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Lieber Forenbesucher,

dieses Forum dient dazu, Menschen zu unterstützen und Austausch zu ermöglichen. Wer Hilfe braucht, findet sie hier, und wer helfen möchte, ist willkommen. Moderatoren achten darauf, dass der Umgang respektvoll bleibt. Für eine angenehme Atmosphäre sind verständnisvolle, ermutigende und einfühlsame Beiträge explizit erwünscht. Verletzende oder verurteilende Beiträge sind nicht erlaubt.

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D
Zitat von colalime:
Hallo,

ich habe das schon öfter mitbekommen, dass nach Canna. Konsum solche Sachen entstehen. Leider wirkt Canna., und ich bin echt kein großer Gegner davon, Psychoaktiv und ich glaube, dass wenn der Rausch einen auf dem falschen Fuß erwischt, Dinge ans Tageslicht kommen, die sonst eher vorborgen sind. Also ich glaube nicht dass sie so etwas auslösen, sondern eher dass sie etwas zum Vorschein holen, was sowieso in einem schlummert.

Nichtsdestotrotz, sehe ich so etwas auch immer als Chance. Man kann sich damit außeinandersetzen und so etwas überwinden. Jedoch ist dazu psychotherapeutische Hilfe notwendig.
Medikamente würde ich immer dann nehmen wenn es nicht anders geht, also wenn die Angstzustände so akut sind, dass man sie kaum aushalten kann. Also da würde ich mich nicht unnötig quälen =)

Iwie ärgert mich dass, "die haben es auf meine Hypochondrie" geschoben. Die haben ja keine Schuldzuweisungen zu machen? Auch deine Hypochondrie ist behandelbar und dass wäre wohl Aufgabe von der Tagesklinik gewesen.

Also kurz und knapp zusammengefasst: Eine gute passende Therapie sowohl von der Therapeuten/Patienen "Passung" als auch die richtige für dich passende Therapieform und dann kann man das gut in Griff kriegen Wink

Viel Kraft Mut und Geduld und von Herzen alles Gute wünsch ich dir =)


Dankeschön und wegen Medikamente ja ich weiß nur es ist kaum noch auszuhalten weil von morgens bis abends die angst da ist und auch das Gefühl kurz vor der panikattacke zu stehen wieder oder anders gesagt das komische Gefühl dabei in Kopf:/ dazu halt die Gedanken und so ist alles sehr anstrengt und kaum auszuhalten noch :/ nur habe auch angst die antidepressiva zu nehmen:/ also sogesehen Zwickmühle:/

#81


C
Ja aber dann würd ich die Medikamente echt nehmen! Vor allem weil du ja noch keinen Therapieplatz oder sonstiges hast, also ich verstehe die Bedenken ganz gut und vor allem bei Angstproblemen hat man auch Angst vor den Medikamenten, aber es wird sich auf jeden Fall lohnen sie zu nehmen! Die weichen das ganze ein wenig auf und stabilisieren dich bis du einen Therapieplatz bekommst.

Nur Medikamente alleine sind leider halt nicht ausreichend, je nachdem wie sie anschlagen, es kann auch sein, dass sie dadurch ganz verschwinden und du das Gefühl hast du brauchst keine Therapie mehr oder sonstiges. Es lohnt sich halt immer wirklich daran zu arbeiten, medikamente alleine sind aus meiner sicht nicht die lösung. Früher oder später kann es halt wieder auftreten.

Also echt nur Mut dabei die Medikamente zu nehmen, und auch nicht entmutigen lassen wenn das erste Präperat nicht hilft. Wir Menschen sind so unterschiedlich, bei dem einen hilft etwas, was beim anderen überhaupt nix bewirkt.
Smile

x 1 #82


A


Generalisierte Angststörung richtig behandeln

x 3


S
Mir geht es seit einem horrortrip genau so.
Echt heftig das auszuhalten.
Mir hat aber auch jeder gesagt, das es nur der erste Auslöser war.

x 1 #83


S
Ach und was du auch tust probier auf keinen Fall CBD öl...

#84


D
Zitat von Snikas:
Ach und was du auch tust probier auf keinen Fall CBD öl...


Danke aber Hatte ich nicht vor zum Glück weil alleine schon weil es mit zu Canna. gehört auch wenn es ein anderer Wirkstoff ist aber ja ... Das einzige was ich vllt bald probieren will sind die venlaflaxin Tabletten (antidepressiva)

#85


C
Ich hatte selber mal Citalopram gegen eine Angststörung genommen. Dieses Medikament hat bei mir so gewirkt, dass ich ziemlich angstfrei war dadurch. Stärkere Nebenwirkungen oder sonstiges hatte ich jetzt nicht gemerkt.

Nur vll mal so als Erfahrung, die dir vll etwas hilft bei der Entscheidung ob die Medis nehmen sollst oder nicht...

LG

#86


L

Generalisierte angststörung Erfahrungen?

Hi.
Zu meiner Vorgeschichte ich leider seit 2 Jahren unter Generalisierter Angststörung mit Agoraphobie, Essstörung und hypochondrie.

Ich bin 24h angespannt und mir geht's sehr schlimm mit dem bekannten '' komischen Gefühl im Kopf '' usw usw. Ständig sorgen

Seit gestern ist die angst plötzlich weg Mega relaxt sehr ungewöhnlich.

Jetzt denke ich ist da ein Tumor gewachsen im Hirn? Was blockiert die Angst? Eine schwere Krankheit?


Liebe Grüße

#87


Lottaluft
Bist du mit deinem Krankheitsbild in Behandlung ?
Das mit dem Tumor halte ich für absoluten Quatsch brauchst dir um sowas beim besten Willen keine Gedanken machen

x 1 #88


L
Zitat von Lottaluft:
Bist du mit deinem Krankheitsbild in Behandlung ?Das mit dem Tumor halte ich für absoluten Quatsch brauchst dir um sowas beim besten Willen keine Gedanken machen


Ne nicht Im Behandlung aktuell muss ich unbedingt

#89


Lottaluft
Zitat von Lukas1267:
Ne nicht Im Behandlung aktuell muss ich unbedingt


Gut dann kümmer dich bitte auch darum denn je früher du das alles behandeln lässt desto besser und schneller kommst du daraus .
Du hast geschrieben du hast eine Essstörung
Ist dein Gewicht im gefährdeten Bereich?keine Angst ich will keine Kilo Angaben

x 1 #90


Robinson
Also wenn die Angst da ist, ist es schlimm für dich, und wenn die Angst weg ist, ist es auch nicht OK?
Das ist ja eine Zwickmühle!
Versuche doch diesen Zustand anzunehmen.

#91


L
Zitat von Lottaluft:
Gut dann kümmer dich bitte auch darum denn je früher du das alles behandeln lässt desto besser und schneller kommst du daraus .Du hast geschrieben du hast eine Essstörung Ist dein Gewicht im gefährdeten Bereich?keine Angst ich will keine Kilo Angaben



Nein alles ok

#92


N

Generalisierte Angstörung,

hey, ich bin 16 jahre und war vor 2 monaten noch 7 wochen in der Jugenpsychatrie stationär. Ich habe eine Generalisierte Angstsörung mit Zwangsstörung. Ich bin komplett Gesund. Ich hatte die MRT, EEG, EKG untersuchungen. und war beim Augenarzt, meine Augen sind auch komplett Gesund nur ich habe asthenope Beschwerden d.h missempfindungen bei den Augen. Seit 4 Wochen sehe ich immer auf den Bildschirm die Buchstaben so ein bisschen doppelt. Auch generell sehe ich oft so einen art Schatten bei den dingen, nicht ganz doppelt. aber ich sehe die dinge ein bisschen doppelt. (wenn man die augen zusammenkneift, dann hat man das auch) das macht mich voll fertig. ich bin doch gesund?! Ich war vor 4 wochen nochmal beim Augenartzt der meinte alles sei okey. Im Krankenhaus haben sie gesagt ich habe missempfindungen. Maan ich google schon wieder so viel, Mich macht das so fertig.
ich hoffe ihr könnt mir helfen

#93


Angor
Hallo
Benutzt Du oft Dein Smartphone?
Dann lies mal bitte hier
https://www.optometrie-muenchen.de/News...die-Augen/
Dazu auch
https://www.sehen.de/presse/pressemitte...krankheit/
Du hast nichts Schlimmes knuddeln

LG Angor

#94


A

Generalisierte Angststörung insbesondere Zukunftsangst

Hallo und schönen guten Tag liebe Mitglieder hier im Forum. Vorab freue ich mich sehr über die schnelle Aufnahme hier im Forum und bin froh, das ich hier einen Zugang gefunden habe um endlich mit Gleichgesinnten sprechen und diskutieren zu können. Womit wir schon beim Thema wären, ich selbst möchte mich kurz vorstellen und Euch erklären woran ich leide, was ich bis dato alles unternommen habe, wie es mir geht und warum ich nicht weiterkomme. Ich bin derzeit 47 Jahre alt und und leide seit über 2 Jahren an einer Angststörung. Bis 2017 möchte ich sagen ging es mir ganz gut, ich wurde von meiner Mutter und Oma sehr behütet, ja vielleicht viel zu behütet aufgezogen. Schon meine Mutter und meine Oma waren sehr schüchtern und ängstlich. Ich selbst war aber nach meine Schulzeit nicht sehr ängstlich oder machte mir zu viele Gedanken. Im Gegenteil ich genoß mein Leben, erlernte einen Beruf und machte mir keinerlei Zukunftssorgen. Egal wie z.B. die wirtschaftliche Lage war, ich lebte einfach und war in der Lage jeden Abend, jedes Wochenende und natürlich jeden Urlaub ausgiebig zu genießen. Ich lebte nach dem Motto, was kommt das kommt und wenn nicht, ist es gut. Diese Einstellung brachte mich bisher sehr gut durchs Leben, ich heiratete wurde Vater von einem tollen Sohn und baute ein schönes Haus mit meiner Familie. Alles war gut, ich lebte nie im Luxus, aber einfach so das wir über die Runden kamen. 2013 kam es dann zur Trennung mit meiner Frau, ich zog aus und war plötzlich alleine. Mein Sohn distanzierte sich von mir, er war damals 10 Jahre alt. Das Haus gehört meiner Frau, ich begann mit 40 Jahren bei 0,0 ich hatte noch 500Euro auf dem Konto, verkaufte meine Auto und lebte wie ein Mönch. Selbst diese Situation brachte mich nicht aus der Ruhe, ich fand sehr schnell eine neue Partnerin und auch die Lage mit meinem Sohn entspannte sich über die Monate zusehends. Ich lebte von dem Geld was ich verdiente und von meinen Unterhaltszahlungen übrig blieb. Ich bin ein extrem planerischer Mensch, daher erstelle ich mir einen Plan für die nächsten 10 Jahre, mir war klar, ich würde eine Eigentumswohnung kaufen und mir wieder eine Existenz aufbauen. So war es dann auch bereits in 2014 kaufte ich eine Wohnung und zog in diese mit meiner neuen Partnerin ein. Die Finanzierung wurde von der Bank genehmigt und ich wußte, wenn ich meinen Job behalten würde, kann ich die Wohnung langsam aber sicher abbezahlen. Die Aussichten für einen Auftstieg in meiner aktuellen Position waren gut, 2018 sollte es soweit sein, das ich in der Firma eine neue Position als Abteilungsleiter einnehmen sollte. Ich genoß das Leben und hatte eine gute Korrelation mit meiner Lebenspartnerin und meinem Sohn gefunden. Finanziell ging es mir langsam auch wieder besser und alles war eigentlich gut. Als Beispiel möchte ich die Wirtschaftskrise 2007/2008 anführen, damals sah es bei uns in der Firma sehr duster aus, 50% Kurzarbeit und die Firma war mehr oder weniger einen Schritt vor der Insolvenz. Selbst zu dieser Zeit, ging es mir viel besser wie heute, ich machte mir keine Zukunftsängste ich konnte zu der Zeit einfach leben. 2017 im September war es dann soweit, drei Personen in der Firma begannen mich gezielt und im Team zu mobben. Die Sache fing schleichend schon 2014 an und gipfelte dann 2017 in der Spitze des Mobbings. Details möchte ich hier nicht ausbreiten, soviel sei gesagt, ich habe mittlerweile einen A4 Aktenordner wo ich jedes Detail und Vorfall dokumentiert habe. Diesen Ordner legte ich dann bei verschieden Stellen zur Ansicht vor, warum? Ich fragte mich ob ich der abnormale wäre und gar überreagierend würde? Alle Stellen bestätigten mir jedoch, dass es hier um aktives und perfides Mobbing gehen würde. Im September 2017 brach ich dann an einem Freitag um 8.50 Uhr in der Firma zusammen. Es ging nichts mehr, ich ging zur meinem Chef und auf direktem Weg zum Arzt. Dieser schrieb mich dann sofort krank und verordnete mir diverse heftige Medikament. Ich war dann insgesamt 5,5 Wochen Zuhause. In dieser Zeit brach etwas in mir zusammen, ich hatte jede Hoffnung und Glauben verloren, es ging mir so übel das ich die Welt und mich nicht wieder erkannte. Ich nutzte die Zeit um zu erkennen was passiert war, ich bewarb mich bei mehreren Firmen, ging zum Mobbingverein, führte Telefonate mit diversen Hilfsstellen, machte einen Termin mit dem Psychologen usw. Da ich eine sehr gute Ausbildung und viel Berufserfahrung habe, konnte ich in dieser Zeit 3 Bewerbungsgespräche führen, leider war jedoch nichts wirklich passendes dabei. Aus diversen Gründen wollte ich jedoch bei der bisherigen Firma auch nicht einfach aufgeben und hing sehr an meiner aktuellen Stellung. Also beschloss ich nach den 5,5 Wochen Zuhause, einen Neustart zu wagen und mich wieder in die Höhle der Löwen zu begeben. Warum auch immer ich ging so stark und Selbstbewußt dorthin das ich gar Angst vor mir selbst hatte. Am ersten Tag kam mein mürrisch gelaunter Chef auf mich zu und wollte mir gleich klarmachen wie ich mich nun einzubringen hätte. Ich sagte meinem Chef, das er mal ganz ruhig bleiben sollte, ich informierte ihn unmissverständlich, das wenn das Mobbing der lieben Kollegen nicht sofort aufhören würde, ich sofort aufstehen und gehen würde, dann aber auch nicht mehr kommen würde. Die Firma braucht mich, das war mir bekannt, aber es war mich auch komplett egal, ich hätte die Sache ohne Gefühl sofort beenden können, ergo ich war in der Lage "auf den Putz" zu hauen. Ich hatte für mich gefühlt zu dieser Zeit die Kontrolle. Warum auch immer die Mobber zogen sich deutlich zurück und ich hatte wieder mehr meine Ruhe bei der Arbeit, wohlgemerkt spielet sich die Sache in der GF / GL Ebene ab und nicht auf der mittleren Führungsebene. Ich gehe davon aus, mein Chef hat meine Ansage an den richtigen Stellen angebracht und mit den Mobbern wurde in welcher Form auch immer ein Gespräch geführt. Ja wie gesagt die Sache beruhigte sich dann etwas und ich war in der Lage in den nächsten Wochen meiner Arbeit nachzugehen. Leider hielt das Gefühl der Stärke nicht sehr lange an, nach ein paar Wochen kam in mir so ein komisches Gefühl der Unruhe auf, ich grübelte immer mehr. Das Grübeln nahm die meiste Zeit meines Lebens ein, das Grübeln drehte sich nur um die Zukunft. Wie geht es weiter? Wie lange kann ich mir mein Leben leisten? Gibt es Krieg? Was macht Trump und China? Geht die deutsche Autoindustrie (hier bin ich tätig als Zulieferer) zu Grunde? Werde ich arbeitslos? Was mache ich dann? Ich verlor immer mehr die Lebenslust, alle Bereiche sogar die kleinen Querelen mit der Hausverwaltung brachte mich tagelang in Sorge. Ich konnte keinen Abend, kein Wochenende nicht mal mehr 3 Wochen Sommerurlaub genießen. Mein Leben war und ist bis heute schwarz und massiv geprägt von Zukunftsangst. Meine Lebenspartnerin und heute meine Ehefrau bekam in diese Zeit massive Panikattacken, die Sich mit mir hatte Sie so getrickert das Sie seit dem Zeitpunkt schwer krank ist. Ihr Leben ist und war geprägt von massiven Einschränkungen durch die Panik und das ist bis heute nicht besser. Ich selbst weiß, das ich mit meinen Sorgen und Ängsten einen großen Teil Ihrer Krankheit ausgelöst habe. Ich selbst habe dann angefangen Bücher zu lesen, autogenes Training zu machen, Telefonate mit Spezialisten zu führen, bin bei einer Gestalttherapeutin in Behandlung ich habe im November 2019 meine Behandlung beim Psychologen (Verhaltenstherapie) abgeschlossen. Leider liebes Forum haben all meine Anstrengungen nichts gebracht, dies ist nur ein kleiner Teil meiner Maßnahmen die ich versucht habe, derzeit nehme ich keine Medikamente außer CBT Öl und ein weiteres pflanzliches Mittel zur Beruhigung. Ich lebe von Tag zu Tag von Stunde zu Stunde immer begleitet von meiner massiven Zukunftsangst. Aktuell passend zum Thema sieht es bei uns als Autozulieferer in der Firma sehr schlecht aus, vermutlich gibt es demnächst massive Kurzarbeit und es droht eine Entlassungswelle von 20% der Belegschaft. All dies steigert natürlich meine Angst immer weiter. Ich vermeide es derzeit Nachrichten und Zeitungen zu lesen, ich versuche alles negative zu verdrängen, natürlich ist das nicht die Lösung und gelingt mir nur bedingt. Noch habe ich 10 Tage Urlaub, aber bereits seit dem 27.12 bin ich wieder in meiner Angstspirale, der Gedanke mich wieder der Arbeit und den ganzen negativen Gedanken direkt aussetzen zu müssen macht mich regelrecht fertig. Ich heule täglich wie ein Kind und mir geht es übelst. Ich versuche mich mit langen Spaziergängen abzulenken und das Leben zu genießen, dies gelingt mir nur partiell, die Angst dominiert mich. Ich sage es mal ganz hart, gäbe es meinen Sohn und meine liebe gute Frau nicht, weiß ich manchmal nicht ob mein Leben für mich noch einen Sinn machen würde. Ich dachte schon oft einfach einschlafen und nicht mehr aufwachen. Ich habe keine Ahnung was ich genau habe, wie es weitergeht oder was ich tun kann? Ich bin ehrlich ich würde auch jegliche Art von Medikamenten nehmen, egal was, Hauptsache im komme endlich aus diesen Zukunftsängsten raus und kann wieder halbwegs normal mein Leben mit meiner Familie leben. Ich danke Euch für die Zeit und das lesen meiner Sorgen und Probleme.

#95


Safira
Hallo Akim.
Wenn man deinen Text liest ist es ja ganz offensichtlich dass die Arbeit dich krank gemacht hat. Warum suchst du dir denn nicht etwas Neues? Das ist das einzige was Sinn macht.
Wie lange willst du denn noch warten?

x 1 #96


A
Hallo Safira, Danke für deine Antwort. Ja Du hast natürlich in soweit recht, das mich mein Erlebnis 2017 mit dem Mobbing in meine jetzige Situation gebracht hat. Es war der Trigger, Auslöser oder was auch immer. Das Problem ist nun, das sich die Angst eben viel breiter bei mir aufgestellt hat. Sprich in der Arbeit selbst, sind die Mobber ja verschwunden, einzig die wirtschaftlichen Bedenken sind natürlich vorhanden. Aber die generelle Zukunftsangst hat bei mir nicht umfänglich mit meiner Arbeit zu tun, sondern mit der Welt. Sprich Automobilkrise, Brexit, Handelskrieg usw. Diese Themen haben bei mir aktuell den größten Raum eingenommen und lähmen mich täglich. Ich bewerbe mich jede Woche, wenn ich die Chance bekomme zu wechseln mach ich das natürlich, es wird mir auf alle Fälle gut tun, aber das Problem leider global nicht lösen.

#97

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C
Hi Akim,

hast Du denn auch körperliche Symptome, sprich psychosomatische Beschwerden oder Schmerzen?

Die Arbeit war mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit der Auslöser für deine Ängste. Andere Menschen hören sich halt die negativ geprägten Nachrichten an, verarbeiten sie jedoch anders.
Es ist wie bei einem Silvesterfeuerwerk (um es mit einem aktuellen Thema zu vergleichen). Du zündest nur den Docht und löst damit ein Feuerwerk aus.
Es war das i-Tüpfelchen gewesen, was deine vielleicht unbewusste Ängstlichkeit zum Vorschein gebracht hat.
Vielleicht warst Du schon immer etwas ängstlich, hast es aber nie gemerkt, weil ja alles ganz gut lief.
Jetzt machst Du dir dafür Gedanken über Dinge, die Du selbst nicht beeinflussen kannst und Du weißt selbst, dass das völlig sinnlos ist.
Ich weiß aber wie es ist, irrationale Ängste in sich zu tragen. Man weiß, dass es sinnfrei ist und dass man sie loswerden müsste, aber deine obere Gedankenebene schafft es nicht, in dein verborgenes Unterbewusstsein vorzudringen. Da kommt man nur mit Hilfe dran. Hilfe insofern, dass dir jemand zeigt, was man am besten tun könnte, z.B. im Rahmen einer Therapie.
Wenn auch eine Therapie nicht hilft oder die Plätze dort alle belegt sind (ist hier so. Da siehste wie kaputt wir alle sind, nicht nur Du) dann ruf doch mal bei einer Klinik an.
Dort wirst Du erstmal lernen müssen mit deiner Angst umzugehen. Du wirst auch etwas isoliert (kein Handy) und musst auch Dinge tun, die Du vielleicht nicht möchtest.
Meine Schwester hat mir hiervon erzählt. Sie war dort stolze 8 Wochen wegen Panikattacken und mehr. Es war streckenweise echt hart, aber danach hatte sie keine einzige Panikattacke mehr und ihr Leben war wieder lebenswert. Ich werde das ab Januar vermutlich auch angehen, denn durch meine Ängste mache ich meine Frau und unsere Beziehung kaputt. Wir führen sonst ein richtig schönes harmonisches Leben, aber diese Ängste (egal ob deine oder meine) können alles von heute auf morgen zerstören.
Ich bin 49 und Du bist 2 Jahre jünger. Auch wenn es hier leider schon anfang 20jährige gibt die diverse Ängste haben und wir damit schon zum älteren Eisen gehören, habe ich noch lange nicht das Gefühl, dass unser Leben vorbei ist. Ganz im Gegenteil... Es geht erst los oder sollte zumindest losgehen. Stattdessen ertrinken wir in Kummer und Sorgen, die wir (unbewusst) selbst erschaffen haben.

Kümmere dich aktiv um deine Genesung. Schau mal, welche Kliniken es bei dir gibt. Du bist mit deinen Ängsten schon extrem weit, wenn Du auch nur teilweise schon an Suizid gedacht hast. Eine Sitzung beim Psychotherapeuten reicht da vermutlich nicht aus.

Genieß noch den Rutsch ins neue Jahr, aber leg Anfang 2020 direkt los. Lass keine Zeit mehr verstreichen, es wird dich sonst fertig machen. Glaub auch nicht dran, dass Du es alleine schaffen wirst (tut mir leid, dir diese Illusion nehmen zu müssen) - Du wirst es alleine meist nur eine begrenzte Zeit schaffen. Du wirst Dinge tun müssen die Du nie getan hast. Es wird sich unangenehm anfühlen. Es wird dich fordern und auch verzweifeln lassen. Aber das ist der Preis den Du zahlen musst. Damit wirst Du jedoch nach ein paar Wochen gestärkt hervorgehen und vermutlich ein neues Leben beginnen. Ich denke, dass dein Job wirklich nicht mehr die Priorität erfahren wird wie jetzt.

Kümmerst Du dich nicht um dich, wirst Du daran zugrunde gehen. Du MUSST es tun für Dich und nicht, weil es irgendjemand von Dir verlangt.

Ich wünsche Dir viel Kraft und Disziplin.

x 1 #98


A
Hallo Christian, ich bedanke mich für deine ausführliche und ehrliche Antwort. Ja ich habe auch körperliche Beschwerden, alles was man so in Google findet, habe ich auch. Zwar sind alle Beschwerden bis dato eher nur sporadisch und nur während oder vor der Grübelphase da, aber eben deutlich zu spüren und sehr ausgeprägt in der Vielfältigkeit. Ja ich drehe mich im Kreis und weiß leider auch das ich da alleine keine Chance mehr habe um das Probleme lösen zu können. Genau auch das macht mich zusätzlich fertig, ich habe bis dato in meinem Leben immer mit Energie und Kraft für jedes noch so heftige Probleme irgendwie einen Weg gefunden. Bei meinem jetzigen Problem drehe ich mich seit 2 Jahren im Kreis und mache immer wieder Pläne, Gedanken usw. finde aber einfach keinen Ansatz (selbst) der mir wirklich hilft. Ja und die Sache wird nicht besser, die Grübelzeiten werden mehr, die Gedanken düsterer und die Freude und das Lachen weniger. Auch die Tatsache das so etwas eine sehr gute Ehe massiv belastet ist vollkommen korrekt und führt nicht gerade zu perfekter Harmonie. Ich werde auf alle Fälle in 2020 Kontakt zu meiner Krankenkasse aufnehmen und mich mal Richtung einer passenden Klinik erkundigen. Ich Danke Dir und wünsche Dir und deiner Familie alles Gute und einen guten Rutsch in 2020.

#99


C
Ok Akim, das freut mich.

Deine Stärke ist jetzt der Wille etwas zu bewegen. Nur mit deiner Manpower und der Einstellung "ich schaff das alleine, ich brauche keine Hilfe" beweist Du keine Stärke, sondern pure Ignoranz.

Finde ich toll dass Du das genauso siehst.

Ich wünsche Dir ebenfalls einen guten Rutsch und ein gesundes, schönes und sorgenfreies 2020 mit viel Lachen und der Einsicht, wie schön das Leben eigentlich sein kann.

x 1 #100


A


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Mira Weyer
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