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ich habe sehr lange gebraucht, um mich zu überwinden und in irgendeiner form über meine probleme zu sprechen, aber zur zeit fällt es mir unheimlich schwer meinen alltag zu bewältigen...ich habe eine diffuse angst vor meinem leben- dass ich nicht zurecht komme, auch weil ich so sehr abhänging bin davon dass mir einer hilft. ich weiß mir zur zeit einfach nicht zu helfen. ich bin irgendwie wie gelähmt. und das ist wirklich nicht der richtige zeitpunkt da ich für sehr wichtige prüfungen lernen muss vor denen ich unheimliche angst habe. wie soll ich das denn schaffen, wenn ich erst gar nicht richtig lernen kann?! aber es sind nicht nur die prüfungen, sondern eigentlich alles was mit dem "ernst des lebens" zu tun hat. ich habe das gefühl völlig alleine dazustehen. ich hab das gefühl dass es niemanden gibt der mich unterstützen kann, mit dem ich offen reden kann und zwar so, dass es mir wirklich hilft.

alle haben ihr eigenes leben. ich bin allein und gehöre zu niemandes leben dazu...ich hab das gefühl niemand wird mir beistehen und gleichzeitig bin ich nicht stark genug alleine mein leben zu meistern. ich fühl mich total unfähig und unselbständig. bei allem bräuchte ich hilfe von außen. und gleichzeitig hab ich riesige angst davor nach dieser hilfe zu fragen. ich habe vor allem ständig ein ungutes gefühl dass ich meine eltern enttäusche.(mag komisch klingen- aber sie sind mir im prinzip die nächsten personen, da ich zur zeit auch keinen partner habe an den ich mich anlehnen könnte)und weil ich sie nicht enttäuschen oder belasten möchte und deshalb nie was erzähle am telefon zieht sich die schlinge immer enger...ich muss dazu sagen, dass ich nie ein offenes verhältnis zu denen hatte, aber zur zeit ist es auch der denkbar schlechteste moment um mit meinen problemen zu kommen, da es meiner mutter selber sehr schlecht geht und sie kürzlich einen suizidversuch hinter sich hat.

das tragische an meiner situation ist, dass ich eigentlich nicht so furchtbar unselbständig bin, zumindest weiß ich, dass das die leute um mich herum so sehen. vielleicht ist das auch der grund warum es mir schwer fällt, wenn ich hilfe bräuchte auch mal danach zu fragen. manchmal fühl ich mich wie ein kleines mädchen das auch mal an die hand genommen werden möchte. aber es erscheint mir alles schier unüberwindbar zu sein und zwar so schlimm dass ich zudem in allem keinen wirklichen sinn mehr sehe...es ist mir schon rätselhaft warum ich nicht alleine klarkomme- nur das ist nunmal mein derzeitiger zustand.

ich hoffe es weiß jemand einen rat für mich, ich will nicht mehr so unruhig, trostlos und antriebslos/wie gelähmt sein.....

04.03.2010 17:22 • 04.03.2010 #1


3 Antworten ↓


Liebe Pea,

jeder sehnt sich mal nach einer Hand, nach jemandem der einem hilft bzw man braucht jemanden zum Anlehnen. Das ist ganz unabhängig davon wie alt Du bist.

Ich weiß, es ist schwer jemand anders um Hilfe zu bitten. Aber: tu es. Gerade das zeigt Stärke. Es ist in Ordnung, man muss nicht alles alleine schaffen, schließlich sind wir keine Maschinen.

Wie lange gehts Dir denn schon so schlecht?

Alles Liebe, Patricia

04.03.2010 18:12 • #2



Angst vor meinem leben

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liebe patricia,

erst einmal vielen lieben dank für deine antwort!

so schlecht gehts mir immer wieder in schüben. besonders seit etwa weihnachten. aber richtig bemerkt habe ich dieses gefühl der hilflosigkeit seit ich mich nach langer zeit von meinem freund getrennt hatte(das ist schon etwa 2 jahre her). wie es davor war, weiß ich nicht- da hatte ich auch noch zu hause gewohnt und war auch viel jünger und hatte mit weitaus einfacheren dingen des lebens zu kämpfen...

seit dem denke ich, dass wenn nicht alles nach plan läuft ich auch noch die letzten mir unheimlich wichtigen menschen verliere.und gleichzeitig bin ich nicht in der lage selbständig meine pläne zu verfolgen oder zu verwirklichen, weil...ich weiß selber nicht genau warum? und wie soll ich denn meinen eltern erklären, dass ich nicht dazu in der lage bin. die sind dann doch nur insoweit da, dass sie sagen: "das kriegst du schon hin", oder "versuch es! glaub an dich"!das ist ja alles sehr lieb gemeint, und wäre sicherlich auch angemessen bei jemandem der nicht so sehr von einer art schwarzmalerei übermannt wird, wie ich es bin.daher wär ich in diesen momenten wieder ein kleines mädchen, das an der hand genommen wird und dem gezeigt wird wie man manche dinge erledigt.

problematisch ist, dass ich auch noch von meinen eltern abhängig bin und ich dementsprechend auch angst vor deren reaktion habe. wie soll ich denn leben, wenn ich mein studium nicht packe? und von der finanziellen seite ist es auch so ne sache, ich schaff es nicht einmal mir nen nebenjob zu suchen, weil ich dafür in kauf nehmen müsste a) sowieso erst mal nicht genommen zu werden und b) dass ich den dort anfallenden aufgaben nie und nimmer gerecht werden könnte....

ich trau mich einfach so viele dinge nicht.und ich weiß auch nicht genau warum. ich weiß auch nicht warum ich mich nicht traue mit jemandem zu sprechen, selbst wenn ich mir recht sicher sein kann, dass mir die person helfen kann.veilleicht liegts daran, dass es nicht die richtige person ist? ich weiß es nicht...


liebe grüße, pea

04.03.2010 19:35 • #3


Zitat von pea:
liebe patricia,

erst einmal vielen lieben dank für deine antwort!

so schlecht gehts mir immer wieder in schüben. besonders seit etwa weihnachten. aber richtig bemerkt habe ich dieses gefühl der hilflosigkeit seit ich mich nach langer zeit von meinem freund getrennt hatte(das ist schon etwa 2 jahre her). wie es davor war, weiß ich nicht- da hatte ich auch noch zu hause gewohnt und war auch viel jünger und hatte mit weitaus einfacheren dingen des lebens zu kämpfen...

seit dem denke ich, dass wenn nicht alles nach plan läuft ich auch noch die letzten mir unheimlich wichtigen menschen verliere.und gleichzeitig bin ich nicht in der lage selbständig meine pläne zu verfolgen oder zu verwirklichen, weil...ich weiß selber nicht genau warum? und wie soll ich denn meinen eltern erklären, dass ich nicht dazu in der lage bin. die sind dann doch nur insoweit da, dass sie sagen: "das kriegst du schon hin", oder "versuch es! glaub an dich"!das ist ja alles sehr lieb gemeint, und wäre sicherlich auch angemessen bei jemandem der nicht so sehr von einer art schwarzmalerei übermannt wird, wie ich es bin.daher wär ich in diesen momenten wieder ein kleines mädchen, das an der hand genommen wird und dem gezeigt wird wie man manche dinge erledigt.

problematisch ist, dass ich auch noch von meinen eltern abhängig bin und ich dementsprechend auch angst vor deren reaktion habe. wie soll ich denn leben, wenn ich mein studium nicht packe? und von der finanziellen seite ist es auch so ne sache, ich schaff es nicht einmal mir nen nebenjob zu suchen, weil ich dafür in kauf nehmen müsste a) sowieso erst mal nicht genommen zu werden und b) dass ich den dort anfallenden aufgaben nie und nimmer gerecht werden könnte....

ich trau mich einfach so viele dinge nicht.und ich weiß auch nicht genau warum. ich weiß auch nicht warum ich mich nicht traue mit jemandem zu sprechen, selbst wenn ich mir recht sicher sein kann, dass mir die person helfen kann.veilleicht liegts daran, dass es nicht die richtige person ist? ich weiß es nicht...


liebe grüße, pea


Liebe Pea,

bitte gerne.

Ich glaube nicht dass es an der "richtigen Person" liegt. Eher glaub ich dass Du Dich da nicht traust in Anspruch zu nehmen? Natürlich fragt man manche lieber, manche nicht so gern weil man einfach spürt dass sie irgendwie nicht die richtigen dafür sind.

Was meinst Du, möchtest Du vl mal mit jemandem sprechen der das objektiver beurteilen kann, jemand der dich nicht kennt, ich meine einen Psychotherapeuten aufsuchst? Ich mach auch gerade eine Therapie, viele machen das, es ist kein Grund sich zu schämen. Wie gesagt, Du bist nicht alleine!

Meinst Du denn bei den Anderen läuft alles nach Plan? Glaub ich irgendwie gar nicht, vielleicht haben die ein ähnliches Problem? Bei uns in Österreich gibts ein Sprichwort das heißt: "jeder hat sein Packerl zu tragen". weißt Du was ich damit sagen will? jeder hat auf irgendeine art und weise zu kämpfen.

Wegen dem Job...probier es aus! Geh hin, woher willst Du denn wissen obs klappt oder nicht? Klar sind Zweifel da, nur wirst Dus allein durch zweifeln nicht heraus finden. Du schreibst ja selbst dass Du finanziell abhängig bist, ändere es, werd unabhängig. Redet sich leicht, gell? Ich weiß...dennoch hoffe ich dass Dir die paar Worte vl ein bisschen weiter helfen!

Liebe Grüße, Patricia

04.03.2010 22:02 • #4




Mira Weyer