Pfeil rechts
31

Zitat von Anxiety Hell:



Bei mir kommt das leider immer erst mit der Zeit, wenn ich keine große Gefahr mehr verspüre. Ich zwinge mich nicht normal zu essen weil ich mich damit nur selbst triggern würde. Und in schlimmen Phasen, wie jetzt, möchte ich es mir nicht unnötig schwer machen. Das ganze Zittern und hoffen und bangen nimmt mir schon genug Kraft. Ich esse also einfach dann, wenn ich kann. Und es nur erstmal nur einen Bissen von nem trockenen Brötchen ist.


Selbst bei einem Stück trockenen Brötchen überkommt mir dieses widerliche Gefühl jeden Moment brechen zu müssen.. Und dann geht auch direkt eine MCP oder Vomex in meinem Mund..
Ich finde es einfach nur doof..

29.12.2017 00:03 • #21


Macht euch mal einen Obstteller und stellt ihn in die Küche und immer wenn ihr vorbei läuft esst ihr ne Kleinigkeit.

29.12.2017 00:07 • x 2 #22



Angststörung Emetophobie

x 3


Zitat von Durkheim:
Macht euch mal einen Obstteller und stellt ihn in die Küche und immer wenn ihr vorbei läuft esst ihr ne Kleinigkeit.


Danke für den Tipp aber das hab ich schonmal probiert und das ist echt schlimm.. Ich hab schon mittlerweile ne Abneigung gegen essen entwickelt deswegen..

29.12.2017 00:13 • #23


Laurie1402
Ich esse auch seit dem ich das habe, total unregelmäßig, mein Freund und meine Familie denken schon ich sei Magersüchtig, obwohl ich mittlerweile schon etwas mehr essen kann. Zeitweise habe ich sogar durchgerechnet wie lange bestimmte Lebensmittel zum Verdauuen brauchen, wann ich wieder essen kann, bevor ich unter Leute gehe.

29.12.2017 00:18 • x 3 #24


Zitat von Laurie1402:
Ich esse auch seit dem ich das habe, total unregelmäßig, mein Freund und meine Familie denken schon ich sei Magersüchtig, obwohl ich mittlerweile schon etwas mehr essen kann. Zeitweise habe ich sogar durchgerechnet wie lange bestimmte Lebensmittel zum Verdauuen brauchen, wann ich wieder essen kann, bevor ich unter Leute gehe.


Kenn ich auch was von :/

29.12.2017 00:28 • #25


Bist du in Therapie? Wissen deine Eltern oder jemand aus deinem Umkreis Bescheid? Wie sieht es so mit Flüssigkeit aus hast du auch eine Abneigung dagegen? Du könntest dir ja was zubereiten und in den Mixer stecken. Oder wende dich mal an deinen Hausarzt und frag ihn mal nach einer Reha Klinik die eine Therapie gegen Essstörung anbietet. Am besten rufst du gleich morgen an und informierst dich.

29.12.2017 00:28 • x 1 #26


Lina345
Ich meld mich hier dann auch mal. Hab das gleiche Problem...

@Anxiety Hell wohnst du mit deiner Mutter zusammen? Weißt du was sie hatte?
Mein Freund hatte letzte Woche auch gespuckt und hatte Durchfall. Als ich das mitbekommen habe, habe ich eine totale Panikattacke bekommen. Seitdem habe ich die ganze Zeit Angst auch noch krank zu werden...
Das ist so belastend! Ich esse jetzt auch nur noch sehr wenig.

Ich habe nichts anderes mehr im Kopf

29.12.2017 01:12 • #27


Zitat von Lina345:
Seitdem habe ich die ganze Zeit Angst auch noch krank zu werden...
Das ist so belastend! Ich esse jetzt auch nur noch sehr wenig.

Ich habe nichts anderes mehr im Kopf


Ich kann das vollkommen verstehen, da bei mir Angst und Stress auch immer sofort auf den Magen schlagen ist das Thema auch bei mir so eine Art rotes Tuch. Vom Grundsatz sind mir Krankheiten egal, Erkältung, Grippe und alles andere habe ich keine Probleme, wenn jemand mit Magen und Darm Geschichten erkrankt ist oder auch nur eine unserer Töchter erwähn sie hätte Bauchweh, dann wird mir auch schon ganz komisch

Vom Grundsatz ist es aber Irrsinn, man macht sich jeden Tag viele Stunden Gedanken darüber das man sich mal ein paar Minuten übergeben könnte. Zum einen sind diese Rota Viren ja auch fies und wenn jemand im Umfeld krank ist bekommt man es in aller Regel auch. Zum anderen wenn man dann so etwas hat ist es eigentlich nur halb so schlimm. Klar angenehm ist es nicht ein paar Tage mit Durchfall zu leben, aber der Gedanke daran ist meist schlimmer.

Das vermeiden von Essen macht eigentlich keinen Sinn. Wenn du wirklich etwas hast das den Magen so reizt das du dich übergeben musst, dann passiert das unabhängig davon ob etwas im Magen ist oder nicht. Im Zweifel erbrichst du nur Galle. Da macht es quasi keinen Unterschied ob man jetzt nur seinen Magensaft hochwürgt oder noch das Mittagessen dazu. Ganz im Gegenteil, wenig Essen kann meiner Erfahrung nach sogar Übelkeit erzeugen. Ich hatte in meiner schlechten Zeit bei einer Körpergröße von 1,73cm ein Gewicht von 55kg (als Mann) weil mir ständig schlecht war. Inzwischen bin ich wieder bei einem Normalgewicht von knapp 70kg. Mir haben eben gewisse Rituale geholfen. Mein Kamilletee, Fenchel-Anis-Kümmel oder Ingwertee wirken da sehr gut wenn es mal Akut ist. Aber auch ein Glas B. (mit oder ohne Alk.) am Abend helfen dem Hunger auf die Sprünge (Vor allem der Hopfen macht Hunger).

Wenn es wirklich Akut ist gibt es ein paar Tricks die man anwenden kann. Klar wenn die Übelkeit wirklich begründet ist und alleine das kauen von Essen ein Unwohlsein verursacht, dann lass es. Dann kannst du davon ausgehen das du wirklich etwas hast und dann belaste deinen Magen nicht. Aber du kannst z.B an dein Lieblingsessen denken. Wenn du wirklich etwas hast dann wird alleine der Gedanke an Essen die Übelkeit verstärken. Wohingegen bei einer "eingebildeten" Übelkeit der Gedanke keine Beschwerden verursacht. Wenn du am zittern bist bei der Übelkeit ist das eher ein Zeichen von Angst und nicht von einem Magenproblem.

Allgemein, auch wenn es schwer fällt, esse normal, auch wenn es dir Gefühlt nicht danach ist. Das schlimmste was eben passieren kann ist das du doch etwas hast und dann kommt es eben wieder Retoure. Aber das Erbrechen ist ja keine Krankheit sondern eine Schutzfunktion des Körpers die dich vor einem ernsten Schaden beschützt. Ich erinnere mich auch noch an den letzten Norovirus als ich Nachts auf dem Klo saß und mir den Eimer greifen musste weil es oben und unten zur gleichen Zeit kam. Keine schöne Sache, aber das "Vergnügen" ist dann auch nach ein paar Minuten schon wieder vorbei und es geht einem besser.

Was Medikamente wie Vomex betrifft sollte man vorsichtig sein. Diese haben natürlich Nebenwirkungen und der Nutzen ist ja umstritten. Ärzte die ich kenne sind der Meinung das der Wirkstoff einfach zu gering ist im Vergleich zu den Medikamenten die z.B in einer Klinik verfügbar sind und der Nutzen ist unterm Strich kaum vorhanden. Nebenbei ist es fraglich ob es Sinn macht eine Schutzfunktion ausschalten zu wollen. Ich kenne es selbst wenn es einem richtig übel ist und man das Erbrechen unterdrückt kommen dann schnell viele Tage Durchfall, wenn dann doch mal alles raus kommt bevor es in den Darm geht kann es durchaus sein das man keine weiteren Beschwerden mehr danach hat. Wenn es ein Medikament sein muss, dann lieber Heilerde, Hefe (Perocur, Perenterol) oder Kräutermischungen wie Iberogast. Damit kann man sich helfen, unterdrückt aber wichtige Schutzfunktionen nicht.

29.12.2017 02:00 • x 3 #28


Lina345
@Eduard danke für deine Antwort.
Er hatte es jetzt vor einer Woche. Hatte ihn kurz vorher noch geküsst und bin jetzt schon ein paar Tage mit ihm.
Ich passe sehr auf. Vielleicht auch zu viel :-\
Sicher das er den Magen Darm Virus hatte, ist es auch nicht, weil er nur kurz gespuckt hat, aber als ich es erfahren habe, hatte ich eine so extreme Panikattacke! Zittern, schwitzen, Bauchweh, Übelkeit...
Ich weiß ja eigentlich, dass das ansteckungsrisiko nicht mehr doll ist, aber trotzdem denke ich den ganzen Tag daran
Es ist schrecklich. Diese Panik macht mich verrückt...
Es kann ja sein, dass es noch ausbricht und ich es in mir habe.
Trotzdem merke ich das es mir eigentlich nur schlecht geht wegen der Panikattacken und natürlich spucken zu müssen. Nur Durchfall zu haben find ich jetzt nicht so schlimm.
Wie du siehst, kann ich an nichts anderes mehr denken, als auch die MDG zu bekommen.
Du hast aber recht was das Essen angeht. Wenn man nicht isst, kann einem richtig übel werden.

29.12.2017 02:31 • #29


Zitat von Lina345:
Es kann ja sein, dass es noch ausbricht und ich es in mir habe.

Wobei es auch gut möglich ist das es bei dir nicht ausgebrochen ist weil du dieses mal das bessere Immunsystem hattest. Wir hatten hier auch vor einigen Monate einen Virus. Zuerst meine Frau, dann meine älteste Tochter und dann die jüngste. Nur mich hat es dieses mal nicht erwischt Es gibt so viele Viren und Bakterienarten da ist es nicht ungewöhnlich das man auch mal Immun gegen einen sein kann oder das Immunsystem einfach die Oberhand gewinnt und es zu keinem Ausbruch kommt. Wobei auch in vielen Fällen der eine sich fast sterbend ins Bad verzieht und am liebsten den Eimer nicht mehr wegstellen möchte und der andere hat vielleicht mal ein kurzes ziehen im Bauch und das war es schon.

Aber mal anders gefragt, was ist deine schlimme Befürchtung was passieren könnte wenn du dich übergeben musst? Klar für die meisten Menschen ist das Erbrechen nicht das schönste, aber in aller Regel ist es ja komplett harmlos. Mal von ganz seltenen Einzelfällen abgesehen wo irgendwas passiert. Aber so fern du gesund bist wirst du daran ja nicht sterben Was also hast du im Kopf für Gedanken was dir beim Erbrechen passieren könnte. Denke da an das Erbrechen Zuhause und nicht in der Öffentlichkeit. Was macht dir da so eine große Angst?

29.12.2017 02:47 • #30


Zitat von Lina345:
Ich meld mich hier dann auch mal. Hab das gleiche Problem...

@Anxiety Hell wohnst du mit deiner Mutter zusammen? Weißt du was sie hatte?
Mein Freund hatte letzte Woche auch gespuckt und hatte Durchfall. Als ich das mitbekommen habe, habe ich eine totale Panikattacke bekommen. Seitdem habe ich die ganze Zeit Angst auch noch krank zu werden...
Das ist so belastend! Ich esse jetzt auch nur noch sehr wenig.

Ich habe nichts anderes mehr im Kopf



Hallo Lina! Ja, wir wohnen zusammen, weil ich nicht allein sein kann und es sehr schwer für mich ist mit irgendwelchen Leuten eine WG zu gründen. Ich habe es mal versucht, aber meine Emo hat direkt Alarm geschlagen bei dem Vorhaben. Ich weiß auch nicht wirklich, was meine Mutter hatte. Sie war nach dem Akt wieder fit und hat danach auch noch das Bad geputzt. Kaffee und Co konnte sie den Tag darauf auch wieder zu sich nehmen. Ich habe dann aber trotzdem Angst, weil wir nur ein Bad haben. Ich ging heute nur nach ordentlich Desinfektionsmittel ins Bad.

Ich würde so gern für Aufmunterung sorgen, aber ich bin selbst so empfindlich momentan, dass es mir schwer fällt.

29.12.2017 04:08 • #31


Zitat von Eduard:
Wobei es auch gut möglich ist das es bei dir nicht ausgebrochen ist weil du dieses mal das bessere Immunsystem hattest. Wir hatten hier auch vor einigen Monate einen Virus. Zuerst meine Frau, dann meine älteste Tochter und dann die jüngste. Nur mich hat es dieses mal nicht erwischt Es gibt so viele Viren und Bakterienarten da ist es nicht ungewöhnlich das man auch mal Immun gegen einen sein kann oder das Immunsystem einfach die Oberhand gewinnt und es zu keinem Ausbruch kommt. Wobei auch in vielen Fällen der eine sich fast sterbend ins Bad verzieht und am liebsten den Eimer nicht mehr wegstellen möchte und der andere hat vielleicht mal ein kurzes ziehen im Bauch und das war es schon.

Aber mal anders gefragt, was ist deine schlimme Befürchtung was passieren könnte wenn du dich übergeben musst? Klar für die meisten Menschen ist das Erbrechen nicht das schönste, aber in aller Regel ist es ja komplett harmlos. Mal von ganz seltenen Einzelfällen abgesehen wo irgendwas passiert. Aber so fern du gesund bist wirst du daran ja nicht sterben Was also hast du im Kopf für Gedanken was dir beim Erbrechen passieren könnte. Denke da an das Erbrechen Zuhause und nicht in der Öffentlichkeit. Was macht dir da so eine große Angst?




Hallo Eduard. Das Wissen, dass das Erbrechen eine Schutzfunktion ist, ist einem bewusst. Für mich z.b ist es das Gesamtpaket, was mich zur Panik treibt. Der Kontrollverlust, der Akt selbst und und und...(ich möchte mich nicht selbst triggern mit weiteren Beispielen)

Es ist mir bewusst, aber die Angst, die Kopplung ist so fest im Kopf verankert, dass mein Kopf trotzdem Alarm Stufe Rot schreit. Wie in einem anderen Text schon erwähnt ist es für mich wie Fahrradfahren. Wenn man es einmal lernt, hat man es drin. Es gab in den letzten 10 Jahren auch Ruhephasen der Emetophobie. Ich konnte Essen, Kinder knuddeln, ohne Helfer (Vomex, Sterillium Virugard) aus dem Haus, auswärts essen usw... Es muss nur einmal der rote Knopf gedrückt werden durch Erbrechen im Umfeld zum Beispiel und schon sitzt man wieder auf diesem Fahrrad. Wieso nicht einfach wieder absteigen? Die panische Angst hält einem auf dem Sattel. Man krallt sich fest auf dem zu schnell fahrenden Fahrrad. Und erst dann, wenn man keine Gefahr mehr verspürt und das Rad allmählich langsamer fährt, traut man sich auch wieder runter. Ein komplexes Verfangen der Psyche. Wie bei jeden anderen psychischen Defiziten.

29.12.2017 04:34 • x 2 #32


Zitat von Durkheim:
Bist du in Therapie? Wissen deine Eltern oder jemand aus deinem Umkreis Bescheid? Wie sieht es so mit Flüssigkeit aus hast du auch eine Abneigung dagegen? Du könntest dir ja was zubereiten und in den Mixer stecken. Oder wende dich mal an deinen Hausarzt und frag ihn mal nach einer Reha Klinik die eine Therapie gegen Essstörung anbietet. Am besten rufst du gleich morgen an und informierst dich.


Also ich bin nicht in Therapie. Meine Mutter weiß darüber Bescheid, ja. Sie meinte ich soll essen aber es funktioniert halt nicht auf Kommando oder wenn ich es mir fest vornehme ebenso nicht. Also bei Wasser habe ich langsam auch so das Gefühl eine Abneigung zu haben aber ich trinke trotzdem. Naja mein Hausarzt hat zu bis nächste Woche und deswegen muss ich irgendwie noch gucken wie ich das mache.
Ich habe einfach so panische Angst zu brechen, sobald ich trinke oder esse. Das sitzt so tief im Kopf, dass ich auch unteranderem Angst habe durch das reinsteigern zu brechen. Ich hoffe ja das mein Medikament bald anschlägt und ich anschließend wieder irgendwie "normal" Leben kann :/

29.12.2017 11:41 • #33


Lina345
@Eduard kann mir nicht vorstellen das mein Immunsystem stark ist.Ich schlafe schlecht, esse kaum und bin nicht gerade robust.
Ich kann mir vorstellen, dass mein Körper noch kämpft.
Das das Übergeben ein Schutzmechanismus ist, ist mir bewusst, aber es ist die Angst das es gleich passiert und das der Akt an sich selbst schrecklich ist. Der Kontrollverlust...
Hattest du damals Angst zu erkranken, als deine Familie krank war? Ab wann hattest du wieder Körperkontakt?

@Anxiety Hell
Bist du auch so extrem mit dem Hände waschen und desinfizieren?
Ich habe alles desinfiziert und fasse nichts an, was mein Freund angefasst hat und anfässt. Es ist jetzt eine Woche her, das er es hatte, aber ich fasse ihn immer noch nicht an. Weiß nicht ab wann ich das wieder kann. Hab ja gelesen, dass die Ansteckungsgefahr auch bis 2 Wochen dauert. Und richtig fit ist er auch noch nicht.
Ich bin so ein hypochonder. Das finde ich selber schlimm! Andere Leute würden sich schon längst wieder umarmen und küssen, aber es geht nicht...
Bei mir ist das wie bei dir. Richtig schlimm ist es, wenn jemand in meinem Umfeld die MDG hat.
Isst du gar nicht mehr außerhalb? Bist du auf Grund deiner Emo untergewichtig?

Ach Ich wünschte, ich könnte da viel lockerer ran gehen und wie die meisten Menschen den Alltag normal weiterführen. Ich bewundere so was, wenn Leute da so entspannt sind :-\

29.12.2017 12:30 • x 1 #34


Zitat von Eduard:

Ich kann das vollkommen verstehen, da bei mir Angst und Stress auch immer sofort auf den Magen schlagen ist das Thema auch bei mir so eine Art rotes Tuch. Vom Grundsatz sind mir Krankheiten egal, Erkältung, Grippe und alles andere habe ich keine Probleme, wenn jemand mit Magen und Darm Geschichten erkrankt ist oder auch nur eine unserer Töchter erwähn sie hätte Bauchweh, dann wird mir auch schon ganz komisch

Vom Grundsatz ist es aber Irrsinn, man macht sich jeden Tag viele Stunden Gedanken darüber das man sich mal ein paar Minuten übergeben könnte. Zum einen sind diese Rota Viren ja auch fies und wenn jemand im Umfeld krank ist bekommt man es in aller Regel auch. Zum anderen wenn man dann so etwas hat ist es eigentlich nur halb so schlimm. Klar angenehm ist es nicht ein paar Tage mit Durchfall zu leben, aber der Gedanke daran ist meist schlimmer.

Das vermeiden von Essen macht eigentlich keinen Sinn. Wenn du wirklich etwas hast das den Magen so reizt das du dich übergeben musst, dann passiert das unabhängig davon ob etwas im Magen ist oder nicht. Im Zweifel erbrichst du nur Galle. Da macht es quasi keinen Unterschied ob man jetzt nur seinen Magensaft hochwürgt oder noch das Mittagessen dazu. Ganz im Gegenteil, wenig Essen kann meiner Erfahrung nach sogar Übelkeit erzeugen. Ich hatte in meiner schlechten Zeit bei einer Körpergröße von 1,73cm ein Gewicht von 55kg (als Mann) weil mir ständig schlecht war. Inzwischen bin ich wieder bei einem Normalgewicht von knapp 70kg. Mir haben eben gewisse Rituale geholfen. Mein Kamilletee, Fenchel-Anis-Kümmel oder Ingwertee wirken da sehr gut wenn es mal Akut ist. Aber auch ein Glas B. (mit oder ohne Alk.) am Abend helfen dem Hunger auf die Sprünge (Vor allem der Hopfen macht Hunger).

Wenn es wirklich Akut ist gibt es ein paar Tricks die man anwenden kann. Klar wenn die Übelkeit wirklich begründet ist und alleine das kauen von Essen ein Unwohlsein verursacht, dann lass es. Dann kannst du davon ausgehen das du wirklich etwas hast und dann belaste deinen Magen nicht. Aber du kannst z.B an dein Lieblingsessen denken. Wenn du wirklich etwas hast dann wird alleine der Gedanke an Essen die Übelkeit verstärken. Wohingegen bei einer "eingebildeten" Übelkeit der Gedanke keine Beschwerden verursacht. Wenn du am zittern bist bei der Übelkeit ist das eher ein Zeichen von Angst und nicht von einem Magenproblem.

Allgemein, auch wenn es schwer fällt, esse normal, auch wenn es dir Gefühlt nicht danach ist. Das schlimmste was eben passieren kann ist das du doch etwas hast und dann kommt es eben wieder Retoure. Aber das Erbrechen ist ja keine Krankheit sondern eine Schutzfunktion des Körpers die dich vor einem ernsten Schaden beschützt. Ich erinnere mich auch noch an den letzten Norovirus als ich Nachts auf dem Klo saß und mir den Eimer greifen musste weil es oben und unten zur gleichen Zeit kam. Keine schöne Sache, aber das "Vergnügen" ist dann auch nach ein paar Minuten schon wieder vorbei und es geht einem besser.

Was Medikamente wie Vomex betrifft sollte man vorsichtig sein. Diese haben natürlich Nebenwirkungen und der Nutzen ist ja umstritten. Ärzte die ich kenne sind der Meinung das der Wirkstoff einfach zu gering ist im Vergleich zu den Medikamenten die z.B in einer Klinik verfügbar sind und der Nutzen ist unterm Strich kaum vorhanden. Nebenbei ist es fraglich ob es Sinn macht eine Schutzfunktion ausschalten zu wollen. Ich kenne es selbst wenn es einem richtig übel ist und man das Erbrechen unterdrückt kommen dann schnell viele Tage Durchfall, wenn dann doch mal alles raus kommt bevor es in den Darm geht kann es durchaus sein das man keine weiteren Beschwerden mehr danach hat. Wenn es ein Medikament sein muss, dann lieber Heilerde, Hefe (Perocur, Perenterol) oder Kräutermischungen wie Iberogast. Damit kann man sich helfen, unterdrückt aber wichtige Schutzfunktionen nicht.


Dazu kann ich noch sagen, dass ich es auch nicht mehr abschätzen kann ob es vom Magen kommt oder ob es nur die Psyche ist. Meine Familie sagt zu mir das es bei mir die Psyche ist aber Kraft dazu zu essen habe ich auch keine. Wenn ich aber esse dann schießt direkt die Panik hoch, mein Magendruck wird immer schlimmer und der Brechreiz hört dann auch nicht mehr auf. Vorallem aber ist die Angst derart schlimm das ich direkt MCP's nehme oder Vomex. Aber bisher wirklich geholfen nicht, gibt mir aber trotzdem eine kleine Sicherheit das ich nicht brechen muss. Klar ist es irrsinnig, weil wenn man wirklich krank ist muss man sich auch mit leeren Magen übergeben aber das ist die starke Angst davor, weswegen man das essen meidet.
Ich war auch mal besser dran aber dann hat mich meine Vergangenheit durch eine Person doppelt daran erinnert und somit ist es jetzt doppelt so schlimm.

29.12.2017 12:41 • #35


@Lina345 Im Moment bin ich richtig schlimm mit dem Desinfizieren, da wir ja leider nur ein Bad haben und ich auch mal normal auf Toilette muss, was mich seitdem vor Vorfall echt runterzieht. Aber mein Arzt meinte, dass das Desinfizieren schon sehr hilft eine Ansteckung zu verringern.

Wir sollen halt keine Teller, Gläser oder Handtücher teilen. Und das machen wir eh nicht. Ich komme meiner Mutter auch nicht näher als 4-5 Meter. Sie ist aber auch schon leicht genervt, weil ich ständig frage ob sie Durchfall hat oder ähnliches. Es wird aber auch noch eine Weile dauern, bis ich gelassener ins Bad kann.

Ich bin aktuell nicht untergewichtig, da ich in der Ruhepase gut essen konnte und die Antidepressiva meinen Stoffwechsel verlangsamt haben. Ich werde aber die nächsten Tage oder Wochen wahrscheinlich abnehmen, bis ich wieder etwas Ruhe im Körper habe. Ich beiße aber schon 1-2 ins Brötchen, weil ich meine Tabletten nicht auf nüchternen Magen nehmen will.

29.12.2017 13:31 • #36


Zitat von Anxiety Hell:
@Lina345 Im Moment bin ich richtig schlimm mit dem Desinfizieren, da wir ja leider nur ein Bad haben und ich auch mal normal auf Toilette muss, was mich seitdem vor Vorfall echt runterzieht. Aber mein Arzt meinte, dass das Desinfizieren schon sehr hilft eine Ansteckung zu verringern.

Wir sollen halt keine Teller, Gläser oder Handtücher teilen. Und das machen wir eh nicht. Ich komme meiner Mutter auch nicht näher als 4-5 Meter. Sie ist aber auch schon leicht genervt, weil ich ständig frage ob sie Durchfall hat oder ähnliches. Es wird aber auch noch eine Weile dauern, bis ich gelassener ins Bad kann.

Ich bin aktuell nicht untergewichtig, da ich in der Ruhepase gut essen konnte und die Antidepressiva meinen Stoffwechsel verlangsamt haben. Ich werde aber die nächsten Tage oder Wochen wahrscheinlich abnehmen, bis ich wieder etwas Ruhe im Körper habe. Ich beiße aber schon 1-2 ins Brötchen, weil ich meine Tabletten nicht auf nüchternen Magen nehmen will.


Genau ist es auch bei mir mit den Tabletten, obwohl es retard Kapseln sind und nicht auf den Magen gehen. Aber angenommen hab ich wieder in einer Woche 5 Kilo
Es ist einfach ein Teufelskreis und hört irgendwie gar nicht mehr auf..

29.12.2017 13:44 • #37

Sponsor-Mitgliedschaft

Lina345
@Anxiety Hell
Ich hab auch bei jedem Magengrummeln von mir Angst das es los geht.
Oder wenn mein Freund auf Toilette geht habe ich Angst, das es bei ihm wieder aufbricht. Ich finde mich selber schlimm und ich habe auch ein schlechtes Gewissen, weil ich im Moment alles kontrolliere. Das ist aber jetzt nur wegen der Angst vor der MDG.
Ich habe die ganze Zeit Angst, das es bei mir noch kommt. Als ich letzte Woche erfahren habe, dass er MD hat, bin ich total panisch geworden. Normalerweise würde man jetzt sagen, dass es nur deswegen istt, aber einen Tag vorher, war mir auch speiübel. Dachte ich muss spucken. Deswegen denke ich, er hat es vielleicht von mir und bei mir ist es eine verschleppte MDG bei mir und es bricht bald aus... und jetzt kommt noch das Wochenende. Kein Arzt hat auf...

29.12.2017 15:02 • #38


Zitat von Lina345:
@Anxiety Hell
Ich hab auch bei jedem Magengrummeln von mir Angst das es los geht.
Oder wenn mein Freund auf Toilette geht habe ich Angst, das es bei ihm wieder aufbricht. Ich finde mich selber schlimm und ich habe auch ein schlechtes Gewissen, weil ich im Moment alles kontrolliere. Das ist aber jetzt nur wegen der Angst vor der MDG.
Ich habe die ganze Zeit Angst, das es bei mir noch kommt. Als ich letzte Woche erfahren habe, dass er MD hat, bin ich total panisch geworden. Normalerweise würde man jetzt sagen, dass es nur deswegen istt, aber einen Tag vorher, war mir auch speiübel. Dachte ich muss spucken. Deswegen denke ich, er hat es vielleicht von mir und bei mir ist es eine verschleppte MDG bei mir und es bricht bald aus... und jetzt kommt noch das Wochenende. Kein Arzt hat auf...




Ich kann dich gut verstehen, da es mir selbst genauso geht im Moment. Ich denke, wir brauchen einfach unsere Zeit um uns wieder zu fangen. Und das geht nicht von heute auf morgen. Aber wie gesagt, ich weiß genau was du im Moment fühlst. Selbst mein Zimmer riecht total nach Desinfektionsmittel. Bin aber auch wegen Vomex und der Beruhigungsspritze total schläfrig und verschlafe die meiste Zeit.

29.12.2017 16:18 • #39


Lina345
Zitat von Anxiety Hell:



Ich kann dich gut verstehen, da es mir selbst genauso geht im Moment. Ich denke, wir brauchen einfach unsere Zeit um uns wieder zu fangen. Und das geht nicht von heute auf morgen. Aber wie gesagt, ich weiß genau was du im Moment fühlst. Selbst mein Zimmer riecht total nach Desinfektionsmittel. Bin aber auch wegen Vomex und der Beruhigungsspritze total schläfrig und verschlafe die meiste Zeit.



Hast du für jeden Tag eine Beruhigungsspritze?
Ich hab auch ständig das Gefühl, das es nicht sauber genug ist, obwohl ich es schon desinfiziert habe :-\
Ich denke auch das es seine Zeit braucht, bis diese ganz schlimme Panik weg ist, aber wenn jemand im Umfeld MD hat, bin ich total unsicher und hypochondrisch.
Mein Freund tut mir so leid. Da bin ich echt schlimm.
Meinst du, dass man nach über einer Woche noch ansteckend ist?
Was das angeht, könnte die Angst bald weniger werden. Das Problem ist nur, dass ich glaube, dass ich den MDV in mir habe und bald ausbricht...

29.12.2017 23:26 • #40



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