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Hallo Leute,
ich 20 Jahre alt, habe mich heute entschlossen dem Forum beizutreten in der Hoffnung auf Hilfe und auch helfen zu können!
Zu meiner Geschichte:
Ende 2011 während meines Auslandsaufenthaltes rauchte ich Dro., das war ca. das 5te mal in meinem Leben.
Ich habe daraufhin, starke angst bekommen die Kontrolle über meine Gedanken und verlieren und abzudrehen, wollte diesen Zustand also so schnell wie möglich wieder loswerden. Deshalb bin ich einfach schlafen gegangen. Am nächsten Tag ging es mir auch wieder gut, dies hielt dann zwei Wochen lang an. Dann an einem Abend saß ich mit meine Freunden zusammen und mir kam alles so unwirklich vor, mein Ganzes DA-SEIN. Ich hatte des Gefühl dass irgendetwas nicht mit mir stimmen würde, als ob ich wieder was geraucht hätte, was ich aber nicht getan habe. Dadurch überkam mich eine schreckliche Angst und dachte ich drehe durch. Ich habe dann versucht zu schlafen und bin am nächsten morgen Total gerädert aufgewacht. Die Angst hatte sich reduziert meine Wahrnehmung war seit diesem Zeitpunkt verändert. Ich kam mir vor wie in einem Film, als ob ich nicht wirklich da wäre, alles kam mir so komisch/merkwürdig vor. Ich bin dann ins Krankenhaus in Australien und wollte wissen was mit mir los ist. Die Ärzte meinten dass ich mit großer Wahrscheinlichkeit eine Panikattacke erlitten hatte, und die Symptome bald wieder verschwinden würden. Was aber nicht eingetretten ist. 2 Wochen später bin ich nach Hause geflogen. Um mich in Behandlung zu begeben.
Der Psychiater meinte ich würde unter einer Depression und Angststörung leiden und verordnete mir verschiedenste Antideprissiva wobei mir keines wirklich gegen das schreckliche Symptom der Depersonalisation half.
Ich war nicht der Typ für eine Depression aber aus diesem Zustand der ständigen angst und Depersonalisation habe ich eine Entwickelt. Letzten Herbst bin ich dann in eine Klinik, dort konnte man mir etwas helfen aber auch nicht zufriedenstellend.
Ich habe nach dem Klinikaufenthalt Therapeuten+Psychiater gewechselt und bin seit dem in Behandlung.
Leider quälen mich bis heute die Furchtbare Angst den Verstand zu verlieren. In meinem Kopf herscht so ein Chaos. Wenn ich Abends im Bett liege und die Augenschließe bekomme ich starkes Gedankenrassen, durch meinen Kopf schiest einfach alles verschiedenes unzusammenhängendes Wirr Warr. Tagsüber ist es meist besser aber wenn es mir schlecht geht dann denke ich wirklich jetzt werde ich verrückt. Ich halt mein Wahrnehmung dann einfach nicht mehr aus. Habe das Gefühl das mir mein Kopf platzt und suche nur noch den Stop knopf. Zwischenzeitlich habe ich Phasen da bin ich weitgehend angstfrei und ich komme ganz gut zurecht. Aber irgendwann kommt mir dann wieder dieser Gedanke: "ist das hier real, mit mir stimmt doch etwas nicht/ eigentlich ist da ja die angst aber jetzt bloß nicht dran denken nicht dass sie wieder kommt"
und dann geht es meistens auch schon los, unendliches gegrüble. Wieso denke ich, wieso steht das glas jetzt hier und nicht da. so in dieser Art. Ich kann dann in diesen Phasen sozusagen nicht "Nicht-Denken".
Ich habe einfach das Gefühl dass sich seit diesem Vorfall in Australien irgendein Schalter umgelegt hat und ich nicht mehr in den normalen Gewohnten zustand zurückkomme. Auch das macht mir Angst aber noch viel mehr habe ich davor Angst, dass ich auf dem Weg in die Psychose bin! Auch wenn mir meine Ärzte immer sagen, dass ich das nicht bin, kann mir die Angst davor nicht genommen werden, da mir meine Wahrnehmung einfach zu komisch vorkommt.
Ich bin wie in meinem Kopf gefangen, mein ganze Aufmerksamkeit ist nur noch nach Innen gerichtet und ich komme mir wir in meinen Gedanken gefangen vor. Schrecklich ! Vorallem wenn mein Kopf solche alleingänge wie abends im Bett startet. Kennt ihr Fieberträume ? Genau so läuft dass in meinem Kopf ab bloß dass ich noch nicht schlafe sondern einfach mit Augen zu daliege! Mir geht da echt der Bezug zur Realität verloren! Was mir unendlich Angst macht!

Ich bin sehr dankbar für Antworten und für die die sich die Mühe gemacht haben diesen Text zu lesen!
Gruß
Robotic

28.07.2013 11:23 • 28.07.2013 #1


6 Antworten ↓


Hi,

ich hab früher Partydrogen genommen und viel gek. , danach hatte ich eine ganze Zeit dasselbe Problem. Kommt mir sehr bekannt vor, was Du da schreibst!

Bei mir hatte sich das im Laufe der Zeit gebessert, bis das irgendwann wieder ganz verschwunden war. Je normaler ich mein Leben wieder auf die Reihe gekriegt hatte, desto normaler wurde das auch wieder in meinem Kopf.

Letztes Jahr hab ich mich überarbeitet, seitdem ist das plötzlich wieder da. Trotzdem kann ich Dir nur empfehlen, möglichst normal weiter zu leben und ebend nicht zuviel in Deinen Kopf zu horchen.

Lass den Fernseher laufen, wenn Du schlafen gehst. Such Dir täglich Kontakt zu anderen Menschen. Geh arbeiten, treib Sport. Füll Deinen Kopf mit normalen Dingen.....

Das *beep* hat tatsächlich einen Schalter umgelegt, damit musst Du jetzt leben. Es wird sich aber bessern und wieder weggehen, das dauert nur länger als die Heilung nach einem Knochenbruch....

28.07.2013 12:19 • #2



Angst verrückt zu werden Depersonalisation / Depression

x 3


Achso und noch was,

lass es einfach zu, dass Deine Gedanken verrückt spielen. Lass sie einfach kreuz und quer durcheinander rasen. Guck ihnen einfach dabei zu ohne das zu werten oder unterdrücken zu wollen.

28.07.2013 12:21 • #3


Vielen Dank für die schnelle Antwort !
Dann weist du ja wie sich das anfühlt !
Hast du irgendwann einfach die Angst davor verloren oder sind diese komischen Gedanken bei dir einfach wieder verschwunden? Wie lange hast du gebraucht um das ganze zu überwinden?

Ja ich versuche dem gewöhnlichen Alltag so gut es geht nachzugehen: Ich studiere Bwl, mach Sport und viel Musik.
Ich stecke momentan in der Prüfungsphase und habe extremen Druck und Stress, und siehe da extreme Verschlechterung wieder. Die Angst ist wieder da verrückt zu werden und durchzudrehen. Vorallem wenn ich merke dass meine Konzentration so schlecht ist!

Gruß

28.07.2013 12:38 • #4


das kenn ich auch.
aber das Gefühl alles unwirklich zu erleben ist normal bei Angstattacken. Das ist auch ein Symptom davon, solche Empfindungen sind zwar Hasch-ähnlich finde ich kommen aber daher dass das Nervensystem auf weite Pupillen etc. bei Angst schaltet und daher kommt dieses unwirkliche Erleben unter anderem auch.

Wahrscheinlich bist du einfach anfälliger und empfindlicher als manch anderer was Rauschzustände an geht. Bei mir ist das schon vom Alk. so.

Hatte jetzt auch Prüfungen (hab grad mein Examen gemacht) da hat sich durch den Druck auch alles total verschlechtert. Aber das ist normal und Prüfungen sind eine Ausnahmesituation.

Viel viel Glück für die Prüfungen, glaub mir es ist machbar....Wars bei mir auch

28.07.2013 18:03 • #5


Zitat von Robotic:
Vielen Dank für die schnelle Antwort !
Dann weist du ja wie sich das anfühlt !
Hast du irgendwann einfach die Angst davor verloren oder sind diese komischen Gedanken bei dir einfach wieder verschwunden? Wie lange hast du gebraucht um das ganze zu überwinden?

Ja ich versuche dem gewöhnlichen Alltag so gut es geht nachzugehen: Ich studiere Bwl, mach Sport und viel Musik.
Ich stecke momentan in der Prüfungsphase und habe extremen Druck und Stress, und siehe da extreme Verschlechterung wieder. Die Angst ist wieder da verrückt zu werden und durchzudrehen. Vorallem wenn ich merke dass meine Konzentration so schlecht ist!

Gruß


Hey,

bei mir hatte sich das in Stufen entwickelt. Die erste Stufe war ein Schlüsselerlebnis, als ich nach der Schule im Bett lag und dann auf die Idee kam, dieses schreckliche Gedankenchaos einfach mal zu zulassen. Plötzlich konnte ich mich innerlich in eine Position zurückziehen, aus der ich das von aussen betrachten konnte. Es war immer noch da, aber ich hab es quasi im Hintergrund vorbeirauschen lassen und mich nicht drum gekümmert. Dem gingen aber einige Wochen disziplinierte Mittagsschläfchen vorraus, bei denen ich das "Gehenlassen" trainiert hatte.....

Die zweite Stufe war die Tagesstrukturierung. Ich habe mir jeden Tag To Do - Listen gemacht und war permanent in Bewegung. Abends dann wieder "meditiert" und es fliessen lassen.

Naja, und die dritte Stufe war wohl schlichtweg die Zeit und das Leben selber. Irgendwann war das einfach nicht mehr da, das hatte aber wohl 2-3 Jahre gedauert. Und das erste Jahr war wirklich eine Qual, danach gings mir (trotz dieser Symptome) schon ganz gut !

Bei Dir ist das der Stress momentan, dadurch werden Hirnareale überaktiviert, wie beim Dro. auch. Du warst und bist schlichtweg anfällig dafür und musst lernen dementsprechend zu leben. Schalte doch in der Prüfungszeit mal nen Gang runter. Versuchs mit autogenem Training und erholsamerem Sport. Gönn Dir Pausen beim Lernen. Tu Dir viel Gutes nebenbei.

Und lass Dich nicht unterkriegen, das geht auf jeden Fall wieder weg!

Ich hab zwar jetzt gemerkt, dass das auch 15 Jahre später durch zuviel Stress erneut auftreten kann, aber das lässt sich ja in Zukunft vermeiden:-)

28.07.2013 18:15 • #6


Vielen Dank, für deine Ratschläge.
Es tut gut sich mit jmd wie dir austauschen zu können!
Vorallem zu sehen, dass man es schaffen kann!
Manchmal denke ich einfach, dass ich nicht mehr ganz normal bin was aber nur ich denke und ein Außenstehender sagt dass man mir es gar nicht wirklich anmerkt!
Hast du irgendwelche Medikamente genommen die dir halfen ?

28.07.2013 19:38 • #7




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