Zitat von JannekesMum:Wer sowas von sich gibt,.macht es sich sehr bequem am Handy und sich im Klaren sein, dass es dann hier auch unbequem wird.
Nein, nein, diese Umkehr der ursprünglichen Aussage überzeugt absolut nicht.
Bequem machen es sich in der Tat diejenigen, die Waffenlieferungen fordern, zu Hause aber warm in ihren Häusern sitzen, am Handy, Computer usw., denn andere sollen den Kopf (genauer gesagt: ihren gesamten Körper und all ihre seelische Befindlichkeit) für ihre eigene Behaglichkeit und Sicherheit hinhalten, ohne daß sie selbst aber kämpfen müßten oder wollten.
Habt ihr überhaupt irgendeine Vorstellung, wie schrecklich und gräßlich es sein muß, als Soldat in einem Krieg - und das auch noch wider Willen - sich zu befinden, immens viel furchtbarer als es bereits für die Zivilbevölkerung ist.
Wißt ihr, was es heißt, als Soldat von Kugeln, Minen, Splittern usw. getroffen zu werden? Stellt euch bloß vor, ihr würdet im Krankenhaus OHNE NARKOSE operiert!? Das ist das, was Soldaten erfahren - nur noch unbeschreibbar viel schlimmer! Und das soll einem Menschen zumutbar sein? Geht's noch?
Und zum hundertsten Male:
Eine Kriegssituation ist in keiner Weise mit einer privaten Angriffssituation zu vergleichen. Aber das wurde schon zur Genüge beschrieben.
Wer auf gräßlichste Schmerzen und körperliche und seelische Beschädigung steht, der soll meinetwegen kämpfen gehen. Aber manch ein kraftstrotzender "Held" wird schnell eines besseren belehrt und kommt als körperliches und seelisches Wrack zurück.
Und nein, eine ideale Lösung habe ich auch nicht für solche Konflikte. Aber es gibt eben nicht für alles eine perfekte Lösung - manchmal muß man passen - oder eben, wie schon gesagt, sich immer wieder um eine Verhandlungslösung bemühen.
Menschen auf beiden Seiten zu quälen und demütigen und zu meinen, darauf ließe sich ein Frieden aufbauen, ist grotesk.
Meine bescheidene Sichtweise hierzu.