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bin ich hier richtig? ich weiß nicht genau in welches der Foren ich mit meinem Mischmasch an Krankheiten schreiben sollte.

War 2 Jahre beschwerdefrei, aber seit einem Monat massiver Rückfall, Herzneurose stark ausgeprägt, so nervös dass ich kaum mehr das Bett verlasse.
Bin übrigens 33. Mein Arzt hat mir Zyprexa verschrieben, mir kommt vor das macht alles noch schlimmer, aber er ist bis ende des Monats auf Urlaub.

Hat jemand ähnliches? Und auch 24 Stunden am Tag das Gefühl alles ist zu viel, alles um einen rum schon fast nicht mehr wahrnehmbar, weil man so auf sich konzentriert ist?

14.06.2011 12:54 • 26.09.2019 #1


9 Antworten ↓


Hi!

Habe auch schon über 20 Jahre das von Dir geschilderte Problem. Ich nehme seit fast 1 1/2 Jahren tgl. auf Anraten meines Internisten einen halben Betablocker und seitdem geht es mir viel viel besser. Ich bin innerlich fast immer ganz ruhig, keine Nervosität mehr, wie ausgewechselt. Vielleicht wäre das auch was für Dich..?

Grüße
TinaLina

20.06.2011 15:06 • #2



Herzneurose & generalisierte Angststörung Erfahrungen

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PSOG
Hallo Otherlandisch,

ich kenne, das, was Du beschreibst sehr gut. Es ist oft nicht einfach, genau zu beschreiben, woran man eigentlich leidet. Panikattacken, Hypochondrie, generalisierte Angststörung...

Ich weiß auch nicht, ob das wirklich so sehr von Bedeutung ist.

Viele Grüße.

Sebastian

29.06.2011 12:14 • #3


18.12.2015 18:03 • #4


Icefalki
Hallo Nergal, hier bist du in bester Gesellschaft. Willkommen.

Na, dann bereite dich auf Olympia vor. Eine bessere Diagnose kannst du doch nicht bekommen.

Das messen kannst du dir sparen, denn bei Angst geht eben der Blutdruck und der Puls hoch. Eine hervorragende Reaktion deines Körpers, er macht, was die Hormone ihm sagen.

Im Prinzip, würdest du dich tatsächlich mit der Körperchemie auskennen, dann würdest du beruhigt sein, denn dein Körper macht brav, was er tun soll.

Deine Ängste sind ein anderes Thema, denn Du glaubst es ja nicht, was die Ärzte sagen.

Und daher musst du noch ein wenig durchhalten bis zur Therapie.

Vielleicht hilft dir das ein klitzekleines bisschen, zu wissen, dass dein Körper eine tolle Maschine ist, und du ein supertolles, gesundes Herz hast, das auch ohne messen funktioniert.

18.12.2015 19:01 • #5


Hi Nergal,

willkommen im Club der Angsthasen

Meine Geschichte ist ähnlich deiner, auch bei mir begann alles mit Herzrasen. Auch ich hatte zwei Krankenhausaufenthalte und diverse ambulante Untersuchungen, in denen mein Herz komplett auf den Kopf gestellt wurde und für absolut gesund befunden wurde. Auch bei mir stieg der Blutdruck in exorbitante Höhen, sobald ich Angst hatte und die kam immer öfter. Das Herzrasen habe ich nach wie vor in für mich stressigen Situationen. Allerdings nehme ich seit damals Beta-Blocker und die halten die Herzfrequenz einigermaßen niedrig (selbst in Angstphasen). Seitdem ich die nehme und gemerkt habe, dass sie den Herzrhythmus wirklich in Schach halten, kann ich wieder auf mein Herz vertrauen und muss nicht mehr ständig den Puls oder BD messen.
Vielleicht ist das eine Option für dich, das kannst du ja im Zweifel mal mit deinem Arzt besprechen. Beta-Blocker werden ziemlich oft verschrieben bei Patienten mit Angststörung, weil sie einfach eine beruhigende Wirkung haben.

Liebe Grüße!

19.12.2015 00:22 • #6


Annika1984
Hallo Nergal,

ich kenne das. Glaube mir es ist alles in Ordnung. Es ist eine natürliche Angstreaktion, die dein Herz da zeigt. Ich habe auch schon mal den Notarzt deswegen gerufen, kann das also gut nachvollziehen. Sehr gut ist, dass du schon einen Thefapieplatz in Aussicht hast.

Mir hat es geholfen mich mit Leuten zusammen sportlich zu betätigen. Ich hatte die Gewissheit, dass jemand da ist, wenn etwas sein sollte und habe durch den Sport wieder Vertrauen in meinen Körper gewonnen. Das ist wirklich mit das beste, was du machen kannst.

Liebe Grüße

Annika

19.12.2015 21:04 • #7


petrus57
Bei mir ist der Blutdruck durch das ständige Blutdruckmessen auf 200/125 gestiegen. Hatte daraufhin den Krankenwagen gerufen der mich dann ins Krankenhaus brachte. Dort hatte ich dann nur noch 175/100. Bekam dann Medikamente verabreicht die den Blutdruck nur marginal senkten. Habe dann mit 160/90 den Heimweg angetreten.


Bei mir steigt der Blutdruck auch nur in Stresssituationen. Muss wohl am Adrenalin liegen. Nach 100 Kniebeugen habe ich meist auch einen hohen Blutdruck, der aber nach ein paar Sekunden wieder auf Normalwert sinkt.

Wenn der Blutdruck bei 160 liegt höre ich auf zu messen und versuche mich abzulenken. Meist ist der dann einige Zeit später wieder auf Normalwert.

27.12.2015 12:54 • #8


Hallo zusammen,

ich würde gerne Leute kennen lernen, denen es ähnlich wie mir geht oder die die selben Beschwerden wie ich haben/hatten
und irgendwie gelernt haben, damit umzugehen oder sie sogar abstellen konnten.

Zu mir:
Ich bin 30 Jahre alt und leide seit ich denken kann immer mal wieder an Angststörungen, seit 8 Jahren ist es aber extrem.
Dazu kam vor ca. 5 Jahren eine Herzneurose aufgrund funktioneller Herzbeschwerden.
Und hier wäre ich auch schon bei meinem Hauptthema.

Alles hat mit Extrasystolen begonnen. Schon seit meinem 16. Lebensjahr habe ich Extrasystolen. Diese wurden
auch nie wirklich mehr, es sind immer um die 2500 Stück / 24 Stunden. Vor 5 Jahren bemerkte ich diese jedoch
enorm starkt. Resultat war eine Ärzte Odyssee.

Untersuchungen:
ewig viele EKGs, Langzeit EKGs (jedes halbe Jahr), Cardio-CT, Cardio-MRT, Belastungs EKGs, Ultraschall. .
Befunde:
Herz ist gesund. Lediglich SVES und VES. Keinerlei Bedeutung. Gelegentlich AV-Bolock 2. Grades. Ebenfalls unbedeutend.

Nun für mich ist das ganze jedoch nicht so unbedeutend wie für die Ärzte. Mit den Extrasystolen konnte ich mich schon teilweise anfreunde. Jedoch nicht mit dem sich schrecklich anfühlenden AV-Blockierungen.
Auch habe ich manchmal bei Aufregung oder anderweitiger psychischer Belastung extremst starke Rhythmusstörungen.
Mein Puls halbiert sich in diesen Momenten und ich muss sofort die Situation verlassen, da ich sonst fürchte bewusstlos zu werden. Die Ärzte wollen mir das aber nicht so wirklich glauben, da es ja noch nie aufgezeichnet wurde.
Kennt diese "Pulshalbierung" jemand von euch?

Ein anderes Symptom, was mir wirklich angst macht und weswegen ich schon mal im Schlaflabor war ist,
dass ich ab und zu nachts aufschrecke. Dieses Aufschrecken hat nichts mit einem Albtraum oder sowas zu tun.
Ich schrecke auf, schnappe nach Luft und das merkwürdigste ist jedoch, dass ich im Hals und Mund so ein kribbeln
spüre und einen komischen Geschmack im Mund habe. Ich kann das unglaublich schwer erklären.
Es fühlt sich ungefähr so an, wie kurz bevor man bei einer Narkose im Krankenhaus einschläft.
Sowas hatte ich noch nie und es kommt sehr selten vor. Ich weiß eben nicht, ob es von meinem Herzen
kommt oder einfach nur Einbildung ist. Die Ärzte können alle mit dieser Beschreibung nichts anfangen
und schieben es auf "schlechte Träume" oder dergleichen.
Kennt das jemand?

Na und all die anderen Symptome kennt ihr sicherlich sowieso:
- Herzstechen / Herzdrücken
- Grundlose Angst
- Atemnot
- Übelkeit
- komisches Gefühl in der Hals und Herzgegend
- .

Würde mich freuen, wenn sich hier ein paar Leute finden, die mir dazu was sagen können
oder die ähnliche Erfahrungen gemacht haben.

Danke schon mal!

25.09.2019 20:35 • #9


Hallo kreblsauge,
Alles was du geschrieben hast, kommt mir bekannt vor. Wahrscheinlich nicht nur mir, sondern vielen hier. Die Angst hat viele Gesichter, wenn welche Symptome weg sind, kommen neue dazu und wenn die auch weg sind, überlegt sich die Angst was neues. Eine Teufelskreis.
Über Herzneurose kannst du viele Beiträge hier finden, unendlich viele.
Das mit hochschrecken mitten im Schlaf hatte ich auch. Monatelang. Entweder konnte ich nicht einschlafen weil ich gezuckt habe kurz vorm einschlafen, oder bin eingeschlafen und aufgestanden mit Atemnot und Co. Dann kam die Panik hoch, konnte nicht wieder einschlafen. Wenn ich mich beruhigt habe, hatte Angst wieder einzuschlafen weil ich wiederum Angst hatte morgens zu verschlafen. Ich hab mit eine Freundin darüber geredet und sie hat mir angeboten mich jeden morgen anzurufen damit ich nicht verschlafe. Die ersten Tage hat das gar nichts gebracht und dann konnte ich auf einmal wieder einschlafen, ab und zu wurde ich wach, bin aber immer wieder friedlich eingeschlafen. Nach 3 Wochen konnte ich durchschlafen. Sie hat mich dann noch weitere 2 Wochen jeden morgen angerufen, dies war aber nicht mehr nötig. Also meiner Meinung nach, hatte ich absolute Angst, bzw.nächtliche Panikattacken. Denn wenn es organisch irgendwas nicht in Ordnung gewesen wäre, wäre ich jetzt nicht am leben.

26.09.2019 08:16 • x 1 #10



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Mira Weyer