Ich habe ganz dolle Angst das ich Depressionen habe. Ich hatte mal 2 Tanten Väterlicherseits die sich deswegen das Leben genommen haben als ich klein war.
Auch meine Mutter leidet seitdem ich klein bin an Panikattacken und ich habe das als Kind selbst ein paar Mal mitbekommen.
Ich selbst leide seit ich 13 bin immer wieder alle paar Jahre an Ängste. Und es gibt auch Phasen bzw Jahre da geht es mir gut. Immer wenn sich extrem viel Stress anstaut oder Sorgen um mich herum, löst es das aus diese Angststörung.
Seit November letztes Jahr hat es mich nach 6 Jahren wieder im Griff.
Bei mir fängt die Angst allerdings zuerst an. Es fing mit Hypochondrie an. Hatte oder habe zb Schmerzen für einen Weile im Rücken welche nicht besser wurden. Trotz Physio etc. körperliche Beschwerden wo man Zeit für brauch. Und wenn dann auch andere Beschwerden hinzukommen wie eine Magenschleimhautentzündung oder Erkältungen. Steigere ich mich extrem rein und denke gleich an schlimme Krankheiten, obwohl ich körperlich untersucht wurde und alles OK ist. Mit etlichen Arztgängen etc.
Jetzt wo ich aber in Therapie bin und weiß das es von der Psyche bzw Angst kommt. Habe ich Angst vor der Angst.
Natürlich weiß ich das Angst auch mit Depressionen einhergeht oder umgekehrt.
Morgens wenn ich wach werde nur mal um auf Toilette zu gehen. Fangen meine Gedanken an darüber zu grübeln über das Thema und es macht mir dann Sorgen. Oder ich grübel über Fragen wie: Was wenn ich mich heute wieder komisch fühle und Angstgefühle habe?Habe ich Depressionen? Das Grübeln hört nicht auf und macht mir Angst.
Ich stehe dann nach einer Weile auf und befasse mich täglich mit dem Thema Angst und Depressionen im Internet.
Selbst jetzt wenn ich das lese und schreibe kommen mir die Tränen.
Ich habe ehrlich gesagt Angst das ich das auch habe und verbinde Depressionen immer damit das sich dann welche umbringen
Ich hab 3 tolle Kinder und einen Mann. Natürlich gibt es Dinge, die ich gerade in der Therapie aufarbeite um meine Angst zu besiegen. Dinge die privat gerade auch nicht so laufen wie sie sollen. Trotzdem wie gesagt hab ich Angst ganz tief zu fallen und nicht mehr raus zu kommen.
Hinzu kommt das meine Kindheit nicht gerade rosig verlief und ich von meiner Mutter wenig liebe bekommen hatte, da sie selbst mit der Angst kämpfte oder mit sich selbst. Tja und die Trennung meiner Eltern als ich klein war. Ihr seht also viele Baustellen, allerdings sind das Baustellen die man jetzt später nicht mehr reparieren kann. Nur hinnehmen und versuchen es besser zu machen.
Trotzdem möchte ich nicht so enden und will einfach nicht mehr an sowas denken wie Angst oder Depressionen den ganzen Tag. Ich dachte echt vor 6 Jahren ich hatte es geschafft, aber jetzt ist es wieder da. Sogar der Gedanke irgendwo allein hin zu fahren macht mir im Moment Angst. Ich weiß gar nicht warum? Das war vor November nicht so.
Ich bin eigentlich niemand der sich hängen lässt, ich mache immer weiter in der Hoffnung das es besser wird. Wenn ich Angst habe, mache ich es trotzdem und trete mir in den Po. Und das ganz allein.
Ich habe z. B Montag ein Vorstellungsgespräch wo ich ein wenig fahren muss. Ich habe etwas Angst davor wegen der Fahrt etc und weiß nicht mal warum ich Angst davor habe. Was soll mir denn passieren?
Solche Gedanken daran hatte ich vor November nie, hatte mir vorher keine Angst gemacht und ich habe es einfach gemacht. Das ist echt seltsam gerade. Ich werde es aber trotzdem machen, egal was mein Kopf für hirngespinste rein setzt. Es wird mich viel Kraft kosten.
Ich bin traurig und nicht richtig motiviert im Moment. Natürlich wird mir ja jetzt in der Therapie geholfen. Nur habe ich trotzdem gewissen Ängste.
So schlimm wie vor 6 Jahren hatte ich das nicht. Es hatte zwar genauso angefangen. Aber ich hatte keine Angst allein irgendwo hinzugehen. Ich war dort auch in Therapie, musste aber abbrechen weil ich keinen guten Draht zu meiner damaligen Therapeuten hatte.
Ich habe meine Therapeutin vorgestern gefragt. Da ich ja morgens beim wach werden dieses Grübeln habe. Sie sagte nur: vielleicht haben sie ja Depressionen.
Ich fragte dann ängstlich: Ja meinen sie?
Ihre Antwort nur: Das weiß ich nicht
Das gab mir dann wieder zu denken

Es ist echt gerade alles seltsam. Ich fühle mich manchmal echt hilflos auch was mein Körperempfinden angeht auch wenn ich laufe draußen. Manchmal etwas fremd. Ich weiß das Dr und DP ja auch zur Angststörung gehören

als ob alles komisch ist. Dann bekomme ich immer etwas Panik.
Lachen und weinen oder angeregte Gespräche führen kann ich. Aber das mulmige Gefühl begleitet mich manchmal. Das lustige ist Ich nehme alles voll war um mich herum. Mit voller Intensität wenn ich mich nicht vor Angst mit was anderem befasse um mich abzulenken.
Wie äußert sich denn bei euch das mit den Depressionen?
Ich hab echt Angst, falls ich eine habe das es nie weg geht. Ich will nicht so wie meine Tanten enden.