Zitat von Sonor: Generell erfolgen die Termine bei ihm so ca. in einem 3 wöchentlichen Turnus.
Eine Sitzung dauert 25min. (Früher waren das glaube ich mal 45min)
Woher kommt die Festlegung auf 25 Minuten? Soweit ich weiß, umfassen die kassenzugelassenen Therapien immer noch 40 bis 45 Minuten pro Einheit. Ich kenne 25-Minuten-Einheiten nur aus meiner Rehaklinik. In meiner privaten Therapie habe ich sogar 60 Minuten.
Erst einmal: Therapie hilft. Punkt. Es gibt natürlich auch immer wieder Personen, denen Therapie nicht hilft. Ich persönlich glaube, dass das dann auch Gründe hat (falscher Therapieansatz, falscher Therapeut, kein wirkliches Hinschauen wo die Probleme herkommen, etc.). Aber in der Regel kann man mit Therapie zumindest eine Verbesserung der Lebensqualität erreichen.
Zur Stabilisierung sind 25 Minuten erst mal besser als nix. Aber auf lange Sicht gesehen sind 25 Minuten alle drei Wochen viel zu wenig. Damit wirst Du keine großartige Verbesserung und keine Heilung erreichen. Von daher würde ich parallel weiter nach einem anderen Therapieplatz suchen.
Ansonsten schließe ich mich dem an, was hier schon gesagt wurde. Hilfreich ist es immer, das eigene Leben umzukrempeln: gesunde Ernährung, viel Sport und Bewegung, Anforderungen und Termine nach Wichtigkeit prüfen und ausmisten, den Job unter die Lupe nehmen (ggf. Arbeitszeitreduzierung, Jobwechsel oder Berufswechsel wenn da der Schuh drückt), eigene Druckmuster analysieren, Aneignung von Wissen über die eigene Erkrankung (es gibt viele Bücher zu dem Thema), rausfinden was einem Spaß macht und erfüllt und das verstärkt machen, ggf. ein neues Hobby suchen, gegen Einsamkeit ggf. einen ehrenamtlichen Job suchen. Es gibt so viel, was man unterstützend machen kann.
Ich habe z.B. meinen Job auf 28 Stunden reduziert, bin nach der Reha durch die Kunsttherapie zum Malen gekommen (ich habe jetzt ein eigenes Atelier im Keller) und gehe zumindest 1x die Woche ins Fitnessstudio zum Krafttraining. Ich habe viel gelesen, damit ich überhaupt erst mal verstehe, was bei mir eigentlich passiert. Aber tatsächlich war der größte Schlüssel bei mir die Therapie. Ich habe zum Glück den richtigen Therapeuten und die richtige Therapieart gefunden und habe es geschafft, wirklich an die Wurzel und die Ursachen meines Übels zu gehen.