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Hallo zusammen,
ich hatte ja heute schon einmal gepostet von wegen "verrückt sein" - jetzt kann ich meine derzeitigen Gefühle noch besser beschreiben: Die Person, die ich noch vor einigen Monaten war, gibt es nicht mehr. Auch die Erinnerungen an diese Zeit kommen mir fremd und unwirklich vor. Die Person, die ich jetzt bin, ist mir auch fremd. Sie ist nur eine Hülle aus Angst. Mein Umfeld, meine Familie erkennt mich, aber ich kenne mich nicht mehr und habe Angst vor mir und diesem irrealen Zustand. Ich erledige alles nur aus einer gewissen Gewohnheit heraus wie ein Roboter. Was ist das, geht das wieder weg? Es fühlt sich furchtbar an. Habe auch Angst, dass ich immer orientierungsloser werde... Finde mich nicht mehr zurecht.
Luisa

01.11.2010 18:32 • 03.11.2010 #1


4 Antworten ↓


Luisa,

ich habe Dir in deinem anderen Thread geantwortet, weil in 2 der gleichen ist es ja unnötig

Du packst das.....

01.11.2010 20:06 • #2



Depersonalisierung oder Depression?

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Christina
Hi Luisa,

ja, das geht wieder weg, es ist ein typisches Angstsymptom. Leider bleibt es aber wie alle Angstsymptome umso hartnäckiger, je mehr man sich damit beschäftigt und deswegen sorgt. Eigentlich bräuchtest du dir keine Sorgen zu machen, verrückt wirst du ganz sicher nicht. Ich habe deinen anderen Thread gelesen und den Eindruck, dass es dir so richtig beschissen geht. Du hast dauernd Angst, dazu noch Symptome und das alles macht dir noch mehr Angst. M.E. solltest du dir einen guten Psychiater (besser eine Psychiaterin, die sind oft sorgfältiger) suchen und dich medikamentös (i.d.R. auf ein Antidepressivum) einstellen lassen. Ich kann mir nämlich kaum vorstellen, wie du in diesem Dauerstress noch therapiefähig sein sollst. Und es wäre sicher gut, generell den Angstpegel runterzufahren. Mit dem richtigen AD würden auch die Depersonalisierungszustände zurück gehen. Aber: Auch das ist kein leichter Weg, denn bis man das richtige AD gefunden hat, muss man u.U. eine paar Fehlversuche einkalkulieren.

Liebe Grüße
Christina

01.11.2010 20:10 • #3


Hallo Christina und andere,

nachdem ich gestern einen ganz schlimmen Tag hatte - habe nur gelegen und dachte, mein Inneres löst sich auf, sagte meine Therapeutin am Telefon, dass ich in diesem Zustand ihre Empfehlungen nicht mehr befolgen könne und eine Klinik der bessere Weg sei. Doch wie soll das gehen? Ich habe 2 kleine Kinder und mein Mann ist beruflich stark eingespannt - auch mit Dienstreisen. Die Kinder müssen gefahren werden, was eine evtl. Haushaltshilfe von der Krankenkasse ja nicht übernehmen würde. Bislang habe ich wenigstens das immer noch gepackt.

Heute ging es mir eigentlich ein bisschen besser, aber dieses Befremdlichkeitsgefühl, Entrücktsein geht nicht weg. Mein Psych versucht mich auf Venlaflaxin einzustellen. Ich habe solche angst was werden wird. Muss doch für meine Kinder da sein.

Verliere ich den Bezug zur Realität, ist das eine beginnende Psychose?

03.11.2010 16:26 • #4


Christina
Zitat von Luisa:
Verliere ich den Bezug zur Realität, ist das eine beginnende Psychose?
Nein, ist es nicht. Soviel mal erst zur Beruhigung, habe jetzt keine Zeit. Venlafaxin könnte dir helfen, muss man abwarten. Es gibt jedenfalls Lösungen...

Liebe Grüße und bis später...
Christina

03.11.2010 17:03 • #5





Prof. Dr. Heuser-Collier