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fortune7
Würde mich mal interessieren ob die Angst euch zu irgend einem Zeitpunkt mal richtig abgestumpft hat. Also soweit ausgepowert hat, dass ihr zu keiner Empfindung mehr fähig wart.

24.05.2014 20:05 • 29.05.2014 #1


13 Antworten ↓


@ fortune,
ja ich hatte mal so eine Zeit,weil irgendwie keine Besserung in Sicht war.
Ich hatte das Gefühl die Angst beherrscht mich (hat sie ja auch),
aber irgendwie lasse ich mich nicht leicht unterkriegen und hab gekämpft
und bin wieder da!
Ich denke so Phasen hat Jeder,weil man so gegen die Angst ankämpft,dass man
einen Punkt erreicht,wo es nicht mehr geht.
Aber dann muß man Kräfte sammeln und wieder aufstehen...

24.05.2014 20:20 • #2



Hat die Angst euch irgendwann abgestumpft/verhärtet?

x 3


widesea
Ja, definitiv!

Es gibt Tage, da fühlt man nichts anderes mehr als Angst.
Ich bin kaum noch fähig mich auf etwas zu freuen, weil ich mir sicher bin, die Angst wird mir sowieso einen Strich durch die Rechnung machen.
Darüber hinaus, bin ich mittlerweile soweit, dass ich auch wenn ich traurig bin, nicht mehr fähig bin zu weinen.
Man fühlt sich sehr oft einfach nur leer und eben abgestumpft....

Aber sollte diese Hölle irgendwann mal ein Ende haben, bin ich mir sicher man geht als ein anderer Mensch hinaus.
Man lernt seine Gesundheit und die alltäglichen Dinge viel mehr zu schätzen, denn in diesen ständigen Angstzuständen ist nichts mehr alltäglich, wie vielleicht für andere.

24.05.2014 22:31 • #3


ThE-Joker
Zitat von fortune7:
Würde mich mal interessieren ob die Angst euch zu irgend einem Zeitpunkt mal richtig abgestumpft hat. Also soweit ausgepowert hat, dass ihr zu keiner Empfindung mehr fähig wart.



Den Nagel auf den Kopf!
Genauso ist es bei mir auch. Die Angst ist so stark bei mir, das ich kaum in der Lage bin Lebensfreude zu empfinden. Bei mir läuft es immer so ab, dass wenn ich an eine bestimmte Sache denke die mir Spass macht und die ich machen will, dann bekomme ich Angst davor ohne Grund... so eine Angst vor der Angst. Und dann macht die Sache mir kein Spass mehr, obwohl es mir eigentlich Spass macht, paradoxe schei.!
Und diese Sache passiert mir fast bei jeder meiner aktivitäten die mir eigentlich Spass macht, das führt dazu das ich dann täglich eine bedrückte Stimmung habe und sozusagen mist bin.

25.05.2014 12:48 • #4


Entwickler
Ich hatte nur ungefähr ein Jahr lang richtig schlimme Angst und die habe ich mir mit drei Jahren Citalopram "wegmachen" lassen. Aber abgestumpft bin ich immer noch. Eigentlich müsste ich wegen meiner beruflichen Situation noch viel mehr Angst haben. Ich bin auf freiberuflicher Ebene beschäftigt und habe eine Kündigungsfrist von 10 Tagen und das seit Dezember. Vorher war ich dreimal in zwei Jahren arbeitslos. Ich habe Haus und Familie zu finanzieren.

25.05.2014 12:57 • #5


So krass war das bei mir nicht, aber die Angst hat mein Gefühlsleben schon erheblich beeinträchtigt und tut es auch heute noch. Ich kann dich da sehr gut verstehen, in deiner Situation würde ich mich noch viel schlechter fühlen. Und da behaupten noch welche, Geld sei nicht das Wichtigste. Wenn man in Geldnot gerät, wird es sehr wohl das Wichtigste...

25.05.2014 13:30 • #6


ThE-Joker
Zitat von Entwickler:
Ich hatte nur ungefähr ein Jahr lang richtig schlimme Angst und die habe ich mir mit drei Jahren Citalopram "wegmachen" lassen. Aber abgestumpft bin ich immer noch. Eigentlich müsste ich wegen meiner beruflichen Situation noch viel mehr Angst haben. Ich bin auf freiberuflicher Ebene beschäftigt und habe eine Kündigungsfrist von 10 Tagen und das seit Dezember. Vorher war ich dreimal in zwei Jahren arbeitslos. Ich habe Haus und Familie zu finanzieren.


Hast du es dann mal mit stimmungsaufhellende Antidepressiva versucht, nachdem die Angst kuriert war?

27.05.2014 17:37 • #7


Ich weiß nicht, ob mein Beitrag jetzt unbedingt passend ist... Weil ich auch nicht weiß, ob es von meinen Ängsten unbedingt kommt. Ich habe schon Probleme wirklich zu sagen, wie es mir grade geht. Wenn mich mal einer fragt "Wie geht es Dir?", dann muss ich immer erst einige Zeit nachdenken, weil ich es nicht wirklich fühle. Ich antworte dann eher augrund meines Tages und ob ich ihn eher positiv oder negativ bewerten würde.
Es wirkt sich aber auch z.B. auf mein Gefühlsleben in einer Partnerschaft aus. Ich hatte mich vor einiger Zeit von meiner Freundin getrennt, weil ich nicht mehr wusste, was ich empfinde und ihr noch viel weniger begreiflich machen konnte, wie schlecht es mir manchmal geht. Das ist schon sehr traurig, aber teilweise war es auch einfach aus Anstand ihr gegenüber, weil ich nicht mehr wollte, dass sie unter mir leidet. Kann man so oder so sehen.

Und Schmerzen nehme ich nur sehr schwach war. Generell bin ich recht unempfindlich geworden. Wenn man mir ins Bein zwickt, dann spüre ich das nur ganz selten und wenn, dann auch nur sehr schwach.

27.05.2014 19:33 • #8


Entwickler
Zitat von ThE-Joker:
Zitat von Entwickler:
Ich hatte nur ungefähr ein Jahr lang richtig schlimme Angst und die habe ich mir mit drei Jahren Citalopram "wegmachen" lassen. Aber abgestumpft bin ich immer noch. Eigentlich müsste ich wegen meiner beruflichen Situation noch viel mehr Angst haben. Ich bin auf freiberuflicher Ebene beschäftigt und habe eine Kündigungsfrist von 10 Tagen und das seit Dezember. Vorher war ich dreimal in zwei Jahren arbeitslos. Ich habe Haus und Familie zu finanzieren.


Hast du es dann mal mit stimmungsaufhellende Antidepressiva versucht, nachdem die Angst kuriert war?

Nein, denn der Hauptgrund meiner Angst war permanente Finanznot über einen sehr langen Zeitraum. Genauer gesagt, war mein Konto mit kurzen Unterbrechungen 20 Jahre lang überzogen. Und zweimal war es so schlimm, dass wir gerade noch genug zu essen hatten. Zwei Ehen gingen dadurch bedingt kaputt. Bei der dritten Frau war es kurz davor.

27.05.2014 20:29 • #9


ThE-Joker
Zitat von Entwickler:
Zitat von ThE-Joker:
Zitat von Entwickler:
Ich hatte nur ungefähr ein Jahr lang richtig schlimme Angst und die habe ich mir mit drei Jahren Citalopram "wegmachen" lassen. Aber abgestumpft bin ich immer noch. Eigentlich müsste ich wegen meiner beruflichen Situation noch viel mehr Angst haben. Ich bin auf freiberuflicher Ebene beschäftigt und habe eine Kündigungsfrist von 10 Tagen und das seit Dezember. Vorher war ich dreimal in zwei Jahren arbeitslos. Ich habe Haus und Familie zu finanzieren.


Hast du es dann mal mit stimmungsaufhellende Antidepressiva versucht, nachdem die Angst kuriert war?

Nein, denn der Hauptgrund meiner Angst war permanente Finanznot über einen sehr langen Zeitraum. Genauer gesagt, war mein Konto mit kurzen Unterbrechungen 20 Jahre lang überzogen. Und zweimal war es so schlimm, dass wir gerade noch genug zu essen hatten. Zwei Ehen gingen dadurch bedingt kaputt. Bei der dritten Frau war es kurz davor.


Nein ich meinte wegen dem Satz, "das du immer noch abgestumpft bist" nachdem die Angst besiegt war. Ob du dagegen was gemacht hast.

27.05.2014 22:45 • #10


Entwickler
Zitat von ThE-Joker:
Nein ich meinte wegen dem Satz, "das du immer noch abgestumpft bist" nachdem die Angst besiegt war. Ob du dagegen was gemacht hast.

Nein, ich bin noch nicht auf die Idee gekommen, dass man was dagegen machen kann. Ich dachte, das wäre normal so, dass man mit der Zeit abstumpft.

27.05.2014 22:49 • #11


ThE-Joker
Zitat von Entwickler:
Nein, ich bin noch nicht auf die Idee gekommen, dass man was dagegen machen kann. Ich dachte, das wäre normal so, dass man mit der Zeit abstumpft.


Nein normal ist das bestimmt nicht. Aber die Frage ist, ob dich die Angst abstumpft oder eine Depression dahinter steckt. Wie äussert sich das eigentlich bei dir das abstumpfen?
Solltest es mal mit Antidepressiva versuchen das die Stimmung aufhellt, am besten zu einem Neurologen mal gehen.

27.05.2014 23:23 • #12


Entwickler
Zitat von ThE-Joker:
Zitat von Entwickler:
Nein, ich bin noch nicht auf die Idee gekommen, dass man was dagegen machen kann. Ich dachte, das wäre normal so, dass man mit der Zeit abstumpft.


Nein normal ist das bestimmt nicht. Aber die Frage ist, ob dich die Angst abstumpft oder eine Depression dahinter steckt. Wie äussert sich das eigentlich bei dir das abstumpfen?
Solltest es mal mit Antidepressiva versuchen das die Stimmung aufhellt, am besten zu einem Neurologen mal gehen.

Ich habe das alles schon hinter mir. Dieses Forum habe ich entdeckt, als meine Angstzustände schon fast vorbei waren. Ich nahm von 2010 bis Mai 2013 Citalopram. Die ersten vier Monate mindestens war meine Libido völlig im Eimer, ich konnte kaum noch ejakulieren. Das gab sich dann mit der Zeit.

Bis vor einem halben Jahr hätte ich jederzeit rückfällig werden können, weil ich immer weniger Geld hatte, dafür aber Haus und Familie finanzieren musste. Jetzt verdiene ich gut, aber als Selbständiger und der Traum kann innerhalb von 10 Tagen platzen.

Mir helfen keine Mittel, sondern ein sicherer Arbeitsplatz und eine Frau, die mich nicht (mehr) betrügt.

28.05.2014 21:40 • #13


Geh mal in mein Tagebuch "Gedankenkarussel", da habe ich angefangen genau das zu beschreiben.

29.05.2014 09:25 • #14



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