Hallo!
Ich weiß gar nicht, ob ich in diesem Unterbereich richtig bin, aber ich fand es fast am Passendsten, hier reinzuschreiben.

Also ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll - alles begann im Oktober letzten Jahres, als ich mitten in der Nacht dachte, nicht richtig atmen zu können, das gipfelte dann ein paar Tage später, dann fuhr ich natürlich in die Notaufnahme - ohne Befund, außer eine SD-Unterfunktion wurde nichts festgestellt.
Sie behielten mich trotzdem dort, um zu checken ob wirklich alles ok sei, alles war dann auch gut, im KH ging es mir besser.

Eine Woche später, wieder das selbe Dilemma, Krankenhaus - sogar in ein anderes, größeres - dort wieder alles ohne Befund.
Ich hatte das Gefühl, nie richtig atmen zu können, beklemmt zu werden.
Wieder eine Woche später! Nochmal Krankenhaus, dort wurde ich wieder stationär aufgenommen, 24 Stunden EKG, Lungenszintigraphie (auf meinen Wunsch, weil ich so Angst vor einer Embolie hatte; D-Dimer war immer unauffällig) - alles ohne Befund.

Es wurde nachdem es kurzzeitig besser war, immer schlimmer. Schwindel, Benommenheitsgefühl, Druck im Kopf - Angst vorm Schlaganfall. Panik.

Danach folgte noch eine ganze Serie an Ambulanzbesuchen. Immer alles ohne Befund.

Mittlerweile hab ich auch Probleme mit dem Magen - hab immer wieder mal extrem starke, unaushaltbare Magenkrämpfe, mit Würgereiz aber ohne Erbrechen.
Das vergeht nach 1-2 Tagen Diät dann aber.

Was alles angeschaut wurde: CT Kopf, Röntgen Wirbelsäule, MR Kopf, Röntgen Thorax, Szintigraphie Schilddrüse und Lunge, 24-Stunden EKG, Herz-Sonographie, Herz Ultraschall, Bauchultraschall, Ultraschall Aorta, Ultraschall der Nieren, gefühlte 10.000x Blutabnahme (wahrscheinlich hab ich irgendwas vergessen)
Außerdem war ich beim Schilddrüsendiagnostikzentrum (da wurde nichts außergewöhnliches festgestellt, Medikation ist Euthyrox 25mg - soll ich auch weiterhin so machen), Lungenfacharzt, HNO-Arzt, Orthopäde (leichte Fehlhaltung + verkrümmte Wirbelsäule und eingeklemmter Nerv im Rückenbereich - was die Atemprobleme auslösen könnte, nichts was man behandeln muss), Augenarzt,... (wahrscheinlich hab ich auch hier was vergessen)

Naja... was soll ich sagen - derzeit gehts mir so: hab ständig Herzrasen, Atemnot (passiv, das merkt außer ich irgendwie niemand), Beklemmungsgefühle, Schwindel, Benommenheitsgefühl, bin unruhig, muss ständig was tun, schwitze EXTREM stark, Kloßgefühl im Hals, Schluckbeschwerden ohne Ende, Stimmveränderung hab ich bemerkt, Flimmern vor den Augen, Angst vor dem Sterben, ständig Angst umzukippen, fühle mich schwach, Angst vor jeglichen Krankheiten (hab auch hier ganz sicher irgendwas vergessen, werde es ergänzen wenn's mir einfällt)

Natürlich ist das nicht immer gleich stark - manchmal fühle ich mich sogar schon fast stabil oder gesund und gut. Dann gibt's wieder Tage, da fange ich aus dem Nichts an zu weinen. Hab Angst, dass ich sterbe, meine Mama stirbt, mein Freund stirbt... Und ich hab noch immer panische Angst, krank zu sein und irgendwann einfach umzufallen - kann mir irgendwie nicht so recht einreden, dass das alles "nur" psychisch ist.

Werde demnächst einen Neurologen aufsuchen bzw. heute noch einen Termin ausmachen.

Derzeit hab ich privat und beruflich keinen Stress. Bin Bürokauffrau (im Kundenkontakt) - fühle mich in der Firma wohl. Habe die beste Familie der Welt, den besten Freund der Welt, der immer an meiner Seite ist und wunderbare Freunde, bin ein sozialer, stets positiv denkender Mensch (eigentlich... immer gewesen).
Ich liebe den Kontakt zu Menschen und Menschen zu helfen.

Ich hab nur so Angst, dass mich diese "Krankheit" oder was das auch immer sein mag, irgendwann so einschränkt, dass ich nicht mehr arbeiten kann - nicht mehr normal "leben" kann...

Zu meiner Person, ich bin weiblich, 18 Jahre alt und Nichtraucherin, trinke selten, nehme außer Euthyrox 25mg keine Tabletten, weil ich vor jeder Nebenwirkung Angst habe.

... ich hoffe ihr könnt mir einen Rat geben, bin ich PHYSISCH, PSYCHISCH krank oder eine MISCHUNG aus Beidem? :-/

Danke für eure Hilfe
Eure
K.

25.02.2016 13:07 • 25.02.2016 #1


2 Antworten ↓


Icefalki
Hallo Misssummer, willkommen bei uns.

Hast den Psychiater oder Psychologen vergessen, den du jetzt aufsuchen solltest.

Ja, du hast eine Angststörung. Deine körperlichen Symptome sind erklärbar, bei Angst kommt es zu heftigsten Verspannungen, die sich in körperlichen Bereichen widerspiegeln.

Außerdem bist du super untersucht und ohne Befund.

Seh das mal anders. Du bekommst jetzt eine Chance, deine Psyche in Griff zu bekommen.

Ist allemal besser, als an einer wirklichen, schrecklichen, vielleicht unheilbaren Krankheit zu leiden.

Das ist das positive an der ganzen Sache. Dein Kopf macht das alles.

Also, mach schnell einen Termin beim Psychiater oder Psychologen. Je schneller, desto besser.

25.02.2016 14:55 • #2


windrunner
Hey du und willkommen im Forum!
Für mich klingt das ganze eher psychisch... ich würde natürlich noch den Termin beim Neurologen abwarten, aber dann hast du ja so gut wie alles schon durchgecheckt...
Keine Sorge, du bist ganz sicher nicht krank. Wenn, dann ist da ein Wechsel aus Angst und Symptomen , die zu neuer Angst führen.
Hat dich vielleicht die erste Erfahrung (wo du aus irgendeinem Grund das Gefühl hattest, nicht atmen zu können) so "traumatisiert", dass du befürchtet hast, dass das wieder passiert - und dann ist es passiert?
Manchmal ist das ja so, dass man z.B. einfach nur schlafen gehen will und dann kurz vorm Schlafen denkt "Hoffentlich passiert nicht das und das-" und dann passiert's. Warum? Weil man Angst davor hat und der Körper dir einen Streich spielt. Und dadurch, dass es immer wieder passiert ist, wurde deine Angst immer stärker, was dann zu weiteren Symptomen (Schwindel etc.) geführt hat... kann es so eine Kettenreaktion gewesen sein?

25.02.2016 14:59 • #3





Mira Weyer