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Lola Renn
Nachdem ich zu meinem Elend schon einiges geschrieben habe, berichte ich heute von meinem jüngsten Erlebnis mit dem Folterknecht namens Panik...

Ich war heute auf Arbeit und habe aus irgendeinem Grund Blut geschmeckt, was für viele wahrscheinlich nicht dramatisch ist, denn das kann viele Ursachen haben und man hat auch nicht wirklich etwas gesehen. Allerdings hat es bei mir einen Schalter umgelegt. Nachdem ich schon mit Bauchschmerzen und Übelkeit ins Bett gegangen war den Abend zuvor, kamen diese wieder und haben mich nahezu erschlagen. Dann wurde mein Hals innen enorm heiß und hat sich zugeschnürt. Ich konnte nicht mal wirklich schlucken und habe auch schlechter Luft bekommen (was ja "normal" ist, das kenne ich zumindest)... Allerdings kommt dazu noch, dass.ich seit 3 Tagen ca eine drei Finger breite rechts vom linken Beckenknochen dauerhaft ein dumpfes Drücken verspüre, was mich natürlich allerhand vermuten lässt... (ein Hoch auf die Hypochondrie, yay). Ich hatte dann auf Arbeit letztendlich einen totalen Nervenzusammenbruch beim Frühstück (da hab ich mich schon 4h gequält) und bin in Tränen ausgebrochen. Es lief und lief...meine Kollegen waren total verstört und haben gesagt, ich solle erstmal rausgehen. Danach ging es mir eine Weile besser. Ich fühlte mich leichter, auch wenn noch leichte Symptome da waren. Kurze Zeit später begann der Spaß wieder. Jetzt bin ich zu Hause und EINIGERMAßEN "ruhig"... So ruhig wie man als Dauer-Stressler eben sein kann. Ich habe diese Unruhe und den Mist echt inzw fast jeden Tag und mir hilft scheinbar gar nichts. Wer kennt das ähnlich? Wie habt ihr es geschafft da raus zu kommen? Werde ich je wieder normal? Ich hab echt viele Zwänge entwickelt, um der Panik zu entgehen..kann bspw keinen Alk. mehr anfassen oder Zig... Was nicht übel ist, nimmt einem als junger Mensch allerdings doch eine gewisse "Normalität"..ich verbiete mir für mich gefährliche Lebensmittel, die meiner Meinung nach ein hihes Allergierisiko beherbergen. Ich kann aus keiner Tasse mehr trinken ohne sie 3x auszuwaschen, weil ich befürchte, es könnten Reste der tödlichen Geschirrspültabs darin sein. Ich kann nicht mehr ins Kino, weil mein Kopf "vibriert" hat, als ich das letzte Mald darin saß..etc etc

Ich werde wahrscheinlich demnächst eine psychosomatische Kur beantragen, brauche definitiv ein gefestigteres Wesen bevor ich mit dem Studium beginne...was natürlich auch Druck macht irgendwo. (aber nicht studieren kommt für mich nicht in Frage)

Liebe und wie immer leicht verzweifelte Grüße,
Lola

30.03.2016 17:51 • 31.03.2016 #1


5 Antworten ↓


Vergissmeinicht
Hey Lola,

kenne Dich nicht weiter; wie lange geht das bei Dir schon so? Für mein Empfinden sehe ich keine psychosomatischen Bescherden, eher die pure Panik mit allem was dazu gehört. Wann finge denn Dein Studium an?

30.03.2016 17:54 • #2



Horror Alltag

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Lola Renn
Es geht seit ca 2012, hat sich allerdings stark verschlechtert und das, obwohl ich es nicht ignoriere und versuche es zu bessern...

Anfangs waren es selten nachts Panikattacken mit Atemnot. Jetzt wandelt sich die Symptomatik sozusagen täglich. Es sieht so aus, als hätte ich tatsächlich etwas, das verunsichert sogar die Ärzte^^
Mein Studium beginnt voraussichtlich nächstes Jahr, beginne ab 1.9. Erst einmal eine Ausbildung zur Überbrückung.

30.03.2016 18:08 • #3


Vergissmeinicht
Liebe Lola,

ja, Du hast Angst und die Frage ist, was dahinter steckt. Warst Du schonmal in Therapie o.ä.?

30.03.2016 22:45 • #4


Lola Renn
Ich bin inzwischen, glaube ich, seit mehr als einem Jahr in Therapie und konnte keine Verbesserung feststellen. Schubweise bin ich immer wieder total fertig

31.03.2016 03:59 • #5


Vergissmeinicht
Hm, hast Du dem Therapeuten mal gesagt, das Du das Gefühl hast nicht weiter zu kommen?

31.03.2016 10:52 • #6




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