Zitat von Hicks: Man muss also wirklich an sich arbeiten
Dieses an sich arbeiten verstehen wahrscheinlich viele gar nicht, und funktioniert auch schlecht, wenn man gerade voll im Elend steckt. Da kann kein Mensch mehr vernünftig denken.
Wenn aber Antidepressiva oder sonstige Mittelchen mal wirken, sollte man die Chance nutzen und sich mal ganz grundehrlich anschauen:
Was bin ich für ein Mensch und warum fürchte ich mich so schrecklich und vor was eigentlich?
Wer sich dieser "Nabelschau" stellt, sich voll und ganz kennenlernen will, wird bald herausbekommen, dass ganz viel Eigenanteil diese Angst erhält. Aber nun kann man an dieser wirklichen Angst arbeiten. Man nennt sie Hintergrundangst, da sie von vordergründigen Symtomen überdeckt wird.
Ein Beispiel:
Patient X wird sehr streng erzogen, darf nie widersprechen, kennt keine Liebe. Einzig bei Erfolg wird er beachtet.
Logisch, dass er nun extrem leistungsbereit ist, immer Ja sagt (hat ja nie gelernt vernünftig zu widersprechen), dem Frieden aber nie traut.
Unterm Strich lebt er in ständigem Stress und kann seine Bedürfnisse gar nicht einfordern. Und das macht Angst.
Wer also seine echte Hintergrundangst kennt, kann lernen, wie man sich artikuliert, Leistung nicht mit Liebe verwechselt und Nein sagt.
Und noch ganz viel mehr, wie man an seine innere Freiheit gewinnt.
Und es gibt genügend andere Beispiele, die aber alle damit zu tun haben, dass man sich durch irgendwelche Gründe verloren hat. Und /oder Denkweisen anderer übernimmt.....
Wer das weiss, kann das alles langsam ändern. Und trotz allem gibt es Zeiten, da fällt man wieder in alte Muster, achtet nicht mehr wirklich auf sich selbst, und dann rutscht man eben wieder mal in die Ängste.
Aber so geht eben Leben.