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Saskia95
Hey ihr Lieben. Ich wende mich mit einem Thema zu euch, ich möchte hier mal einige Einschätzungen sammeln.
Ich bin 25 und wohne schon seit 20 Jahren in meinem Heimatort. Es ist unglaublich schön hier, nur Wälder, Felder, Natur pur, egal wohin man schaut oder geht. Ich wohne (wieder) bei meinen Eltern, ich hänge sehr an meinen beiden Hunden und meinen Eltern. Nun meine Hunde und die Wälder sind der Mittelpunkt meines Lebens, ich liebe es einfach.
Ich habe Probleme damit mich von meinen Eltern ( Mutter) zu lösen. Ich wohnte mal kurz alleine, sogar in selben Ort, zog aber zurück zu meinen Eltern weil ich es nicht aushielt, ohne Hunde und Eltern zu leben.


Nun muss aber eine Veränderung her. Ich muss mich endlich lösen und auf eigenen Beinen stehen, so entschied ich, mir 17 km Writer entfernt, in einer Stadt, mlr eine Wohnung zu suchen. Zum einen, um mich besser lösen zu können, zum anderen, um mal das Leben in einer Stadt kennen zu lernen. Mein Gefühl sagte mir, ich muss einfach mal die Erfahrung machen.



Nun steht wieder alles Kopf. Ich würde im März in die Wohnung ziehen und auch direkt einen neuen Job annehmen. Mir macht die Kombi Auszug & fremde Stadt und neuer Job nun unheimlich Angst. Angst es nicht zu schaffen und den unbekannten.
Außerdem liebe ich den Wald hier, die Ruhe, die Natur und meine Hunde in meiner Freizeit bin ich halt nur draußen mlr den Hunden, bin kein Stadtmensch


Ich brauche nun eure Meinung. Soll ich die Wohnung dort canceln oder durchziehen ? Möchte selbstständig werden und mich abkapseln. Aber mein schöner Wald. und dann in der Stadt.
Bin mega überfordert.

20.12.2020 22:09 • 21.12.2020 #1


35 Antworten ↓


Hallo2020
Naja ein Versuch ist es doch wert oder? Bin kein Fan davon etwas aus Angst nicht zu machen.. Und Wald findet man entgegen aller Erwartung auch in der Stadt wenn du dich wirklich nicht daran gewöhnen kannst und nur darunter leidest, kannst du ja immernoch zurück.
Zumal 17 km nicht so weit weg sind.

20.12.2020 22:17 • #2



Auszug in fremde Stadt oder in der Heimat bleiben ?

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Saskia95
Ich hab dann halt nicht mehr dauerhaft die Natur um mich herum... und hier besteht der Ort wirklich aus 80 Prozent Wald.


Aber für meine Entwicklung wäre der Schritt wohl besser

20.12.2020 22:22 • #3


Calima
Zitat von Saskia95:
Aber mein schöner Wald. und dann in der Stadt.

Der Wald geht dir doch nicht verloren. Er liegt nur 17Kilometer weiter. Das ist nichts. Du kannst am Wochenende Mom und Hunde besuchen.

Ich glaube, es geht aber weniger um den Wald, sondern um das Aufgeben des Kindseins. Der Wald und die Hunde stehen für die heile, kindliche Welt, in der du keine Verantwortung tragen musst.

Und du hast Recht: Das musst du ändern. Es ist normal, dass das Angst macht. Aber es ist nicht gefährlich. Nur ungewohnt und unangenehm. Abnabeln tut immer weh, aber du verlierst ja nichts und niemanden.

Das Leben da draußen hat mehr zu bieten als Wald und Hunde. Aber die Verantwortung für dein Leben musst du übernehmen. Du kannst nicht Kind bleiben, auch wenn es verlockend ist.

20.12.2020 22:26 • x 1 #4


Saskia95
Ja, ja, ja ! Ganz genau ! Hunde und Wald stehen für heile Welt ! Ganz genau und das sind auch meine Gedanken ! Die kommende Verantwortung macht mir Angst. Also Auszug in die Stadt ? Ich glaube ich muss das tun um zu wachsen. Woran konntest du das festmachen ? Also das mit den Hunden und Wald !

20.12.2020 22:31 • #5


Calima
Ich bin eine alte Schachtel und bringe ein bisschen was an Lebenserfahrung mit .

20.12.2020 22:35 • x 1 #6


Saskia95
Was wäre, wenn ich hier im Ort wohnen bleiben würde ? Ich hatte hier ja eine Wohnung, in der ich mir JETZT gut vorstellen könnte zu wohnen. Gewohnte Umgebung, der Wald und Hunde immer erreichbar.

Aber ich dachte mir, dass ich wachsen muss. Ich muss die Erfahrung machen, mal in was neues eintauchen. Trotzdem hab ich Angst den Job nicht zu packen. Riesen Angst sogar... und dann noch in einer ungewohnten Umgebung zu sein

20.12.2020 22:37 • #7


Es ist doch völlig normal,dass Du Angst hast vor dem Neubeginn.
Ist doch nicht tragisch.

Das will wahrscheinlich niemand hören aber alles gleichzeitig haben kann man im Leben nicht.
Da wirst Du schon Prioritäten setzen müssen.

Denke,es ist die Angst vor dem Ungewissen.
Wie es wird in der neuen Umgebung und ob das jobmässig alles läuft.

Ja,ist ein gewisses Risiko.
Aber keins,das nicht berechenbar ist.

Alles im Leben ist ein erster Versuch und das macht es auch spannend und lebendig.

20.12.2020 22:41 • #8


Calima
Du bist nur 17 Kilometer weg . Du wanderst weder aus noch bringst du Hunderte von Kilometern zwischen dich und dein Zuhause.

Du bist selbst mit dem Fahrrad in einer halben Stunde da. Es ist der innere Schritt, um den es geht und der dir Angst macht. Und je länger du ihn hinauszögerst, umso schwerer wird er werden.

Es wird sich gut anfühlen, wenn du diese Hürde genommen hast. Vielleicht nicht gleich und sofort - manche Dinge brauchen ein wenig Übung - aber es wird dir gelingen. Und dann hast du beides:

Dein Nest, in das du immer wieder zurückkehren kannst und dein eigenes, selbstständiges Leben.

Ich habe die ersten Nächte in meiner ersten eigenen Wohnung nur geheult vor Heimweh. Dann hab ich angefangen, mir Leute einzuladen und jeden Tag wurde meine Wohnung auch zu meinem Zuhause. Dann hatte ich Lust auf mehr Abenteuer und hab sie wieder gekündigt, um mit dem Rucksack nach Griechenland zu trampen und dort in einer Höhle am Strand zu leben .

Glaub mir, es gibt mehr als den heimischen Wald .

20.12.2020 22:50 • x 2 #9


Gehe nur nach deinem Gefühl! Nicht nach "es wäre vielleicht besser".
Juckt es dich, in die Welt hinaus zu gehen? Oder hat dir das ein Therapeut oder ein Buch empfohlen?
Siebzehn Kilometer, das ist gar nichts.
Zieht es dich irgendwo hin? Es gibt überall wunderbare Natur. Auch Hunde. Und Menschen. Vielleicht wäre ein Auslandsjahr etwas für dich. Erfahrungen in der Ferne sind wertvolle Erfahrungen. Und ein Zurückkommen kann eine wunderbare Sache sein (die Geschichte vom verlorenen Sohn). Es gibt Eltern, die "werfen" ihre Kinder mit zwanzig Jahren sanft aus dem Haus. sie lieben ihre Kinder, wollen aber, dass sie frei werden (flügge) und sich von ihnen lösen. Das ist schmerzhaft. Aber Klammern führt ebenfalls zu Schmerzen, so oder so, irgendwann. Du kannst alles ausprobieren. Die Welt steht offen.
Mutmachende Grüße

PS: hast du irgendwo Freunde oder Verwandte in einem anderen Land oder einer anderen Stadt?

20.12.2020 22:51 • #10


Saskia95
Zitat von Calima:
Du bist nur 17 Kilometer weg . Du wanderst weder aus noch bringst du Hunderte von Kilometern zwischen dich und dein Zuhause. Du bist selbst mit dem Fahrrad in einer halben Stunde da. Es ist der innere Schritt, um den es geht und der dir Angst macht. Und je länger du ihn hinauszögerst, umso schwerer wird er werden. Es wird sich gut anfühlen, wenn du diese Hürde genommen hast. Vielleicht nicht gleich und sofort - manche Dinge brauchen ein wenig Übung - aber es wird dir gelingen. Und dann hast du beides: Dein Nest, in das du immer wieder zurückkehren kannst und dein eigenes, selbstständiges Leben.Ich habe die ersten Nächte in meiner ersten eigenen Wohnung nur geheult vor Heimweh. Dann hab ich angefangen, mir Leute einzuladen und jeden Tag wurde meine Wohnung auch zu meinem Zuhause. Dann hatte ich Lust auf mehr Abenteuer und hab sie wieder gekündigt, um mit dem Rucksack nach Griechenland zu trampen und dort in einer Höhle am Strand zu leben . Glaub mir, es gibt mehr als den heimischen Wald .



Klingt toll. Und sinnig. Ja, ich muss es machen. Ich danke dir für deine Worte, ich war kurz davor, einen Rückzieher zu machen

20.12.2020 22:54 • x 1 #11


klaus-willi
Zitat von Saskia95:
Außerdem liebe ich den Wald hier, die Ruhe, die Natur und meine Hunde in meiner Freizeit bin ich halt nur draußen mlr den Hunden, bin kein Stadtmensch

Mir sagt das alles.
Warum willst du in die Stadt die für mich auch nie in Betrachtung kam.
Bin auch ein Landei..na ja lebe in einer Kleinstadt mit ländlicher Umgebung.
Ich würde nicht glücklich wenn ich nicht in 10 Minuten auf dem Feldweg spazieren gehen könnte.
Du kannst doch auch in der Nähe eine Wohnung nehmen und dich ablösen.
Mache einen Zettel und schreibe dir die Pro und Kontras auf.
Dann wirst du sehen was du eigendlich möchtest.
Aber es ist deine Entscheidung..auch die Stadt kann vieleicht gut für dich sein.....ich bezweifele das aber weil du die Natur liebst.
Lg.

20.12.2020 23:03 • #12


Saskia95
Ich wollte halt das Stadtleben mal kennen lernen. Wissen, wie das so ist. Außerdem dachte ich, ich kapsel mich sonst nie von meinen Eltern ab, weil ich ja; wenn ich hier im Ort wohnen bleiben würde, eh immer zu ihnen gehen würde

20.12.2020 23:05 • #13


klaus-willi
Zitat von Saskia95:
Außerdem dachte ich, ich kapsel mich sonst nie von meinen Eltern ab, weil ich ja; wenn ich hier im Ort wohnen bleiben würde, eh immer zu ihnen gehen würde

Das liegt ja an dir, ob du die Eltern oft besuchst.
Ab und zu ist doch ok.
Aber ich möchte dir nichts einreden ...du hast ja hier geschrieben weil du Zweifel hast.

20.12.2020 23:09 • #14


veggicat
Ich komme ja aus Österreich
kennt hier jemand eine gute rehaklinik die auf solche herzneurosen/ angsstörungen spezialisiert sind?

20.12.2020 23:13 • #15


Saskia95
In der neuen Umgebung kann ich halt nicht ewig nach Hause zu meinen Eltern laufen. In der Wohnung hier bin ich ewig zu meinen Eltern hoch, weil ich sie so vermisst habe. Auch in der Stadt, bei meiner Wohnung, habe ich in der Nähe schöne Orte. Ist keine Großstadt. Nicht Berlin oder Hamburg. Eher ein mini Hannover. Ich dachte mir, in der Stadt lerne ich neue Strukturen kennen und ich werde selbstständiger. Außerdem ist meine neue Arbeit näher dran. Generell, meine Schwester wohnt in der Stadt und einige Freunde. Die könnte ich dann auch easy öfter treffen oder man kann abends mal länger was unternehmen. Ich wollte es einfach ausprobieren für 2-3 Jahre, sobald Kinder kommen, gehts wieder aufs Land

20.12.2020 23:15 • #16


Saskia95
Zitat von veggicat:
Ich komme ja aus Österreich kennt hier jemand eine gute rehaklinik die auf solche herzneurosen/ angsstörungen spezialisiert sind?


Falscher Thread ?

20.12.2020 23:15 • #17

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klaus-willi
Zitat von Saskia95:
In der neuen Umgebung kann ich halt nicht ewig nach Hause zu meinen Eltern laufen. In der Wohnung hier bin ich ewig zu meinen Eltern hoch, weil ich sie so vermisst habe. Auch in der Stadt, bei meiner Wohnung, habe ich in der Nähe schöne Orte. Ist keine Großstadt. Nicht Berlin oder Hamburg. Eher ein mini Hannover. Ich dachte mir, in der Stadt lerne ich neue Strukturen kennen und ich werde selbstständiger. Außerdem ist meine neue Arbeit näher dran. Generell, meine Schwester wohnt in der Stadt und einige Freunde. Die könnte ich dann auch easy öfter treffen oder man kann abends mal länger was unternehmen. Ich wollte es einfach ausprobieren für 2-3 Jahre, sobald Kinder kommen, gehts wieder aufs Land

Das hört sich doch gut an........dann bist du ja nicht ganz alleine.
Wenn du da schon Freunde hast wird es erheblich einfacher.

20.12.2020 23:17 • #18


Saskia95
Mein Freund zieht ja auch mit

20.12.2020 23:18 • #19


klaus-willi
Zitat von Saskia95:
Mein Freund zieht ja auch mit

Erst höhrte es sich an als ob du nicht wolltest.
Aber dann sind es doch gute Voraussetzungen.
Wünsche die alles Gute und viel Spaß .

20.12.2020 23:19 • #20



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