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Ich hätte eine Frage zum Thema Familie.
Wie gehen Eltern, Geschwister etc. mit eurer Erkrankung um?
Haben sie Verständnis oder sich abgegrenzt?
Bei mir ist es in einem Satz gesagt: Die Liste meiner Anhänger ist kurz geworden
Freue mich zu erfahren, wie das bei euch ist.
Einen entspannten Sonntagabend an alle

01.08.2010 18:08 • 06.08.2010 #1


14 Antworten ↓


Hallo dunklerauenwald

Meine (Herkunfts)Familie geht mit meinen Ängsten und Problemen nicht um,
sie hat sie sogar massgeblich (in meiner frühster Kindheit) mit verursacht.

Sie hören nichts, sehen nichts und sie gehen mir aus dem Weg.

Auch sehr kleine Fangemeinde hab, Der Beobachter

01.08.2010 19:22 • #2



Familie

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Danke für Deine Antwort. Bei mir ist es ähnlich. Darf ich fragen, wie Du damit umgehst. Ich denke fast ständig darüber nach, wie es sein kann, dass man seiner Familie so egal ist. Das macht mir sehr zu schaffen.
Liebe Grüße

01.08.2010 20:01 • #3


Also mein Vater weiß nix davon, meine Mutter kümmert sich nicht drum..Ihr ist es eigentlich egal, nimmt sie nicht ernst meine schwester..geht damit ganz normal um..
freunde habe ich zwar nicht viele, aber sehr gute dafür
ware freunde gehen wegen soetwas nicht =)

liebe grüße

01.08.2010 22:36 • #4


Habe neben allem Negativen das Glück das meine Eltern mir immer wieder zu verstehen geben, dass ich ihnen sehr wichtig bin. Über manches kann ich mit ihnen reden, über anderes weniger.

Und dennoch gab und gibt es Menschen, denen ich mich verbundener fühl(t)e, besonders im Vergleich zu meinen Brüdern. Ich mag den Gedanken der Wahlfamilie. Wenn die leibliche Familie einem schadet, warum dann nicht andere als Familie ansehen, wenn sich ein entsprechendes Gefühl einstellt

Ich denke, wenn Eltern Kinder in die Welt setzen, sollten sie auch für diese da sein. Aber selbst da gibt es sicherlich irgendwann Grenzen, die sich nicht klar bestimmen lassen.
Im Gegenzug hat man sich ja seine Familie nicht ausgesucht.

Aber ist es nicht oft so, dass bei Problemen die Familie (maßgeblich) beteiligt war? Von daher ist mir trotz aller Liebe auch von meiner Seite eine gewisse Distanz (mal mehr mal weniger) sehr lieb.

01.08.2010 23:39 • #5


Hallo dunklerauenwald

Um deine Frage zu beantworten:

Ich bin Einzelkind und auch Scheidungskind (damals 8-11 Jahre alt, heute über 50 Jahre alt).
(Für Mitlesende: Schwester ist Halbschwester mütterlicherseits)

Unter Scheidung ist hier keine gütliche Trennung zu verstehen, sondern ein etwa dreijähriger Krieg meiner Eltern, deren Hass aufeinander noch bis heute andauert.

Beide Elternteile haben kurz nach der Trennung wieder neue Familien gegründet,
und neue Kinder bekommen (bzw. angeheiratet).
Ich selber wurde dabei zu einem Erinnerungs-Störfaktor an eine Zeit, die beide nur noch vergessen wollten.
Und dies wurde mir auch (besonders von meiner Mutter) sehr deutlich mitgeteilt.

So rational und klar sehe ich diese Sache aber auch erst seit wenigen Jahren.
Ich habe das heute für mich akzeptiert, und versuche, trotz der (emotionalen und psychischen) Folgen (Angst in Abhängigkeitsbeziehungen) für mich, das Beste daraus zu machen.

Viele Grüsse, Der Beobachter

02.08.2010 10:39 • #6


Meine Familie hat sich total distanziert seitdem sie von der Krankheit wissen. Ich habe sie jetzt schon seit über 2 Jahren nicht mehr gesehen und sie bemühen sich auch nicht darum das zu ändern. Alles was ich bisher versucht habe wurde ignoriert. Ich kann das gar nicht verstehen und leide sehr darunter, da meine Mutter auch immer wie eine beste Freundin für mich war. Ja und jetzt sind wir uns sehr fremd. Es gibt vielleicht alle 3-4 Wochen mal ein Telefongespräch und das wars.

02.08.2010 16:56 • #7


Hallo an alle,
wie ich lesen kann, ist es sehr unterschiedlich. Ich freue mich sehr für diejenigen, die guten Kontakt zu ihren Familien haben
Bei mir ist es schon so, dass ich auch sehr sehr arg unter der Ignoranz leide (ab und an mal ein Telefonat, aber ohne die Erkrankung anzusprechen). Einige Familienmitglieder haben gänzlich den Kontakt zu mir abgebrochen und das quält mich sehr. Ich hoffe für mich und allen denen es genauso geht, dass wir diese Situation akzeptieren können und uns nicht mit unguten Gedanken und Gefühlen darüber quälen.
Einen angstfreien Abend

02.08.2010 19:25 • #8


Fantasy
Hallo!
Bei mir ist es so, dass meine Mutter über fast alles Bescheid weiß und inzwischen auch gut damit umgehen kann und mich unterstützt, wo sie kann. Kann mit ihr recht gut darüber reden. Mein Bruder weiß gar nichts davon (haben kaum Kontakt).

LG

02.08.2010 20:17 • #9


Wenn ich das so lese würde mich mal interessieren ob es niemanden gibt, der ein sehr gutes Verhältnis zu seine Familie hat. Bei mir ist es so, dass wir uns deswegen ganz gut verstehen, weil eben auch nicht ständig Kontakt ist. Organisatorisches (z.B. Finanzielles) außen vorgelassen ist es durchschnittlich seltener als 1x/Woche und mit den Brüdern eben noch sehr viel weniger.

03.08.2010 12:43 • #10


Ich habe ein gutes Verhältniss zu meiner Mutter. Sie ist manchmal überfordert und weiß nicht wie sie mir helfen kann aber sie hört mir zu.
Mein Vater und meine Geschwistern wissen nichts davon, wir haben nur selten Kontakt und zu meinem Vater habe ich überhaupt keine Beziehung.

06.08.2010 17:01 • #11


Ich habe, als ich während meiner Kur die Diagnose Depression gestellt bekam, meiner Familie und meinen Freunden offenen Wein eingeschenkt. Meine Familie, mein Bruder, seine Freundin, meine Freunde, auch einige Arbeitskollegen...sie alle stehen voll hinter mir und helfen wie sie können.

Das hat mich auch dazu gebracht, das ich statt wie früher alles in mich rein zu fressen, nun offen mit allem umgehen kann und viel rede. Ein gutes Gefühl:)

Habe meinen Eltern zb auch eine Internetseite empfohlen, wo es um Depressionen geht, besonders darum, wie Angehörige damit umgehen können und sollten.

06.08.2010 17:10 • #12


Meine Eltern (sie sind natürlich schon etwas älter) haben, als ich zum ersten mal in einer psychosomatischen Klinik war, mit folgendem Satz reagiert:

Der hat's an den Nerven und brauch nur etwas Ruhe und frische Luft

Und damit war das Thema beendet.

06.08.2010 17:22 • #13


Meine Ellis sind auch schon etwas älter^^ beide über 60..aber sie sind da sehr aufgeschlossen.

Leider gibt es halt noch viel diese Meinung von früher, mit der Psyche hat man nix, das geht mit guter Luft und ausschlafen wieder weg. Und als Mann hat man da sowieso nix zu haben...Zum Glück haben sich da viele Ansichten stark verändert, aber grad in der älteren Generation steckt das noch tief drinn.

06.08.2010 17:25 • #14


Hallo Thomas1973

Das stimmt zum Glück.

Angsterkrankungen und Depressionen nehmen in unserer Gesellschaft auch dramatisch zu, in allen Schichten, bei Frauen und Männern.

Viele Grüsse, Der Beobachter

06.08.2010 18:26 • #15



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