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Ich hatte schon öfter die Möglichkeit, stationär oder teilstationär zu gehen. Nur habe ich bis jetzt noch jedes Mal gekniffen, reagierte dermaßen heftig mit Angstsymptomen, dass eine Anreise unmöglich gewesen wäre. Jetzt stehen eine psychiatrische Tagesklinik und eine stationäre psychosoziale Reha im Raum. Für Zweiteres steht schon der Termin (im Frühjahr) fest. Das Problem ist, länger vorher bin ich immer total positiv eingestellt, erst wenn es dann losgehen soll, ganz kurz vor Antritt, kommt die Panik mit sämtlichen körperlichen Symptomen.

Gibt es jemanden, der auch so panisch reagiert, wenn es ans Eingemachte gehen soll? Wie habt ihr es dennoch geschafft, Hilfe anzunehmen? Gibt es Tricks und Tipps, die mir helfen könnten?

29.12.2020 13:31 • 15.03.2021 x 1 #1


35 Antworten ↓


Iris311
Ja so geht es vielen liebe Juwi, aber schau mal genau hin. Ist es nicht auch Aufgeregtheit?
Es ist nicht immer Angst nur weil wir die Symptome nicht gut unterscheiden

29.12.2020 13:34 • #2



Wie überwinde ich die panische Angst vor Klinik und Reha

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Iris311
Ich kenne es auch, du musst dann in der Situation bleiben, trotzdem die Kur machen. Du bist dort gut versorgt und hast immer Ansprechpartner

29.12.2020 13:35 • #3


Zitat von Iris311:
Ja so geht es vielen liebe Juwi, aber schau mal genau hin. Ist es nicht auch Aufgeregtheit?Es ist nicht immer Angst nur weil wir die Symptome nicht gut unterscheiden

Ich weiß nicht genau, nur hatte ich jedes Mal so krasse Magen-Darm-Probleme, dass es mir unmöglich war, aus dem Haus zu gehen, geschweige denn mit Öffis durch die Landschaft zu gondeln. Das war das Blöde bisher. Ich reagiere immer sehr stark "mit dem Bauch".

29.12.2020 13:36 • #4


portugal
Ich hatte auch Angst.

Nach 3 Tagen eingelebt, nach 6 Wochen gab es einen heftigen Aufschwung der Kranken Seele. Die Mitpatienten waren super und man wurde seitens des Personals zu nichts gezwungen nur ab und zu angespornt. Du wirst tolle Mitpatienten kennen lernen, freu Dich ....

29.12.2020 13:38 • x 1 #5


Iris311
Ja genauso ist es Portugal. Danke. Suche dir einen Freund der dich hinfährt

29.12.2020 13:40 • #6


Zitat von Iris311:
Suche dir einen Freund der dich hinfährt

Bin leider vollkommen allein. Keine Bekannten, Freunde, Familie, nix. Daher die Öffis. Die Rehaklinik liegt sehr abgelegen, da muss ich 3x umsteigen, um hinzukommen.

29.12.2020 13:42 • #7


Vor der Klinik solltest du keine Angst haben.
Du wirst sehr interessante Menschen kennenlernen,Sport machen können und auch sonst Dinge tun,die gut für dich sind.
Der Anfang ist nicht leicht,aber spätestens am zweiten Tag wird das Routine.
Sei positiv.

29.12.2020 14:03 • #8


Tahnee
Kann es sein , dass du dir schon im Vorfeld Ausreden zurecht legst um die Reha nicht antreten zu müssen? Hast du keinen Arzt als Ansprechpartner , der dir ein bisschen Mut macht? Wenn vor der Reha die Tagesklinik ansteht , dann kannst du ja erst einmal "üben" wie du dort den Tag bewältigst.

29.12.2020 14:07 • #9


Icefalki
Zitat von juwi:
Ich weiß nicht genau, nur hatte ich jedes Mal so krasse Magen-Darm-Probleme, dass es mir unmöglich war, aus dem Haus zu gehen, geschweige denn mit Öffis durch die Landschaft zu gondeln. Das war das Blöde bisher. Ich reagiere immer sehr stark "mit dem Bauch".


Dann liegt es nicht an der Klinik, sondern daran, dass du auf Veränderungen mit Durchfall? reagierst?

Oder was macht dein Magen-Darm mit dir?

29.12.2020 14:17 • x 1 #10


Wofo
Hallo der Schritt in einer Klinik ist
Immer schwer und aufregend das
Ging mir auch immer so das neue
Unbekannte was passiert mit mir
Usw aber ich kann dir schreiben
Es ist das beste was ich machen konnte
Ich habe mir beim erste male
Was zu Beruhigung geben lassen und es
Hat auch gut funktioniert dann
Muss man sich daran gewöhnen erstmal
Einleben völlig normal aber wie ich lesen
Kann ist es schon bei dir nicht so einfach
Da du ja schreibst das du fahren musst
Und Durchfall bekommst kenne ich auch
Es ist auch die Angst schlägt auf denn
Magen und dann bekommt man
Durchfall ich wünsche dir viel Glück
Und ich drück dir die Daumen


LG

29.12.2020 14:26 • x 1 #11


Ich denke, für die Reha habe ich eine Lösung gefunden: Man kann gegen Zuzahlung einen Krankentransport in Anspruch nehmen. Hingefahren zu werden, nimmt mir schon mal viel Last von den Schultern, im wahrsten Wortsinn. Und ich kann dann eine Beruhigungstablette nehmen, was ich eher nicht könnte, wenn ich mit Öffis fahre und konzentriert und munter bleiben muss.

Danke für euren Zuspruch!

31.12.2020 11:19 • x 3 #12


Annalehna
Ja so kannst du es machen....du brauchst einen Transportschein von deinem Hausarzt.
Gute Besserung

31.12.2020 11:28 • x 2 #13


portugal
Oh das ist eine gute Entscheidung. Dann wünsche ich Dir einen guten Aufenthalt.

Lass mal hören, wie es Dir so ergeht.

Neues Jahr, neuer Anfang Juwi

31.12.2020 13:06 • x 1 #14


Christine4070
Guck mal wie unterschiedlich es sein kann...
du kannst in eine Klinik gehen und bist deswegen in Sorge und ich kämpfe grad darum, eine stationäre Therapie machen zu können, um meine Ängste und Depressionen loszuwerden.
Ich glaube, es ist total gut, mal eine Weile rauszusein aus dem gewohnten Umfeld und sich auf die Gesundung der Seele zu konzentrieren.
Ich bin mir sicher, die Reha wird Dir mega gut tun und Du kommst zurück in die Spur! Das wünsch ich Dir fürs neue Jahr!
Und wie gut, dass Du eine Lösung für den Weg in die Klinik gefunden hast! Ist doch toll, dass Du da nicht locker gelassen hast und für Dich eine Lösung gefunden hast.
Alles Liebe!
Christine

31.12.2020 14:18 • x 1 #15


Leider wird mir der Transport doch nicht bezuschusst, weil ich ja nicht körperbehindert bin.

Die Reha verschiebt sich übrigens um 6 Wochen, weil ich Ende Mai umziehen muss. Ist mir aber eh recht, im Sommer ist es dort noch schöner als im Frühling.

21.01.2021 17:54 • x 2 #16


Islandfan
Wie äußert sich das denn mit deinem Darm? Hast du dann so starken Durchfall, dass du nicht mehr von der Toilette kommst? Dann könntest du zur Not auch mal eine Imodium nehmen und mit der Klinik absprechen, dass du an dem Tag vielleicht etwas später kommst. Tavor könnte ich bei einer Reise mit den öffentlichen nehmen, ich bin damit genauso klar im Kopf wie ohne, bis auf dass ich etwas müde bin. Ich hatte heute eine zwei Stunden Telefonkonferenz unter Tavor und das hat man nir überhaupt nicht angemerkt. Solange du nicht selber fahren musst, würde ich es probieren.

21.01.2021 18:00 • #17


Christine4070
Hallo zusammen, so, nachdem ich ja versucht hatte, Juwi Mut für ihren Klinikaufenthalt zu machen und Himmel und Hölle in Bewegung gesetzt habe, dass ich auch so schnell wie möglich in meine Wunsch-Einrichtung zu stationären Therapie komme, ist es nun morgen soweit: ich gehe in die Klinik.
Und jetzt dreh ich hier durchs vor Angst, dass ich meinen Mann und mein Kind alleine lasse. Ich habe solche Angst, dass beiden was passiert während ich weg bin, dass sie krank werden oder einen Unfall haben. Ich hab ja sowieso immer Angst, dass ich Krebs bekomme, jetzt habe ich solche Angst, dass mein Mann Krebs bekommt, während (weil?) ich weg bin.
Ich weiß, wie irre sich das anhört...
Ich hab das Gefühl, ich darf nicht gehen, weil ich auf die beiden aufpassen muss.
Aber ich brauche den Klinikaufenthalt, so kann mein Leben nicht weitergehen...

25.01.2021 17:04 • #18


portugal
Versuch ganz einfach, dass auszublenden. Versuch Dich abzulenken und dann ist es auch bald Abend und Du gehst schlafen.

Ich wünsche Dir alles Gute, denk dran, Du musst etwas verändern, um wieder eine bessere Lebensqualität zu bekommen und das fängt morgen ab!

25.01.2021 17:10 • #19


Calima
Zitat von Christine4070:
Ich hab das Gefühl, ich darf nicht gehen, weil ich auf die beiden aufpassen muss.

Du eröffnest deiner Familie mit deiner Therapie endlich die Chance auf ein normales, gutes Leben. Sie werden prima ohne deine Kontrolle zurechtkommen - das vermutlich sogar genießen- und können sich darauf freuen, eine gesunde Mom und Partnerin zurück zu kriegen.

25.01.2021 17:19 • #20



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