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02.07.2019 00:58 • 20.12.2019 #1


29 Antworten ↓


Luna70
Erst einmal herzlich willkommen hier bei uns im Forum.

Was ich in deinem Beitrag gar nicht finde, ist eine Aussage, wie du zu deinem Mann eigentlich stehst. Liebst du ihn noch?

Ein Kind mit deinem Mann zu bekommen in der Gewissheit, dass du dich danach trennen willst, davor würde ich dich wirklich eindringlich warnen. Das wäre in meinen Augen wirklich unfair, wobei ich das Wort fast zu schwach finde. Überlege mal, wie du dich an Stelle deines Mannes dann fühlen würdest. Vermutlich auf ganzer Linie betrogen. Dein Mann hat dein Studium finanziert, durch seine Unterstützung kannst du relativ sorgenfrei studieren. Dann bist du fertig, bekommst ein gemeinsames Kind und mit dem Kind gehst du dann in deine Heimatstadt zurück.

Er bleibt ja der Vater des Kindes, hat Umgangsrecht usw. Das heißt, du hast die nächsten 18 Jahre mit einem tief enttäuschten Menschen zu tun. Das Kind wird womöglich in einem Spannungsfeld aufwachsen, das sich jahrelang nicht auflöst. Das Kind musst du auch ernähren, sprich du musst vermutlich früher oder später Vollzeit arbeiten gehen. Das ist als alleinerziehende Mutter gar nicht so einfach zu stemmen. Deine eigene Mutter wird aufgrund ihrer Erkrankung keine große Hilfe bei der Kinderbetreuung sein.

Also lange Rede, kurzer Sinn, das mit dem Kind mit deinem Mann ist gar keine gute Idee.

Zitat:
Des Weiteren bin ich schon 30 und wenn ich mich jetzt trennen würde, hätte ich keine Chance mehr einen neuen Mann kennenzulernen, um dann ein Kind zu bekommen.


Wer sagt das denn? Du hast noch einige Jahre Zeit, für Torschluss-Panik gibt es noch gar keinen Grund.

Ich denke, du musst reinen Tisch machen. Deinem Mann ehrlich sagen, was Sache ist, wie unglücklich du bist und dass du überlegst, dich zu trennen. Dann hat er wenigstens die Chance, mit dir nach einer Lösung zu suchen.

Ich würde an deiner Stelle auch nicht sicher davon ausgehen, dass mit einer Rückkehr in deine Heimatstadt sich alles bessern würde. In fünf Jahren kann sich viel verändern, deine alten Freunde haben sich verändert, womöglich hat sich auch die Stadt verändert.

02.07.2019 08:50 • x 4 #2



Heimweh+Sehnsucht nach Familie und Heimat

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Zitat von Luna70:
Erst einmal herzlich willkommen hier bei uns im Forum. Was ich in deinem Beitrag gar nicht finde, ist eine Aussage, wie du zu deinem Mann eigentlich stehst. Liebst du ihn noch? Ein Kind mit deinem Mann zu bekommen in der Gewissheit, dass du dich danach trennen willst, davor würde ich dich wirklich eindringlich warnen. Das wäre in meinen Augen wirklich unfair, wobei ich das Wort fast zu schwach finde. Überlege mal, wie du dich an Stelle deines Mannes dann fühlen würdest. Vermutlich auf ganzer Linie betrogen. Dein Mann hat dein Studium finanziert, durch seine Unterstützung kannst du relativ sorgenfrei studieren. Dann bist du fertig, bekommst ein gemeinsames Kind und mit dem Kind gehst du dann in deine Heimatstadt zurück. Er bleibt ja der Vater des Kindes, hat Umgangsrecht usw. Das heißt, du hast die nächsten 18 Jahre mit einem tief enttäuschten Menschen zu tun. Das Kind wird womöglich in einem Spannungsfeld aufwachsen, das sich jahrelang nicht auflöst. Das Kind musst du auch ernähren, sprich du musst vermutlich früher oder später Vollzeit arbeiten gehen. Das ist als alleinerziehende Mutter gar nicht so einfach zu stemmen. Deine eigene Mutter wird aufgrund ihrer Erkrankung keine große Hilfe bei der Kinderbetreuung sein. Also lange Rede, kurzer Sinn, das mit dem Kind mit deinem Mann ist gar keine gute Idee. Wer sagt das denn? Du hast noch einige Jahre Zeit, für Torschluss-Panik gibt es noch gar keinen Grund. Ich denke, du musst reinen Tisch machen. Deinem Mann ehrlich sagen, was Sache ist, wie unglücklich du bist und dass du überlegst, dich zu trennen. Dann hat er wenigstens die Chance, mit dir nach einer Lösung zu suchen. Ich würde an deiner Stelle auch nicht sicher davon ausgehen, dass mit einer Rückkehr in deine Heimatstadt sich alles bessern würde. In fünf Jahren kann sich viel verändern, deine alten Freunde haben sich verändert, womöglich hat sich auch die Stadt verändert.


Vielen Dank für deine Antwort.
Wenn man die Sache objektiv betrachtet, ist meine Idee -nach dem Kind wieder zurückzuziehen- definitiv falsch und dazu noch extrem egoistisch. Das ist mir aufjedenfall bewusst und ich fühle mich sehr schuldig.
Aber das Risiko ist für mich persönlich zu hoch, sich zu trennen, um einen neuen Mann zu finden, der auch Kinder will.
Das Kennenlernen von einem Mann wird vielleicht paar Jahre in Anspruch nehmen, danach muss man sich noch gegenseitig kennenlernen und das sind dann auch nochmal paar Jahre. Und eine Schwangerschaft klappt manchmal nicht sofort wann man will.
Die Zeit spielt gegen mich.
Um solch ein Risiko einzugehen, fehlt mir dazu die Kraft und der Mut.

Zu deiner Frage bzgl. meinem Ehemann:
Er wäre ein perfekter Vater, der dem Kind sehr viel bieten könnte. Er hat eine anständige Familie, die sorgenfrei lebt.
Ich mag ihn und habe großen Respekt davor, was er immer auf die Beine stellen kann. Aber lieben tu ich ihn nicht. Er hat mich zu oft mit Worten verletzt und bei Streitigkeiten oft gedemütigt.
Aber ich bin eh kein Mensch, der daran glaubt, dass es sowas wie die sog. Liebe aus den Filmen gibt. Für mich ist das nur naives Rumspinnerei. Das Leben ist weder ein Film, noch ein Romantikbuch.
Liebe ist für mich nur die bedingungslose Liebe zu meiner Mutter und meiner Schwester, für die ich alles machen würde.

02.07.2019 10:59 • #3


Luna70
Natürlich können Frauen heute Kinder alleine groß ziehen, darum geht es mir gar nicht. Aber bei dem, was du vorhast, habe ich echt kein gutes Gefühl.

Was ist, wenn dein Mann so enttäuscht ist, dass er dir ständig Steine in den Weg legt? Ihr habt erstmal gemeinsames Sorgerecht, du kannst also gar nicht einfach so das Kind nehmen und den Wohnort wechseln. Und er hat ein festes Einkommen und eine intakte Familie im Rücken. Was ist, wenn er das Sorgerecht beantragt? Das sind ja alles Dinge, die du berücksichtigen musst.

Wenn du sicher bist, dass du ihn nicht liebst und es keine gemeinsame Zukunft gibt, dann solltest du konsequent sein und dich trennen.

Zitat:
Aber ich bin eh kein Mensch, der daran glaubt, dass es sowas wie die sog. Liebe aus den Filmen gibt. Für mich ist das nur naives Rumspinnerei. Das Leben ist weder ein Film, noch ein Romantikbuch.


Nein, Filme haben mit der Wirklichkeit wirklich wenig zu tun. Vielmehr ist eine lange Beziehung harte Arbeit, Romantik ist da kein Allheilmittel.

02.07.2019 12:01 • x 2 #4


Hallo,

hast du überhaupt schon gearbeitet?

Dich von deiner Arbeit, bzw. deinem Gehalt selbst finanziert?

Würde mich interessieren.

Viele Grüße und alles Gute,
Mari

02.07.2019 16:35 • #5


Zitat von Mari1964:
Hallo,hast du überhaupt schon gearbeitet?Dich von deiner Arbeit, bzw. deinem Gehalt selbst finanziert?Würde mich interessieren.Viele Grüße und alles Gute,Mari


Nach meiner Ausbildung habe ich 1 Jahr lang gearbeitet, aber mich dann für ein Studium entschieden. Mit meiner Ausbildung habe ich einfach viel zu wenig verdient, daher das Studium.

02.07.2019 16:45 • #6


Hallo,

wie sieht es jetzt mit einer Arbeitsstelle aus?
Du hast sicherlich dein Studium abgeschlossen.

Du könntest in die Heimat zurückgehen und dir einen Job
suchen. Immerhin möchte man ja auch, nach so einem langen
Studium, mal arbeiten und endlich Geld verdienen.

Was hast du denn studiert?

Mari

02.07.2019 17:09 • #7


Zitat von Mari1964:
Hallo,wie sieht es jetzt mit einer Arbeitsstelle aus? Du hast sicherlich dein Studium abgeschlossen.Du könntest in die Heimat zurückgehen und dir einen Jobsuchen. Immerhin möchte man ja auch, nach so einem langenStudium, mal arbeiten und endlich Geld verdienen.Was hast du denn studiert?Mari


Ich habe das Gefühl, dass du meine persönliche Problematik absolut nicht verstanden hast.

Was hast du denn studiert?Mari [/quote]

Ich möchte keine Infos von mir preisgeben.

02.07.2019 19:32 • #8


Hallo dietraurige,

Ich weiß es nicht wie weit du von deiner Heimatstadt wohnst. Ich von meiner satte 1800 km. Ich weiß es nicht ob dich mein Vorschlag weiter bringt, aber wäre es nicht sinnvoll hin und wieder dahin zu fahren? Mal Zeit mit Mama und Schwester verbringen? Heimweh kenn ich nun zu gut und wenn ich Heimweh habe, reicht ein Blick aufm Bild meiner Mutter und der Tag ist gelaufen. Ich fliege so oft ich kann dahin und stille mein Heimweh.
Menschen kennenlernen, evtl.Kurse besuchen was dich so interessiert um Gemeinsamkeiten mit den Menschen zu finden und doch evtl.Freude an diese Stadt zu bekommen.
Das du momentan kein Einkommen hast und dich dein Mann unterstützt, finde ich persönlich nicht schlimm. Man sagt ja in guten wie in schlechten Tagen. Du wirst bald Geld verdienen, dafür leidest du momentan und studierst um ein besseres Leben zu haben.
Die Entscheidung kannst nur du treffen, ich kann dir nur meine Meinung sagen. Du nutzt dein Mann nicht aus, das ist wie gesagt für mich nicht ausnutzen. Ihr lebt zusammen und es sollte euer Geld sein. Du liebst ihn nicht und bist wahrscheinlich mit ihn zusammen weil er so ist wie er ist, Selbstständig, aus eine gute Familie, steht gut im Leben. Das was du immer geträumt hast, das was dir fehlt, wonach du dich sehnst.
Das du kein anderen Mann finden wirst, ist quatsch, aber ich verstehe deine Problematik, man kennt den eigenen Mann und hat Angst alles nochmal neu machen zu müssen, kennenlernen, sich auf eine Art und Weise anpassen... Angst vor nen Neuanfang.
Und mit dem Kind, setz dich nicht unter Druck. Du bist 30. Hast dein Leben vor dir. Deine Zeit ist noch nicht abgelaufen.
Ich denke, wenn du erstmal fertig studiert hast und nen Job hast, ein komplett anderes Selbstwertgefühl bekommen wirst.

02.07.2019 21:50 • x 1 #9


Ich danke dir für deine Antwort.

Danke, dass du vorurteilsfrei versucht hast meine Position nachzuempfinden.
Um mein Heimweh zu stillen, versuche ich auch sehr oft meine Heimat zu besuchen. Es tut mir jedesmal so gut dort zu sein, aber sobald ich wieder zurück muss, fangen meine Bauchschmerzen und meine tiefsitzende Trauer wieder an. Ich kann seit 5 Jahren an nichts anderes mehr denken. Habe mit Hilfe meines Studiums oft versucht mich anderweitig abzulenken (Leute kennengelernt, ausgegangen etc.) aber es hilft nichts. Ich hasse es hier. Ich höre mir fast jeden Abend heimlich die Intros meiner alten Kinderserien an, denke an alte Zeiten, erlebe Nostalgie und bin am Weinen. Ein ganz komisches schmerzhaftes Gefühl ist das.

Ich würde so gerne alles stehen und liegen lassen und einfach nur wieder zurück in meine Heimatstadt zurückkehren, aber die panische Angst davor, die falsche Entscheidung zu treffen, keinen Fuß mehr fassen zu können, eine Notlage zu erleiden, keinen Mann zum Kinderkriegen kennenzulernen... all das hält mich auf. Ich verspüre einfach nur Panik und Verzweiflung. Das ist wie eine Sackgasse. Ich komme da einfach nicht mehr raus.
Was ist falsch? was ist richtig? was könnte ich bereuen?

Ich habe mit dieser Ehe, die mit dem Wegziehen verbunden war, einen riesen Fehler gemacht.
Jetzt habe ich Angst, wenn ich zurückgehe, wieder eine erneute Fehlentscheidung zu treffen. Deswegen benehme ich mich wie ein verantwortungsloses Kind und sitze mein Problem ab

02.07.2019 23:58 • #10


Butterfly96
Hallo @dietraurige_ :) Ich hoffe, dir geht es besser momentan!
Ich will nur sagen: alles hat irgendwann ein Ende...versuch daran zu denken!

Ich bin selber Ausländerin und glaub mir, ich sehe DE nicht als meine Heimat. Aber...es geht mir gut hier...weil ich nicht mit einem 400Euro Gehalt für einen Vollzeitjob leiden muss, während dem in meinem Land die Preise ähnlich zu Deutschland sind.

Ich denke, man nimmt immer irgendwelche Entscheidungen mit einem Grund, wie es bei dir war! Ich weiß nicht, was ich dazu sagen soll. Ich komme wie gesagt, aus einem anderen Land und habe kaum Familie hier...bin also mehr oder weniger alleine...ich weiß nur nicht, vielleicht ist die Heimat/Stadt wo du wohnst nicht das Problem, sondern die Beziehung zu deinem Mann (den du anscheinend nicht mehr liebst), und du denkst es würde dir in deiner Heimat besser gehen, aber vielleicht ist es nicht um 100% so.

Ich würde warten bis du einen Job hast und dich dann von ihm trennen lässt wenn du wirklich siehst, dass es nicht klappt. Und wenn er dich fragt warum du arbeiten möchtest, dann kannst du ihm sagen du möchtest dich professionel entwickeln...und das wäre gut für dich, wenn du 30 bist :)
Zur Not müsstest du auch in einer WG umziehen, um dir das leisten zu können. Aber wenn du das machst, dann finde erstmal eine sichere Wohnung/WG Zimmer. Und das könntest du dir sogar mit einem Teilzeitjob (25-30 Std/Woche) leisten, damit es dir nicht mit dem Job und Trennung zu viel wird?

Ich denke, alles hat eine Lösung! Aber du muss Risiken eingehen (auf jeden Fall sichere Risiken, wenn du weißt was ich meine).

Und das mit dem Kind...da würde ich abraten. Du bist nicht zu alt um später ein Kind zu kriegen ... meine Schwiegermutter hatte meine Schwester mit 40 bekommen, und das fand ich prima, denn sie war genug erwachsen und hatte viele Erfahrungen in ihrem Leben gemacht um sie gut groß zu ziehen (dadurch will ich nicht sagen dass wenn man jung ist und ein Kind bekommt, dass es nicht gut ist, es ist ja von Person zur Person unterscheidlich).

Ich wünsche dir alles Gute und hoffe, du findest den Weg den du brauchst, um glücklich zu sein! :trost:

03.07.2019 15:02 • x 2 #11


15.12.2019 02:48 • #12


Hallo,

ich kann dich sehr gut verstehen.
Was waere passiert,wenn du deinen Mann zuliebe nicht nach Goettingen gezogen waerst?
Waere es dann nicht zu dieser Ehe gekommen?
Dass dein Mann kein Verstaendnis fuer dein Heimweh hat,ist sehr problematisch.
Ich kenne Goettingen ganz gut.Es ist zwar eine Studentenstadt,aber natuerlich kein Vergleich zu Berlin.

Wenn euer Kind auf der Welt ist hast du jedoch die Chance auch andere Muetter und Vaeter kennenzulernen.
Das ergibt sich fast automatisch und ihr habt sofort eine Gemeinsamkeit und koennt euch gegenseitig unterstuetzen und einiges zusammen unternehmen.Ausserdem wirst du voll und ganz eingespannt sein und wirst dich ueber jede Gelegenheit freuen etwas Schlaf nachzuholen.

15.12.2019 03:52 • #13


Zitat von survivor3:
Hallo,ich kann dich sehr gut verstehen.Was waere passiert,wenn du deinen Mann zuliebe nicht nach Goettingen gezogen waerst?Waere es dann nicht zu dieser Ehe gekommen?Dass dein Mann kein Verstaendnis fuer dein Heimweh hat,ist sehr problematisch.Ich kenne Goettingen ganz gut.Es ist zwar eine Studentenstadt,aber natuerlich kein Vergleich zu Berlin.Wenn euer Kind auf der Welt ist hast du jedoch die Chance auch andere Muetter und Vaeter kennenzulernen.Das ergibt sich fast automatisch und ihr habt sofort eine Gemeinsamkeit und koennt euch gegenseitig unterstuetzen und einiges zusammen unternehmen.Ausserdem wirst du voll und ganz eingespannt sein und wirst dich ueber jede Gelegenheit freuen etwas Schlaf nachzuholen.


Wäre ich nicht nach Göttingen gezogen, dann wären wir jetzt nicht verheiratet. Er liebt seinen Job sehr und ist sehr stolz darauf, sodass er höchstwahrscheinlich für nichts auf der Welt seinen Job aufgeben würde.

15.12.2019 04:02 • #14


Damit hast du also das groessere Opfer fuer eure Beziehung/Ehe gemacht.
Das ist sehr anzuerkennen,denn du hast damit ja der Beziehung eine Chance gegeben.
Leider sehe ich es so,dass er jetzt bald die finanzielle Verantwortung fuer 3 traegt und eine Familie braucht diese Sicherheit.
Evtl bleibt ihr bis zur Einschulung in Goettingen und danach dann ein Umzug nach Berlin?
Die Berufstaetigkeit ist ja heutzutage nicht mehr statisch,somit steht einem Ortswechsel ja nix entgegen.

Nach der Geburt wirst du sowieso voll beschaeftigt sein mit eurem Kind.
Warum bist du da so hoffnungslos?

15.12.2019 04:10 • #15


[quote=survivor3]Damit hast du also das groessere Opfer fuer eure Beziehung/Ehe gemacht.Das ist sehr anzuerkennen,denn du hast damit ja der Beziehung eine Chance gegeben. Leider sehe ich es so,dass er jetzt bald die finanzielle Verantwortung fuer 3 traegt und eine Familie braucht diese Sicherheit.Evtl bleibt ihr bis zur Einschulung in Goettingen und danach dann ein Umzug nach Berlin?Die Berufstaetigkeit ist ja heutzutage nicht mehr statisch,somit steht einem Ortswechsel ja nix entgegen.Nach der Geburt wirst du sowieso voll beschaeftigt sein mit eurem Kind.Warum bist du da so hoffnungslos? [/quotem

Wenn ich daran denke, dass ich bis zur Einschulung hier bleiben muss, fühle ich mich ganz schlecht, weil das noch sehr viele Jahre sind. Es ist tatsächlich wie eine Sackgasse- man kommt aus der Situation nicht mehr raus. Leider gibt es in meiner persönlichen Situation rein gar nichts, was mir Hoffnung geben könnte.

15.12.2019 04:35 • #16


Ich persoenlich finde Goettingen jetzt nicht so schlimm,als dass man da jetzt nicht das Beste draus machen koennte fuer ein paar Jahre.Oder seid ihr schon durch Hausbau gebunden?
Kulturelle Angebote gibt es noch und noecher.Der Wald vor der Tuer fuer Ausfluege...
Hast du denn kein Hobby fuer das du dich Gleichgesinnten anschliessen koenntest?
Es scheint als sei deine Ehe der springende Punkt fuer dein Unwohlsein?

Auf jeden Fall solltest du mit deinem Mann das Gespraech suchen,sogar mal eine Eheberatung ins Auge fassen?
Du steckst mMn nicht in einer Sackgasse,eher in einem Gedankengefaengnis..

15.12.2019 04:46 • x 2 #17

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Lillibeth
Ich kann Dich verstehen. Ich bin damals auch aus Düsseldorf weggezogen, 200 km weit. Mir ging es ganz genauso. Ichvbin allerdings regelmäßig am WE nach Haus gefahren als wir noch keine Kinder hatten. Und hätte ich mich nicht arrangieren können, wäre ich zurückgegangen. Ehe hin oder her. Heimweh kann in der Tat krank machen und das ist kein Mann wert. Und einer ohne Verständnis schon gar nicht. Auch mit Kind könntest Du zurück, würde aber schwieriger. Aber es ist keine Sackgasse. Zurück geht immer, Du musst nur wissen was Du dafür aufgibst. Ihn wirst Du nicht ändern. Ist deine Familie noch dort? Wenn das Kind da ist kannst Du doch mal für 4 Wochen hin. Hab ich damals auch gemacht . Hatte hier keinen und mein Mann hat viel gearbeitet. Da war ich bei meiner Mutter gut aufgehoben.

15.12.2019 05:09 • #18


Yannick
Hallo Heimweh,

Auch ich kann dich sehr gut verstehen. Seit ich umgezogen bin, beschäftige ich mich auch sehr mit dem Thema, wo man hingehört, was es braucht, um an einem Ort glücklich zu werden und allem was da so zu gehört.

Du merkst ja bereits selbst, dass das Unglücksein auf Dauer leider auch schon Auswirkungen auf deine Seele gebracht eine. Eine traurige Seele kann im schlimmsten Fall auch den Körper krank machen auf lange Sicht.

Es ist heutzutage in einer Zeit, wo immer mehr nur noch an sich denken, nicht selbstverständlich, dass du dir viele Gedanken dazu machst. Es zeigt, dass du ja auch in erster Linie gefühlsmäßig deinem Partner sehr verbunden bist und das ist toll!
Allerdings gibt es manchmal Momente im Leben, wo man merkt, dass sich das eigene Leben anders entwickelt, als das des Partners mit dem man ein großes Stück zusammen den Weg gegangen ist. Das und das Glücklichsein im Leben muss man mit betrachten, wenn man zu einer Entscheidung kommen möchte.

Du bist deinem Partner sehr weit entgegen gekommen, wie schon gesagt wurde.
Darf man fragen, was dein Mann beruflich macht, dass es scheinbar keine Möglichkeit gibt, die Stadt zu wechseln? Heutzutage bieten doch immer mehr Firmen die Möglichkeit von remote (Home Office) zu arbeiten. Oder aber vor allem Berlin sollte doch gute Möglichkeiten finden, eine andere Stelle zu finden, wenn dein Mann ein sehr leidenschaftlicher Arbeiter und auch noch gut in seinem Job ist.

Ich habe einen Arbeitskollegen in meinem ehemaligen Wohnort, der pendelt schon seit Jahren zwischen dem Norden (Raum HB) und dem Ruhrgebiet. Und er und seine Frau mit den Kindern sind (soweit mir bekannt) immer noch glücklich). Von Dienstag bis Donnerstag ist er im Ruhrgebiet, Freitag und Montag arbeitet er von zuhause, so dass es auch die Familie nicht zu kurz kommt.

Nun, das ist natürlich auch wieder nichts für jeden Mann und jede Frau. Aber mit dem Beispiel möchte ich nur zeigen, dass es Lösungen und Modelle gibt für solche Situationen geben kann. Es wäre natürlich einfacher, wenn dein Mann sich wenigstens ein bisschen in dich hinein versetzen könnte...

Es grüßt
der Yannick

P.S.
Herzlich willkommen hier im Forum!

15.12.2019 06:03 • x 1 #19


Ich kann dein Heimweh sehr gut nachvollziehen. Mir ging es genauso. Ich bin vor 4 Jahren der Liebe wegen 230 Kilometer von meiner Heimat weggezogen. Bis jetzt habe ich hier nicht ansatzweise Wurzeln geschlagen. Erschwerend kommt dazu, dass ich früher in einer lebendigen Uni-Stadt wohnte und jetzt in einem Dorf mit gerade mal 2500 Einwohnern. Das Heimweh war in den ersten Jahren schlimm und das, obwohl es dort keine Familie mehr für mich gibt. Meine Eltern sind beide verstorben, mein Bruder führt sein eigenes Leben. Nun habe ich zu meinem Erstaunen festgestellt, dass mein Heimweh in den letzten Monaten weniger geworden ist. Ich bin hier zwar immer noch nicht angekommen, doch ich habe mich mit der Situation arrangiert. Vielleicht hat auch der Umstand dazu beigetragen, dass ich mir im Mai eine Eigentumswohnung gekauft habe, in der ich mich sehr wohl fühle. Ich möchte nun nicht mehr zurück.
Wie sähe denn dein Leben aus, wenn du wieder zurück nach Berlin gehst? Hast du dort Freunde? Wie ist das Verhältnis zu deiner Familie? Du schreibst, dass du mittlerweile seit 6 Jahren in Göttingen lebst und du alles mögliche versucht hast, um das Heimweh in den Griff zu bekommen. Nach so einer langen Zeit halte ich es für schwierig, dass du dich dort doch noch irgendwie eingewöhnst. Da wird wohl auch ein Kind nichts daran ändern.
Spielst du denn mit dem Gedanken, auch alleine wieder nach Berlin zu gehen und schlimmstenfalls das Kind alleine gross zu ziehen? Darf ich dich fragen, ob du dann finanziell abgesichert wärst? Falls er nicht mit dir umziehen würde, müsste er klar Unterhalt zahlen. Ist das für dich vorstellbar? Liebst du ihn und ist eure Ehe glücklich? Fühlst du dich von ihm geliebt?
Fakt ist eben auch, dass du sehr unter der Situation leidest und sich bereits deine Persönlichkeit verändert hat, du sogar Panikattacken bekommst. Ehrlich gesagt sehe ich anhand deines Berichts nur eine Option, dass du zurück nach Berlin gehst, notfalls auch alleine.
Ich finde es sehr schade und nicht sehr empathisch, dass dein Mann so gar nicht auf dich eingeht und dich in deinem Leiden verstehen kann. Zu sagen, du hättest wissen müssen, worauf du dich einlässt ist schon harter Tobak.
Ist es denn gänzlich unmöglich für ihn, dass er mit dir wegzieht? Dann müsste er eben dir zuliebe beruflich wieder bei Null anfangen. Was sagt er denn dazu? Lässt er diesbezüglich so gar nicht mit sich reden?

15.12.2019 06:58 • x 3 #20



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Mira Weyer