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Zitat von Lina345:


Hast du für jeden Tag eine Beruhigungsspritze?
Ich hab auch ständig das Gefühl, das es nicht sauber genug ist, obwohl ich es schon desinfiziert habe :-\
Ich denke auch das es seine Zeit braucht, bis diese ganz schlimme Panik weg ist, aber wenn jemand im Umfeld MD hat, bin ich total unsicher und hypochondrisch.
Mein Freund tut mir so leid. Da bin ich echt schlimm.
Meinst du, dass man nach über einer Woche noch ansteckend ist?
Was das angeht, könnte die Angst bald weniger werden. Das Problem ist nur, dass ich glaube, dass ich den MDV in mir habe und bald ausbricht...



Nein, nein. Ich habe nur eine direkt in der Praxis bekommen, weil ich nur noch gezittert habe. Ansonsten vertraue ich erstmal Fluoxetin, Iberogast und Vomex. Die Einnahme von Vomex habe ich aber auch mit meinem Arzt abgesprochen.


Meine Mutter hat sich heute Sauerkraut gemacht und ich kann einfach nicht nachvollziehen wie man 2 Tage nach dem Akt schon sowas essen kann. Aber die meinte der Sauerkraut ist ihr bis jetzt sehr gut bekommen. Da bekomme ich auch direkt wieder die schlimmsten Befürchtungen. Sie hat mich sogar gebeten die Küche zu verlassen, damit sie in Ruhe essen kann, weil ich sie ständig darum bat nicht so viel zu essen.


Soweit ich weiß, brauchen Rota und Noroviren bis zu 50 Stunden. Wie lange man ansteckend ist, das weiß ich nicht genau und ich denke, dass das von Organismus zu Organismus unterschiedlich ist und ehrlich gesagt möchte ich auch gar nicht lange darüber nachdenken....

29.12.2017 23:56 • #41


Lina345
Was ist das für eine Beruhigungsspritze? Iberogast benutze ich auch.
Ich habe letztens Tabletten vom Arzt verschrieben bekommen, die Leute gegen Übelkeit bekommen, die in einer Chemotherapie sind. Ich darf Vomex aufgrund von Wechselwirkungen mit anderen Tabletten nicht nehmen...
Die Tabletten vom Arzt habe ich noch nicht genommen. Da hab ich Angst vor.

Ja ich wundere mich auch oft, wie Leute dann gleich wieder deftig essen können. Aber das sind Leute, die sich nicht so reinsteigern wie wir. Ich wünschte ich wäre auch so.
Einfach mal locker sein und nicht immer so viel nachdenken.

Weiß deine Mutter, dass das so extrem bei dir ist?

30.12.2017 02:08 • #42



Angststörung Emetophobie

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Zitat von Lina345:
Was ist das für eine Beruhigungsspritze? Iberogast benutze ich auch.
Ich habe letztens Tabletten vom Arzt verschrieben bekommen, die Leute gegen Übelkeit bekommen, die in einer Chemotherapie sind. Ich darf Vomex aufgrund von Wechselwirkungen mit anderen Tabletten nicht nehmen...
Die Tabletten vom Arzt habe ich noch nicht genommen. Da hab ich Angst vor.

Ja ich wundere mich auch oft, wie Leute dann gleich wieder deftig essen können. Aber das sind Leute, die sich nicht so reinsteigern wie wir. Ich wünschte ich wäre auch so.
Einfach mal locker sein und nicht immer so viel nachdenken.

Weiß deine Mutter, dass das so extrem bei dir ist?


Vor lauter Nervosität habe ich den Namen dieser Spritze total vergessen. Habe aber innerhalb ein paar Minuten gemerkt, dass die Zitterei aufgehört hat.

Sind Medikamente für Chemopatienten nicht generell sehr extrem?
Ich habe mal ein Vitaminpräparate für Chemopatienten bekommen und war in der Zeit wirklich sehr unruhig.

Natürlich weiß meine Mutter davon. Da ich mit ihr zusammenlebe, bekommt sie das eh ständig mit. Sie hilft mir auch ständig wenn ich Angst habe. Aber leider kann ich ihr seit ein paar Tagen einfach nicht zu Nahe kommen.

30.12.2017 17:51 • #43


Zitat von Anxiety Hell:
Hallo Eduard. Das Wissen, dass das Erbrechen eine Schutzfunktion ist, ist einem bewusst. Für mich z.b ist es das Gesamtpaket, was mich zur Panik treibt. Der Kontrollverlust, der Akt selbst und und und...(ich möchte mich nicht selbst triggern mit weiteren Beispielen)


Das Wort Kontrollverlust ist eine gute Aussage. Was genau empfindest du dort als Kontrollverlust? Ist vielleicht eine doofe Frage auf dem ersten Blick, aber vergleichen wir das ganze mal mit jemanden der unter einer Essstörung leidet. So jemand empfindet das herbeiführen von Erbrechen als absolute Kontrollsituation. Im Prinzip ist das eine spannende Sache. Während wir die Probleme damit haben das Erbrechen als Art Kontrollverlust sehen, empfinden es andere als absolute Kontrolle. Es sind im Prinzip zwei Extreme am anderen Ende der Skala

Bitte nicht falsch verstehen, ich will dich nicht triggern. Aber ich denke mir mal du weißt selbst ganz genau wie die meisten anderen das es eigentlich Absurd ist. Ich bin zwar kein Experte, aber ein Weg ist eben sich ständig die Absurdität der eigenen Angst vor Augen zu führen um damit klar zu kommen. Auf lange Sicht hilft da aber meist nur eine Verhaltenstherapie. Du solltest keine ANgst haben mit einem Arzt darüber zu sprechen.

30.12.2017 23:29 • #44


Zitat von Eduard:

Das Wort Kontrollverlust ist eine gute Aussage. Was genau empfindest du dort als Kontrollverlust? Ist vielleicht eine doofe Frage auf dem ersten Blick, aber vergleichen wir das ganze mal mit jemanden der unter einer Essstörung leidet. So jemand empfindet das herbeiführen von Erbrechen als absolute Kontrollsituation. Im Prinzip ist das eine spannende Sache. Während wir die Probleme damit haben das Erbrechen als Art Kontrollverlust sehen, empfinden es andere als absolute Kontrolle. Es sind im Prinzip zwei Extreme am anderen Ende der Skala

Bitte nicht falsch verstehen, ich will dich nicht triggern. Aber ich denke mir mal du weißt selbst ganz genau wie die meisten anderen das es eigentlich Absurd ist. Ich bin zwar kein Experte, aber ein Weg ist eben sich ständig die Absurdität der eigenen Angst vor Augen zu führen um damit klar zu kommen. Auf lange Sicht hilft da aber meist nur eine Verhaltenstherapie. Du solltest keine ANgst haben mit einem Arzt darüber zu sprechen.



Ich habe 5 Jahre Verhaltenstherapie hinter mir.
Die Angst vor dem Erbrechen ist vielleicht absurd, aber real und mindert die Lebensqualität. Ich möchte meine Defizite aber nicht als absurd, dumm, lächerlich und unnötig ansehen. Es gibt immer Gründe, weshalb die Angst da ist und wieso sie sich so selbstständig gemacht hat. Ich möchte sie verstehen und erstmal akzeptieren, bevor ich darüber lachen kann. Es gibt aber leider auch immer wieder schlechtere Phasen.

30.12.2017 23:46 • #45


Zitat von Anxiety Hell:
Die Angst vor dem Erbrechen ist vielleicht absurd, aber real und mindert die Lebensqualität. Ich möchte meine Defizite aber nicht als absurd, dumm, lächerlich und unnötig ansehen.


Bitte auf keinen Fall falsch verstehen, natürlich ist das ganze Problem real, auch wenn es keine "echte" Ursache dafür gibt und die Lebensqualität schränkt es auch massiv ein. Ich kenne das Problem selbst, durch meine Angststörung habe ich ständig Magendarm Beschwerden obwohl diese nicht real sind, sind sie es für mich eben doch. Die Übelkeit die ich empfinde existiert zwar so gesehen real nicht, für mich ist sie aber trotzdem da. Im Prinzip totaler Irrsinn das Beschwerden die medizinisch nicht nachweisbar sind so stark sein können

Zitat von Anxiety Hell:
Es gibt aber leider auch immer wieder schlechtere Phasen.

Dem kann ich zustimmen, der eine Tag ist super ohne Beschwerden und man kann sich den Magen vollschlagen das einem dann wirklich schlecht wird weil man es übertrieben hat den nächsten Tag muss man sich bei jedem Bissen motivieren weil einem schlecht ist und man möchte am liebsten das Haus nicht verlassen. Ob es da eine Art Heilung gibt? Ich persönlich denke nein in unseren Fällen. Das ganze Problem ist so tief und präsent bei uns das wir wohl ewig damit klarkommen müssen. Da wird es wohl unterm Strich nur helfen eine eigene Strategie für die schlechten Tage zu finden mit der man selbst zurecht kommt bis es wieder alles Normal verläuft.

30.12.2017 23:55 • #46


Zitat von Eduard:

Bitte auf keinen Fall falsch verstehen, natürlich ist das ganze Problem real, auch wenn es keine "echte" Ursache dafür gibt und die Lebensqualität schränkt es auch massiv ein. Ich kenne das Problem selbst, durch meine Angststörung habe ich ständig Magendarm Beschwerden obwohl diese nicht real sind, sind sie es für mich eben doch. Die Übelkeit die ich empfinde existiert zwar so gesehen real nicht, für mich ist sie aber trotzdem da. Im Prinzip totaler Irrsinn das Beschwerden die medizinisch nicht nachweisbar sind so stark sein können


Dem kann ich zustimmen, der eine Tag ist super ohne Beschwerden und man kann sich den Magen vollschlagen das einem dann wirklich schlecht wird weil man es übertrieben hat den nächsten Tag muss man sich bei jedem Bissen motivieren weil einem schlecht ist und man möchte am liebsten das Haus nicht verlassen. Ob es da eine Art Heilung gibt? Ich persönlich denke nein in unseren Fällen. Das ganze Problem ist so tief und präsent bei uns das wir wohl ewig damit klarkommen müssen. Da wird es wohl unterm Strich nur helfen eine eigene Strategie für die schlechten Tage zu finden mit der man selbst zurecht kommt bis es wieder alles Normal verläuft.




Genau so habe ich das auch. Manchmal kann ich sogar ein großes Eis essen, manchmal sind sogar Nudeln zu viel. Und im Moment traue ich mich nichts zu essen, außer mal 1-2 Brötchen am Tag, weil die Angst vor der MDG einfach noch zu groß ist.

Ich habe seit ca 2 Jahren ständig Nackenschmerzen. Direkt am Atlaswirbel. Ich war schon bei 3 unterschiedlichen Orthopäden und keiner hat was gefunden. Psychisch. Muss ich mit leben. Punkt.
Da denkt man sich gut.. und ist erstmal niedergeschlagen.

Wenn mich jemand wie es mir geht, sag ich oft gar nicht mehr die Wahrheit, weil es sonst heißt Du hast echt jeden Tag was anderes...

31.12.2017 00:22 • #47


Lina345
Ja bei mir ist das auch so. Ich kann eigentlich gut essen. Ich esse ganz normal und was ich willund genieße das Essen. Was mich oft ärgert, ist das ich die Grenze zwischen satt sein und zu viel gegessen überschreite. Diese Übelkeit ist richtig eklig.
Aber im Moment esse ich auch sehr wenig und ekel mich auch vor speziellen Nahrungsmitteln.
Das kommt aber daher, dass mein Freund MD hatte. Ich habe mich nicht bei ihm angesteckt, aber habe die ganze Zeit im Kopf, das es in mir ist und es bald ausbricht....
Mir ist nämlich seit ca. 3 Wochen übel.
Ich wünschte ich könnte wieder normal essen und alles genießen ohne Angst zu haben!

Ich wünsche euch einen guten Rutsch und das ihr essen könnt und es euch dabei gut geht!

31.12.2017 19:50 • #48


Oh Mensch...
Ich dachte gestern, es wird wieder besser..
Heute macht mein Darm Mucken, weil ich Joghurt gegessen habe und die ganze blöde Angst ist wieder da. Oh man.

31.12.2017 21:07 • #49


Lina345
Oh ja mein Darm ist zwischendurch auch mal belastend. Wenn ich dann auf Klo muss, habe ich gleich Angst das es die MDG ist...

31.12.2017 21:46 • #50


Zitat von Lina345:
Oh ja mein Darm ist zwischendurch auch mal belastend. Wenn ich dann auf Klo muss, habe ich gleich Angst das es die MDG ist...



Ja... hatte gerade auch mega die Panikattacke.

Eigentlich habe ich oft Darmprobleme...aber jetzt ist es noch schlimmer. Ich hoffe und wünsche mir, dass wir nächstes Jahr mal sich etwas Ruhe genießen können.

Ich wünsche natürlich auch einen guten Rutsch.

31.12.2017 22:16 • #51


Lina345
Ich musste letztens auch mit Bauchkrämpfen auf Klo. Leide auch noch unter einem Reizdarm...
Naja will nicht ins Detail gehen...aber dann hatte ich natürlich Angst, dass es jetzt so weit ist...

Vielleicht wird es auch bald besser, wenn etwas Zeit vergeht, wegen deiner Mutter und meinem Freund. Wird bei mir aber bestimmt noch ein paar Wochen dauern

01.01.2018 00:24 • #52


Der Reizdarm ist mir auch ein sehr guter Bekannter. Ich hatte damals, bevor das alles ausgebrochen ist einen so starken Verdauungstrakt. Ich hab mir auch dann nie viel daraus gemacht, wenn ich mal Durchfall hatte. Mittlerweile ist auch mein Darm eine richtige Diva geworden und meckert bei allem.


Mal eine Frage in der Runde: Seid ihr auch so froh, dass die Feiertage erstmal vorbei sind? Normalität und Alltag kehren wieder zurück. Ich bin an Weihnachten und die Tage danach immer so gestresst. Dieses Jahr besonders durch die MDG, die meine halbe Familie befallen hat. Keine kaufwütigen Menschen mehr, die vor langem Feiertagen immer so tun, als würde die Welt untergehen. Die Stadt ist zum Glück auch wieder etwas leerer. Kein Weihnachtsmarkt mehr, Ferien sind bald vorbei... alle gehen wieder zur Arbeit und wir kranken können wieder etwas durchatmen.

01.01.2018 12:51 • #53


@anxietyhell

arbeitest du?

01.01.2018 13:11 • #54


Zitat von loudnhard:
@anxietyhell

arbeitest du?



Arbeitsunfähig im Moment.

01.01.2018 14:18 • #55


Zitat von Anxiety Hell:


Arbeitsunfähig im Moment.


So gehts mir auch. Ängste sind wirklich was schlimmes. Was machst du so den ganzen Tag? Hast du noch einen Sinn im Leben? Bei mir ist es zum Beispiel so, seit ich die Ängste habe, dass ich überhaupt keinen Sinn bzw. Lebenssinn mehr habe oder finde. Der rote Faden ist weg. Sachen die mir früher spaß gemacht haben tun mir nicht mehr gut.

01.01.2018 14:21 • #56


@Anxiety Hell: Bist Du das auf dem Profilbild?

Darf ich mal fragen, was ihr den ganzen Tag so macht.
Wenn es mir schlecht geht, kann ich mich auf nichts konzentrieren.

01.01.2018 14:26 • #57

Sponsor-Mitgliedschaft

Zitat von Greta81:
@Anxiety Hell: Bist Du das auf dem Profilbild?

Darf ich mal fragen, was ihr den ganzen Tag so macht.
Wenn es mir schlecht geht, kann ich mich auf nichts konzentrieren.


bis 14 uhr pennen oder im bett liegen. "frühstücken" dann mit Hund Gassi...

01.01.2018 14:38 • #58


Zitat von loudnhard:

So gehts mir auch. Ängste sind wirklich was schlimmes. Was machst du so den ganzen Tag? Hast du noch einen Sinn im Leben? Bei mir ist es zum Beispiel so, seit ich die Ängste habe, dass ich überhaupt keinen Sinn bzw. Lebenssinn mehr habe oder finde. Der rote Faden ist weg. Sachen die mir früher spaß gemacht haben tun mir nicht mehr gut.



Wie gerade in einem anderen Beitrag erwähnt, erstelle ich mir einen Tagesplan. Ich versuche etwas zu schaffen. Es fällt mir oft sehr schwer aber ich versuche es. Durch Therapie und zwei Aufenthalte in der Tagesklinik konnte ich mich besser mit meiner Angst auseinandersetzen. Aber es gibt immer wieder schlechte Phasen wie jetzt, da bleibe ich auch mal 2-3 daheim. Was ich aber direkt merke an depressiven Stimmungen

01.01.2018 15:04 • x 1 #59


Irgendwie wird mein Beitrag nicht angezeigt... seltsam. Dann nochmal:

Ja, das bin ich auf dem Profilbild.

Ich erstelle mir immer einen Tagesplan und versuche diesen so gut wie es geht zu erfüllen.

Mit dem Hund raus, einkaufen, Spaziergänge dabei fotografieren, Haushalt und wenn Termine anstehen dann versuche ich sie alle wahrzunehmen obwohl das manchmal ein richtiger Kampf ist.

Ängste kommen aber leider immer durch und erschweren das, weswegen arbeiten im Moment eine zu große zusätzliche Last wäre.

01.01.2018 15:20 • x 1 #60



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