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vvolv
Ich weiß nicht die wie vielte Nacht dieser Art in den letzten zwei Wochen das jetzt ist, aber ich flippe grad einfach fast aus...
Hab permanent das Gefühl es passiert mir gleich was, als NW der Tabletten oder was auch immer.
Könnte mir vor unkontrollierter Emotionen wirklich die Haare ausreißen, schieße hoch, versuche Brust und Puls zu kontrollieren, fühle mich derealisiert, angespannt, möchte am liebsten einfach losheulen, aber auch das ist blockiert... Wahnsinn gerade, das kann ich echt gar niemand vermitteln, wie sich das anfühlt.
Das ist der Moment wo ich denke: SO krass kann das niemand mehr nachvollziehen von sich selbst... Kleidung beengt, alles wirkt bedrohlich schon fast, rastlos und aufgeschreckt, überlegen ob Rettung rufen irgendwas bringt...

23.05.2016 23:49 • 24.05.2016 #1


13 Antworten ↓


snaily
Hallo vvolv. Nur zu gut kenne ich das quälende Gefühl von Angst, Panik und getriebener Unruhe.
Alles, was du beschreibst ist Nachts umso bedrohlicher. Eben weil es Nacht ist. Die Rettung wird wahrscheinlich mit Benzo versuchen, das Nervensystem zu beruhigen.

24.05.2016 00:13 • #2



Angst grad einfach unerträglich

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snaily
...und Ja. Ich kann es nachvollziehen, habe genau diese Art Angststörung schon viele Jahre und derzeit auch richtig heftig. Damit verbunden diese schrecklichen Gedanken, die die Angst weiter anheizen. Darauf folgt diese immense Ungeduld mit sich selbst. Ich habe ein schlafanstossendes Antidepressiva zur Nacht. Benzos machen eben süchtig. Leider. Wie geht es Dir jetzt?

24.05.2016 00:27 • #3


vvolv
Danke für die Antwort snaily.
Mir geht's ziemlich miserabel, bin die halbe Nacht gewandert und fast verzweifelt.
Jetzt mit starker Übelkeit und erneuter Anspannung aufgewacht...

Ist das schlafanstoßende Antidepressiva Valdoxan?
Im Moment würde ich trotz Suchtgefahr einfach mal wieder ein Benzo nehmen, damit mal etwas Ruhe im Kopf einkehrt.

24.05.2016 07:35 • #4


snaily
Hallo vvolv. Hat dich das Benzo etwas beruhigt? Ich nehme Mirtazapin.
Habe gleich einen Termin aber wir hören uns. Bin direkt auch immer angespannt, dieser zermürbende Gedanke "was bringt der Tag, schaffe ich ihn?"

24.05.2016 09:11 • #5


vvolv
Ich habe jetzt tatsächlich ein Benzo genommen, 10 Tropfen Psychopax, was wirklich die totale Ausnahme für mich darstellt.
Aber ich bin ruhiger, entspannter jetzt. Und das tut grad SO gut nach den vielen Tagen innerlichen Stress.
Meld dich mal nach dem Termin, wenn du magst.
Und verrate mir doch noch wie dein schlafanstoßendes AD heißt?

Beste Grüße

24.05.2016 09:48 • #6


petrus57
10 Tropfen Psychopax sind ja gerade mal 3 mg Diazepam. Von solcher Dosis wird du wohl nicht so schnell süchtig.

24.05.2016 10:37 • #7


snaily
Bin wieder da. Nein, bei einer so geringen Dosis Diazepam passt es schon. Und bei Bedarf ist es ja auch ok.
Mein Medi heisst Mirtazapin und wirkt wohl ähnlich, wie Valdoxan.
Nimmst du Deins momentan?
Ich bin derzeit im Krankenstand, seit Ostern schon, selbst Krankenschwester und weiss nicht, ob ich es schaffe weiter in dem Beruf zu arbeiten. Aber was dann? Ich wollte einen Krisenintervention anstreben, dabei wäre beinah in geschlossenen Psychatrie gelandet. Das wollte ich definitiv nicht. Und jetzt habe ich keinen wirklichen Plan. 1x im Monat eine Gesprächstherapie ist irgendwie zu wenig.
Die Kraft in den Beruf zurück habe ich derzeit aber auch nucht. Darf ich fragen, welches Alter Du hast?

24.05.2016 11:36 • #8


Vergissmeinicht
Hey vvolv,

ich kann es auch nachvollziehen; habe es durchlebt und überlebt. So mit der Medikation ist es keine Lösung. Du solltest etwas gravierendes ändern!

24.05.2016 11:48 • #9


snaily
Hallo Vergissmeinicht, stimmt, alleinige Medikation hilft im Moment, ist definitiv aber keine Dauerlösung. Veränderungen brauchen Zeit.
Ich bin auch recht neu hier. Brauche das Forum auch, um zu erfahren, dass man nicht allein ist mit diesen "Ängsten"

24.05.2016 12:07 • #10


vvolv
Danke für euer Feedback!
Also ich bin 38, snaily.
Und die Medikation ist natürlich keine Dauerlösung, aber ich war heute so froh, danach einfach mal ein paar Stunden schlafen zu können, das hat wirklich grad einfach gut getan.
Es muss sich natürlich was ändern, die Frage ist aber unter anderem für mich: was? So genau ist mir das nicht klar, trotz Therapie.
Da fühlt man sich manchmal schon verzweifelt.
Vor allem hatte ich die letzten Monate wirklich viel an meiner Art, meiner Lebensweise geändert, und nach einer nächtlichen Panikattacke bei einer Autofahrt ging es schleichend wieder los, bis zu dem Punkt, an dem es jetzt ist.

24.05.2016 13:46 • #11


Vergissmeinicht
Hey snaily,

ja, es braucht Zeit und ist ein Prozeß; letztendlich ein Leben lang. Und nein, Du bist damit ganz sicher nicht alleine.

24.05.2016 13:47 • x 1 #12


snaily
Wie ich das kenne, vvolf. Panikattacke während der Autofahrt vor 6Wo. Auf der Autobahn. Dieses Gefühl hat sich so "festgefressen", dass es mir bis jetzt schwer fällt Auto zu fahren. Wahrscheinlich sind wir so "Kopfmenschen"
Schön, dass du ein wenig schlummern konntest. Schlaflosigkeit macht die Sache ja nicht wirklich besser.
Fahre mit dem Rad jetzt zur Freundin.
Bis später.

24.05.2016 14:10 • #13


snaily
Es regnet heut ununterbrochen und deswegen habe statt dem Rad doch das Auto genommen.
Nun ja. Was bleibt ist die Frage wie und was wir verändern können, damit wir mit der Angst besser umgehen können. Und sie nicht mit uns. Mmmh

24.05.2016 18:30 • #14



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