hallo liebe forenuser,

hier mit stelle ich mich und mein leben vor.
mein name ist sabine, bin 28 jahre alt und leide seit mehreren jahren an angst und panikattacken.
angefangen hat alles so dass ich jeden tag vorm einschlafen panik hatte mal im grab zu liegen und dort wach zu werden. das hat mich so belastet dass ich nach ein paar wochen herzrhytmus störungen bekommen habe. dadurch fing die angst auch an.
nach akutem schlafmangel hatte ich meinen ersten schwindelanfall und gleichzeitig auch noch angst zu ersticken und dachte ich kriege keine luft mehr. ab ins krankenhaus, dort fand man natürlich nichts.
der schwindel verging wieder, kam aber nach 2 wochen wieder. so ging das die ganze zeit, bis es immer öfter und immer länger beim schwindel blieb und er zum dauerzustand wurde.
dann bekam ich unterm autofahren meine 2.te richtig starke panikattacke. ich weiß heute noch nicht wie ich damals die schnellstraße abfahren konnte. ich hatte kein gefühl mehr in armen und beinen und mein kopf war einfach nur.
bin dann in eine klinik gekommen, was mir eigentlich so gut wie gar nichts nützte, da ich ja dachte ich habe das nicht was die meinen. immerhin war ich früher nie krank.
wie auch immer... die panik, der schwindel und alles ist so schlimm dass ich mittlerweile gar keine freunde mehr habe, nur noch meine familie und meinen freund. ich vermeide jegliche situationen, wo ich schwindel kriegen könnte. auch muss immer ein fluchtweg für alles bereitstehen. zb. hab ich meine ausbildung abgebrochen weil die klasse im 2.ten stock war und somit der fluchtweg sehr lange. ich weiß dass das total gestört ist, aber das sind meine gedanken. ich kann mittlerweile gar nichts mehr machen ohne nicht davor Alk. getrunken zu haben. durch die angst habe ich das trinken angefangen.
ich habe keine zukunftspläne, weil ich schon davor angst habe zu versagen und habe vor allem einfach total angst.
auch kann ich nicht alleine sein. früher waren meine eltern meine bezugspersonen, nur wenn sie da waren fühlte ich mich wohl und geborgen. mittlerweile ist mein freund zu dieser person geworden. und bei meinen eltern fühl ich mich nicht mehr wohl. hat aber keinen bestimmten vorfall dafür gegeben.
auf jeden fall ist es schon so weit dass ich angst habe durchzudrehen wenn der nicht da ist. ich habe angst dass ich was tue, was ich gar nicht will und dann in die klapse komme.
außerdem habe ich angst vorm sterben und generell vor allen möglichen sachen wie gesagt.
ende november letzten jahres hatte ich so ein schlechtes gefühl den ganzen tag in mir, fühlte mich total neben mir und sah einfach keinen sinn mehr.
ich mag nicht sterben oder so, aber mittlerweile ist es so dass ich angst habe mir was anzutun, obwohl ich das ja gar nicht mag. diese gedanken machen mich fertig. oder ich hab angst wenn ich irgendwo bin dass ich die kontrolle verliere über mich und etwas mache/sage was ich gar nicht sagen/machen will. außerdem habe ich vor verantwortung totale angst und auch wenn ich was koche, kann ich den ofenbereich nicht verlassen, da ich ja umfallen könnte und dann könnte es anfangen zu brennen.
oder ich hab angst beim autofahren, wenn ich alleine fahre dass ich auf einmal den weg nicht mehr weiß wo ich hinfahren muss und keiner mich mehr findet.
wie ihr lesen könnt, ist mein leben nicht mehr lebensfroh. früher hatte ich totalen lebensmut und freude am leben. mittlerweile weiß ich nichts mehr mit mir anzufangen, weil ich mich mit meinen kranken gedanken nur noch durch den tag ziehe. dann geht es mir wieder mal für ein paar std. gut und in der nächsten minute frage ich mich wieder was mein leben eigentlich für einen sinn hat und wie ich jemals wieder aus diesem loch rauskommen soll...
das schlimmste sind diese gedanken mit dem was antun. die kamen einfach... und ich schwöre wirklich dass ich das nicht machen möchte... aber hab eben angst davor dass ich es einfach tun könnte, eben die kontrolle verliere über meinen körper.. kennt das jemand?

11.03.2012 01:07 • 12.03.2012 #1


4 Antworten ↓


RainerSkeptiker
Hallo Sabine,
was Du da beschreibst ist eine schwere Angststörung und die kenne ich auch. Du solltest schnellstens einen guten Nervenarzt aufsuchen, Dir Medikamente verschreiben lassen und vorläufig den Alk. lassen. Das schreibe ich trotz meiner Signatur!
Aber das Trinken wird Deine Angst auf Dauer verstärken...
Eventuell kannst Du Dich auf ein SSRI/SNRI Produkt einstellen lassen. Ich bin kein Fan dieser Medis, aber manchen Menschen helfen sie.
Wirkungsvoller sind alle Benzodiazepine. Die machen aber auf die Dauer abhängig.
Vielleicht solltest Du parallel dazu einen Verhaltenstherapeuten besuchen, welcher Dir Ratschläge für den Umgang mit der Angst geben kann.
Gib nicht auf. Du bist noch jung und diese Krankheit kann auch wieder vorbei gehen!
Gruß
Rainer

11.03.2012 02:10 • #2


Hallo Sabine,

ich bin auch neu hier, bin 37 Jahre alt und habe sehr änliches Problem, daher kann ich dich gut verstehen. Obwohl ich mein Problem erst seit November 2011 habe.

Sehr viele Radschläge kann ich nicht geben, eins kann ich sagen: ich besuche ein Verhaltenstherapeut, manchmal tut es gut, auf jeden Fall das schadet nicht.

Habe nebenbei Familie mit 3 Kinder und 30 Angestellten, also es muss einfach immer weiter gehen. Medikamente habe ich gehört helfen auf dauer nicht. Obwohl ich jetzt ein pflanzliches Medikament angefangen habe..... Was mir beim Therapeuten gefällt, er zeigt
dir Atemübungen die mindestens etwas helfen...

Wünsch dir alles gute,

manchmal kann mann sich nicht alleine helfen.........

11.03.2012 20:46 • #3


HeikoEN
Ich kann die Nachricht von RainerSkeptiker nur unterstützen!

Du hast eine schwere Angsterkrankung. Sofort ab zum Arzt, ggf. doch wieder in die Klinik.

Was Du so schreibst, hast Du es ja schon weit getrieben...

Die Angst beherscht Dein Leben offensichtlich vollständig.

Alleine kommst Du da so nicht runter.

Also, schnell Arzt suchen, ggf. Klinik für ein paar Wochen, Medis können eine gute Alternative sein für einen Zeitraum X, Verhaltenstherapie machen und wieder raus ins normale Leben.

11.03.2012 21:09 • #4


Du müsst dir Hilfe bei einem Therapeuten suchen und vielleicht ist anfänglich auch Medikamenteneinnahme sinnvoll damit du therapiefähig wirst. Mach dir klar, dass dein Problem nicht die Angst ist und die damit zusammenhängenden Symptome, sondern dein Vermeidungsverhalten. Dieses schottet dich von deinem Leben ab. Dir kann nichts passieren durch den Schwindel, die Angst, aber nicht mehr das Haus zu verlassen, abhängig von deinem Freund zu sein, dass ist ein Problem. eine Beziehung hält das über lange zeit aus, wenn einer nur gibt und abhängig ist und der andere nur nimmt. Versuche die Ansgt als dein Begleiter zu sehen, geh aus dem Haus und FAG an dein leben wieder in die Hand zu nehmen. Die Angst kann dich davon nicht abhalten

12.03.2012 15:15 • #5




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