Halli Hallo an alle

Ich bin die Nelly, bin 34 Jahre und leide seit Jahren unter der generalisierten Angststörung.
Es fing alles schleichend an, als ich ca. 21 oder 22 Jahre alt war.
Ich war damals (bin es auch immernoch) alleinerziehend mit einem Sohn.
Mein Sohn war damals ca. 1 Jahr alt als das ganze Übel anfing.
Es kam schleichen, sehr schleichend.
Erst konnte ich nicht mehr oder kaum noch in meiner Wohnung sein.
Ich war oft mit ner Freundin unterwegs, mein Sohn war da meist bei meiner Mutter.
Ich war nicht feiern oder Nachts weg oder so, nur tagsüber eigendlich.
Irgendwann konnte ich nicht mehr raus gehen, nicht mehr einkaufen gehen, nicht mehr arbeiten gehen, einfach so gut wie gar nichts mehr konnte ich machen.
Ich hatte permanente starke Ängste mit Panikattacken.
Ich wusste nicht was mit mir los war, ich rannte von Arzt zu Arzt.
Ich rief sogar fast täglich bei meinem Hausarzt an, weil ich keinen Rat mehr wusste.
Es ging einfach gar nichts mehr.
Irgendwann fand mein Hausarzt dann doch noch raus was mit mir los war.
Ich bekam Opipramol und sollte eine sogenannte Verhaltenstherapie machen.
Was ich auch unter aller größter Anspannung und so tat.
Sie war leider nicht die richtige Person für mich, ich fühlte mich nicht gut aufgehoben bei ihr.
Die Chemie stimmte einfach nicht.
Dennoch ging ich weiter hin (wusste nicht was ich sonst machen sollte), ich glaub 1 mal die Woche war das.
Zusätzlich war ich auch weiterhin noch sehr oft bei meinem Hausarzt und rief auch weiterhin fast täglich dort an.
Mir ging es dann irgendwann so schlecht, das ich freiwillig in eine psychischiatriche Klinik ging, stationär.
Dort bleib ich aber nur einen Tag und eine Nacht.
Länger hätte ich es da definitiv nicht ausgehalten.
Dort war es einfach nur furchtbar schrecklich.
Sie pumpten mich erst mal mit so sch. drecks Medis zu (sorry für die Ausdrucksweise) und hörten mir einfach nicht wirklich richtig zu.
Ich brach dann nach wenigen Stunden auf dem Flur zwecks Kreislaufbeschwerden zusammen und was haben die Vollpfosten getan (wieder sorry für die Ausdrucksweise), sie kamen angerannt und wollten mir die selben Medis wieder verabreichen.
Obwohl es da schon eindeutig auf der Hand lag, das ich den Dreck nicht vertragen hab und das diese Medis für mich und meine generalisierte Angststörung nicht das richtige waren.
Ich verweigerte es strickt nochmal Medis zu nehmen.
Ich bettelte für ein Schluck kaltes Wasser, ich bekam einfach keines.
Sie wollten unbedingt das ich diese Medis wieder einnehme.
Was ich aber nicht getan habe.
Nicht zu fassen oder?
Ich habe mich am nächsten Morgen selbst entlassen.
Was die beste der besten Entscheidungen war.
Es war einfach eine ganz furchtbar schreckliche psychischiatriche Klinik.
Ich erzählte alles von A bis Z meinem Hausarzt, auch er war der Ansicht, das so eine Klinik nicht das richtige für mich ist.
Und das meinten auch noch andere, nicht nur er.
Ich ging erst mal weiter zu meiner Therapeutin und nahm die Opipramol.
Ich dachte erst, das wird so nie funktionieren.
Nach einigen Jahren, ich glaub so nach ca. 3 Jahren oder so, fing ich ganz langsam nach viel harter Arbeit an mir wieder an mich mit meiner Cousine und Freunden/Freundinnen zu treffen.
Ich konnte nach ner Zeit sogar wieder in Kneipen und Discos und so gehen.
Ich war ca. 1,5 Jahre lang wieder ein absolut freier Mensch und konnte alles wieder ganz normal machen.
Dann bekam ich ne Magen Darm Grippe und währenddessen fing der ganze Dreck wieder an schlimm zu werden.
Die Angststörung war zurück.
Wieder sehr schlimm leider.
Zwar nicht genauso schlimm wie beim ersten mal, aber dennoch sehr schlimm.
Ich fand aber dann einen sehr sehr lieben und netten Therapeuten, der mir mit einer weiteren Therapie helfen konnte.
Mit einer Verhaltenstherapie/Konfrontationstherapie.
Also sowas wie ich schon mal machte, aber um Längen besser war es dieses mal.
Und ich fühlte mich da auch sehr gut aufgehoben.
Der einzige Nachteil war, das seine Praxis etwas weiter weg war von meinen Wohnort.
Ich ging über ein Jahr oder sogar etwas länger dorthin.
Dann war ich soweit wieder fit und brach dann die Therapie wieder ab.
Was ein Fehler war wie ich jetzt weiss.
Mir geht es seit einiger Zeit wieder schlechter.
Gehe kaum noch raus und habe für nichts genug Elan.
Habe auch wieder ziemlich starke körperliche Beschwerden.
Vor allem viel und sehr oft, sogar täglich, Schwindel.
Ich denke es wäre das beste, wenn ich wieder eine Verhaltenstherapie/Konfrontationstherapie machen würde.
Aber leider kann ich mich momentan nicht dazu überwinden.
Ich weiss zur Zeit keinen Rat wie es angehen soll, ich hab einfach keine Ahnung.
Mir gehts momentan wieder echt schlecht.
So, ich glaub jetzt habe ich erst mal genug gelabert bzw. geschrieben
Ich hoffe der lange Text ist ok?

Ich würde mich sehr über reichlich Antworten freuen.
Liebe Grüße
Nelly