Mir ist heute Nacht klar geworden, dass dieser Krieg genau meine Kindheit widerspiegelt. Mein Vater war Putin, ich die Ukraine, meine Mutter Russland, meine Schwester China.
Einziger Unterschied, ich hatte keine Unterstützung, ansonsten nahezu alles 1:1. Ich habe auch gekämpft und wollte mich dem Diktat nicht unterwerfen. Die Abhängigkeit,
die Lügen, Bestrafungen, Drohungen kenne ich alle auch.
Eigentlich erlebe ich meine Kindheit gefühlsmässig gerade im grossen Stil noch einmal.
Würde ich Parallelen über den Ausgang ziehen, dann gewinnt keiner. Russland steht vor anderen blöd da, da er die Ukraine verloren hat, und wenn andere danach fragen, muss er lügen, weil keiner die Wahrheit hören soll. Die Ukraine hat sehr, sehr lange damit zu tun, die Wunden zu heilen, die in diesem Krieg entstanden sind, geht aber ihren eigenen Weg.
Und Russland verschwindet im Altenheim, da China null Bock hat, sich mit unwichtig gewordenen Partner abzugeben, da die Nutzung der Bodenschätze zu deren Bedingungen eh schon geregelt wurde.
Ergo, wenn man also meine Erfahrungen mit pathologischen Narzissten zugrunde legt, dann gewinnt die Unterdrückung nicht. Schlägt aber dermassen tiefe Wunden, dass alle Beteiligten noch lange daran leiden werden.
Und später denkt man dann darüber nach und ist entsetzt, was Machtstreben alles anrichtet.
30.04.2022 09:24 •
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