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Broken Doll
Hallöchen

Ich habe mir fest vorgenommen eine Art Selbst Therapie zu starten bis ich eventuell soweit bin das ich später vielleicht eine Tagesklinik aufsuche und suche hier nun Hilfreiche Tipps und vielleicht auch Erfahrungen von anderen die mir auf meinem steinigen Weg helfen könnten.

Als erstes erzähle ich grob meine Probleme die ich bearbeiten möchte….

Ursache:
Wie es bei fast allen Sozialphobiekern ist, ist die Ursache bei mir von klein auf fehlendes/weniges Selbstbewusstsein und die falschen Menschen in meinem Umfeld (Mobbing, Intrigen und Co.) gab es von Schulzeit bis später im Erwachsenen Alter … na ja und ob die eine Traumatische Geschichte als ich 14Jahre alt war auch was mit zu tun hat weiß ich nicht genau, bisher wollte sich an das Thema meine Psychotherapeutin nicht ran trauen geht in Richtung Unterdrückung/Misshandlung vom Freund

An sich kam ich bis zu meinem 22. Lebensjahr gut damit zurecht hatte zwar im Kopf dezent die Panischen Gedanken aber sie haben mich nicht weiter beeinflusst bis ich zu letzt in einer Maßnahme dreist gemobbt wurde indem sie ständig laut, schlecht über mich redeten und ich es einfach nicht schaffte mal den Mund auf zu machen, was mich heute noch enorm ärgert.

Jedenfalls habe ich seit dem, dieses verlangen mich zu Hause zu isolieren und denke ständig über wild fremde Leute das sie schlecht über mich denken, oder bei Menschen Gruppen, über mich reden … mittlerweile leidet sogar mein Körper schon enorm darunter da mir auch die Bewegung fehlt wenn ich nur zu Hause hocke und mich in PC Spiele flüchte

Ich muss übrigens noch dazu sagen dass ich direkt vor der letzten Mobbing Aktion ein paar seelisch belastende Erlebnisse hatte.
Ich hatte einen Schwangerschaftsabbruch trotz Kinderwunsch und habe da nicht drüber geredet und in der Schwangerschaft (und die Zeit danach) habe ich enorm zugenommen was bei mir mein vorhandenes Selbstbewusstsein direkt mal auf 0 reduziert hatte, da ich auf Grund der Gesellschaft/und meines damaligen Freundes als ich 14 war, davon ausgehe Dick = Hässlich/Unerwünscht :’(
Ich sehe nur noch ein Monster wenn ich in den Spiegel schaue :’(

Und seit dem wurden halt auch diese Ängste nach und nach stärker und jetzt ist es so das ich sobald ich mich fertig mache bzw. spätestens beim los gehen schwitze ich so extrem das es schon nicht mehr normal ist … und ich schäme mich so dermaßen dafür
Je mehr ich schwitze, je mehr Angst bekomme ich andere könnten es sehen oder so gar riechen und denken dann schlecht über mich und so geht das durch weg weiter.

Meine Therapeutin meinte mal eine Angst würde nach ca. 30min. verschwinden…schön wäre es -.-

Fakt: mein Leben ist so nicht mehr Lebenswert! Ich muss endlich etwas ändern!


Meine Pläne für die Selbst Therapie – Schritt für Schritt Systematisch alles bearbeiten!

1.Selbstwertgefühl steigern - indem ich mir öfter mal was schönes gönne und mich Optisch wieder mehr Style und kleine Komplimente annehme statt sie zu blocken.
Frauen haben es da allerdings leichter

2.Körperlich fit werden – täglicher Sport zu Hause, vom Arzt gründlich durch checken lassen. Gesunde Diät machen. Draußen die längeren Wege/Treppen nehmen.

3.Täglich das Haus verlassen – Anfangs eher unbelebte Wege, nach und nach dann auch belebte Ecken durch laufen,
(Einkaufen, Spazieren, Bummeln, oder auch nur den Müll raus bringen)

4.Soziale Kontakte knüpfen – Anfangs schriftlich um das Kommunizieren zu üben und später wenn ich mich weniger schäme auch draußen mit Leuten treffen. Selbsthilfegruppen, Soziale Kontaktstellen usw.

5.Tagesklinik - wenn ich merke das ich weniger Probleme habe täglich raus zu gehen möchte ich eine Tagesklinik aufsuchen dazu muss ich allerdings fähig sein jeden Tag das Haus zu verlassen da ich nicht Stationär möchte. Hoffe sehr das dir mir dort endlich helfen können meine Vergangenheit zu verarbeiten!

Soweit so gut … nur gibt es bei all der Planung ein kleines Problem … und zwar die Motivation/Kraft das durchzuhalten!


Was kann man tun um sich wieder hoch zu raffen und zu Motivieren?

Klar als erstes wäre da die Ziele vor Augen halten (ein besseres, unbeschwertes Leben)
Nur hilft das meistens nicht so gut (finde ich) ich habe öfters Phasen wo ich etwas apathisch da sitze, Blick stur irgendwohin gerichtet ohne wirkliches Ziel und mein Körper reagiert dann auch meistens mit Schwindel, Unwohles Bauchgefühl und Schlappheit … manchmal schaffe ich es das zu ignorieren aber leider auch öfter mal nicht und ich flüchte mich ins Internet, meostens broswergames...was mich immer so sehr ärgern und ich mich selbst immer wieder Enttäusche

Hat jemand Tipps oder eigene Erfahrungen?

Liebe Grüße

>Broken Doll<

12.08.2014 21:01 • 01.09.2014 #1


11 Antworten ↓


Hallo
Hast du schon mal von der Christoph Dornier Klinik in Münster gehört ? Die Nr 1 in Sachen sozial Phobie.
Lg

12.08.2014 21:06 • #2



Sozial Phobie - Selbst Therapie!?!

x 3


Broken Doll
Bisher noch nicht allerdings kommt für mich nix in Frage was nicht in meinen Umkreis ist oder Stationär wäre ... habe fast nebenan eine Klinik wo ich dann später hingehen möchte.

12.08.2014 21:16 • #3


Also auf mich wirkt Dein Konzept durchdacht und realisierbar.

Aber es steckt viel harte Arbeit drin, Du brauchst Willensstärke und Kraft.

Kleine Rckschläge sollten Dich nicht demomitivieren, sondern anspornen.

Viel Glück !

12.08.2014 21:18 • #4


Broken Doll
Das ist auch meine Angst das ich eventuell nicht immer diese Willensstärke/Kraft habe ... bisher war mein Freund, mittlerweile Ex Freund, immer meine Motivation, weil er immer wieder meinte wenn ich mich nicht ändere geht er, wobei ich das leider nicht so ganz wahr genommen habe und es für selbstverständlich hielt das er bei mir ist ... naja nun ist er gegangen mit dem Statement ein "wir" gibt es frühestens wenn ich meine Sozial Phobie weitest gehens überwunden habe und das kann dauern ... er meinte auch das es dieses und nächstes jahr wohl eher nichts mehr werden wird, was mir jetzt im Moment etwas die Kraft geraubt hat ... wobei ich auch den Fehler gemacht habe "Ihn" direkt als Ziel zu sehen, dabei sollte mein Hauptziel sein mein Leben wieder selbst zu Kontrollieren und zu normalisieren ... bis zum 22. lebensjahr war ich ein lebensfroher Mensch der gerne unter leute war....und jetzt...naja ... ich arbeite ja nun endlich daran und hoffe sehr das ich es auch schaffe

12.08.2014 21:29 • #5


Broken Doll
Hm...Niemand Tipps in sachen Motivation?
Weiß Langsam echt nicht mehr weiter
Habe im Kopf und auf Papier alles geplant nur schaffe ich es einfach nicht den Schweinehund zu überwinden ... und mich aufzuraffen egal wie sehr ich mein leben auch ändern möchte :'(
Hatte gestern einen riesen Rückschlag ... nach 5 Jahren das erste mal wieder geritzt...ich hasse es so alleine zu sein, da nur da das verlangen/bedürfnis danach vorhanden ist :'(

woher soll ich nur all die kraft nehmen? :'(
ich habe keine Ahnung....

28.08.2014 17:43 • #6


Wenn du dir selber nicht helfen kannst...oder willst...weil dir der Antrieb fehlt,
wirst du dir wohl oder übel professionelle Hilfe holen müssen,
einen anderen Weg sehe ich da leider nicht.
Auch wenn du noch so gute Vorsätze im ersten post aufgezeigt hast,
wenn du nicht in der Lage bist, Diese umszusetzen,bleibt dir nichts Anderes über...

28.08.2014 17:56 • #7


Broken Doll
Bin ja in professioneller behandlung....also therapie...nur hilft mir das nicht bei den Antriebs problemen
Die sagt mir immer nur das was ich eh schon weiß...täglich raus gehen...nur das wie ist die große Frage

28.08.2014 17:59 • #8


Stille Stärken
Liebe Broken Doll,

zunächst mal möchte ich dir zu deiner Entscheidung gratulieren, selbst gegen die Sozialphobie anzugehen. Der Entschluss, dir selbst zu helfen, unterstützt im Laufe der Zeit bestimmt den Therapieerfolg. Und es ist ein gutes Ziel, dich auf die Tagesklinik vorzubereiten.

Mach dich nicht fertig, weil du dich einmal geritzt hast. Achte einfach darauf, dass es bei dem einen Mal bleibt. Und falls es etwas gibt, was du daraus lernen kannst, war es eine nützliche Erfahrung.

Dein Schritt-für-Schritt-Plan liest sich für mich sehr gut. Nun geht es „nur noch“ darum, den Schweinehund auszutricksen, damit du wirklich jeden Tag (mindestens) einen Schritt gehen kannst.

1. Mach die Schritte klein.
Auch wenn du ein großes Ziel vor Augen hast, sind die einzelnen Schritte dorthin klein. Wie beim Besteigen eines Berges musst du deine Kondition so einteilen, dass du nicht nur die ersten Meter, sondern den ganzen Weg schaffst, ohne dass dir die Puste ausgeht. Und wie beim Bergsteigen ist es auch bei Veränderungen sinnvoll, die ersten Meter bewusst langsam zu gehen.
Wenn du es hinkriegst, deine Tagesaufgabe so klein zu machen, dass sich der Schweinehund denkt: „Wegen so einer einfachen Sache bin ich doch viel zu faul, um mich überhaupt bemerkbar zu machen!“ - dann liegst du richtig.

2. Mach jeden Tag mindestens einen Schritt - aber nicht zu viele.
Jeden Tag einen Schritt zu machen, ist wichtig. Denn dadurch wird eine Gewohnheit daraus und der Schweinehund wacht davon nach ein paar Tagen gar nicht mehr auf.
Aber achte darauf, dass du insgesamt weniger Schritte machst, als du könntest. Denn wenn der der Schweinehund merkt, dass du mit vielen kleinen Schritten über deine Kondition gehen könntest, dann schlägt er um so heftiger an.

3. Mach dir Notizen.
Notiere dir, welche Schritte du gegangen bist. Das sieht an einem einzelnen Tag nach nicht viel aus - aber nach einer Woche siehst du, dass du weit gekommen bist.
Notiere dir deine kleinen Erfolge.
Notiere dir jeden Abend eine positive Erfahrung, die du an diesem Tag gemacht hast. (Eine reicht - auch hier sind kleine regelmäßige Schritte besser als ein Sprint, der dich erschöpft.)

Zitat:
„Meine Therapeutin meinte mal eine Angst würde nach ca. 30min. verschwinden…“

Was sie damit sagen will, ist, dass die körperlichen Panik-Reaktionen nach einer Weile abebben. Der Körper kann den Todesangst-Modus nicht ewig aufrecht erhalten und normalisiert nach einer Weile die Körperfunktionen wieder.
Die eigentliche Angst passiert im Kopf - sie entsteht aus den Gedanken, die du dir machst. Daher ist es eben auch so wichtig, dass du dich nicht überforderst und die Angstgedanken möglichst gar nicht entstehen.
Und mit therapeutischer Hilfe wirst du deine Bewegungsfreiheit Schritt für Schritt erweitern.

Du kriegst das hin. Einen Schritt nach dem anderen.

Liebe Grüße
Christine

31.08.2014 12:21 • #9


Broken Doll
Danke Stille Stärken für deine Hilfreichen und Motivierenden Ratschläge ^.^
Will mich von Rückschlägen wie Ritzen oder ähnliches auch garnicht runter ziehen lassen versuche immer weiterhin positiv nach vorne zu schauen und mich meinem Ziel in kleinen Schritten nähern

Nur bin ich die letzten tage wieder ein wenig mit mir überfordert da ich festgestellt habe das der Hauptgrund meiner Ängste hauptsächlich an meinem Gewicht und der schlechten Körperlichen verfassung von mir auf Grund der Jahrelangen Isolierung und Antriebslosigkeit ... daher heißt es nun für mich Sportlich betätigen und Abnehmen nur ich schaffs einfach schwer von der Couch hoch zu kommen um Sport zu machen >.< Sowas nervt mich immer so extrem ... Fitnessstudio ist zu teuer und sonstiger Sport draußen und unter Leute fällt mir auch sehr schwer und zu hause fehlt mir jemand der mir in den Po tritt

ist momentan mein größter Kampf mit mir selbst ... könnte ja allgemein schon los heulen wenn ich mir alte Fotos von mir angucke wo ich noch schlanker war und es ist so verdammt schwer die rund 60 Kilo die ich mittlerweile mehr habe wieder runter zu bekommen ohne Geld und andere Hilfsmittel :'(

Hat jemand vielleicht Tipps wie man einfach und anfangs schonend (wegen starker atemnot und krämpfe in beinen) sich sportlich betätigen kann?
Finde im Internet nichts Hilfreiches außer Schwimmen und wenn man so schon extreme komplexe hat wegen der Figur ist schwimmen wo man ja nur nen Hauch an Kleidung trägt echt der Horror.

Würde mich sehr über Hilfe freuen ^.^

31.08.2014 18:11 • #10


Stille Stärken
Mit großem Übergewicht ist der beste Sport für den Anfang ein langsamer Spaziergang um den Block - und der steht sogar schon auf deinem Selbst-Therapie-Plan.

Auch bei der Bewegung gilt:
Mach die Übung so klein, dass es der Schweinehund nicht mitkriegt, dass du dich bewegst.
Mach nicht zu viel, aber mach es täglich.
Mach es so, dass du es ohne Überforderung hinkriegst.
Sei jeden Tag stolz auf dich, an dem du das geschafft hast.

Ich weiß, dass du am liebsten morgen schlank wärst. Nur ist das weder realistisch noch gesund.
Und ich bin sicher, dass du das nicht hören willst , aber ich schreibe es trotzdem: Mach keine Diät, sondern finde eine Ernährung, die dich dein Leben lang satt und zufrieden macht.

31.08.2014 21:06 • #11


Broken Doll
Danke Stille Stärke ^.^

Will auch versuchen erstmal kleinere Schritte zu machen wie Spazieren gehen und hauptsächlich auch erstmal zu hause auf den Stepper und Gymnastik mit Ball.
Muss nur immer gucken das ich genug kraft bekomme meine Antriebslosigkeit zu überwinden, mein Körper reagiert da leider auch ziemlich extrem wenn ich mir was vor nehm wird mir sobald ich anfangen will Übel und schwindel...und so dann hoch raffen ist immer so ein kampf >.<
Aber zwischenzeitlich schagfe ich es ja immer mal nur das Regelmäßige ist noch mein problem ... aber werd die Tage mal eine geeignete Therapeutin suchen und schaun ob sie mir vielleicht helfen kann/will meine jetzige gibt mir irgedenwie das gefühl das es ihr egal ist wies mir geht hauptsache sie hat einen patient -.-'

hat jemand Tipps was bei Sozial Phobie + Borderline zusammen am besten für eine Methode wäre?
Verhaltenthearapie ist schon notiert!

Mir ist zB sehr wichtig das ich beides etwas bearbeiten kann da beides zusammen für all die ängste sorgt und vom logischen her find ich müsste man ja eigentlich erstmal an mir und meinen ängsten/verzehrtes Selbstbild arbeiten und mir nicht immer nur sagen "geh raus!"?
Naja mal bei mir rum gucken ob ich was passendes für mich finde unter all den Therapeuten

01.09.2014 17:26 • #12



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Univ.-Prof. Dr. Jürgen Margraf