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kleinesAngsthaeschen

kleinesAngsthae.
Mitglied

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Hallo, hat von euch jemand eine depersonalisierung? Und wie geht es euch damit? Was habt ihr für Gefühle?

Liebe Grüße Maike

10.07.2016 #1


38 Antworten ↓
S

Sternenstaub1
Mitglied

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Meine DP äußert sich so, dass ich das Gefühl hab, ich "lebe" nur in meinem Kopf.
Der Rest Körper gehört zwar dazu, aber nicht zu "mir". Als ich so 14 oder 15 war, hab ich
mal auf eine Freundin gewartet. Ich stand so da, schaute auf meine Hände und dachte
"komisch, du kennst die Hände, aber irgendwie sind sie dir trotzdem völlig fremd".
Das war das erste Mal, das mir das so richtig bewusst wurde.

Oft hatte ich das Gefühl, vor allem bei Überforderung, wie neben mir zu stehen, mich
selbst reden zu hören, als wäre das eine andere Person. Das war mal besser, mal schlechter.

Letztes Jahr in der Reha hatte ich ein schlimmes Erlebnis in einer Therapiestunde,
es ging um Körpererfahrung. Ich hab einen Filmriss, weiß nicht mehr genau, was
da war, aber ich war plötzlich völlig losgelöst von mir selbst, das war entsetzlich!
Leider passierte das gleich am 3. Tag und ich hab kein Bein mehr auf die Erde bekommen,
Reha hab ich abgebrochen u.a. deswegen.

Und seitdem ist es noch schlimmer, es kommt sehr oft vor, dass ich mich im Spiegel sehe
und die Frau dort zwar kenne, aber keinen Bezug zu ihr hab. Ich versuche, das zu verdrängen,
aber das ist schwer. Mir fällt es schwer, unter Menschen zu gehen, ich bin dann meist "zu zweit".

10.07.2016 09:16 • #35


Zum Beitrag im Thema ↓

A


Depersonalisierung, hat das jemand von euch?

x 3


F

Freisein
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Ach meinliebes Angsthaeschen, ich versteh dich sooo gut. Ist leider so bei dieser Erkrankung. Wie Waage sagt, es sind "nur" Gefühle, es kann dir nix passieren, du wirst nicht verrückt, keine Angst! Vielleicht beruhigt es dich, wenn ich ein bisschen von meinen "Zuständen" erzähle, so dass du weisst, dass du nicht die Einzige bist und diese Gefühle wirklich zur Krankheit gehören und man nicht verrückt wird davon.

Also, ich war heute am putzen. Dann hab ich gemerkt, dass ich langsam wieder überfordert bin, zu viel, keine Ahnung. Auf jeden Fall war ich danach nicht mehr ganz in meinem Körper, ich hab mich gefühlt als wär ich eineinhalb Köpfe kleiner, wie eine 9 jährige vielleicht. Ich hab mir dann gesagt, keine Angst, nur noch das hier fertigmachen, danach kannst du dich ausruhen. Das hat mich kurzzeitig beruhigt, dann aber Päng, wie angeschossen hatte ich starke Knieschmerzen. Ich weiss noch dass ich als 7jährige das hatte. Das Unbewusste scheint etwas sagen zu wollen. Ich hab mich natürlich aufgeregt und gedacht, was soll das eigentlich, wieso lässt mein Körper mich nicht in Ruh. Aber ich glaube meine Therapeutin würde da was anderes sagen, vermutlich, dass ich das annehmen und nicht verurteilen soll.

Bist du in Therapie? Das ist wichtig.

24.04.2016 18:17 • #22


Zum Beitrag im Thema ↓


Vergissmeinicht
Hey Haeschen,

das kennen einige hier und ich selber von damals auch. Ich habe es als ganz furchtbares Gefühl, und nichts anderes ist es, empfunden. Es gehört zu der Angst. Alles fühlt sich so unwirklich an, wie in Watte gepackt, als stünde jemand neben einem ... In Wirklichkeit bist Du aber in der Realität. Lass Dich nicht davon beeirren, es geschieht Dir nichts.

#2


kleinesAngsthaeschen
Zitat von Vergissmeinicht:
Hey Haeschen,

das kennen einige hier und ich selber von damals auch. Ich habe es als ganz furchtbares Gefühl, und nichts anderes ist es, empfunden. Es gehört zu der Angst. Alles fühlt sich so unwirklich an, wie in Watte gepackt, als stünde jemand neben einem ... In Wirklichkeit bist Du aber in der Realität. Lass Dich nicht davon beeirren, es geschieht Dir nichts.


Hattest du auch so Angst vor dir selber bei diesem Gefühl? Ich habe auch Angst vor meinem Körper!
Weiß nicht ob das alles noch normal ist.
Wenn ich laufe, habe ich das Gefühl, ich müsste gleich krabbeln.

#3


Vergissmeinicht
Ja Haeschen,

hatte das auch und fühlte mich, wie geschrieben, wie in Watte gepackt. Alles war irgendwie unwirklich. Nimmst Du irgendwelche Medis?

#4


J
Ja kenne ich und bekomme ich regelmäßig anstatt von panikattacken sozusagen

#5


kleinesAngsthaeschen
Ich nehme Fluoxetin und ab und zu mal ne Tavor. Dieser Zustand macht mir so Angst und ich denke immer ich würde verrückt werden oder die Kontrolle verlieren.
Der Zustand ist jetzt schon sechs Wochen so, ich frag mich wie lange das dauert.

#6


F
Hallo kleines Angsthaeschen. Ich kenne Deperonalisation vom Anfang meiner Krankheitsgeschichte her. Auch hatte ich immer wieder, bis heute,das Gefühk von Taubheit in den Unterarmen und Unterschenkeln.

Du schreibst etwas sehr interessantes: dass du das Gefühl hast, dann krabbeln zu müssen. Zwei Therapeuten (meine ambulante und der in der Klinik) brachten bei mir die Taubheitsgefühle auf frühkindliche Traumata oder nicht verarbeitete Erfahrungen in Zusammenhang. Ich hatte in diesen Zuständen auch immer das Gefühl, ich laufe wie ein Äffchen mit O-Beinen, oder eben wie ein sehr kleines Kind, dass noch nicht selber laufen kann. Das Krabbelgefühl könnte auch bei dir auf eine frühkindliche Prägung hinweisen. Die Gefühle sind in unserem Körper gespeichert und er erinnert sich daran. Ich würde das auf jeden Fall bei deinem Therapeuten ansprechen, das mit dem Krabbelgefühl. Das Kleinkind kann therapeutisch nachgenährt werden mit entsprechenden Methoden. Auf jeden Fall brauchst du keine Angst vor dem zu haben. Wenn du weisst, woher das Gefühl kommt, ist es einfacher, damit umzugehen.

#7


W
Hallo kleines Angsthaeschen,

kenne dieses Gefühl auch..man fühlt sich entfremdet von der Umwelt und auch oft zu sich selbst..es fehlt das Vertrauen.

Dieses wieder zurückzubekommen..ist Arbeit und braucht Zeit und Geduld.

L.G. Waage

#8


kleinesAngsthaeschen
Hallo freisein, danke für den Tipp, ich spreche sie nächstes mal drauf an.

#9


kleinesAngsthaeschen
Zitat von waage:
Hallo kleines Angsthaeschen,

kenne dieses Gefühl auch..man fühlt sich entfremdet von der Umwelt und auch oft zu sich selbst..es fehlt das Vertrauen.

Dieses wieder zurückzubekommen..ist Arbeit und braucht Zeit und Geduld.

L.G. Waage


Hattest du auch immer Angst verrückt zu werden und alleine mit dir selber zu sein?

#10


W
Verrückt zu werden, war nicht mein Gedanke..aber alleine mir mir zu sein..war schwer auszuhalten..da man alles umso mehr wahrnimmt. Bei Ablenkung durch andere weniger..bin trotz allem immer raus und habe versucht alles nicht so an mich ran zu lassen..was natürlich verdammt schwer ist. Auch Sport und überhaupt Bewegung sind sehr hilfreich...

L.G.

x 1 #11


kleinesAngsthaeschen
Ich versuche oft raus zu gehen, jedoch fühle ich mich so komisch und hab das Gefühl ich muss mich auf jeden Schritt konzentrieren und ich denke dann immer, meine Füße laufen gleich nicht mehr.

In der Nacht wache ich sehr oft auf mit einem sehr schnellen Herzschlag, und ich frag mich sofort wer ich bin weil ich mich furchtbar fremd fühle.

#12


L
Ich habe das in meinen ganz schlimmen Angstphasen.Als ich 2014 in der Psychiatrie war hatte ich ständig das Gefühl alles um mich herum sei unwirklich.Nur in meinem Zimmer...sprich in meinem Bett war es weg.Sobald ich aufgestanden bin um irgendwohin zu müssen trat dieses Gefühl wieder auf.Ich hatte dabei den Eindruck als sei der Boden nicht eben sondern schief...auch das Sehen war anders...ganz komisch,eigentlich unbeschreiblich.

Als Kind und Jugendliche hatte ich manchmal im Wechsel das Gefühl das mein Kopf Riesengroß sei und mein Körper so klein wie eine Erbse oder mein Kopf fühlte sich an als sei sie so klein wie eine Erbse und mein Körper überdimensional groß.Das jagte mir immer eine riesenangst ein.

x 1 #13


F
In der Zeit der schlimmsten PA,s und Ängste hatte ich immer das Gefühl, etwa 5 cm ausserhalb meines Körpers zu sein. Alles war so surreal, unwirklich. Das war furchtbar. Kleines Angsthaeschen, so furchtbar es im Moment auch ist, möchte ich dir doch Mut zusprechen: es geht wieder vorbei.

x 1 #14


kleinesAngsthaeschen
Zitat von Freisein:
In der Zeit der schlimmsten PA,s und Ängste hatte ich immer das Gefühl, etwa 5 cm ausserhalb meines Körpers zu sein. Alles war so surreal, unwirklich. Das war furchtbar. Kleines Angsthaeschen, so furchtbar es im Moment auch ist, möchte ich dir doch Mut zusprechen: es geht wieder vorbei.

Vielen Dank, das macht mir Mut

#15


W
Wie geht es dir denn heute, kleines Angsthaeschen?

L.G. Waage

#16


kleinesAngsthaeschen
Zitat von waage:
Wie geht es dir denn heute, kleines Angsthaeschen?

L.G. Waage


Hallo Waage, danke für die Nachfrage. Nicht besonders gut. Ich glaube ich dreh bald durch. Die Gefühle die ich hab sind so schwer zu beschreiben. Hab das Gefühl, wie wenn mein Körper nur eine hautschicht ist in der sich mein Gehirn befindet. Nach dem schlafen ist es immer am schlimmsten. Ich hab das ständige Gefühl, ich bin nicht mehr ich.
Weiß gar nicht wie das weitergehen soll. Hab einen Sohn mit fünf Monate und bin nicht in der Lage allein Zuhause zu bleiben.

Liebe Grüße

#17

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W
Ja, daß ist Mist..aber sag dir immer wieder es sind Gefühle..die dir nichts können. Nimmst du Medis? Oder machst du eine Therapie?

Sicher brauchst du in dieser Zeit Unterstützung um für dein Kind zu sorgen...

L.G. Waage

#18


kleinesAngsthaeschen
Zitat von waage:
Ja, daß ist Mist..aber sag dir immer wieder es sind Gefühle..die dir nichts können. Nimmst du Medis? Oder machst du eine Therapie?

Sicher brauchst du in dieser Zeit Unterstützung um für dein Kind zu sorgen...

L.G. Waage


Ich nehme täglich Fluoxetin und ab und zu mal ne Tavor.
Mein Sohn ist immer bestens versorgt. Aber das setzt mich natürlich sehr unter Druck.
Manchmal denke ich, ich komme als Mensch nicht klar, hört sich komisch an, hoffe aber das auch das vergeht.

Liebe Grüße

#19


W
Zitat von kleinesAngsthaeschen:
Manchmal denke ich, ich komme als Mensch nicht klar, hört sich komisch an, hoffe aber das auch das vergeht.


Verstehe dich gut...das vergeht sicher ..aber muß "bearbeitet" werden..daher auch deine Symptome.

L.G. Waage

#20


A


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Mira Weyer
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