Zitat von Saina91: Wieso kann jetzt nicht jeder sagen, ich bleibe in meinem Land und greife keine anderen Länder an, damit es kein Elend gibt?
Ich wurde zwar nicht gefragt und finde, dass Islandfan es schon treffend angerissen hat, aber im Prinzip geht es darum, dass der Mensch Gefühle hat. Oder Emotionen.
Und weil wir nicht nur schöne Gefühle haben, sondern auch schlechte Gefühle, die je nach Prägung unterschiedlich stark vertreten sind, führt der Mensch Kriege oder ist Gewalttätig.
Wir haben zwar versucht, das Tier in uns zu bremsen (mit Regeln, Ordnung, Gesetzen und einer Moral oder Ethik) aber ich glaube, jeder von uns kennt zB das Gefühl, wenn man sich über den Tisch gezogen fühlt und der andere (warum auch immer) auch noch mit einer Selbstgefälligkeit auftritt.
Das macht wütend.
Innerhalb der Familie (oder einen kleinen Gruppe) lässt sich das noch im Guten und mit Worten klären, weil man eine enge emotionale Beziehung zueinander hat. (Sozialisierung, Bindungstheorie)
Aber wenn man nur emotional weit genug entfernt ist, wird es zunehmen leichter zu sagen: Was hindert mich eigentlich daran, mir mein "Geld" von dir mit Gewalt zurückzuholen? Da geht's ja um Stolz und Kränkung.
Wenn man dann ein Präsident ist, der vielleicht als kränkliches Kind von seinen Eltern gelernt hat, das Schwäche nicht akzeptabel ist, sondern nur mit Stärke gehandelt werden darf - nun ja. Der wird aus einer Kränkung mit Stärke handeln. Innerlich vielleicht tobend und äußerlich kalt, aber der kommt und holt sich sein "Geld" zurück (oder von dem er meint, es wäre sein "Geld").
Moskau Inkasso.