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Vomexx
Hallo meine Freunde!

Ich habe nun einige Beiträge in dem Forum gelesen und wollte nun meinen Senf von mir geben. Ich leide nun seid dem ich 15 bin an einer Generalisierten Angststörung und damit verbundenen Depressionen(bin jetzt 19). Außerdem habe ich eine Canna./Chemie Abhängigkeit hinter mir. Großes Kino. Habe die Sucht aber mittlerweile überwunden (Seit 3/4 Jahr gar kein Konsum von irgendwas mehr).

Als ich aufgehört habe zu konsumieren musste ich feststellen, dass ich stärker den je an dem psychischen Beschwerden zu leiden habe. Kurz und knapp ich kam vor 2 Monaten in die Psychiatrie, da ich einen enormen Nervenzusammenbruch erleben durfte, der mehrer Tage anhielt. Ohne Ende Angst, Panik und völlige Hoffnungslosigkeit. Bin mittlerweile entlassen.

Ich habe Jahrelang nicht über die Option nachgedacht, SSRI zu nehmen. Habe mich aber dann mit Absprache des Psychiaters für Sertralin entschieden. die ersten 3 Wochen 50mg, dann hoch auf 100mg, seit 2 Wochen. Ja und da steh ich nun. Nebenwirkungen habe ich außer Kopfschmerzen, Unruhe (mäßig) und Schwitzen keine. Allerdings auch keine Wirkung eher im Gegenteil ich fühle mich ziemlich Depri. sehr sogar und bin ein wenig am verzweifeln. Ach die Dosis wurde verdoppelt, da ich bei 50mg einen fast nicht nachweißbaren, also viel zu niedrigen Spiegel aufgebaut hatte. Also kann man so gesehen erst die 2 Wochen zählen.

Meine Fragen. Woran mache ich die Wirkung fest? Wann sollte ich wechseln oder weiter erhöhen? Wie sind eure Erfahrung zu dem Wirkungseintritt nach dem korrekten erreichen des Wirkspiegels?

13.04.2020 20:09 • 01.06.2020 x 1 #1


162 Antworten ↓


Hi, du solltest noch ein wenig abwarten. Man spricht von sechs Wochen. Aber es gibt auch Meinungen von Psychiatern, die sagen, dass man nach 2 Wochen etwas spüren sollte. Das Thema Psychopharmaka ist ein sehr schwieriges, weil bis heute niemand zu 100 Prozent weiß, warum diese Manchen helfen und Anderen gar nicht. VG

13.04.2020 21:04 • x 1 #2



Generalisierte Angststörung / Depression - Sertralin

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Hey ich hatte das auch bekommen in der klinik und nach 6-8 Wochen ging es mir schlagartig besser aber die ersten 6 Wochen waren garnicht schön

13.04.2020 21:12 • #3


Zitat von Jules80:
Hey ich hatte das auch bekommen in der klinik und nach 6-8 Wochen ging es mir schlagartig besser aber die ersten 6 Wochen waren garnicht schön


Hallo, waren deine Symptome die ersten Wochen noch schlimmer? Also ich hatte das Sertralin zweimal und mir ging es noch viel schlechter, habe es dann abgesetzt. VG

13.04.2020 21:18 • x 1 #4


Ja alles war viel schlimmer die Zg panik alles verschlimmert aber danach nach 6-8 war super meine beste Zeit seit 2007

13.04.2020 21:25 • #5


Zitat von Schluri77:
Hallo, waren deine Symptome die ersten Wochen noch schlimmer? Also ich hatte das Sertralin zweimal und mir ging es noch viel schlechter, habe es dann abgesetzt. VG


Bei Sertralin muss man Geduld haben eventuell in der klinik einstellen lassen die ersten 2-3 Wochen soll man auf sich aufpassen weil die Psyche sich verschlimmern kann hin bis zum suizid

13.04.2020 21:27 • #6


Zitat von Jules80:
Ja alles war viel schlimmer die Zg panik alles verschlimmert aber danach nach 6-8 war super meine beste Zeit seit 2007


Das freut mich für dich. Ich musste damals abbrechen. Es war das Einzige von über 10 ad wo ich abbrechen musste. Ist schon komisch wie jeder auf die Medis reagiert. Ich war unter Paroxetin fünf Jahre beschwerdefrei.

13.04.2020 21:37 • x 1 #7


Was nimmst du heute Schluck77 ? Wie geht es Dir !

14.04.2020 07:01 • #8


Wahrscheinlich musst Du einfach noch etwas warten auf den Wirkungseintritt.
Den merkst Du daran,dass Gedankenkreisen und innere Unruhe verschunden sind und Du Dich plötzlich wunderst,dass Du wieder Lebensfreude spürst.

Man kann sich einfach wieder freuen und hat auch wieder Lust auf das Leben.

Ich selbst vertrage keine SSRI und wenn Du das bei Dir langfristig auch feststellen solltest:

Trizyklische Antidepressiva sind eine gute Alternative:
sie wirken beruhigend,antidepressiv und sind gut verträglich.
Man kann davon allerdings an Gewicht zunehmen.

Ich selbst bekomme seit 2,5 Jahren Lyrica,das ist nochmal eine ganz andere Wirkstoffgruppe,ein Antikonvulsivum.
Mir hilft es sehr gut.

Es kann dauern,bis man das passende Medikament für sich gefunden hat.
Nur nicht den Mut verlieren und wenn man merkt,ein Medikament hilft nicht oder erzeugt zuviele Nebenwirkungen nicht entmutigen lassen und ein anderes probieren.

Wenn Du am Ball bleibst, kommst Du an´s Ziel und dann wird das Leben wieder leichter.

14.04.2020 07:30 • x 2 #9


Ich weiß nicht was mit mir los ist hatte Sertralin genommen und mirtazapin. War super hab aber im Krankenhaus im Februar 19 eine medis Umstellung gemacht. Leider viel zugenommen und wasser Einlagerungen. Dann erhöhter hirndruck und stauungspupille. Ich weiß aber nicht ob das von den medis kam. War im November auf der Neurologie 3 Tage und sie haben alles untersucht und nur erhöten hirndruck festgestellt. Nervenwasser angelassen. Jetzt geht es wieder los und ich soll es noch mal checken lassen. Hab mirtazapin und Sertralin abgesetzt in Dezember bis jetzt ging es mir gut bis mein Vater im Krankenhaus war wegen sein Herz war schlimm und es war kritisch langsam wieder übern Berg seit dem kopfdruck und änstligh zwangsgedanken wieder da und Grübelei über medis nehmen aushalten zur Neurologin oder nicht bin bisschen verzweifelt Google seit paar Tagen hier rum und keine Ahnung

14.04.2020 07:43 • #10


Vomexx
Zitat von Flame:
Wahrscheinlich musst Du einfach noch etwas warten auf den Wirkungseintritt.Den merkst Du daran,dass Gedankenkreisen und innere Unruhe verschunden sind und Du Dich plötzlich wunderst,dass Du wieder Lebensfreude spürst.Man kann sich einfach wieder freuen und hat auch wieder Lust auf das Leben.Ich selbst vertrage keine SSRI und wenn Du das bei Dir langfristig auch feststellen solltest:Trizyklische Antidepressiva sind eine gute Alternative:sie wirken beruhigend,antidepressiv und sind gut verträglich.Man kann davon allerdings an Gewicht zunehmen.Ich selbst bekomme seit 2,5 Jahren Lyrica,das ist nochmal eine ganz andere Wirkstoffgruppe,ein Antikonvulsivum.Mir hilft es sehr gut.Es kann dauern,bis man das passende Medikament für sich gefunden hat.Nur nicht den Mut verlieren und wenn man merkt,ein Medikament hilft nicht oder erzeugt zuviele Nebenwirkungen nicht entmutigen lassen und ein anderes probieren.Wenn Du am Ball bleibst, kommst Du an´s Ziel und dann wird das Leben wieder leichter.


Hey Danke für deine liebe Nachricht. Sowas motiviert ungemein. Ich schätze wohl auch, dass ich noch was warten muss. Es ist nun mal so, dass man nachdem man auf die richtige Dosis eingestellt wurde noch gut 4 Wochen warten soll, bis des dann wirklich wirkt. Zumindest habe ich das so gelesen. Ich werde weiter abwarten, hoffe jedoch sehr, dass es das richtige Medikament ist, da ich absolut keine Lust auf das ausschleichen/einschleichen habe. Naja mal schauen wird schon!

14.04.2020 11:07 • x 1 #11


Ja,momentan kannst Du einfach nur abwarten und Dir in dieser Zeit soviel Gutes wie möglich tun:
Entspannungsbäder oder ein kleiner Spaziergang tun gut.

Ich selbst nutze auch hochdosiertes Baldrian und Melissentee zur Beruhigung,das kann ich Dir empfehlen.
Gibt es beides bei Rossman und hat keine Nebenwirkungen/Wechselwirkungen weil es naturbelassene Wirkstoffe sind.

Es kann sein,dass es Dir morgen schon besser geht aber es kann auch noch ein paar Tage oder auch Wochen dauern.
4 Wochen würde ich mindestens abwarten.

Wenn Du keine Wirkung hast bis dahin,ist das Ausschleichen null Problem,wirst davon nichts merken.
Aber ich wünsche Dir natürlich,dass das Sertralin bald greift und Du nicht weitersuchen musst.

Bist auf jedem Fall auf dem richtigen Weg und das ist die Hauptsache.
Denn dann ist eine Besserung nurnoch eine Frage der Zeit.

Auch wenn einem diese Zeit wie eine Ewigkeit vorkommt: alles wird gut,auch wenn sich´s oft gegenteilig anfühlt.

14.04.2020 11:18 • x 1 #12


Vomexx
Zitat von Flame:
Ja,momentan kannst Du einfach nur abwarten und Dir in dieser Zeit soviel Gutes wie möglich tun:Entspannungsbäder oder ein kleiner Spaziergang tun gut.Ich selbst nutze auch hochdosiertes Baldrian und Melissentee zur Beruhigung,das kann ich Dir empfehlen.Gibt es beides bei Rossman und hat keine Nebenwirkungen/Wechselwirkungen weil es naturbelassene Wirkstoffe sind.Es kann sein,dass es Dir morgen schon besser geht aber es kann auch noch ein paar Tage oder auch Wochen dauern.4 Wochen würde ich mindestens abwarten.Wenn Du keine Wirkung hast bis dahin,ist das Ausschleichen null Problem,wirst davon nichts merken.Aber ich wünsche Dir natürlich,dass das Sertralin bald greift und Du nicht weitersuchen musst.Bist auf jedem Fall auf dem richtigen Weg und das ist die Hauptsache.Denn dann ist eine Besserung nurnoch eine Frage der Zeit.Auch wenn einem diese Zeit wie eine Ewigkeit vorkommt: alles wird gut,auch wenn sich´s oft gegenteilig anfühlt.


Hey Flame! Danke du weißt sicherlich aus eigener Erfahrung was man hören möchte, wenn man so verunsichert ist! Komplett im positiven Sinne ich bin dir sehr dankbar und wünsche dir alles gute Ich werden auf jeden Fall schreiben, wenn es mir besser geht, finde das kommt in diesen Foren immer zu kurz. Aufregen tut sich jeder aber wenn es besser ist, meldet sich keine Sau mehr

14.04.2020 11:30 • x 3 #13


Ich weiss auf jeden Fall aus eigener Erfahrung,wie das ist,wenn man in der Krise steckt und einen manchmal die Hoffnungslosigkeit überfällt,weil man glaubt,es wird nicht wieder besser oder man schafft es nicht.

Das alles ist ein Teil der Krise aber auch ein Teil des "Heilungsprozesses",der bei Dir ja bereits begonnen hat.


Es geht nicht von heute auf morgen aber wenn Du am Ball bleibst und immer wieder aufstehst,wirst Du es mit Sicherheit schaffen.

Die Zauberworte heissen :Geduld und Durchhalten im Vertrauen,dass sich alles zum Guten wenden wird denn das wird es zweifellos.

14.04.2020 11:41 • x 1 #14


Zitat von Jules80:
Was nimmst du heute Schluck77 ? Wie geht es Dir !


Nehme momentan das Amitriptylin. Leider bin ich seit neun Jahren nicht beschwerdefrei. Ich habe sehr viele Medikamente ausprobiert. Allerdings habe ich mich mal in die Materie bzgl Medikamente eingelesen und kann nicht verstehen, dass einige Optionen nicht ausprobiert wurden. Das Einzige was immer hilft, ist das Bromazepam, leider keine Dauermedikation möglich.

14.04.2020 11:50 • #15


@Schluri77

Du könntest es mit Lyrica probieren,das ist eines der besten Medikamente bei Angststörungen.
Mir hilft es sehr gut und ich hab ebenfalls einige Medikamente durchgehabt,bis ich zum Lyrica kam.

14.04.2020 11:58 • x 1 #16


[quote="Flame"]@Schluri77 Du könntest es mit Lyrica probieren,das ist eines der besten Medikamente bei Angststörungen.Mir hilft es sehr gut und ich hab ebenfalls einige Medikamente durchgehabt,bis ich zum Lyrica kam. [/quot

Danke für deine Antwort. Lyrica hatte ich vor 9 Jahren mal in der Klinik erhalten. Leider auch ohne Erfolg. Ich habe jetzt nochmal viel recherchiert, Klinikempfehlungen und Leitlinien gelesen. Ich verstehe einfach nicht warum einige Medikationen noch nicht gemacht wurden. Gerade die Hinzugabe von Lithium oder Neuroleptika werden überall empfohlen, wenn die Wirkung des Antidepressivas alleine nicht reicht. Man muss sich wirklich um alles selber kümmern. Die Ärzte können sich auch nicht vorstellen wie diese Gefühlswelt ist.

14.04.2020 21:22 • #17

Sponsor-Mitgliedschaft

Das ist wahr,man muss ich wirklich um vieles selbst kümmern.
Habe irgendwann auch selbst angefangen.,ich mit Medikamenten zu befassen und die beiden,die ich jetzt nehme hab ich selbst für mich gefunden.
Auch was Therapeuten angeht,ist es schwierig: man muss lange auf Termine warten und manche kann man echt in der Pfeiffe rauchen.

Ich habe unter inkompetenten Ärzten und Therapeuten leiden müssen ABER es gibt auch die Guten und für die lohnt es sich,nach ihnen zu suchen.

Ja genau,Neuroleptika können auch sehr hilfreich sein.
Ich hatte mal Perazin,das ist gut verträglich.

15.04.2020 05:51 • x 1 #18


Zitat von Flame:
Das ist wahr,man muss ich wirklich um vieles selbst kümmern.Habe irgendwann auch selbst angefangen.,ich mit Medikamenten zu befassen und die beiden,die ich jetzt nehme hab ich selbst für mich gefunden.Auch was Therapeuten angeht,ist es schwierig: man muss lange auf Termine warten und manche kann man echt in der Pfeiffe rauchen.Ich habe unter inkompetenten Ärzten und Therapeuten leiden müssen ABER es gibt auch die Guten und für die lohnt es sich,nach ihnen zu suchen.Ja genau,Neuroleptika können auch sehr hilfreich sein.Ich hatte mal Perazin,das ist gut verträglich.


Was ist denn deine genaue Diagnose? Welche Medikamente hattest du alles vorher? Da bin ich ja froh, dass ich nicht der Einzige bin, der dann auch bzgl. Medikamente recherchiert. Eigentlich wollte ich jetzt Lithium probieren, war auch meine Idee, aber müsste erstmal ein eeg machen. Momentan kann ich dies aber nicht wegen dem Coronavirus. Jetzt ist meine Idee das Neuroleptika Olanzapin erstmal dazu zu nehmen, weil ich keine Zeit mehr zu verlieren habe. Aber wie schreibe ich das dem Arzt. Ich will ja nicht bestimmen, aber wie schon gesagt, von ihm kommt rein gar nichts!

15.04.2020 11:17 • #19


Ich habe vorher keine Medikamente genommen.
Bis auf einmal Citalopram während einer Depression aber ansonsten hatte ich mit Medikamenten nichts am Hut.

Diagnosen waren bei mir:

Panikstörung
Esstörung
Persönlichkeitsstörung
rezidivierende Depressionen
Alk.

Was Medikamente angeht,muss man sich vorantasten.
Den Hauptteil meines Lebens brauchte ich keine aber als es dann richtig losging mit den Panikattacken wurde das echt schwierig.

Habe über 2 Jahre gekämpft und es war ein langer und schmerzhafter Weg.
Mein Mann und ich waren beide massiv überfordert.

Letztendlich aber bin ich stolz sagen zu können,dass wir uns noch immer lieben ,ich würde sogar sagen noch mehr als vorher.

Leicht war es allerdings nicht....man muss halt kämpfen...

15.04.2020 11:45 • x 2 #20



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