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RobinHood2122
Hallo,
Ich weiß gerade nicht mehr weiter.
Meine erste Panikattacke hatte ich vor 12 Jahren und seitdem immer hin und wieder. Aber es war auszuhalten. Hinzu Kam eine leichte Depression. Die aber immer mal wieder besser wurde.
Hatte auch 2 mal Verhaltenstherapie.
Dann vor jetzt 7 Wochen fing es an dass mir alles komisch vorkam , alles so fremd und weil es mir so Angst gemacht hat Panikattacke.
Anfang September hatte ich wohl eine im Schlaf , bin dann mit Herzrasen aufgewacht und wusste auch nicht mehr wo oder was ich bin. Das hat sich dann aber wieder gelegt.
Aber seit 7 Wochen jetzt dieses ekelige Unwirklichkeitsgefühl ist schlimm.
Zum Abend hin geht es etwas.
Ich Rätsel immer noch nach dem Auslöser. Mein Jüngster ist seit August in der Schule und das fällt mir schwer loszulassen.
Weil ja während des lockdowns das Haus voll und laut war. Jetzt ist nur noch Stille.
Aber kann es das wirklich sein? Bin nur Hausfrau.
Corona bzw. die Maßnahmen machen es auch nicht einfach.
Wohne auch zu weit weg von Familie und Freunden und hab sie seit Februar nicht mehr gesehen.
Dann frage ich mich ist es wirklich Derealisation oder hab ich was schlimmeres.
Meine Ärztin hat mir jetzt Sertralin verschrieben. Nehme es seit knapp 1 Woche.
Eins meiner Kinder musste zuhause bleiben wegen Corona in der Schule aber seit heute wieder hin und jetzt bin ich wieder in meinem tiefen Loch gefangen.
Es ist alles so schwer

25.11.2020 10:11 • 08.01.2021 x 1 #1


215 Antworten ↓


Icefalki
Zitat von RobinHood2122:
Aber kann es das wirklich sein?


Natürlich kann das der Grund sein. Jede Art Stress tut uns nicht gut. Sagst ja selbst, das Loslassen fällt dir schwer, der Umtrieb selbst, und jetzt so jetzt alleine, die Pandemie, die Unsicherheit, alles kann dazu führen, dass man wieder in ein Loch fällt.

25.11.2020 14:22 • x 1 #2



Derealisation und Depression - das Rätsel um den Auslöser

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Sydaemeni
Habe vor kurzem erst das Thema in der Therapie gehabt.
Derealisation oder sich selbst als beobachter beobachten ist n schutzreflex der psyche.
Zumindest in meinem Fall und laut meiner Therapeutin in 90% der Fälle.
Eklig is es natürlich wenn man sich dessen bewusst is und dann die grübeleien anfangen und es einem angst macht.
Ich fahre ganz gut mit ner bewusst-mach-Übung und durchatmen.
Geht nicht immer, grad auch wegen der kleinen aber das oder einfach wissen das es vorbei geht hilft mir.
Gerüche, Bewegung, etwas anfassen, bewusst hören oderoderoder.
Varianten gibt es viele.

25.11.2020 14:31 • #3


RobinHood2122
Und vor was genau will meine Psyche mich beschützen? Ich verstehe es nicht.
Hin und wieder ne Panikattacke komm ich mit klar aber dieses Unwirkliche ist so ekelig.
Hoffe nur das die Tabletten bald anschlagen.

25.11.2020 15:11 • #4


Sydaemeni
Ich kanns dir nicht sagen. Versteh es bei mir auch nicht aber das war die Aussage dazu die ich bekommen hab.
Geduld ist furchtbar aber sie wird dich weiter bringen und es wird leichter. Das spiel kennst du ja.
Stell dir vor, die angst würde nur mit dem was du kennst kommen.. Dann macht es ja keine Angst, also sucht sie nach neuen wegen sich gehör zu verschaffen.

25.11.2020 15:29 • #5


RobinHood2122
Wär mir lieber wenn die Angst mir mal eben einen Brief schreiben könnte was sie von mir will.

25.11.2020 16:33 • #6


RobinHood2122
Nimmst du auch Medikamente?
Hat dir die Therapie schon was gebracht?

25.11.2020 16:34 • #7


RobinHood2122
Zitat von Icefalki:
Natürlich kann das der Grund sein. Jede Art Stress tut uns nicht gut. Sagst ja selbst, das Loslassen fällt dir schwer, der Umtrieb selbst, und jetzt so jetzt alleine, die Pandemie, die Unsicherheit, alles kann dazu führen, dass man wieder in ein Loch fällt.


Hatte einen Tag vor der Derealisation die GrippeImpfung. Kann auch nur Zufall gewesen sein zeitlich aber verbinde das da auch mit. Obwohl das ja nicht unter Nebenwirkungen fällt

25.11.2020 16:36 • #8


Sydaemeni
Zitat von RobinHood2122:
Wär mir lieber wenn die Angst mir mal eben einen Brief schreiben könnte was sie von mir will.


Wenn sie das tun würde wäre es definitiv einfacher

Zitat von RobinHood2122:
Nimmst du auch Medikamente?
Hat dir die Therapie schon was gebracht


Nein nehme nix. Letzten Sommer mal für ein paar Wochen sertralin, derzeit nix.
Js definitiv, jedes mal wieder hat die Therapie mir was gebracht.
Und rein von der Thematik letztrn Sommer wären wir durch gewesen und zu selbstfürsorge Übungen über gegangen bis Stunden voll.. Kam allerdings ein wenig anders im Mai sodas ich diese Woche n Therapeutenwechsel habe (weil meine leider fertig is dort in der Praxis) und es nit Traumaaufarbeitung weiter geht.

Aber trotzdem kann ich aus vollsten Herzen sagen das es jedes mal was anderes war und geholfen hat

25.11.2020 17:03 • #9


saga1978
Zitat von RobinHood2122:
Hallo,Ich weiß gerade nicht mehr weiter. Meine erste Panikattacke hatte ich vor 12 Jahren und seitdem immer hin und wieder. Aber es war auszuhalten. Hinzu Kam eine leichte Depression. Die aber immer mal wieder besser wurde. Hatte auch 2 mal Verhaltenstherapie. Dann vor jetzt 7 Wochen fing es an dass mir alles komisch vorkam , alles so fremd und weil es mir so Angst gemacht hat Panikattacke. Anfang September hatte ich wohl eine im Schlaf , bin dann mit Herzrasen aufgewacht und wusste auch nicht mehr wo oder was ich bin. Das hat sich dann aber wieder gelegt. Aber seit 7 Wochen jetzt dieses ...



Das sertralin kann die Depersonalisation auch erstma verstärken das lässt aber nach nach ner weile. Ansonsten versuch dich immer auf was andres zu konzentrieren viel ablenken Achtsamkeitsübung

25.11.2020 17:09 • x 1 #10


RobinHood2122
Zitat von Sydaemeni:
Wenn sie das tun würde wäre es definitiv einfacher Nein nehme nix. Letzten Sommer mal für ein paar Wochen sertralin, derzeit nix. Js definitiv, jedes mal wieder hat die Therapie mir was gebracht. Und rein von der Thematik letztrn Sommer wären wir durch gewesen und zu selbstfürsorge Übungen über gegangen bis Stunden voll.. Kam allerdings ein wenig anders im Mai sodas ich diese Woche n Therapeutenwechsel habe (weil meine leider fertig is dort in der Praxis) und es nit Traumaaufarbeitung weiter geht.Aber trotzdem kann ich aus vollsten Herzen sagen das es jedes mal was anderes war und geholfen hat


Hattest oder hast du denn auch Derealisation?

25.11.2020 17:24 • #11


portugal
Ich hatte 17 Monate Derelisation, Geschmack war ganz weg und ich roch alles doppelt intensiv. Sobald ich aus der Depression raus war, wars weg.

Sertralin hatte mir sehr geholfen, sei bitte nicht ungeduldig, es hat bei mir 5 Wochen gedauert und dann ging es richtig bergauf. Ich konnte dann auch wieder essen.

Ja, es ist schlimm. Man fühlt sich wie ein Außenseiter. Ich hab das 4x mitgemacht und irgendwann ging es wieder bergauf.

Ich drück Dich ganz doll, wenn Du Fragen hast, dann einfach stellen, wir sind für Dich da

25.11.2020 17:36 • x 4 #12


Sydaemeni
Habe es hin und wieder noch.
Verschiedene Varianten und dauer auch ganz unterschiedlich aber wird weniger und ist auch weniger beängstigend als noch vor ein paar Wochen.

25.11.2020 17:38 • x 2 #13


RobinHood2122
Danke schön. Hoffe dass es bei mir auch besser wird.
Man liest soviel negatives dass manche es Jahrzehnte haben und nichts hilft.
Ich hab ja hin und wieder lichte Momente aber dann merke ich dass und prüfe wieder und Zack wieder da.

25.11.2020 17:47 • #14


Sydaemeni
Und das ist n Fehler.
Wieder analysiert is man wieder drin. Denn sind wir mal ehrlich, das kann man rational gar net erfassen und die Gedanken die man da hat führen automatisch dazu das man sich ausklinkt.

Wenn ich aktuell so Anwandlungen habe verdränge ich diese Gedankenspirale sofort und lenke mich ab.

Selbst diese kurzen Momente die ich noch habe über den Tag sind eklig aber im Gegensatz zu vor einigen Wochen is es n witz und lässt sich prima handhaben.

Das wird du wirst sehen.

25.11.2020 18:00 • x 1 #15


RobinHood2122
Heute Vormittag war ich total erledigt und lag nur auf dem Sofa. Da hatte ich es komischerweise nicht. Zu erledigt um zu grübeln.
Ich will auch gar nicht grübeln aber kann es nicht lassen.

25.11.2020 19:16 • #16


portugal
Du bist ja jetzt erst am Anfang, ich weiß wie schlimm das ist. Also wie gesagt, dass Sertralin hat nach 5 Wochen gewirkt und innerhalb von 4 bis 5 Tagen war ich dann aus der Depression raus.
Falls es bei Dir nicht anschlägt, dann wird entweder erst erhöht oder ein anderes AD ausprobiert, aber das kennst Du ja bestimmt.

25.11.2020 22:56 • #17

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portugal
Und das mit dem Grübeln kennen wir alle. Ich hab wochenlang nachts nicht mehr geschlafen, ich hatte Augenraender wie ein Panda Bär.

25.11.2020 22:58 • #18


RobinHood2122
Und es kam bei dir auch nicht mehr wieder?
Nimmst du noch Sertralin?
Ja grübeln ist schrecklich. Hab zu viel Zeit.

25.11.2020 23:57 • #19


RobinHood2122
Warum ist es morgens immer so schlimm? Sobald ich Augen auf mache.
Hab heute meine 7. Tablette Sertralin genommen. Hab keine Geduld mehr habe Angst dass es nie wieder weg geht.

26.11.2020 09:40 • #20



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