Hallo,
Hoffe, hier im Forum vielleicht mehr Klarheit, Ideen, Meinung , Rat und/ oder Möglichkeiten durch zb eure Erfahrungen zu erhalten.
Zu mir. Bin Mutter zweier Kinder, wobei eins mit einigen Baustellen zu Welt kam. Nach einigen Jahren war das meiste geschafft, ein eigenständiges fröhliches Leben möglich. Wollte nun auch mein Leben wieder genießen und direkt mit Erholung starten.
Dieser Beginn vor 2 Jahren misslang, mein Körper hatte andere Pläne. Ich wurde durchgecheckt, bin körperlich gesund, bei meiner Seele ist das wohl irgendwie nicht angekommen. Versuchte es mit Selbsthilfe durch Apps und Lesen. Vergeblich.
Hilfe sollte es durch Psychotherapie geben. Leider erfolgte eine Absage nach der anderen, nicht mal Platz auf einer Warteliste gab es. Mit vielen Aufgaben/ Stress und Sport lenkte ich mich ab - bis an den Rand der Erschöpfung. Nur so konnte ich funktionieren.
Das reichte irgendwann nicht mehr aus, ich änderte meine Ernährung, reichte aber auch nicht. Egal was ich tat, egal wo ich um Hilfe bat, alles vergebens. Ich gab auf. Wollte den Körper deshalb „platt“ bekommen und reduzierte das Essen. Dadurch verlor ich Gewicht und erfuhr eine unerwartete Wende: plötzlich konnte ich Glück und Freude spüren, mit den Kids lachen.
Da das Aufrechterhalten - Sport und Verzicht auf Essen - extrem anstrengend war, suchte ich unverändert weiter nach Therapeuten, erhielt aber bestenfalls nur probatorische Erstgespräche. Immerhin schrieb man mir eine psychosomatischen Reha auf, die einige Monate später beginnen sollte.
Vor Reha-Antritt fand sich jedoch ein sehr freundlicher Therapeut, der einen Platz in Aussicht stellte. Er war nur unsicher, wegen dem Untergewicht. Ich kämpfte um diesen Therapieplatz und änderte dafür meine Rehaklinik auf eine für Essstörung ab. Ich hatte furchtbare Angst, angst davor meine gewonnene Freude, Stärke und Disziplin zu verlieren (durch Zunehmen). Es hieß, es wäre ein Vertrauensvorschuss nötig und mein Therapeut versprach , mich dann aufzufangen. Bin das Risiko eingegangen und habe alles verloren.
Der Therapeut konnte mich nicht auffangen, er wusste leider nicht wie. Seit dem jogge ich wesentlich mehr, Kalorien ausgleichen, weil meine Disziplin für Verzicht auf Essen fehlt, ich aber unbedingt das Lachen mit den Kids zurückhaben möchte. Es schmerzt.
Dafür habe ich top Blutwerte, schaue gesund aus, sportlich und bin dabei doch verzweifelter als je zuvor. Mein Hausarzt dagegen total zufrieden, kein Handlungsbedarf. Das enttäuschte mich.
Eine anderer Therapeut bot einen Platz an, hatte das Gefühl, dass dieser eher wüsste, wie ich voran kommen könnte… ich wechselte und nun ist er plötzlich unsicher und im Urlaub. Frage mich, was Therapie ist? Könnte ich mich wirklich ändern? Oder macht sie bei mir keinen Sinn? Und wie soll ich nen Therapeuten vertrauen, der selbst unsicher ist? Verzichte ich besser ganz drauf?
Sollte ich nochmal Reha beantragen, oder besser Mutter-Kur? Vielleicht lerne ich das Pausenschen, verliere die Angst davor. Oder stationäre Klinik (Empfehlung meiner Krankenkasse).
Habe den Hausarzt gewechselt. Frage mich, welche Infos gebe ich an den neuen weiter? Kann ein Hausarzt beraten oder überfordere ich ihn damit?Sollte ich es besser bei medizinischen Fakten belassen, also dass ich fast Normalgewicht habe und dazu top Blutwerte? Oder ehrlich sagen, wie es mir geht? Was meint ihr?
Bin wirklich unsicher, früher waren mir Wege klar und in schweren Momenten Zeiten habe ich immer einen Lichtstrshl gefunden… den sehe ich nicht mehr… spüre Angst, Verzweiflung und möchte keine weiteren Irrwege nehmen.
Lg
25.08.2025 12:19 • • 28.08.2025
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