Zitterchen

Zitterchen

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Hallo Ihr Lieben,
Seit ich selber an Depressionen/Gener.AS, leide und mich damit beschäftige merkt man eigentlich wieviele Menschen auch damit
zu tun haben.

Nur bei 90% gab es "gute Gründe" die zum Ausbruch führten,
Krankheiten, Schicksalschläge, Todesfälle , familiäre Probleme, Mobbing usw

Nur bei mir passte doch alles, familie, freunde, freund, konnte mich eigentlich nicht großartig beschweren, zum meckern hat ja jeder was.
Wieso kriegt man dann sowas, bin ich von haus aus ein "Schwächling" ?
Fühl mich wenn ich so überlege wieder ganz nutz/wertlos

GLG Euer Zitterchen

28.11.2009 21:51 • 14.12.2009 #1


7 Antworten ↓


Christina

Christina


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Zitat von Zitterchen:
Nur bei 90% gab es "gute Gründe" die zum Ausbruch führten,
Krankheiten, Schicksalschläge, Todesfälle , familiäre Probleme, Mobbing usw
Ich glaube, diese 90 % sind das Ergebnis einer verzerrten Wahrnehmung. Statistisch (bzw. nach psychologischen Statistiken) sind die Auslöser in der Mehrheit der Fälle so unscheinbar, dass die meisten Patienten nicht verstehen, warum sie mit so einer Störung geschlagen sind.

Zitat von Zitterchen:
Nur bei mir passte doch alles, familie, freunde, freund, konnte mich eigentlich nicht großartig beschweren, zum meckern hat ja jeder was.
Wieso kriegt man dann sowas, bin ich von haus aus ein "Schwächling" ?
Fühl mich wenn ich so überlege wieder ganz nutz/wertlos
Ich kenne deine Vorgeschichte ja nicht, aber üblicherweise geht man von sog. Stress-Diathese-Modellen aus. D.h., man hat eine gewisse Veranlagung (aus Genen, Erziehung, Sozialisationsbedingungen), zu der dann noch akuter Stress in der Auslösesituation kommt. Das heißt weder, dass die Veranlagung schlecht sein muss, noch dass der Stress unbedingt negativer Natur ist. Die Veranlagung kann auch eine besonders gute Lernfähigkeit, hohe Sensibilität o.ä. sein, und Stress wird auch durch absolut positiv zu bewertende Ereignisse (Geburten, Umzug, bestandene Prüfungen, Heirat etc.) ausgelöst. Oft ist es ganz einfach dumm gelaufen... Und Maßstäbe dafür, wann man so "schwach" sein darf und einem eine psychische Störung zusteht, gibt es sowieso nicht.

Liebe Grüße
Christina

29.11.2009 00:06 • #2


omegaman


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Hallo Zitterchen

Ich gehe auch davon aus, dass immer ein Ereignis, Erlebnis oder ein Lebensumstand der Auslöser für eine Angsterkrankung und/oder Depresionen sind.

Diese Auslöser müssen nur nicht immer im Bewusstsein (also in der Erinnerung) vorhanden sein. Sie können in der frühen Kindheit liegen (wo keine bewusste Erinnerung mehr besteht), sie können verdrängt worden sein (oft bei sexuellem Missbrauch), oder sie können einfach nur nicht als solche gesehen/erkannt werden.

Natürlich mag es auch noch eine genetische Präposition geben, die uns mehr oder weniger empfänglich/sensibel für solche Dinge macht.

In seltensten Fällen (1%) können auch Hirnorganische (endogene) Störungen/Verletzungen, oder Stoffwechsel- /Hormonstörungen der Auslöser /Ursache sein.

Da mir meine Mutter, von meinem 10 bis zu meinem 15 Lebensjahr, immer wieder täglich sagte, ich hätte eine psychische Störung von meinem Vater (genetisch) geerbt, habe ich mich, natürlich erst viele Jahre später, sehr intensiv mit diesem Thema auseinandergesetzt/informiert.

Liebe Grüsse, omega

29.11.2009 10:50 • #3


Zitterchen

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Hallo Ihr lieben,

danke für eure antworten!
Ja ich hatte schon stress arbeitsmässig...und ja sensibel bin ich schon sehr nehme mir alles sehr zu Herzen wenn mir etwas/jemand wichtig ist!

Ich fühl mich halt immer so "wertlos" wenn ich andere sehen die arbeit haushalt kinder so geregelt haben,
da bin ich richtig neidisch weil ich alles auch wieder sogern
schaffen möchte!

Und wenn ich dann sehe was andere im leben schon mitgemacht haben so tapfer sind bin ich richtig traurig!!

29.11.2009 21:21 • #4


Tenshi1984


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Kenn ich gut. Ich hab die gleichen GEdanken. Wieso ich? Bei mir war bis zu der ersten PA alles ok im Leben..

Mitlerweile denke ich, es war einfach der Streß als Auslöser

05.12.2009 15:29 • #5


Zitterchen

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Hallo,
bin gottseidank wieder hier,
mein Laptop hat den geist aufgegeben.

Ja wenn ich so drüber nachdenke ziehe ich so anzeichen schon ewigkeiten mit mir rum, dann hatte ich einen Arbeitsplatzwechsel
und obwohl es mir dort viel besser als in der alten arbeit gefiel,
war s wohl doch bissl viel und dann ist alles richtig los
gegangen

GLG Zitterchen

13.12.2009 15:25 • #6


omegaman


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Hallo Zitterchen

Veränderungen, egal ob im Privatleben oder beruflich, bringen immer eine gewisse Unsicherheit mit sich.
Daher können sie auch immer Ängste auslösen.

LG, omega

13.12.2009 16:04 • #7


Zitterchen

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Hallo,
ja wird s wohl gewesen sein, schlimm, denn war nur einige Tage krank,
schon war der neue Job weg,
nun wirds natürlich nicht besser, jetzt hab ich diese
angst was neues zu finden und gar keine Kraft anzufangen damit:-(
Und panische Angst wieder in der Altenpflege zu arbeiten,
wegen den Kranken und Tod usw daran kann ich gar nicht denken


GLG Zitterchen

14.12.2009 13:33 • #8



Mira Weyer


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