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funseb1991
im Vorraus, ich habe eine Schwache Form des Asperger Syndroms. Meine Heimat ist ein 99 Einwohner Dorf,es ist schön dort und wir haben nen tollen Bauernhof jedoch ist meine Mutter sehr Dominant sodass alle 4 Kinder mit spätestens 19 jahren auszogen, ich ging in eine 60.000 Einwohner stadt, begann dort eine Schule (Fachabitur) , ich konnte mich nur nicht zum lernen aufraffen auch wenn ich mich dazu gezwungen hab, eine Beziehung die den bach hinunter ging und finanzielle Probleme brachten letztendlich einen Nervenzusammenbruch, ich hasste mich mehr wie sonst und beschloss zu "fliehen" um mich zu schützen. Meine Idee war "großstadt, gezwungen zum sozialen kontakt und mal was neues" ich ging nach nürnberg, wurde an einer Kunstschule angenommen. es lief gut, ich fand ein nettes Mädchen, einen angenehmen nebenjob, die schule machte spaß und ich bewies mir das ich talent hatte,ich fand einen fußballverein. jedoch betrog mich das mädchen, trotz nebenjob war ich so gut wie pleite, körperlich immer mehr Probleme und schulisch brachen die sorgen los die ich seit eh und je hatte, dinge die für mich unlogisch erscheinen blende ich aus bzw lerne nicht und vergesse sie schnell. kurz darauf endete wieder alles,ich hatte 2 große operationen,konnte mir die schule dadurch nicht mehr finanzieren da ich 3 monate weder arbeiten noch in die schule durfte. ich wollte endlich mal sesshaft werden, so wie all meine freunde, doch mit den frauen gibt es nur enttäuschungen und freunde hab ich keine gefunden,ich hab einen job angenommen der mich nicht ganz ausfüllt. Also ist mein Tagesablauf so"frühs nach einer weiteren nacht ohne schlaf in die arbeite, eine arbeit wo man einen boss hat und man direkt merkt das man ihm eig intelligenter ist wie er, danach geht es heim in eine leere Wohnung, ich schau das ich i was mach damit der tag rum geht und zerbrech mir den kopf ob ich nicht mehr erreichen kann da mir schon soviele lehrer und vorgesetzte sagten das ich hoch intelligent sei. nur was nun? ich brauche wirklich rat, zurück in die heimat, wo ich mich wohlfühle, freunde habe aber außer der arbeit warscheinlich keinen Sozialen kontakt haben sobald meine freunde keine zeit haben. in nürnberg bleiben, wo ich wenigstens im verein kumpels hab und dort 3 mal die woche bin, jedoch gibt es in dem bereich wo ich einen besseren job suche hier wenig chancen. oder in eine neue stadt und es erneut versuchen? Ich will einfach nur mal zufrieden mit mir sein, jemand haben wo ich weiß das ich geliebt werde und in den spiegel schauen ohne zu denken "du bist nicht hübsch und bist am scheitern". ich weiß nur das wenn ich die aktuelle lage so beibehalte geh ich daran zugrunde da die Zukunftsplanung und die suche nach der Persönlichen akzeptanz mir gegenüber mich auffrisst. (Rechschreibfehler bitte ignorieren;) )

09.07.2015 21:11 • 11.07.2015 #1


2 Antworten ↓


Hallo funseb1991,
eine pro und contra Liste könnte dir weiterhelfen oder ein langer Spaziergang, wo du dich nur auf dieses Problem konzentrierst und alles andere ausblendest. An sich finde ich die Idee in einer Großstadt zu wohnen nicht verkehrt, nur die Beweggründe finde ich wichtig und da finde ich den Grund Flucht unpassend. Aber wenn du selber Flucht schreibst, wieso möchtest du dann umziehen?
Gruß

09.07.2015 21:52 • #2


Hallo Funseb,
das ist wirklich schwer, einen Rat zu geben. War mal in so einem ähnlichen Dilemma. Irgendwie wünscht man sich in die Zukunft zu schauen zu können, um zu sehen was besser für einen ist. Dein Vorteil. Jede Entscheidung, die du triffst, triffst du für dich alleine. Sag ich jetzt so, weil mit Kind und Kegel ist alles etwas schwieriger. D.h. du musst nur für dich gucken, was für dich gut ist. Auch hast du einen Vorteil, dass du ein zu Hause hast, wo du wieder zurück kannst. Egal wie es ist. Mutter dominant oder nicht, du kannst zurück gehen. War für mich damals eine wahnsinns Erleichterung, dass mein Zimmer zwei Jahre lang so blieb wie es ist. Und ich hatte auch meine Gründe wegzuziehen.
Du hast von Hochbegabung gesprochen. Ich schätze durch dein Asberger Hochbegabt mit Teilleistungsstörungen. Ist nicht einfach, zu wissen was man kann und es nicht ausleben zu können. Und viele Lehrer kennen sich da gar nicht aus. Hab da auch meine Kämpfe hinter mir. Du bist kreativ, lebe deine Kreativität aus und hänge dich nicht daran fest, ob du daraus einen Beruf machst oder nicht. Meine beiden Kinder sind auch sehr kreativ und darüber schafften sie sich ihren Ausgleich. Darum, lebe die Kunst! Ob es jemals dein Beruf wird. Es steht in den Sternen. Wie sagte mir mal jemand. Die Kunst ist oft eine brotlose Kunst. Sieht man ja, wie es vielen Schauspielern geht. Sind aber auch schon viele damit reich geworden. Kann pos. sein, kann neg. sein. Zu deiner Mutter ist es schwer was zu sagen. Ich war bestimmt auch oft dominant, um meine Kinder zu schützen, um sie auf die Welt, die oft anders ist als sie, vorzubereiten. Vielleicht hilft ein offenes Gespräch.Vielleicht hilft auch eines deiner Geschwister dabei.
Was ich mit dem ganzen sagen möchte. Du bist so jung, die Welt steht dir offen. Du bist ungebunden. Sehe es als frei an, denn du kannst dich frei entscheiden. Geht eine Tür zu, geht die andere auf. Du muss noch keine Familie ernähren, sondern nur für dich selbst sorgen. Versuche positiv ins Leben zu schauen. Du hast noch so viel Zeit.

11.07.2015 22:39 • #3




Mira Weyer