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Hallo,
ich hatte mit meiner Therapeutin ein langes Gespräch über das Thema Objektkonstanz. Es ging darum, dass ich eine geringe Objektkonstanz habe weil ich mich als Kind nie über einen längeren Zeitraum in Sicherheit befunden habe (gefühlt).
Man lernt ja zb im Kindergarten schon, dass man sich mögen kann auch wenn man mal um ein Spielzeug streitet, verträgt man sich im Grunde ja wieder und bleibt Freunde.
Nun ist es so, dass wenn ich einen Freund habe ich mir auch oft nicht sicher bin welche Gefühle ich für ihn habe. Da ich zurzeit Single bin, haben sich diese Symptome auf meine Mutter verschoben.
Die Therapeutin meine zu mir ich habe meine Mutter als Kind idealisiert und mache dass heute noch. Ich fühle mich schlecht wenn ich zb mal genervt von meiner Mama bin. Bei meinem Vater und meiner Schwester ist dass nicht so weil ich die Beiden nicht idealisiere. Sie können mich nerven und ich denke mir nichts dabei oder bekomme ein eigenartiges unangenehmes Gefühl deswegen.
Was wir nicht besprochen haben und ich noch nach holen muss ist, wie ich den Objektkonstanz üben könnte? habt ihr da vl Erfahrungen gemacht oder kennt zumindest diese fehlende Objektkonstanz auch in eurem leben?

14.10.2020 11:02 • 17.10.2020 #1


2 Antworten ↓


Ich habe den Begriff noch nie gehört, aber wenn ich deine Beschreibung richtig verstehe, dann habe ich das auch schon erlebt. Also dass man sich seiner Gefühle anderen gegenüber nicht sicher ist, oder wegen Kleinigkeiten denkt, die gesamte Beziehung ist zerstört. Ich versuche das einfach auszuhalten und mich selbst einfach immer daran zu erinnern wie die Tatsachen sind. Also dass der Streit zum Beispiel bald vergessen sein wird oder jeder Mal voneinander genervt ist, aber das nicht ewig anhält. Ich akzeptiere einfach, dass ich in dem Moment verunsichert bin und warte, bis ich wieder "klar denken" kann.

16.10.2020 22:30 • x 2 #2


Hoffnungsblick
Zitat von fully:
Ich versuche das einfach auszuhalten und mich selbst einfach immer daran zu erinnern wie die Tatsachen sind.


Ja, da denke ich auch, dass das der Weg ist.

Mach dir nicht zu viele Gedanken.
Beobachte einfach zunächst mit einer gewissen inneren Distanz, welche Gefühle du jeweils hast. Gefühle können sich auch immer wieder ändern.

17.10.2020 21:21 • x 1 #3




Mira Weyer