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@User_0815_4711: also auf die Ursache vom Lagerungsschwindel bin weder ich noch Arzt gekommen, klingt aber sowas von plausibel. Finde ich gut, ne Erklärung zu haben.
Wenn ich nur wüsste, wie das Feuer ausgeht, bevor die Kids keine Kids mehr sind oder das Schicksal einen wieder abhält. Viel Zeit bleibt nicht mehr. Sport hat das Feuer eingedämmt, leider aber gleichzeitig anderes größeres Leid gebracht.
@

@krümel: also meinst du, eine Therapie wäre sinnvoller? Erstgespräche gab es, er meinte anfangs mich unterstützen zu können. Beim letzten Kennenlerngespräch - vor seinem Urlaub - war er dann aber unsicher und meinte, alles wäre arg verfestigt und er wäre auch nicht böse, wenn ich zu wem anderes wechsel. Würdest du an meiner Stelle trotzdem bleiben?

Habe ja nicht wen anderes, überhaupt hat die Suche nach Therapie zig Absagen und bereits sehr viel Zeit gekostet.

So kam ich ins Grübeln über Alternativen, frage mich, ob Reha, Kur oder Klinik hilfreicher sind, um den Kampf zu beenden, Feuer zu löschen?

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Therapie, Klinik oder Reha noch sinnvoll?

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Zitat von Jette1012:
also auf die Ursache vom Lagerungsschwindel bin weder ich noch Arzt gekommen, klingt aber sowas von plausibel. Finde ich gut, ne Erklärung zu haben.

Lagerungsschwindel ist nichts besonderes. Du hast ja auch gerade das erste Mal Yoga gemacht, mit vielleicht einer ungewohnten Aufsitz-Bewegung. Gemeinsam mit der anscheinend gelungenen (!) Entspannung sind dann Hirn und Körper voll in die Panikattacke gedüst.

Ich habe deswegen nachgefragt, ersten, weil ich dein Schicksal sehr berührend finde. Und zweitens, weil das alles für den ungeschulten Blick sehr ungewöhnlich ist. Aber es anscheinend nicht ist, sondern häufiger vorkommt.

Zitat von Jette1012:
Wenn ich nur wüsste, wie das Feuer ausgeht,

Leider kann ich dir da nicht helfen, weil ich nicht von Ängsten betroffen bin, sondern nur eine kleine, chronische Existenzdepression habe. Aber es gibt reichlich Angstpersonen hier. Und auch zahlreiche, die von Ängsten wieder geheilt sind.

Zitat von User_0815_4711:
sondern nur eine kleine, chronische Existenzdepression habe. Aber es gibt reichlich Angstpersonen hier. Und auch

Nur? Im Zusammenhang mit Existenz sind da „klein“ und „nur“ nicht treffende Beschreibungen, vielleicht aber hilfreicher als dramatische. Und ja, mit Ängsten (ohne es zu verstehen) bin ich „gestartet“ . Leider sind es nicht mehr meine Hauptprobleme, deshalb habe ich die Symptome eingangs auch gar nicht erst aufgeschrieben. Egal wie ich mich abkämpfe, es ist eine unaufhaltsame Abwärtsspirale und Körper und Psyche immer kraftloser. Gerade stehe hier in Joggingklamotten und muss mich überwinden, mit diesen Beinen schwer wie Blei und Schmerzen in Muskeln, sehnen zu laufen. Eine Strecke, in der es weder um Km, Geschwindigkeit, Leistung geht, nur ums Schaffen. Sicher sein, diese eine Stärke inoch in mir ist, nur diese eine Stärke habe ich bei allem noch nicht verloren. Wie lang schaffe ich es noch?. So kann ich für den Tag funktionieren, lachen für (leider nicht mit) den Kids, mit Freunden und Familie. Funktionieren nur für einige Stunden, bis zum Abend… für die nächste Einheit. Und das Wissen in der Nacht, es war der Tag heute, morgen kommt der nächste… und ja, die Angst kommt in dieser Ruhe so richtig hoch. Angst vor den Schmerzen und Erschöpfung des kommenden Tages, Angst, diese stärke auch noch zu verlieren, das Leben mit meinen Kids zu verlieren.

Zitat von Jette1012:
Egal wie ich mich abkämpfe, es ist eine unaufhaltsame Abwärtsspirale und Körper und Psyche immer kraftloser.

So viel Kampf!
Vielleicht verlangen Körper und Geist nach Ruhe statt nach Kampf?

Na ja, Ruhe hat mir den Schwindel, Tinnitus, Bluthochdruck usw gebracht. Hatte mich schon lang nach Ruhe und Pause gesehnt und entsprechend auch auf diesen Tag gefreut. Und ja, wünsche mir soooooooo sehr mich mal ausruhen zu dürfen. Leider habe ich meine Disziplin verloren und gebe ich aber meinen Halt durch Disziplin (Verzicht auf Essen und Gewicht) verloren, bleibt nur noch Auspowern. Wenn ich da jetzt auch noch Schwächen, habe ich nichts mehr. Habe es auch einen Tag mal mit nur 1 std Power probiert, war nicht gut. So gereizt und unausgeglichen, das konnte ich meinen Umfeld nicht antun, dazu der Blutdruck der dann explodiert und Selbstvorwürfe… wage es nicht, ohne anderen inneren Halt gefunden zu haben, es nochmal auszuprobieren. Und doch bleibt der Wunsch, genau das: nichts tun dürfen.

Zitat von Jette1012:
wage es nicht, ohne anderen inneren Halt gefunden zu haben, es nochmal auszuprobieren.

Das könnte dir gut tun, ja.

Zitat von Jette1012:
Und doch bleibt der Wunsch, genau das: nichts tun dürfen.

Du darfst.
Meinst du nicht, das war ein einmaliges Ereignis damals? Und im Moment gehts dir sowieso dreckig, was kann noch schlimmeres passieren, wenn du dir mal Ruhe gönnst? Aber ich kann es verstehen, dass du Angst vor Ruhe hast.

Aber vielleicht in einem kontrollierten Rahmen? Da kommen wir wieder auf deine Ausgangsfrage zurück: Schau, dass du eine dieser längerfristigen Möglichkeiten bekommst, mehrere Wochen irgendwo, eigentlich nicht wirklich wichtig, was und wo. Hauptsache weg und dort versuchen, einen weiteren inneren Halt zu finden und auch unter Aufsicht Ruhe zu finden.

Zitat von Jette1012:
Na ja, Ruhe hat mir den Schwindel, Tinnitus, Bluthochdruck usw gebracht.

Das stimmt so nicht und dieser Glaubenssatz ist gefährlich, weil er dich immer weiter treibt und ausbrennt.
Es kann sein, dass wenn du irgendwann die vermeintliche Disziplin nicht mehr aufbringst, z.B. einmal den Sport ausfallen lässt, du in ein sehr, sehr tiefes Loch fällst.

Ich denke, du müsstest mal aus allem raus. Komplett runter fahren können. Das wäre mEn nur in einer Reha möglich oder besser: Kur.

Es gibt auch sogenannte Müttergenesungskuren, hat mir meine Hausärztin neulich erzählt. Vielleicht hast du einen Hausarzt oder kannst einen finden, der dir sowas verschreiben würde. Das ist nämlich nicht ganz so einfach.

Was ist denn mit Johanneskraut als pflanzliches Antidepressivum...? Selbst wenn es bei dir nur durch die Hormone kommt, bist du da auch nicht sehr schnell medikamentös gut eingestellt.
Ich finde, es muss dringend was geschehen bei dir. Du bewegst dich recht nah am Abgrund.

Zitat von Pauline333:
Es kann sein, dass wenn du irgendwann die vermeintliche Disziplin nicht mehr aufbringst, z.B. einmal den Sport ausfallen lässt, du in ein sehr, sehr tiefes Loch fällst.

Ja, das ist schon passiert. War so erledigt (Alltag aufrecht erhalten bedeutet ja nicht, den Tag rumkriegen, sondern alles rundum - Job, Familie, Freunde, Krankheiten, Haushalt,… - such zu schaffen, ohne dass irgendwer oder irgendwas anderes darunter zu leiden hat. War so platt und hatte solche Angst vor den Schmerzen und Erschöpfung beim Joggen, dass ich versucht habe, es zu lassen. Das Ergebnis davon - das tiefe Loch und zugehörige Symptome - lässt mich deshalb auch bei Einschränkungen (Schmerzen, Müdigkeit, Schwellungen, Stürzen, Fieber) weiter joggen. Habe es immer wieder mal versucht, das Ergebnis blieb gleich und die Angst wird größer, hier nicht mehr rauszufinden. Nur ein niedriges Gewicht war bisher eine funktionierende Option, die ich leider nicht mehr schaffe. Und Wege, ich weiß nicht mehr, welcher erfolgsversprechend ist.., ob ich überhaupt irgendwo noch ne Chance auf Erfolg habe. Vielleicht ist es mein Schicksal, das mein Leben eben nir in anstrengend im Kampf (egal ob nun für Kind, Freunde oder mich selbst) möglich ist. Und dann die Angst, das nicht mehr durchzuhalten, täglich, ohne Aussicht… was wenn ich nicht mehr kann? Dann würde nicht mehr nur das Lachen für Kids fehlen, es wäre ganz weg. Und die Kids und Unfekd würden leiden und wer weiß, was das aus ihrem Leben macht. Von daher versuche ich mich, mit dem jetzt positiven zu stärken… ich funktioniere noch, habe tolle Menschen um mich und bin auch noch nicht alle Wege gegangen übrigens johanneskraut (und anderes Pflanzliches) habe ich schon ausprobiert, leider war es nicht so hilfreich. Bin eher nur noch müder geworden, von einem pflanzlichen Mittel (weiss schon gar nicht mehr wie es heißt) wurde mir nur schwindlig, aber schlafen konnte ich dadurch auch nicht besser, dafür joggen und Krafttraining noch anstrengender. Hat AD denn geholfen, ich stelle es mir vor, als wenn man dann nur noch müder wird und den Alltag noch weniger schafft.

Zitat von Jette1012:
Und die Kids und Unfekd würden leiden und wer weiß, was das aus ihrem Leben macht.

Und dass du bereits unendlich leidest, das ist dir egal?
Und du meinst, dass die Kinder und das restliche Umfeld nichts von deinem Leiden mitbekommen?

@_0815: verständlicher Einwand. Und ja, bin sicher, dass sie vom aktuellen Leid verschont sind. Nicht ganz, mit dosierten Teilwissen. Nur Nahstehende bekommen von mir „Dosiertes“, da meine Tagesstruktur sonst nicht glaubhaft wäre, ich nicht authentisch rüberkäme. Und das ist wichtig, da sonst die Gefahr besteht, dass sich bei ihnen still und unbemerkt Sorgen, Tabuthemen und Ängste entwickeln könnten. Sie Vertrauen in mich verlieren und nicht mehr über Probleme reden. Habe aber auch „übung“ in sowas, allein schon durch die 10 Jahre bevor das Leben hätte entspannt sein können. Aber mein Mann weiß Bescheid, was leider weder für ihn noch für mich von Vorteil ist. Vor 2 Jahren, mit den körperlichen Symptomen war mir das jedoch nicht möglich.

@Jette1012 , ist schwierig für mich, das alles nachzuvollziehen, was wirklich in dir vorgeht. Ich kann und will das auch alles gar nicht beurteilen, eben weil ich nicht in deinen Schuhen gehe.

Nur noch ne Frage: Was wäre, wenn du eines Tages körperlich komplett zusammenbrichst und du in ein Krankenhaus eingeliefert werden würdest?

Vielen Dank für deine Worte und mich nicht beurteilen zu wollen.
Habe noch auch schon gefragt, was dann passieren würde… vielleicht dürfte ich mich dann um mich kümmern? Oder erst dann, wenn es zu spät ist? Ich fürchte, dass er alles mitmacht, solange ich es mir nicht gutgehen lasse. Aber bin nicht sicher. Habe auch nicht das Gefühl, wählen zu können.

Zitat von Jette1012:
Ich fürchte, dass er alles mitmacht, solange ich es mir nicht gutgehen lasse.

Mit er meinst du den Körper? Ne, tut er nicht auf ewig, weil schon mal niemand ewig lebt. Kann aber schon noch ein Weilchen so weitergehen.
Aber es gibt auch noch die Psyche, auch die kann dich mal völlig handlungsunfähig werden lassen.

Wenn du meinst, dass das dein Weg ist, dann gehe ihn*. Dein Mann ist informiert, was zu tun ist, wenn du handlungsunfähig geworden bist?

*In Ansätzen kenne ich das: Wenn ich mal nicht mehr kann, dann lege ich mich auch tagsüber für 1-2 Stunden hin, mir passiert da nichts, außer, dass ich hinterher für den Rest des Tages etwas benommen bin. Aber langfristig kann ich mir so etwas wie einen Erholungsurlaub oder ähnliches nicht vorstellen. Da müssen mich Körper oder Geist schon dazu zwingen. Das war ein Problem mit meiner letzten Freundin, die lange und ausgiebig nichts getan hat. Und ich ganz unruhig daneben, wegen Paarzeit und so.

Zitat von Jette1012:
Hat AD denn geholfen, ich stelle es mir vor, als wenn man dann nur noch müder wird und den Alltag noch weniger schafft

Mir hat ein AD bzw genauer gesagt ein Serotonin-Wiederaufnahnehemmer schon 3mal wieder ins Leben geholfen.
Ich war dadurch nicht veröndert, sondern einfach wieder ich selbst.

Ich würde es auch wieder nehmen, aber nur, wenn

1. körperliche Ursachen ausgeschlossen sind
2. ausruhen, Verantwortung abgeben, Luft schaffen, gesunde Lebensweise etc nichts bringen.
3. Mein Leidensdruck sehr/zu hoch sind

Zumindest Punkt 1 ist bei dir ja noch offen. Das Hormonthema (und evtl doch nochnal Nöhestoffe) solltest du dringend angehen.

Der Therapeut, der im Urlaub war ist zurück und hat mich hängen lassen. Hätte ich bloß nie vertraue, nicht auf Hilfe gehofft.
Suche beginnt von vorn, weiß nur nach all der lagern Zeit auf Suche, wo und wie lange ich durchhalten muss. Die Frage, ob ich es kann, stellt sich irgendwie nicht… es gibt nur ein MUSS. Denn mögliche Hilfe wird auf später verschoben oder abgesagt. Ich habe mir mich und meine Kraft ist so am Ende, war sie bereits vor 2 Jahren (nach den 20 Jahren mit dem kranken Kind). Welche Chance habe ich überhaupt noch? Welche Rolle spielt mein Bemühen noch, wenn jeder Kampf nur Kampf und Qualverlängeeung bedeutet?
An dem Punkt war ich auch schon letztes Jahr und mich deshalb stationär psychosomatische Klinik angemeldet. 6- 10 Wochen Wartezeit hieß es. Nach 12 Wochen fragte ich nach und erfuhr, dass mein Hatsarzt schon längst die Info hatte, dass ich abgelehnt bin. Seine Einweisung war ungültig, es hätte eine fachärztliche sein müssen, außerdem hatte ich keine schwere depressive Episode und Erschöpfung und Untergewicht reicht nicht. Und so hatte ich undonstvdze Wartezeit „überbrückt“ und musste weiter überbrücken mit joggen, Krafttraining und hungern, um innerlich den Tag zu schaffen ohne Aussicht… bis der nette Therapeut kam und das ganze von vorn begann, so wie jetzt… alles ohne Pause, jeder Hoffnungsschimmer tut weh. Habe Angst vor Hoffnung, aber ohne Hoffnung, wofür der Kampf? Kann wirklich nicht mehr. Krankenkasse war auch überfordert, bat mich, noch nochmal für ne stationäre Aufnahme abzustufen. Gleich fahre ich zum Psychiater, der, der meinte, ich solle erstmal ne Therapie machen… nett so ohne Therapeut. Nicht zum Gespräch, nur für ne Einweisung. Und selbst wenn ich die bekommen sollte, heißt es wieder warten auf Hilfe… warten wie immer - während ich weiterkämpfen muss. Mit der Gefahr, dass all das was passiert, umsonst, tief fallen. Jedes Aufstehen und Kraft sammeln, führt nur zum Tief fallen. Ich wünschte so sehr, wenn es schon keine Hilfe gibt, dass ich meine Disziplin zurückerobern könnte, für mein altes Gewicht, meinen Halt, innere stärke, ein Leben mit Kids (nicht eins daneben, mit Schmerz, Erschöpfung und Qual). Habe es schon mit Hypnose versucht. Gibt es noch Tricks für innere Stärke? Momentan fällt mir nur betäuben ein.

Zitat von Jette1012:
Gleich fahre ich zum Psychiater, der, der meinte, ich solle erstmal ne Therapie machen… nett so ohne Therapeut. Nicht zum Gespräch, nur für ne Einweisung.

Das ist gut. Wenn du ihm all das so schilderst, wie in dem Text hier, ist die Chance hoch, dass du als Akutfall eingestuft wirst.
Zuhause mit Mann und Kindern alles geklärt, dann geht das schon.
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Einen termin zum Gespräch hatte ich nicht, ich bat nur um die Erstellung Einer Einweisung… diese wird mir nun demnächst per Post zugeschickt. , sie hatten nämlich vergessen wurde, dass der Dr (nötig für Unterschrift) erst nachmittags da ist.

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Prof. Dr. med. Thomas Hillemacher
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