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Flousen
Hallo.
Meine Therapie hat gestern endlich begonnen!
Ich bin jetzt in einer Tagesklinik untergekommen.
Alles basiert auf Gruppen Therapie aber es ist sehr interessant und es sind dort eher Leute die Viel schlimmere Sachen haben.
Jetzt mein Problem.

Ich kann momentan kein Zug mehr fahren.
Sobald ich vorm Gleis stehe bekomme ich Herzrasen und sobald ich im Zug bin und die Türen zu sind geht es mir richtig schlecht!
Fährt er los geht es wieder und sobald er stehen bleibt (was er momentan ständig auf der Strecke tut) gehen sofort diese Gedanken los man sei Gefangenen und kommt nicht selbstständig raus.
Fenster kann man ja nicht öffnen und wer Garantiert das die so tollen Not Türöffner funktionieren? Ich bin ehrlich mit dem Zug Prozedre kann ich mich nicht abfinden ausgeliefert zu sein..

Fahre derzeit mit Fahrrad zur Klinik.

03.08.2018 10:24 • 07.08.2018 #1


7 Antworten ↓


Sonnenwende1992
Hallo und viel Erfolg bei deiner therapie!
Ich kenne das Problem und habe es so ziemlich identisch - sprich in der Klinik darüber und nimm es in Angriff!
Vermeidung ist kein Weg zur Besserung, eher im Gegenteil!

03.08.2018 10:39 • #2



Therapie gestartet und starke Zug fahr Probleme

x 3


Flousen
Vielen Dank.
Ich meide nix was solch Probleme auslöst aber das mit dem Zug und dort ausgeliefert sein ist wie mit Fahrstuhl fahren. Hölle!

03.08.2018 11:51 • #3


squashplayer
Zitat von Flousen:
Hallo.
Meine Therapie hat gestern endlich begonnen!
Ich bin jetzt in einer Tagesklinik untergekommen.
Alles basiert auf Gruppen Therapie aber es ist sehr interessant und es sind dort eher Leute die Viel schlimmere Sachen haben.
Jetzt mein Problem.

Ich kann momentan kein Zug mehr fahren.
Sobald ich vorm Gleis stehe bekomme ich Herzrasen und sobald ich im Zug bin und die Türen zu sind geht es mir richtig schlecht!
Fährt er los geht es wieder und sobald er stehen bleibt (was er momentan ständig auf der Strecke tut) gehen sofort diese Gedanken los man sei Gefangenen und kommt nicht selbstständig raus.
Fenster kann man ja nicht öffnen und wer Garantiert das die so tollen Not Türöffner funktionieren? Ich bin ehrlich mit dem Zug Prozedre kann ich mich nicht abfinden ausgeliefert zu sein..

Fahre derzeit mit Fahrrad zur Klinik.


Hallo Flousen,

erstmal Glückwunsch zum Entschluss mit der Klinik. Ich war auch in einer Klinik und allein schon die Gespräche mit den anderen Patienten haben mir sehr geholfen.

Das mit dem Zugfahren hatte ich auch. Bei mir war es so schlimm, dass mein Puls 110-120 war. Lösung: du kannst nichts im Leben ohne Risiko haben. Du musst akzeptieren, dass es ein Restrisiko gibt. Genieße dein Leben und denke an die schönen Seiten. Halte dich nicht diesen negativen Gedanken auf, dafür ist das Leben zu schade!

Derzeit ist es bei dir nur der Zug, aber es könnte sich ausweiten auf Busse etc. Daher empfehle ich dir dringend, Zug zu fahren. Und zwar erstmal nur kurz und am Ende auch mal 3-5 Stunden. Fahr irgendwohin, egal wo. Das funktioniert aber nur unter einer Bedingung: wenn du verinnerlicht hast, dass dein Körper ein völlig harmloses Notfallprogramm (=Panik) abspielt. Du kannst genüsslich warten, bis es zu Ende ist. Je öfter du Zug fährst, desto weniger wird es werden. Kannst du mir glauben, denn genau das habe ich durchgemacht. Heute habe ich nur noch ein Unwohlsein beim Zugfahren und damit kann ich leben.

VG

05.08.2018 22:24 • #4


Flousen
Ich kann Bis jetzt nur noch nicht sagen das es Positiv ist der Tagesklinik Besuch. Egal ob Ergo oder Musik Therapie nix bringt mich davon wirklich vorwärts. Klar es macht Spaß aber wo hilft mir das bei meinen Problemen? Es gibt nur Gruppen Therapie und dort wird nur gefragt wie es mir heute geht und das wars. Also ich bin ehrlich ich steh eher auf das Therapie Konzept mit einem Therapeuten unter 4 Augen zu sein und Hilfe zu bekommen allerdings dauert das bis zu einem Jahr.

Das Thema mit dem Zug ist mir bekannt. Früher habe ich das auch therapiert nur hatte ich da nicht so extreme probleme mit geschlossenen Räumlichkeiten. Dieses wenn er stehen bleibt ausgeliefert zu sein kann ich nicht ab. Mit Bus usw hatte ich das noch nie da kann man jederzeit raus und ich bewege mich ja überall nur Zug selten halt.

06.08.2018 20:49 • #5


squashplayer
Ergo- und Musiktherapie helfen dir dabei, wieder deine verborgenen Schätze freizulegen!

06.08.2018 23:21 • #6


Hatte genau das gleiche Problem. Irgendwann fing es einfach an - Panik, weil ich ja nicht einfach raus kann und "gefangen" bin. Bei mir war auch das Autofahren irgendwann nicht mehr möglich. Was habe ich gemacht? Bin Auto und viel später auch wieder Zug gefahren. Erst zwei, drei Stationen mit der S-Bahn innerhalb meiner Stadt, das war die erste Fahrt nach einer heftigen Attacke irgendwann vor einigen Jahren. Ich war extrem nervös, aber bekam keine PA. Die positive Erfahrung dann genutzt und als nächstes dieselbe Strecke gefahren, auf der ich besagte PA hatte, diesmal mit Begleitung. Es war rein gar nichts. Mittlerweile fahre ich alleine längere Strecken mit dem ICE. Ich bin der Meinung, dass Therapie unterstützend wirken kann, aber sie ersetzt in so einem Fall nicht die Konfrontation. Du selber musst merken, dass dir nichts passiert. Und ja, einen Halt mitten auf der Strecke hatte ich auch schon. Ich dachte erst: Das wars. Aber die PA konnte ich unterdrücken. Mit dir stecken eine Menge anderer Leute fest, die das gleiche Probem haben. Und denen passiert ja auch nix. Und Notfallmedikamente sind ja auch nichts Schlimmes - der Gedanke daran reicht meistens schon. Obwohl ich meine erste und bisher einzige Tavor tatsächlich vor einer Fahrt nach EF nahm, im Frühling... Letzte Woche klappte diese dann in der Wiederholung hervorragend ohne Medi. Mittlerweile finde ich es sogar wieder angenehm, kann eine schöne Art zu reisen sein. Mit ganz viel Mut kann man das definitiv in den Griff bekommen! Viel Glück!

06.08.2018 23:35 • #7


Flousen
Ich bin ehrlich.
Wir sollten einen Zeitungsartikel fertig stellen der was über uns aussagt oder ich habe Schlagzeug gespielt. Da denke ich mir (Hallo Ich bin 25 und brauche eher Hilfe zwecks Angst wegen Zug oder ähnliches) man hat auch extrem viel Freizeit in der Tagesklinik die man eigentlich anders nutzen könnte. Also 8 Stunden Therapie aber 3 Stunden Freizeit finde ich etwas übertriebenen.
Ich muss dazu sagen ich habe schon eine 2 jährige ambulante Therapie hinter mir und die war der Hammer! Ich konnte meine Wohnung nicht mehr verlassen und durch die Therapie und das Forum hier ging wieder alles.

Thema Zug. Ja ich werde auch wieder fahren.
Ich will unbedingt mal nach Bayern runter (6 Stunden Fahrt)...
IcH finde eure Beiträge super! Vielen dank

07.08.2018 08:35 • #8




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Univ.-Prof. Dr. Jürgen Margraf