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Sternchenundich
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Hallo ihr Lieben,
bin jetzt in der 12. Woche schwanger und leide seit ein paar Wochen massiv unter einer Angststörung. War sogar 4 Wochen stationär in einer Klinik. Das Problem ist nur, dass ich dort in einem geschützten Raum war und da ging es dann besser. Medis kann ich ja so gut wie nichts nehmen. War jetzt eine Woche zu Hause. Ging nur, weil mein Mann da war und ab morgen ist dann Tagesklinik angesagt. Ich war dort v einigen Jahren schon mal und es war sehr gut. Nun habe ich aber immer am Morgen so sehr mit Angstattacken zu kämpfen, die auch mal über eine Zeit v 2 Stunden gehen können. Außerdem Übelkeit, Zittern und fühle mich wie gelähmt. Jetzt lasse ich mich morgen dorthin fahren. Wenn ich aus dem Haus muss, ist mein Mann schon in der Arbeit. Ich habe jetzt schon so eine Angst v morgen. Kann es auch iwie nicht abstellen. Und so ne Tavor wirft man sich auch nicht einfach so ein, wenn man schwanger ist. Ich hasse diese Angst v der Angst. Aber ich weiß auch, dass die Attacken da sein werden, denn das geht schon länger so. Was kann ich also tun? Bin oft so verzweifelt und gelähmt und schaffe es dann gerade mal mich anzuziehen und Zähne zu putzen.

14.03.2017 #1


136 Antworten ↓
onelove91

onelove91
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Ich muss es so aushalten, es war schon mal viel viel schlimmer. An diese Zeit denke ich in den schweren Momenten besonders, ich denke das hilft durchaus, um nie wieder dort zu landen. Ich hatte mindestens 20 panikattacken am Tag, von 60 kilo bin ich runter auf 48, hab 3 Wochen nicht einen krümmel zu mir genommen.. hab mich total isoliert, jeden gehasst, jeden für meine Situation verantwortlich gemacht, baden? Ach wofür.. hygienisch gesehen war ich ein komplettes wrack, vor der Zeit eher waschzwang, 2x am Tag duschen und baden gehörte dazu.. hab sehr auf mein äußeres geachtet.. Mittlerweile Fall ich wieder in diese Schiene.. Und es ekelt mich förmlich an, aber ändern kann ich es auch iwie nicht. Lieg ich in der Wanne analysiere ich im Ruhezustand nur noch mehr meinen Körper..
Aber ich hab es einmal daraus geschafft, mit eigener Hilfe & niedrig dosierte medis, wobei mir jeder (Hausarzt, Therapeut) versichert hat, dass in meinem Fall mit 150 mg aufwärts angefangen wird, ich aber jediglich nur 25 mg genommen habe und es NUR schlaffördernd wirkt aber nicht das Problem an sich, dass hab ich ganz allein gemacht. Ok durch das Medikament hab ich 16 kg zugenommen, war in meinem Fall aber nicht schlimm, somit hatte ich wieder mehr Kraft, bzw mein Körper hatte die nötige kraft um durchzuhalten... Ich lag stationär im Krankenhaus und die haben mich dort behandelt wie das letzte Stück schei., wurde nicht ernst genommen, mein ganzes auftreten trotz Attacken wurde belächelt & zum krönenden Abschluss wurde ich mit Schlaftabletten zugedröhnt damit ich nicht nerve und die klappe halte...
Ich hab diese extreme Schattenseite des Lebens kennen und auch schätzen gelernt, ich musste iwie einen Weg daraus finden und nach monatlicher Qual hab ich fest gestellt das nur ICH allein das ganze meistern kann..
Mein Therapeut sagte erst vor kurzem zu mir das ich letztes Jahr mit so viel eigenwissen in diese Therapie Stunden kam das er zunächst nicht wusste wie er mich überhaupt therapieren soll.. Nach 7 ! Sitzungen war meine Therapie beendet.. Ich war so stolz und voller Tatendrang immer mehr über diese Krankheit zu erfahren bis ich ohne Medikamente zu meiner eigentlichen Persönlichkeit zurück kam. Am meisten fehlt mir mein lachen, mein Humor & mein friedvolles ich. Ich weiß noch genau wie ich in meiner letzten Therapie Stunde gesagt hab 'irgendwie ist mir mein leben zu langweilig geworden was mich früher ausrasten ließ belächel ich plötzlich nur noch' ich bekam die Antwort ' das ist ein gutes Zeichen, dann sind sie mit sich und ihrem Leben vollstens zufrieden!'
Ich sehne mich nach diesen Worten Sad

03.03.2017 15:35 • #112


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Angststörung und schwanger- ab morgen Tagesklinik

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onelove91

onelove91
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Hab erst am Mittwoch meinen nächsten Termin. Dann frag ich ihn wie er das ganze begründet, nirgendwo steht geschrieben das es zu 100% schädlich wäre. Und das das was Grad passiert viel schlimmer sein kann unbehandelt. Klar ich bin in Therapie aber momentan hab ich das Gefühl das mich das kein Stück weiter bringt.
Das bryophyllum was ich nehme, ist eher dafür gedacht das nichts passieren kann sprich FG und soll natürlich den gewünschten Placebo Effekt bei mir auslösen 'aha ich hab was genommen'
Aber jetzt nach 3 Wochen wird es einfach nicht besser und ich will mich nicht als blöde abstempeln lassen das ich das nicht längst durchschaut hätte..
Jenachdem wie er reagiert wie er das begründet Werde ich ihm auch definitiv sagen das diese Zusammenarbeit für mich so keinen Sinn macht weil ich mich einfach nicht verstanden und wohl behandelt fühle.

Mein Partner macht sich tierische sorgen weil von mir immer wieder kommt das ich einfach einschlafen will damit ich nichts mehr von alledem mitbekomme.. Ich kann auch langsam echt nicht mehr, kann nichts essen ohne das dieses würgen (psychisch) kommt, davon mal abgesehen Hunger hab ich eh nicht.. Ich hab schon so viel abgenommen. Ich weiß echt nicht was in deren Augen passieren muss damit das endlich als ernst angesehen wird..

27.02.2017 21:41 • #22


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Keiner?

#2


onelove91
Ich kenn das nur zu gut .. Bin in der 11. Woche

#3


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Tief und langsam atmen ist das A und O und nach Möglichkeit bewegen,im Zimmer umherlaufen.
Ich komme mir immer etwas blöd dabei vor aber es hilft wirklich.
Und das Ganze solange machen bis die Angst komplett verschwunden ist.
Nicht vorher aufhören,sonst zieht sich die Angst über Stunden.
Bei mir dauert es bei akuten PA´s bis zu 30Minuten und bei Angstzuständen ca. 5 -10 Minuten.

x 1 #4


S
Bei mir verschwindet die Angst leider nicht so schnell. Manchmal hab ich das über den Tag verteilt immer wieder. Besonders halt morgens. Ich versuch mir schon Strategien zurecht zu legen, aber ich weiß nicht welche. Es sind so schreckliche Gefühle.
Onelove, wie gehst du damit um?

#5


onelove91
Bin in Therapie und nehme Bryophyllum 50%, dass kannst du bedenkenlos nehmen.
Zum Umgang kann ich schlecht was sagen, ich hasse es einfach. Es gibt gute Tage wie zb Freitag und gestern zb hatte ich das wieder so extrem das ich sogar ne PA hatte ...

Hatte zeitweilig so schlimme und böse Gedanken meinem Kind gegenüber, dass ich anfing mir Gegen den Kopf zu hauen, damit diese Gedanken endlich aufhören..

Mein Therapeut ist der Meinung das ich AD'S bräuchte aber mein FA ist strikt dagegen...

#6


S
Was ist Bryophyllum? Mein FA zum Glück nicht. Aber es hat noch nicht viel gebracht.

#7


onelove91
Das ist was pflanzliches.. Was nimmst du denn?

#8


S
Citalopram. Ich hab es aufgrund des Kinderwunsches abgesetzt. Und jetzt geht es mir leider schlechter als je zuvor. Mein Mann ist jetzt morgen Früh zu Hause und mein Bruder wird mich hin fahren. Hoffe das klappt alles.
Am Anfang hab ich auch an Abtreibung gedacht, aber ich liebe mein Kind und hoffe ich schaffe es für uns beide.

#9


onelove91
Das wird schon gut gehen. Du kennst es ja eigentlich und das nichts passieren kann.
Ja diese Gedanken hatte ich auch aber ich hab mich damit über Wasser gehalten, dass ich es hinterher wenns mir wieder besser geht total bereuen werde..

Ist es dein erstes?

x 1 #10


S
Ja ist es. Deines auch?
Ich hab mir immer gedacht, dass es mir sicherlich danach nicht besser geht, wahrscheinlich so gar noch schlechter und dass es mich irgendwann einholt. Außerdem glaube ich nicht, dass ich mich getraut hätte, nochmal schwanger zu werden.

Das ist ja das Komische. Ich geh dorthin um mir helfen zu lassen. Obwohl ich immer extrem Angst v Neuem habe und als ich schon mal in der Tagesklinik war, war es genauso. Natürlich vergisst man dann wieder wie krass diese Gefühle sind.

#11


onelove91
Ja ist auch mein erstes.
Ich muss Grad schmunzeln.. Ich bin schon eifrig am planen unmittelbar nach der Geburt mit den Tabletten wd anzufangen.
Hatte im Kopf auch wahnsinnige horror Szenarien.. Das man mir das Kind dann weg nimmt weil ich nicht in der Lage wäre mich drum zu kümmern usw
Jaa das war auch immer mein Gedanke, ich werde nie wieder Kinder bekommen usw ...

Ach es tut gut zu wissen das man nicht alleine ist.....

#12


S
Ja das stimmt...
Hast du jemanden, der dich unterstützt?
Meine engste Familie weiß Bescheid und wird mich auch nach der Geburt unterstützen, wenn nötig. Jetzt steht sie zum Glück auch 100% hinter mir.

#13


onelove91
Ja mein Partner so wir alle drum herum wissen was los ist und unterstützen mich soweit es nur geht.. Nach der Geburt ebenfalls.. Mein Partner hat sich schon seinen ganzen Sommer Urlaub für Geburt + danach eintragen lassen, dass wären dann 4 Wochen, damit er immer an meiner Seite ist.

#14


S
Vaterschaftsurlaub bekommt er doch auch. Das ist schön, dass wir nicht alleine sind. Bist du jetzt krank geschrieben?

#15


onelove91
Ja. Da hast du recht.
Ja bin ich, kriegs einfach nicht hin momentan... setze mich damit aber auch nicht unter Druck, was nicht geht, geht eben nicht.

Woher kommst du eig? Und wie alt bist du?

#16


S
Aus Nürnberg. 33. Und du?

#17

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onelove91
25 ausm sauerland. Kleines dörfchen Very Happy

#18


S
Ganz andre Richtung ((-:
Gibt es bei euch keine Mutter Kind Ambulanz speziell bei psychischen Problemen in irgendeinem Krankenhaus? Die könnten dich sicher auch beraten wg der Medikamente. Ist dein FA generell dagegen? Es gibt doch so viele Frauen, die diese Probleme haben. Und geht es der Mutter schlecht, geht es dem Kind auf Dauer auch nicht so blendend.

#19


onelove91
Mein Therapeut hat sich ja mit ihm auseinander gesetzt und er sagte ganz klar Nein.

Ich weiß gar nicht mehr was ich machen soll .. Ich hab das gefühl es wird immer schlimmer anstatt besser...

#20


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Mira Weyer
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