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Hallo,

ich habe folgendes an mir entdeckt. Depersonalisierung und Angst.
Wobei die Depersonalisierung wahrscheinlich durch die Angst ausgelöst wird.
siehe auch hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Depersonalisation

Ich hoffe hier Menschen zu treffen. Die ähnliche Erlebnisse haben, weil ich da unbedingt raus möchte.
Ich möchte mein Leben leben ohne Angst!

Was glaubt ihr. Kann ich das schaffen?

Ich habe gelesen das man als erstes sich seinen Ängsten stellen muss.
Wie sind eure Erfahrungen?
Ich bin froh nicht alleine damit zu sein

01.09.2012 10:52 • 02.09.2012 #1


5 Antworten ↓


Misch
Was heißt an dir entdeckt? Mit dem Selbstentdecken von Psychischen Störungen wäre ich sehr vorsichtig. Da kann man sich schnell mal was zusammendichten und einreden. Darum gehe ich mal auf den Wikilink nicht ein sondern konzentriere mich auf das Gefühl und das Erleben dahinter.

In der letzten Klinik hab ich mich mit einigen unterhalten die auch dieses "Fremdsein" spüren. Ich glaube das ist sogar gar nicht so selten und tritt bei einigen als Begleitsymptom auf. Bei mir Miterscheinung vom ADS, meiner Angststörungen und meiner Depression. Nach der Klinik wars ein wenig besser. Momentan hats wieder bedingt durch ne Trennung voll zugeschlagen. Manchmal hasse ich mich richtig, das ich wegen der Trennung bisher nichtmal feuchte Augen bekommen hab und wenn ich dann in den Spiegel schau schaut mich so eine fremde Person dämlich an. So fremd wie heute fühlte ich mich nie.

Ob man das los wird? Naja es hat was von ner Schutzfunktion ... da wird das gefühlte und erlebte einfach vom Körper losgelöst. Darum denke ich, wenn der Schutz nicht mehr gebraucht wird verschwindet auch die Fremde. Ob das so einfach funktioniert ... kein Schimmer. Ich denke ich werde mein Spiegelbild immer als fremd und bedrohlich empfinden.

Was das körperliche Empfinden betrifft ... sog. Skills sind hier oft sehr hilfreich. Kommt aus der Dialektisch-Behaviorale Therapie für Borderlinestörungen. Skills sind Reize die eine Art Interrupt hervorrufen. Der Reiz kann optisch, akustisch sein. Er kann durch Tasten ausgelöst werden, durch riechen und schmecken. Beliebte Objekte sind solche Dinge wie Chili Gummibärchen aber auch ein Eiswürfel in der Hand festhalten tut seinen Zweck. Ich z.b. habe immer ein Mass. hier liegen. Das Ganze hat einfach den Sinn dem Körper starke Reize zu bieten um sich selber zu spüren. Denn meist fühlt sich der Körper auch tot an aber mit nem Eiswürfel in der Hand und nem Chili Gummibärchen im Mund fühlt man sich ganz schnell lebendig. Das sind recht einfache Mittel die auch sehr gut wirken. Das Einzige was man ein wenig üben muss, ist sie automatisch zu benutzen wenn man es benötigt.

Noch einen Satz ... Das man sich als erstes seinen Ängsten stellen muss ... das kann man eigentlich von Anfang bis zum Ende des Lebens als Priorität setzen. Jedoch immer nur in kleinen Portionen und gerade soviel wie man an Ängsten tragen kann. Wege wie "Ins kalte Wasser springen" sehe ich bei Ängsten als sogar gefährlich an. Eine Angststörung in den Griff zu bekommen kann ein langer und anstrengender Weg sein. Je nach dem wie die gesamt Problematik aussieht würde ich nicht davon absehen professionelle Hilfe zu suchen.

mfg Misch

01.09.2012 12:45 • #2



Depersonalisierung und Angst

x 3


Misch
mhm Doppelpost

01.09.2012 12:45 • #3


wieso Doppelpost?

Danke für deine lange Mail.
Naja es ist schon so das ich mich Gefühlsmäßig erlebe. Kann weinen wenn ich glücklich bin und auch wenn ich traurig bin. Mittlerweile kann ich auch Wut spüren und rauslassen.
Aber danke für den Hinweis damit vorsichtig zu sein. Ich fand es einfach erstmal erleichternd das ich überhaupt erstmal einen Namen für das gefunden habe was ich empfinde. Am meisten spüre ich dieses nicht bei mir sein, in Gegenwart bestimmter Männer. Und manchen Situationen. Oder wenn ich mir zuviele Gedanken mache. Dann bin ich irgendwie auch nicht im HIer und Jetzt.

Was hast du für Techniken gelernt damit umzugehen?
Ich versuche es derzeit mit Meditation und die Gedanken zu unterbrechen und naja, positive mich einzustellen. Und darauf zu fokussieren was vor meinem Auge liegt und nicht abschweife.
Ich lese viel.
Was die Krankheitsangst betrifft. WEiß ich das ich die jedenfalls vererbt und vorgelebt bekommen habe. Ich weiß nicht wie schlimm das jetzt ausgeprägt ist bei mir, aber ich versuche auch da mir zu sagen in dem Moment: okay Francs: wie ist es denn realistisch betrachtet, ist es jetzt wirklich so? Und wenn ja, garnicht lange nachdenken, zum Arzt und gut ist. Leichter gesagt als getan. Aber es hat mir gestern zum Bispiel geholfen.
Und ich versuche erstmal tief durchzuatmen und runterzukommen von so einer Attacke.

01.09.2012 19:15 • #4


Ich kenne die depersoninisierung auch. Je weiter ich mit meiner Therapie fortgeschritten bin um so weniger ist es geworden, genau wie die anderen angstsymptome. Ich den Ängsten zu stellen und kein Vermeidungsverhalten zu entwickeln ist nur ein Punkt in der Therapie. Die Ursachen zu finden und diese zu verarbeiten ist ein weiterer Punkt.

01.09.2012 21:29 • #5


Das Problem ist: Ich weiß mittlerweile nicht ob es wirklich eine Deperso. ist.
Ich finds halt auch doof das mein Thera mir nicht mal genau gesagt hat, was bei mri der Fall ist. Fakt ist. Ich Nehme zuviel von Aussen wahr und sehe nicht aus meinen eigenen Augen. Es ist als wäre ständig dieser Beobachter eingeschaltet der alles unter Kontrolle hat.
Als würde ich meine Umwelt im großen MAße erfassen wollen. Und das führt eben bei mir dazu das ich nicht richtig mich fallen lassen kann.
Ich will einach nur rausfinden wo ich weitersuchen kann, damit ich weiß wie ich damit umgehe bzw. lebe bzw. mir selbst helfen kann.
Denn durch dieses Entfremdungsgefühl lebe ich irgendwie nicht. Und manchmal habe ich das Gefühl das ich mir nur aus Einsamkeit diese Ängste einbilde.

02.09.2012 10:03 • #6




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Mira Weyer