Zitat von Hypochonder-Man: Umso schockierter bin ich eben manchmal, wenn ich dann vom Patienten oder Leidensgenossen höre, dass sie seit Jahren in Behandlung sind und diesen Begriff "Krankheitsgewinn" noch nie gehört haben.
In einer Therapie würde der ja auch nicht explizit erwähnt, aber dennoch klopft man jemanden (hoffentlich) darauf ab. Ziel ist ja stets, sich selbst auf die Schliche zu kommen, was schwer genug ist.
Macht, Kontrolle, Rechthaberei, das ist ja alles nicht schön, wenn man in den Spiegel schaut, man kann es auch nicht einfach so abstellen und fühlt sich zunächst noch mieser.
Man hat nicht nur die Symptome, sondern ist jetzt auch noch ein schlechter Mensch, zumindest steht das thematisch vor einem, was man ja in die Körperlichkeit verdrängt oder verschoben hat.
Ich habe auf während meiner knackigen Herzangst gemerkt, ich nun die Aufmerksamkeit bekam, die ich früher wohl gewollt hätte, aber dann auch den Triumpf gespürt, Recht über alle Experten zu behalten, wenn ich dann tot bin.
Es gibt einen genialen Grabstein mit der Aufschrift: 'I told you I was sick'.
Ich konnte es zwar nicht abstellen, hatte aber immerhin eine Ahnung vom Thema.
Naja, das sind ja dicke Bretter, die gebohrt werden müssen.