4


Hey Engelchen...

Ja, bis vor kurzen hatte ich einen Hausarzt dem ich mich anvertrauen konnte, dieser ist leider weit weggezogen und ist umgesiedelt was die Sache noch mehr erschwert...
Ich weiß nicht, woran es liegt. Angefangen hat es wieder so richtig vor ein paar Wochen als ich die schlimmste Attacke meines Lebens hatte, ich dachte wirklich mit mir gehts zuende. Letztes Wochenende ist mein Opa urplötzlich gestorben, das könnte noch ein zusätzlicher Grund sein...
Danke für deine Hilfe

18.11.2008 15:24 • #5


Ein Hallo im Forum auch von mir.

So wie ich es verstehe, hast Du noch nie eine Therapie wegen der Angst gemacht, oder? Hast Du denn selbst eine Ahnung, oder einen Verdacht, warum bei Dir in dem zarten Alter von 12 Jahren die Angst schon aufgetreten ist? Aber dessen unbeachtet gibt es bei Dir Strategien (wie wohl bei uns allen), die die Angst aufrecht erhalten und leider auch noch verschlimmern.
Hattest Du denn mit Deinem leider weggezogenen Hausarzt auch über eine medikamentöse Therapie nachgedacht, um dich, wie es so schön heisst, therapiefähig zu machen? Wenn gar nichts mehr geht, sollte das auch eine Überlegung wert sein. Versteh mich nicht falsch, ich persönlich bin eigentlich gegen eine Unterdrückung der Ängste durch Medikamente, weil man dann nach meiner Auffassung nicht mehr den rechten Antrieb hat, an seinen Ängsten wirklich zu arbeiten. Wenn diese durch ein Medikament unterdrückt werden und man sich doch gut fühlt, warum dann noch dran arbeiten und eine Therapie machen? Aber dennoch sollten eine medikamentöse Therapie und eine Psychotherapie (Verhaltenstherapie) immer parallel laufen, genau aus diesem Grund.
Auch ich habe ein Antidepressiva hier liegen, dass ich nicht nehmen möchte.
Kennst Du das Buch Ängste verstehen und überwinden von D. Wolf? Wenn nicht, solltest Du Dir das dringend besorgen. Darin wird anschaulich beschrieben, wie die Angst entsteht und aufrecht erhalten wird. Allein unsere Gedanken sind der Schlüssel, d.h. die Bewertung dieser. Man kann wieder umlernen, mit viel viel viel Übung und Beharrlichkeit. Das dies nicht einfach ist, davon kann auch ich ein Liedchen singen. Aber lohnt es sich nicht immer für ein besseres Leben zu kämpfen?! Ziel ist es auch nicht, wenigstens zu Anfang, dass die Ängste weg sind, sondern dass man mit ihnen umgehen kann, sie nicht mehr als etwas wahnsinnig Bedrohliches ansieht. Auch Du wirst es sicherlich erlebt haben, dass eine Panikattacke nicht unendlich lange dauert, dass sie einen Höhepunkt hat und dann wieder abflacht. Das ist der Punkt...erstmal aushalten....auch in den Situationen (vor die Türe gehen), die Dir (uns)so viel Angst machen.
Auch mit einem Therapeuten wird die Angst nicht plötzlich verschwinden, es bedeutet immer viel Energie mit und an sich selbst. Man hat ja auch wahnsinnig viel Energie darin verwendet (wenn wohl auch unbewusst), diese Ängste zu entwickeln und aufrecht zu erhalten.

Ich wünsche Dir alles Gute und viel Kraft!


P.s. Und das, was Dein Vater zu Dir sagte, jedenfalls sowas in der Richtung, steht sogar in dem Buch von D. Wolf. Z.B. was hat die Angst für einen Stellenwert im Leben? Ist sie nicht auch für etwas gut? Z.B. bekommt man dann nicht mehr Aufmerksamkeit... solange man so schutzlos ist, kümmert man sich um mich usw. usw. Das sind alles unbewusste Dinge. Aber ich habe viel darüber nachgedacht.
Auch meine Therapeutin hat mit mir solche Dinge vor etlichen Jahren erarbeitet. Jetzt hab ich leider einen Rückfall und muss wieder anfangen auf die Suche zu gehen..neben der Angstbewältigung.

18.11.2008 15:54 • #6


Grüß Dich Drea!

Doch, ich habe damals schon eine Therapie gemacht, vor knapp 3 Jahren und mir hat das damals gut geholfen.
Wieso das so früh begonnen hat, kann ich mir nur durch einen Sturz über ein Hüpfseil erklären. Ich bin direkt auf meinen Brustkorb gefallen und bekam keine Luft mehr. Daraufhin kam ich ins Krankenhaus und die Ärzte stellten die Diagnose "Toraxprellung" fest - das geht von alleine wieder vorbei, doch für mich ging es das nicht. Auch der Arzt meines Vertrauens stellte keine körperlichen Schäden fest. Doch für mich war die Kindheit nicht wie jede andere, meistens war es damals kurz vorm Einschlafen im Bett als ich plötzlich Herzrasen und Atemnot bekam. Mit 12 Jahren schon Angst haben müssen zu sterben, das nenn ich kein gutes Gefühl. Seither habe ich diese Panik.
Über Medikamente dachte ich schon nach, habe den Gedanken jedoch gleich wieder verworfen. Ich bin von hausauf ein Mensch der keine Medikamente schluckt, nicht mal wenn ich Kopfweh habe etc. Ich habe Angst, durch die Medikamente würde ich der Angst nur davonlaufen bzw. umgehen, als dadurch mit ihr umgehen zu können.
Ich kenne das Buch nicht, dafür habe ich das Buch "Wenn plötzlich die Angst kommt", von Roger Baker und bin davon begeistert. Danke für den Tip, ich werde mir das Buch von D. Wolf dennoch bestellen.
Ja, Du hast recht. Zu lernen mit der Angst umzugehen ist wohl das wichtigste. Oft stelle ich mir die Frage nach dem "Warum" - ich denke das ist ein großer Fehler von mir. Im nächsten Moment versuche ich dieser Frage zwar mit dem Gedanken an die Statistik der Angstpatienten und der Tatsache "Wenn nicht ich, dann hätte es jemand anderen getroffen - also habe ich einem Menschen das Leben erleichtert" zu entfliehen, doch so ganz baut mich das dann doch nicht auf.
Energie erfordert das, da geb ich Dir recht. Doch diese Energie schwindet im Laufe der Zeit und man empfindet hilflosigkeit, besonders aufgrund der tausend Neuanfänge. Wie ein kleines Kind das gerade laufen lernt. Steht und fliegt um, steht und fliegt um, steht und fliegt um - das ist ein Teufelskreis der einen auf Dauer echt aufarbeiten kann. Doch irgendwann haben wir alle das laufen gelernt... manche früher, manche später.
So wie du Dich beschreibst, wirst Du sicherlich wieder aus dem Schlamassel herauskommen. Du klingst nämlich sehr zielstrebig und man merkt dass Du eine gesunde Einstellung der Panik gegenüber besitzt. Ich wünsche auch Dir viel Kraft und Erfolg deinen Rückschlag so schnell und erfolgreich wie möglich zu bewältigen.

Liebe Grüße

18.11.2008 20:02 • #7


Hallo Anni,

da geb ich Dir Recht, mit 12 Jahren schon Angst um sein Leben haben zu müssen ist wirklich starker Tobak.
Was ich denke ist, dass wir alle wohl eher ängstliche Menschen sind und schon immer waren. Auch wenn wir das vielleicht gar nicht so gemerkt haben früher (bei Dir trat es leider ja schon "früher" auf). Bei mir kann ich im nachhinein sagen, dass ich noch nie der Draufgängertyp war, schon als Kind und Jugendliche nicht. Ich hatte zwar keine Angst in dem Sinne, aber war schon eher zurückhaltend in vielen Dingen, was andere meines damaligen Alters für selbstverständlich gesehen haben. Manches habe ich mit Ende 20 nachgeholt (bin jetzt 39). Selbständig Dinge zu tun...mit 'ner Freundin nach New York fliegen wegen 'ner Band usw. Dadurch ging dann eine 11jährige Beziehung auseinander, weil man damaliger Freund mich so "selbständig" nicht kannte und Angst hatte, ich könnte so unterwegs sonstwas tun. Mit Hilfe meiner damiligen Therapeutin vor 10 Jahren habe ich die Beziehung dann beendet und es ging bergauf.

Also Du hast doch schon eine Therapie gemacht und diese hat Dir gut geholfen. War das auch eine Verhaltenstherapie?
Was hat denn Deine Angst so schlimm werden lassen? Vermeidung? Also das merke ich bei mir, wenn ich mal nicht wirklich raus muss, und dann ein paar Tage nicht vor der Tür war, dann wird's immer schlimmer. Ich versuche also täglich vor die Türe zu gehen, einkaufen usw. Ansonsten bin ich nämlich wegen meinem Sohn Hausfrau und eben zuhause. Mein Sohn, 6 Jahre, geht jetzt seit diesem Jahr Sept. in die Schule. Da ging's bei mir wieder so richtig richtig los, obwohl es schon seit April d.J. nicht so prickelnd war, aber nicht ständig, nur phasenweise. Bin sogar geflogen und war 2 Wochen in der Türkei im Urlaub, war supi! Ich hatte mir auch vorher tierisch viele Gedanken gemacht, wegen dem Flug, wie wird es mir da gehen usw usw. Die Angst vor der Angst ist wirklich das Schlimmste. Das merk ich immer wieder. Die Situation selbst bekomme ich trotz mulmigen Gefühls meist in den Griff, obwohl mir's vorher gar nicht gut ging. Das aller ätzendste finde ich aber das Entfremdungsgefühl, das ich oft habe, so das "neben sich stehen" und sich beobachten. Einfach furchtbar. Manchmal geh ich so durch den ganzen Tag. Abend wird's meist aber besser, da hab ich den Tag soweit geschafft und atme dann auf. Aber dieses "Gefühl" ist auch nur ein Ausdruck der Angst, ein anderer eben. Ich suche wie Du aber auch oft nach dem Grund, obwohl man das ja in der Verhaltenstherapie ja gar nicht sollte. Aber Bernd hier beim Expertenratforum hat mir auch geraten, die Gründe für den Rückfall in Angriff zu nehmen. Warum reagiert man in Situationen, die eigentlich anders zu lösen wären mit Angst, was "zwingt" einen dazu? Dahinter sollte man also doch kommen. Vielleicht ist das auch ein Gedanke für Dich. Die Angst erstmal bewältigen, das ist sicher der 1. Schritt, aber später oder evtl. auch parallel ist anscheinend doch das WARUM ein Ansatzpunkt.

Danke, dass Du von meinem "Geschreibe" her meinst, ich krieg das wieder in den Griff. Auch mit dem Schreiben, finde ich, tut man manches aufarbeiten und selbst klarer sehen. Wie geht's Dir denn da? Man merkt dann schon, das man doch schon einiges gelernt und verinnerlicht hat, es nur noch durch ständige Übung in den Alltag integrieren muss. Wir müssen auch die kleinsten Fortschritte sehen. Wie ich schon schrieb, wir wollen, dass die Angst weg ist....nur leider geht die bei alleim Umdenken zu allerletzt weg. Die Pfade der Angst in unserem Gehirn sind schon so "ausgetrampelt", dass es neue zu gehen beschwerlich ist (v. D. Wolf).
Ich versuche mir das immer wieder vor Augen zu führen, wenn ich mal wieder vor einer Panik stehe (oder im Kaufhaus , ist das auch für mich nicht einfach, jeden Tag auf's neue an sich zu arbeiten und immer wieder den Mut aufbringen, einen neuen Tag zu beginnen.

Wünsche Dir (und allen hier) einen angstfreien Abend. Bis bald!

18.11.2008 20:38 • #8


Hallolo...

mhm... nein also in der Sache denke ich dass wir uns sehr unterscheiden (was die Persönlichkeit betrifft). Ich bin ein absoluter Draufgängertyp - also wäre es, wenn ich nur könnte:-) Wenn ich mal eine "gute Phase" habe dann mach ich alles erdenkliche woran ich vorher nie geglaubt hab. Sicher geht nicht Alles aber ich muss unter Leute (habe einen sehr großen Freundeskreis) ich brauch Aktion, Konzerte, Party ect. Mit ner Freundin nach New York fliegen?! Boa, ich beineide Dich, ich will auch! Das mit Deinem ehemaligen Partner stelle ich mir sehr schwierig vor. Ich habe zwar bereits nicht so viel Lebenserfahrung wie Du, dennoch hatte ich bereits Partner die mit der Situation überfordert waren. Aber eigentlich ist die Reaktion deines Ex's verkehrtrum, ich meine er hätte sich für dich freuen müssen. Also war die Angst, die du ständig in dir rumgetragen hast und wieder loswerden wolltest etwas, was ihm anscheinend sehr wichtig an dir war und was er wohl geliebt hat. Sonst hätte er wohl nicht so reagiert..!?
Ja, das damals war auch eine Verhaltenstherapie und ein klares JA: es ist definitiv die Vermeidung! Solang ich nicht gezwungen bin aus dem Haus zu gehen, vermeide ich es und bleibe zuhause. Irgendwann denkt man nicht mehr aus dem Haus zu kommen, weil man ja eh schon eine Woche nicht mehr draussen war und Alles wieder so "neu" und gefährlich scheint.
Mhm.. woher die Angst kommt kann man leider nicht wissen. Also das glaub ich zumindest... Oft wird entsteht sie ja durch ein unverarbeitetes schlimmes Ereignis aber ob das Wissen woher sie kommt auch hilft sie wieder loszuwerden?! Da bin ich mir unsicher...
Ja, schreiben tut wirklich gut. Besonders hier im Forum. Leuten zu schreiben die einen verstehen. Wenn man schreibt geht man seine Gedanken nach und nach nach nud man vergisst nichts, anders wie beim reden. Da vergess ich meistens die Hälfte
Nun zum Buch von D. Wolf: Ich habe mir das Buch bestellt und meine Mutter war nicht hellauf davon begeistert. Sie ist der Meinung je mehr ich mich belese, umso mehr steigere ich mich in die Sache hinein und die Sympthome könnten sich dadurch verschlimmern. Als ich ihr erklärte dass es sicher nicht verkehrt ist ein Buch zu lesen in dem beschrieben wird wie die Panikattacken überwunden werden können hat sie es irgendwie immernoch nicht verstanden. Wie dem auch sei, ich freu mich schon auf das Buch bin schon sehr gespannt auf dessen Inhalt.
Und jetzt noch etwas positives: Seit ich mich in diesem Forum angemeldet habe und deinen letzten Beitrag gelesen habe in dem du beschreibst, dass du jeden Tag etwas unternehmen musst damit sich der Fortschritt hält versuche ich es täglich aus dem Haus zu kommen. Ca. 150 Meter weg von meinem Haus ist ein Supermarkt. Die letzten 3 Tage war ich jeden Tag davor gestanden und bin insgesammt 4 mal hineingekommen. Davon 2 mal mit schlimmen Attacken verbunden, doch trotzdem war ich endlich mal draussen und unter Leuten. Gerade komme ich wieder von meinem täglichen "Training" nur heute habe ich es leider nicht geschafft einen einzigen Schritt in den Laden zu bekommen. Wenigstens kann ich behaupten es Versucht zu haben

Ganz liebe Grüße,
Anni

20.11.2008 17:27 • #9


N' Abend Anni,

wenn wir uns in der Person, die wir einmal waren und auch wieder sein wollen, auch unterscheiden. Das Problem ist momentan das gleiche, gell! Auch ich geh (ging Wollen wir hoffen, dass es mir bis dahin wieder einigermaßen geht und wenn nicht, muss es trotzdem gehen, irgendwie!
Mit meinem Ex haste recht, der hat mich als "ängstliches Mäuschen" gewollt und ich fahr alleine nach New York, genau darin lag der "Hund begraben"! Haste gut erkannt. Damals hatte ich noch gar keine Angstzustände, war aber trotzdem nicht so der "Macher"!

Siehste, hab ich's auch geahnt, Vermeidung ist das größte Problem. Ich weiss ja wie's bei mir ist. Der Supermarkt, wo ich immer hinmuss ist auch nur ums Eck, also ganz nah. Aber ich muss täglich auch hin, aber auch rein, sonst verhungert meine Familie. Und auch wenn ich schon schlotternd zuhause war, bevor ich los musste. Ich hab's bis jetzt immer geschafft (schaffen müssen!). Auch gestern, mein Sohn wollte unbedingt ins Fussballtraining. Ich war "begeistert", weil ich ihn mit dem Fahrrad da hinbringen muss. Hab erst versucht, eine Mitfahrgelegenheit für ihn zu finden, war aber keiner da. Also musste ich ran. Und? Es war okay, hatte keine PA. Mir geht's momentan zuhause schlechter als draussen, aber trotzdem vermeide ich immer noch zu viel....ich hab's schonmal woanders geschrieben....ich muuuuuuuuuusssss zum Friseur! Das ist für mich eine Riesenüberwindung.

Schön, dass Du Dir das Buch bestellt hast. Deine Mutter hat wohl tlw. recht. Zuviel Lesen und sich "nur noch" mit seiner Angst beschäftigen ist auch contraproduktiv. Das merk ich auch in letzter Zeit. Man kriegt manchmal so viele Inputs, dass einem das Hirn schwirrt. Das hatte ich gestern Abend ganz schlimm und ich bekam ANGST und ich fing richtig an zu schlottern. ÄÄÄÄtzend! Aber das Buch ist wirklich gut, man sollte die Hintergründe seiner Angst kennen, also wie sie entsteht. An den Auslöser hinter der Angst sollte man nicht gleichzeitig mit der Angstbewältigung gehen, kommt aber auch darauf an, wie das Problem gelagert ist. Das muss aber ein Therapeut entscheiden. Ich hab ja damals (zum Glück) das Problem, also meinen Ex beseitigt , dann gings!

Sodele, dann üb' man fleissig weiter zum Supermarkt zu gehen und kauf was Leckeres Ich muss jetzt auch kochen.

20.11.2008 18:48 • #10


Hallo an alle-hallo Eaglewich....Bin neu hier und lese mich so durchs Forum.Toll das man endlich Gleichgesinnte trifft.(Ich bin 34 Mutter von zwei Kinden und verheiratet) @ EAGLEWICH:Dich hat es aber wirklich hart getroffen.Bei dem Spruch deines Vaters sind mir echt die Tränen gekommen-besondes weil ich mir ähnliches auch schon anhören musste.Mit 12 Jahren mit soetwas umgehen zu müssen ist nicht einfach.Allerdings verstehe ich deine Eltern da auch nicht-warum haben sie sich damit so wenig auseinander gesetzt.Meine Tochter wird auch bald 12 und ich könnte mir nicht vorstellen sie damit "allein"zu lassen wenn sie ein solches Problem hätte......Bei mir fing alles "erst" vor zwei Jahren an.Einfach so-aus dem nichts.Ich wusste erst gar nicht was los ist,und es dauerte lange bis die Diagnose Angststörung stand.Bei meinem Hausarzt hatte ich leider das Gefühl er denkt ich spinne. .Als dann gar nix mehr ging hat mir meine Psychologin auch ein Medikament (PAROXITIN BIOMO) ans Herz gelegt um,wie sie sagte,"ERST MAL WIEDER RUNTER ZUKOMMEN".Hat auch toll geholfen-mir ging soooooo gut,und ich war "dauergutgelaunt".Leider muss man aber irgendwann wieder ohne auskommen.Seid einem halben Jahr nehme ich jetzt nix mehr und Arbeite an und mit der Angst.Neuerdings habe ich ständig starkes Herzklopfen (WIE WENN MAN AUFGEREGT IST ODER SICH ANGESTRENGT HAT-HAB ICH ABER NICHT)-da kommt die alte Panik gleich wieder,heul.....Bin die ganze Zeit am grübeln ob es eine verschleppte Grippe ist oder doch "NUR" wieder die alte Angst.....Lg Dany

24.11.2008 11:18 • #11


Hallo,

ich bin auch neu hier, wollte mich eigentlich nicht in einem forum anmelden, weil es mir unangenehm ist darüber zu sprechen.

Seit etwa einem halben jahr leide ich an angst und panikattacken, angefangen hat alles beim plasmaspenden.

Seitdem kommen diese attacken in unregelmäßigen abständen.

nachdem ich mich vor circa 2 monate einer außenstehenden person (kollegin) und meinem freund abvertraut habe und mir u.a. einen kleinen ratgeber gekauft habe sind die attacken wie vom erdboden verschwunden gewesen. seit circa einer woche sind sie wieder da, in kleineren und nicht so schlimmen schüben....aber es macht mich wahnsinnung und ich leide sehr darunter. ich habe mich vielmals meiner angst gestellt, kino und und und....

meist kommen die attacken wenn ich unter menschen bin, wenn ich allein in meinem zimmer sitze dann geht es mir super, auch auf arbeit, wo ich allein bin, habe ich keinerlei beschwerden.

man weiß nie wann die attacken kommen, sie sind einfach da, man weiß nicht wieso und warum....man schaukelt sich wirklich hoch.

man getraut sich niemanden was davon zu erzählen, auch aus scham und ANGST nicht ernst genommen zu werden.

Ich hoffe das ich in diesem forum etwas hilfe finde....der schritt zum hausarzt wird mein nächster sein....ein schwerer schritt für mich....

24.11.2008 11:29 • #12


Hallo @Angsthäschen,darüber zu reden fällt mir mittlerweile nicht mehr schwer,allerdings muss man mit dem Unverständnis vieler leben.Es kann niemand nachvollziehen der soetwas nicht hat.Versuche nie in die Vermeidung zu gehen,so schwer das auch ist, das macht es nur schlimmer.Kopf hoch.Lg

24.11.2008 12:22 • #13



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Mira Weyer