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Hallo wer kennt das auch, ich hab ständige Angst und Panik. Deswegen hab ich auch in letzter Zeit Angst vorm Verrücktwerden. Wie kann ich das verhindern? Ich versuch mich schon abzulenken gelingt mir aber nicht immer. Auf Antworten würd ich mich freuen
lg

12.04.2011 09:12 • 16.06.2011 #1


31 Antworten ↓


Hallo Nica74,

ja die Angst vorm verrückt werden kenne ich sehr gut!

Ich habe auch immer wieder Phasen wo diese Angst so ausgeprägt ist, das ich fast durchdrehe!
Mein Therapeut hat mir vorgeschlagen, jeden Tag an dem ich Angst vorm verrückt werden habe, im Terminkalender anzukreuzen und kurz dazu schreiben wie schlecht es mir geht.
Ja und irgendwann habe ich gesehen das ich mir fast jeden Tag unnötig Sorgen mache und Angst vorm durchdrehen haben und es ist bis heute nichts passiert! Ich bin, glaube ich, immer noch normal

Das hat mir schon sehr geholfen. Ich weiss das es sehr schwierig ist sich was positives einzureden. Wir sind schon zu sehr auf NEGATIV eingestellt!

Kopf hoch, es wird auf jeden Fall besser! Wir geben nicht auf!

12.04.2011 15:31 • #2



Angst vorm Verrücktwerden

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bitter sea
du wirst nicht verrückt!! ich kenne diese gedanken nur zu gut!lenk dich ab..auch wenn es im ersten moment nicht geht! es wird gehen..telefoniere,teile dich mit!gehe spazieren..spüre deinen körper...singen ist auch gut! bleib nicht in deinem zustand,denn es ist nur ein zeichen,dass es dir nicht gut geht! du bist stark genug um es zu unterbinden...

lg

12.04.2011 18:41 • #3


Vielen vielen Dank für eure Nachrichten. Endlich mal jemand der einen versteht.
Mein Arzt sagt ja auch immer und meine Therapeutin das ich nicht verrückt werde.
Aber ich hab immer ein anderes Gefühl. Die meinen ich hab nur Panik.
Ich hab aber andauernd Entfremdungsgefühle.naja...das ist doch nicht ganz normal. Ich hab noch nie jemand gehört der das hat.
Ich frage mich öfter was noch als nächstes kommt.
lg

13.04.2011 09:06 • #4


Islandalfar
Diese Angst vor dem Verrücktwerden kenne ich gut genug. Bin Agoraphobikerin und leide unter Angststörungen. Heute war es auch wieder sehr schlimm. Die letzten Tage gingen eigentlich gut und dann wache ich heute morgen auf, schaue mich um, und plötzlich kommt mir so ein Einfall, ob ich denn überhaupt meinen Augen trauen könnte und das, was ich vor mir sehe, auch wirklich da ist. Das jagt mir nun den ganzen Tag über extreme Angst ein, weil ich solch ein Denken noch nie hatte. Sonst war es eher das Unwirklichkeitsgefühl, was mich verängstigt hat.
Kennt ihr sowas vielleicht auch? Wenn man denkt, man könnte sich, seinen Augen bzw. Körper nicht mehr trauen?

Hoffe auf eine Antwort.

Liebe Grüße

14.04.2011 14:27 • #5


Hallo zusammen,

zum Thema kann ich auch meinen Senf dazugeben, denn die Angst vorm Verrücktwerden habe ich auch immer mal wieder sehr stark. Allerdings schon seit Jahren und bisher bin ich noch nicht verrückt geworden (wenn auch ich mich so sehe ).

@Islandalfar:
Solche Gedanken wie du sie hast, habe ich auch meist. Das geht noch besser:

Oh weia, wer weiß, vielleicht höre ich auch gleich das Geräusch der Monster aus Krieg der Welten und bilde mir das dann draußen alles ein? Wer bin ich überhaupt und was mache ich hier? Sind das wirklich meine Kinder und könnte ich sie meinen Freund untergejubelt haben? Ist der Tisch existent, ist überhaupt alles existent oder leben wir in einer Illusion? und und und..... das kann ich seitenweise fortführen.

Vorgestern war ich noch so in Panik, dass ich hätte jemandem etwas angetan haben und wüsste es nur nicht mehr. Es ist ganz oft irgend ein neuer Gedanke, der mir totale Angst einjagt.

Mir ist einerseits klar, dass das alles Blödsinn ist, aber andererseits ist es auch nicht vermessen sich Sinnfragen zu stellen, Dinge zu hinterfragen - gehört das nicht irgendwo dazu, wenn man sensibler ist und sich für mehr als die Oberfläche interessiert?
Mich verleiten diese ganzen Phantasiegespinste und Sinnfragen aber immer wieder dazu zu glauben, ich sei verrückt.

Du bist genauso wenig verrückt wie ich, denn sowas gehört mitunter zu einer Angststörung dazu.
Es ist schwer das manchmal zu glauben bzw. sogar unmöglich, aber vielleicht kannst du versuchen es ziehen zu lassen. Gedanken kommen und gehen, sie verändern sich ständig - der Beobachter im Kopf könnte geschult werden, sodass man solche Gedanken als das wahrnimmt was sie sind - Gedankengespinste, Phantasien und dann kommt die Angst, weil man solche Gedanken als komisch bewertet und schon steckt man drin.

LG Bellami

15.04.2011 10:37 • #6


Islandalfar
Hallo bellami1983,

vielen Dank, dass du auf meinen Beitrag geantwortet hast. Da ich meinen nächsten Termin beim Psychologen erst übernächste Woche habe, bin ich gerade am verzweifeln gewesen.
Dieser Zustand jagt einem einen enormen Schrecken ein.
Momentan geht es sehr gut in der Schule und wenn ich abgelenkt bin mache ich mir keine Gedanken über diese Unrealität. Doch plötzlich kommt so ein Gedankenblitz und dann denke ich : "Halt mal! Mir müsste es doch schlecht gehen. Ist das alles wirklich, was mir meine Augen zeigen?!".
Klingt dieser Zustand bei dir manchmal ab oder ist er durchgehend da? Ich habe bemerkt, dass dieser Zustand morgens nach dem Aufwachen am schlimmsten ist.
Hast du irgendwelche Tipps, die dir gegen dieses blöde Gedankengut geholfen haben?

Liebe Grüße

15.04.2011 15:36 • #7


lumi
aarrwh das kenn ich zu genüge. Es ist wie ein Luftballon im Brustkorb der kurz vorm PLatzen ist und man nichts dagegen ausrichten kann x.x

ein sehr schönes gefühl

das habe ich auch jetzt wieder manchmal wenn ich am Wochenende zuhause bin und nix zutun habe ist so

18.04.2011 17:46 • #8


das hatte ich auch mal... mein psychater hat zu mir gesagt das die leute, die angst davor haben verrückt zu werden noch seeehr weit davon entfernt sind... leute die wirklich verrückt sind bekommen das gar nicht mit für die ist alles normal nur die ausenstehenden merken das andere verrückt sind, man selbst aber nicht

das geht vorbei lenk dich ab und irwan merkst du das dir die angst nicht mal mehr in den sinn kommt... das ist der "moment der freiheit"

liebe grüße: andre

01.05.2011 00:18 • #9


sweetjune86
Hallo ihr Lieben,

mich würde interessieren, wie ihr alle mit diesen Gedanken umgeht, von wegen es ist alles nicht real hier und geträumt oder nicht echt etc. eben das, was Bellami beschrieben hat.

Was macht ihr dagegen? Mir ist auch klar, dass das nur Gedanken sind, aber trotzdem nerven sie und stellen so ziemlich alles in Frage. Wie kommt man aus diesem Teufelskreis heraus??

Bin ziemlich verzweifelt zur Zeit.

Viele Grüße

23.05.2011 17:24 • #10


hallo ihr

ich kenne genau die ganzen gedanken, die ihr hier beschrieben habt auch und zwar ALLE!!

es ist wirklich furchtbar!!ich habe auch so eine angst jetzt schizophren zu werden

traue manchmal meinen eigenen gedanken nicht(versteht ihr wie ich das meine?)

ausserdem fühle ich mich dann selbst so fremd und alles andere kommt mir auch irreal vor.Dazu solche gedanken wie ihr sie beschrieben habt:ist das alles echt?bin ich wirklich da?war das nur ein traum?usw.....und dann ständig angst,angst,angst...

hab wirklich panik davor, dass das nie wieder weggeht und ich schizophren werde !!

liebe grüße

24.05.2011 08:58 • #11


schade, dass hier keiner mehr antwortet!

geht es euch inzwischen besser?wenn ja : wie habt ihr das geschafft?

27.05.2011 13:26 • #12


Zitat von sweetjune86:
mich würde interessieren, wie ihr alle mit diesen Gedanken umgeht, von wegen es ist alles nicht real hier und geträumt oder nicht echt etc. eben das, was Bellami beschrieben hat.

Was macht ihr dagegen? Mir ist auch klar, dass das nur Gedanken sind, aber trotzdem nerven sie und stellen so ziemlich alles in Frage. Wie kommt man aus diesem Teufelskreis heraus??


Hallo,

ich habe mich auf solche Gedanken eingelassen und versuche, sie zu Ende zu denken. Wenn alles in Frage gestellt ist und Angst macht, ist das natürlich kein angenehmer Zustand, aber es ist immerhin ehrlicher als so zu tun als wäre alles in Ordnung. Ich würde sogar so weit gehen und fragen: Wie kann man keine Angst haben, wenn man sich sein eigenes Leben mal genau anschaut? Es gibt uns, aber eine beruhigende Erklärung dafür gibt es nicht. Alles könnte auch nicht sein oder sich jeden Augenblick wieder auflösen - so erscheint es mir oft. Der Boden, auf dem ich stehe droht wegzubrechen. Ich will leben und schmiede Pläne, aber meinem Körper ist das egal. Der spult sein Programm ab, solange es die Umstände erlauben - dann zerfällt er und reißt mich mit in den Untergang (vielleicht auch in ein neues Leben, aber das wäre nur Fortsetzung der Misere auf einer anderen Ebene, denn wieder bin ich ausgeliefert an das, was da wohl kommen mag). Eine Garantie auf ein langes, gesundes und glückliches Leben, weil ich es bin, gibt es nicht. Was bleibt, ist ein Gefühl der Ohnmacht und Angst und auch der Irrealität ("Das kann/darf doch eigentlich nicht wahr sein"). Man kann das natürlich ignorieren, man kann es sogar vergessen, und dann gibt es vielleicht vorübergehend die Illusion eines "schönen Lebens", aber unter der Oberfläche, hinter der Fassade lauert stets "die Gefahr", und weil die real ist, kann Angst so stark werden.

Was das Eingangsthema "Angst vor'm Verrücktwerden" betrifft, stellt sich die Frage, was denn überhaupt "verrückt" ist? Muss man nicht auf eine gewisse Weise "verrückt" sein, um "normal" leben zu können? Manchmal erscheint mir die Angst wie ein Weckruf, eine Warnung an den Verrückten, der es fertig bringt, in einer Welt des Todes einen auf ewig zu machen.

Soweit meine Erfahrung und Einschätzung. Und wie schnell man sich von ein paar guten Tagen einlullen lässt ...

MfG
Exit

PS: Es tut mir leid, falls das, was ich geschrieben habe, wenig konstruktiv oder pessimistisch klingt. Man möge es mir bitte nachsehen.

01.06.2011 13:36 • #13


hallo!

ich kenne dieses gefühl der entfremdung oder derealisierung gut !es ist das schlimmste,was es gibt.dagegen sind selbst panikattacken nebensache.ich habe dann auch das gefühl,meine seele löst sich von mir-ich bin auf einen fremden planeten.

was dagegen tut?gute frage!

ich empfinde dieses zustand als derart schrecklich,dass es eigentlich nur flucht,durch ablenkung gibt.oder ins bett und augen zu!
meine therapeutin meint,ich soll bei angst und panik,dass ich alles zulassen-sogar hineinsteigern soll.das funktioniert bei panik gut,aber bei derealisation und depersonalisierung?ich weiss nicht...schwer vorzustellen,sag ich mal,aber ich habs noch nicht probiert.

gibts überhaupt was wirklich wirksames dagegen,ausser sofort benzodiazepine nehmen?

gruss!

03.06.2011 12:45 • #14


hallo andi1975,

ich frage mich auch, was dagegen hilft!vorallem habe ich dieses unwirklichkeitsgefühl und die depersonalisation auch unabhängig von den panikattacken.

geht es dir auch so?

ich versuche es mit ablenkung, aber das klappt leider nicht immer. ausserdem geht es mir schlechter wenn ich müde bin. das macht mir wiederum so viel angst, dass ich dann wieder nicht schlafen kann...so dreht sich das karussel...

gruß, hoffnungsschimmer

04.06.2011 18:56 • #15


Valmont
Hallo,
ach, ihr sprecht mir aus der Seele. Diese Angst vorm Verrücktwerden kenne ich leider total gut. Bei mir ist es so, daß mir alles plötzlich verzerrt, weit weg, größer,kleiner,lauter oder greller vorkommt als es eigentlich ist. Ich bin innerlich völlig angespannt und nervös, bin abwechselnd wie versteinert und dann wieder rastlos und kann nicht stillsitzen. Ich fühle mich dann auch irgenwie von allem bedroht, obwohl ich mir auch gleichzeitig sagen kann: so ein Quatsch, spinn nicht rum, nichts bedroht dich. Diese Zustände hab ich auch ganz unabhängig von Ängsten und Panik, aber natürlich löst das wiederum totale Angst bei mir aus - nämlich die Angst völlig durchzudrehen.

Seit einigen Wochen mache ich jetzt eine Verhaltenstherapie, und das ist glaube ich der richtige Weg. Meine Therapeutin hat mir dazu zwei Sachen gesagt: zum einen ist es die unbewußte Angst vor Kontrollverlust. Die Angst, die Dinge die passieren nicht mehr unter Kontrolle zu haben, und ich muß mich fragen, warum das so ist.
Und das andere ist, daß man sich eine Gegenüberstellung machen soll. Und zwar auf der einen Seite was dafürspricht, daß man verrückt wird. Und auf der anderen Seite das, was dagegenspricht (also zB viel Stress gehabt, Medikament abgesetzt, Enttäuschung erlebt usw.) All das kann nämlich das Gefühl, daß man verrückt wird verstärken.

04.06.2011 21:54 • #16


hallo valmont,

schön zu lesen(bitte nicht falsch verstehen),dass es doch mehr leuten so geht, als man denkt- die gefühle empfinde ich nämlich als so bedrohlich, dass ich mir immer denke "so geht es bestimmt sonst niemanden"

ich habe jetzt auch eine verhaltenstherapie angefangen(hatte aber erst die 1. stunde) und meine therapeutin hat mir gesagt, dass das eine schutzfunktion von mir sei. ich muss allerdings sagen, dass ich es als sehr beängstigend und nichtg als schützend empfinde!
ich glaube auch, dass es mit der angst vor kontrollverlust zusammenhängt.

ich fühle mich dann auch oft wie versteinert und denke"oh nein, was wenn du gleich noch nicht mal mehr sprechen kannst, weil dir alles so fremd ist".

was tust du denn gegen diese gefühle?

lg

04.06.2011 22:07 • #17

Sponsor-Mitgliedschaft

hi, wollt mal in die runde fragen wies euch jetzt so geht?

ist es besser geworden!?

bin zur Zeit auch in der depersonalisations phase .
Seit geschlagenen 3 Wochen, aber wird stück für stück besser....
Nur manchmal kommt die verzweiflung hoch und die angst das es immer so bleiben würde, ist dies bei euch auch der fall?

echt spucki, und die gedanken machens echt nicht besser.. Klar das man da denkt man dreht ab. was meint ihr?

aber dieses gefühl hat viel mit kontrollverlust zu tun. die angst die Kontrolle zu verlieren wird oft beschrieben mit der depersonalisation .

liebe grüßle

12.06.2011 19:06 • #18


sweetjune86
Hallo ihr Lieben,

meine Phase, die "Angst Verrückt zu werden" und Depersonalisierung und Derealisation ist bei mir immer noch nicht vorbei... ab und an wurde es besser und es gab Licht am Ende des Tunnels.. aber nunja, derzeit ist es wieder extrem schlimm.

Ich habe morgen meinen ersten Termin bei der Psychologin.. ich bin wirklich sehr gespannt.

Hmm... Angst ist ein Ar....
Ich mag diese Gedanken allesamt nicht mehr haben..

Manchmal denke ich, beim nächsten Augenlidaufschlag, bin ich woanders.. ich löse mich auf oder sowas.. nunja, vielleicht gibt es ja noch einen Weg aus diesem Irrgarten. Hoffnung stirbt zuletzt...

Liebe Grüße an alle Betroffenen...

14.06.2011 00:12 • #19


HI,ja die angst beim aufwachen.
die kenn ich.

ich wache auf und denk ich weiß gleich nicht mehr wer ich bin usw... echt krasse gefühle die da in einem hochkommen.

Ist doch schonmal was wenn du die erste therapiestunde hast , kannst ja mal schreiben wies wahr !

Denkt jemand auch manchmal, er würde bald alles vergessen oder so... Oder nicht mehr wissen wie warum was ist wie es ist...

liebe grüßle

und allen zusammen gute Besserung... das packen wir schon !! Man muss nur mal bedenken was man schon alles durchgemacht hat!! Ich glaub wenn wir unsere Angst überstanden haben dann haut uns nix mehr so schnell um...

14.06.2011 09:34 • #20



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