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Santali

Generalisierte Angststörung - Lösungsansatz

In einem Ratgebervideo habe ich folgendes gesehen:
Das Stammhirn erzeugt schreckliche Bilder, vor denen man so Angst hat. Der präfrontale Kortex dagegen versteht das gar nicht und versucht die Angst wegzurationalisieren.
Lösung wäre nun, sich ganz in die aller gefürchtetste Situation reinzuversetzen und diese "durchzufühlen".

Auf die schlimmste vorgestellte Situation kommt man, wenn man immer weiter fragt: was wäre dann das Schlimmste.
Z.b. man wird obdachlos, man wird ausgestoßen, ist nicht allein lebensfähig, usw. Das sind dann die Urängste der menschlichen Biologie.

Was haltet ihr davon?

Lg Santali

x 1 #101


Robinson
Gute Idee.
Wenn man erst mal die Angstverschiebung auf ein Objekt wie "Angst vor XY" hinterfragt und auf die wikliche Angst stösst kommt man auf die

Grundformen der Angst (Riemann)

Ich habe Angst vor der Hingabe.

(Kontrolle loslassen, Nähe zuassen, mich verletzbar zeigen)

Da wäre Obdschlos ein schlimmes Los. Wink Oder Crash-Therapie ...

x 1 #102


A


Generalisierte Angststörung richtig behandeln

x 3


N

Generalisierte Angststörung +

Halli Hallo an alle Smile
Ich bin die Nelly, bin 34 Jahre und leide seit Jahren unter der generalisierten Angststörung.
Es fing alles schleichend an, als ich ca. 21 oder 22 Jahre alt war.
Ich war damals (bin es auch immernoch) alleinerziehend mit einem Sohn.
Mein Sohn war damals ca. 1 Jahr alt als das ganze Übel anfing.
Es kam schleichen, sehr schleichend.
Erst konnte ich nicht mehr oder kaum noch in meiner Wohnung sein.
Ich war oft mit ner Freundin unterwegs, mein Sohn war da meist bei meiner Mutter.
Ich war nicht feiern oder Nachts weg oder so, nur tagsüber eigendlich.
Irgendwann konnte ich nicht mehr raus gehen, nicht mehr einkaufen gehen, nicht mehr arbeiten gehen, einfach so gut wie gar nichts mehr konnte ich machen.
Ich hatte permanente starke Ängste mit Panikattacken.
Ich wusste nicht was mit mir los war, ich rannte von Arzt zu Arzt.
Ich rief sogar fast täglich bei meinem Hausarzt an, weil ich keinen Rat mehr wusste.
Es ging einfach gar nichts mehr.
Irgendwann fand mein Hausarzt dann doch noch raus was mit mir los war.
Ich bekam Opipramol und sollte eine sogenannte Verhaltenstherapie machen.
Was ich auch unter aller größter Anspannung und so tat.
Sie war leider nicht die richtige Person für mich, ich fühlte mich nicht gut aufgehoben bei ihr.
Die Chemie stimmte einfach nicht.
Dennoch ging ich weiter hin (wusste nicht was ich sonst machen sollte), ich glaub 1 mal die Woche war das.
Zusätzlich war ich auch weiterhin noch sehr oft bei meinem Hausarzt und rief auch weiterhin fast täglich dort an.
Mir ging es dann irgendwann so schlecht, das ich freiwillig in eine psychischiatriche Klinik ging, stationär.
Dort bleib ich aber nur einen Tag und eine Nacht.
Länger hätte ich es da definitiv nicht ausgehalten.
Dort war es einfach nur furchtbar schrecklich.
Sie pumpten mich erst mal mit so sch. drecks Medis zu (sorry für die Ausdrucksweise) und hörten mir einfach nicht wirklich richtig zu.
Ich brach dann nach wenigen Stunden auf dem Flur zwecks Kreislaufbeschwerden zusammen und was haben die Vollpfosten getan (wieder sorry für die Ausdrucksweise), sie kamen angerannt und wollten mir die selben Medis wieder verabreichen.
Obwohl es da schon eindeutig auf der Hand lag, das ich den Dreck nicht vertragen hab und das diese Medis für mich und meine generalisierte Angststörung nicht das richtige waren.
Ich verweigerte es strickt nochmal Medis zu nehmen.
Ich bettelte für ein Schluck kaltes Wasser, ich bekam einfach keines.
Sie wollten unbedingt das ich diese Medis wieder einnehme.
Was ich aber nicht getan habe.
Nicht zu fassen oder?
Ich habe mich am nächsten Morgen selbst entlassen.
Was die beste der besten Entscheidungen war.
Es war einfach eine ganz furchtbar schreckliche psychischiatriche Klinik.
Ich erzählte alles von A bis Z meinem Hausarzt, auch er war der Ansicht, das so eine Klinik nicht das richtige für mich ist.
Und das meinten auch noch andere, nicht nur er.
Ich ging erst mal weiter zu meiner Therapeutin und nahm die Opipramol.
Ich dachte erst, das wird so nie funktionieren.
Nach einigen Jahren, ich glaub so nach ca. 3 Jahren oder so, fing ich ganz langsam nach viel harter Arbeit an mir wieder an mich mit meiner Cousine und Freunden/Freundinnen zu treffen.
Ich konnte nach ner Zeit sogar wieder in Kneipen und Discos und so gehen.
Ich war ca. 1,5 Jahre lang wieder ein absolut freier Mensch und konnte alles wieder ganz normal machen.
Dann bekam ich ne Magen Darm Grippe und währenddessen fing der ganze Dreck wieder an schlimm zu werden.
Die Angststörung war zurück.
Wieder sehr schlimm leider.
Zwar nicht genauso schlimm wie beim ersten mal, aber dennoch sehr schlimm.
Ich fand aber dann einen sehr sehr lieben und netten Therapeuten, der mir mit einer weiteren Therapie helfen konnte.
Mit einer Verhaltenstherapie/Konfrontationstherapie.
Also sowas wie ich schon mal machte, aber um Längen besser war es dieses mal.
Und ich fühlte mich da auch sehr gut aufgehoben.
Der einzige Nachteil war, das seine Praxis etwas weiter weg war von meinen Wohnort.
Ich ging über ein Jahr oder sogar etwas länger dorthin.
Dann war ich soweit wieder fit und brach dann die Therapie wieder ab.
Was ein Fehler war wie ich jetzt weiss.
Mir geht es seit einiger Zeit wieder schlechter.
Gehe kaum noch raus und habe für nichts genug Elan.
Habe auch wieder ziemlich starke körperliche Beschwerden.
Vor allem viel und sehr oft, sogar täglich, Schwindel.
Ich denke es wäre das beste, wenn ich wieder eine Verhaltenstherapie/Konfrontationstherapie machen würde.
Aber leider kann ich mich momentan nicht dazu überwinden.
Ich weiss zur Zeit keinen Rat wie es angehen soll, ich hab einfach keine Ahnung.
Mir gehts momentan wieder echt schlecht.
So, ich glaub jetzt habe ich erst mal genug gelabert bzw. geschrieben Smile
Ich hoffe der lange Text ist ok? Smile
Ich würde mich sehr über reichlich Antworten freuen.
Liebe Grüße
Nelly

#103


Luna70
Herzlich willkommen bei uns im Forum.

Leider kennen viele hier Rückschläge, du bist also nicht alleine mit dem Problem. Soweit ich weiß, ist Opipramol ja ein recht leichtes Mittel und es gibt viele Alternativen. Hast du mal darüber nachgedacht, ein anderes Medikament zu versuchen?

Zu Schwindel wurde hier schon viel geschrieben, es gibt auch einen aktuellen Thread dazu:

agoraphobie-panikattacken-f4/dauerschwankschwindel-wer-kennts-t91009.html

Hier kannst du auch mal nachlesen:

zukunftsangst-generalisierte-angststoerung-f57/generalisierte-angststorung-t24342-100.html

Ich wünsche dir einen guten Austausch mit den Usern und hilfreiche Ratschläge.

#104


N
Hallo Luna,
vielen lieben Dank für deine Antwort Smile
Nee, also Medis will ich auf keinen Fall mehr nehmen..
Es geht auch ohne, auch wenns schwer ist..
Als es damals beim ersten mal so furchtbar extrem schlimm war, beschloss mein Hausarzt mir zur vorübergehenden Unterstützung das Opipramol zu verschreiben, in Verbindung mit der Therapie..
Es dauerte zwar alles sehr lange bis es besser wurde, aber es wurde nach und nach besser..
Ohne die Opipramol wäre es auch gegangen laut meinem Hausarzt und der Therapeuten die ich schon hatte, aber eine vorübergehende Unterstützung durch das Medikament war auf jeden Fall nicht schlimm und völlig in Ordnung meinten sie..
Aber ich will es jetzt komplett ohne Medis schaffen..
Vielleicht auch ohne Therapie, mal schauen Wink
Ich warte jetzt jedenfalls mal noch ein klein bisschen ab, und wenn ich merke, das es ohne Therapie weiterhin nur noch mehr und unnötiger schwer wird, dann werde ich wieder eine Therapie angehen..

x 1 #105


Boz

Generalisierte Angststörung Erfahrung

Hey Leute
Wollte fragen ob es Leute gibt die darunter leiden bzw. haben
Wenn ja
Seit wann habt ihr es ?
Habt ihr versucht selbst die Störung in den Griff zu kriegen ?
Hilft die Therapie wirklich und muss man Tabletten einnehmen ?
Wenn ihr irgendwelche Tipps habt schreibt es bitte
Danke

#106


A
Hallo @Boz nein alleine habe ich das nicht geschafft,bin in einer Therapie und nehme Medikamente,mir hat es geholfen.
Liebe Grüße

#107


N

Generalisierte Angststörung

Hallo,
bin neu hier und leide seit über 20 Jahren an Ängste mal mehr oder weniger stark.(Generalisierte Angststörung)
Viele Jahre Beschwerdefrei , fast Symtomfrei. Seit ca.3-4 Wochen jetzt krank wegen sehr starken Ängste.
Erst ein Gespräch beim Psychiater,zweites steht nächste Woche an.
Wer kennt sich aus mit Paroxetin 30 mg? Seit ca 20 Tagen nehme ich es leider wieder. Früher regelmässige Einnahme ca.20 mg über mehrere Jahre.
Opipramol seit 4 Tagen vom Vertretungsarzt zusätzlich verschrieben bekommen 25mg morgens und 100mg abends.
Wer kennt sich mit diesem Medi aus nehme es zum ersten mal fühle mich etwas ruhiger aber Tagesmüdigkeit.
Habe auch Pflanzliche Präparate ,Lasea und CBD Öl wer hat damit schon Erfahrung?
Viele Dank vorab und ein schönes Wochenende.
Liebe Grüße Nocki

#108


Lottaluft
Hej
Es gibt hier viele Beiträge zu paroxetin und opipramol und auch zu cbd Ölen
Schau mal über die Forumsinterne suche
Da findest du alle Beiträge

#109


B

Generalisierte Angst neu im Forum Was hilft

Hallo zusammen,

ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll zu erzählen. Ich hatte als Jugendliche eine Depression, in den letzten Jahren gings mir aber gut. Nun haben im August aus heiterem Himmel sehr starke Ängste mit Panikattacken angefangen. Ich war zwar schon immer etwas ängstlicher, aber Panikattacken hatte ich vorher eigentlich nicht. Bei meinen Panikattacken geht es darum, dass ich Angst habe ich könnte gleich sterben oder mein Freund/Familienmitglieder könnten sterben. Ich weiß, dass diese Ängste irgendwie irrational sind und irgendwie sind sie mir daher auch etwas peinlich und ich bin noch nicht über meinen Schatten gesprungen und hab mit jemandem darüber geredet. Ich hab allerdings schon nach psychologen gesucht und wie immer ist es sehr schwer einen Therapieplatz zubekommen, zumal ich bald aufgrund meines Studiums für ein paar Monate wegziehe, weswegen unklar ist, wann ich eine Therapie überhaupt beginnen könnte (online wird das wohl schwer und ich will nicht so oft Psychologen wechseln). Deswegen hier meine eigentliche Frage: Kennt ihr die Angst, dass jemand sterben könnte und was hat euch am meisten geholfen, um damit fertig zu werden? Zumindest als erste selbsthilfen, wie kann ich mir selbst am besten helfen? Hab seit Tagen ein beklemmendes Gefühl im magen und brauch wirklich eure hilfe, danke schonmal.

#110


Christine4070
Hallo und guten Morgen, ja, ich kenne das. Was dagegen hilft ist Therapie, das weißt Du ja. Damit Du den Gründen auf die Spur kommst. Google mal nach den Mind Docs, die bieten von vielen Krankenkassen bezahlte Online-Therapie an bundesweiten Standorten an.
Außerdem hilft es mir, rauszugehen, Sport zu machen und irgendwas zu tun, wenn die doofen Gedanken kommen, die Angst machen. Staubsaugen, Bad putzen, Wäsche waschen und zusammenlegen, stricken, häkeln, egal was. Was tun ist die Devise. Gedanken stoppen durch Aktivität.
Liebe Grüße und hab einen ruhigen Tag.
Christine

x 3 #111


Moonlight_74
Zitat von Christine4070:
Was tun ist die Devise. Gedanken stoppen durch Aktivität.


Das ist auch meine Devise. Eine Alternative kenne ich bisher nicht.

x 2 #112


OBIKO
Mir persönlich hilft bei Panik am meisten Aminosäuren und so entspannt zu bleiben wie es geht , einfach vorüber ziehen lassen.

x 1 #113


B
Danke für die Liebe Antwort, das mit den online Therapien ist echt ein super tip, das schaue ich mir direkt mal an.

Aktiv zu bleiben versuch ich natürlich auch, ist momentan halt etwas schwerer mit Corona, als es das normalerweise für mich wäre. Aber ich versuch es weiterhin.

#114


F

Generalisierte Angststörung

Hallo zusammen,

habe lange Zeit überlegt, mich hier anzumelden und meine Geschichte zu teilen. Kurz zu mir, bin Mitte der 30er, männlich und habe eine eigene Familie. Habe seit unserem Hauskauf und der damit einhergehenden Renovierung massive Angstzustände, alles hatte mit KMF angefangen, als ich mit Glaswolle in Kontakt kam. Dann folgte Hirngespinster mit Asbest und Co. - je weiter die Zeit voran schritt, kamen auch komplett andere Baustoffe auf meine rote Liste. Mittlerweile hat sich das auch auf andere Dinge übertragen, wie Strahlungen, Seife eingeatmet, Klebstoff (das kann man unendlich weiter treiben) etc. Am Ende steht immer die Angst vor einer schlimmen Krankheit bsp. Lungenkrebs oder Leukämie.

Was habe ich schon bis dato unternommen:

September: Hausarzt hat Citalopram verschrieben (dann aber abgesetzt weil Wesensveränderung)
September: Psychotherapeut hat Citalopram einfach bestärkt und in einem Kurztermin meine Geschichte aufgenommen.
Oktober: Spezialambulanz einer Uniklinik (Lasea "verschrieben", dann sollten noch 4 weitere Medikamente auf die Liste, wenn es nicht besser wird. Es wurde in der Zwischenzeit besser, habe aber seit 3 Tagen einen massiven Rückfall, das nächste Medikament auf der Liste wäre: Escitalopram da es keinen Einfluss auf das Wesen hat lt. Spezialambulanz)

Ansonsten:
Verhaltenstherapie 1 x die Woche seit Ende September (bereits 6 Sitzungen, aber merke noch keinen Erfolg ,auch wenn ich weiß, es bedarf sicherlich min. 12 Sitzungen usw.)

Ich bin wirklich verzweifelt und bräuchte denke ich eine intensivere Therapie, eine Tagesklinik kommt leider aufgrund meines Jobs nicht in Frage, da es sonst an die finanzielle Existenz langfristig gehen würde.

Bin privat versichert und finde es trotzdem schwierig irgendwie einen Platz zu bekommen, der intensiv ist, gerne auch mit Gruppentherapie, aber doch vereinbar mit Job ist.

#115


Hotin
Hallo flowerlover,

Zitat von flowerlover:
bin Mitte der 30er, männlich und habe eine eigene Familie. Habe seit unserem Hauskauf und der damit einhergehenden Renovierung massive Angstzustände, alles hatte mit KMF angefangen, als ich mit Glaswolle in Kontakt kam. Dann folgte Hirngespinster mit Asbest und Co.


Kann es sein, dass Deine Angststörung einen eher harmlosen Grund hat?
Job, Familie und dann auch noch Hausrenovierung erfordern extrem viel Kraft und geistige
Konzentration.
Hast Du vielleicht kaum noch Ruhe und Erholungszeiten, die jeder Mensch für seine Gesundheit
dringend benötigt?
Um aus einer Angststörung wieder herauszufinden sollte man unbedingt Zeit haben, um sich selbst
in Gedanken, regelmäßig mal wie in einem Spiegel anzuschauen.

Viele Grüße
Bernhard

#116


A


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Mira Weyer
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