...weil ich weiß wer an meinen Problemen schuld ist und weil ich schon vor 5 Jahren mit Therapien angefangen habe (mal stationär, mal ambulant...) und es einfach nichts gebracht hat.

Derzeit habe ich einen wirklich netten Therapeuten, aber ich lüg ihn nur ständig an, wenn er mich fragt ob ich seine Aufgaben gemacht habe. Mein Hirn streikt wenn ich daran denke sowas zu tun, auch weil ich derzeit keine Probleme mit Angst habe, da ich gerade gar nichts tue (bis Januar).
Ich habe das Gefühl, dass ich die Aufgaben nur bewältigen kann wenn ich danach meinen Frust an denjenigen auslassen könnte, der mir meine Ängste beschert hat.
Was soll ich jetzt nur tun?

25.11.2008 23:23 • 30.11.2008 #1


4 Antworten ↓


Hi Amsel,

dann schreib doch einfach mal einen Brief (den mußt Du nicht abschicken), an die Person, die Dir Deine Ängst beschert hat.
Und schreib ehrlich und laß Deine Wut und Deinen Zorn raus.
Im übrigen schadest Du Dir selbst am meisten, wenn Du Deine Hausaufgaben nicht machst. Du lehnst damit die Verantwortung für Dich selbst ab.
Wenn Dein Hirn streikt, dann steckt da Dein Ego dahinter. Das möchte, daß alles so bleibt, wie es jetzt ist. Das Ego liebt Wiederholungen und das was ihm bekannt ist. Es mag nichts Neues und nichts Neues lernen.
Weiß nicht, ob du Herr der Ringe kennst.
Ich vergleiche das gerne mit Grima Schlangenzunge aus Der Herr der Ringe. Der, welcher König Theoden unter seinen Einfluß gebracht hatte. Jeder trägt in sich so einen Typen wie Grima Schlangenzunge. Das ist das Ego, oder wie die Autoren ihn hier nennen den Kritiker.
Du allein hast in der Hand, ob Du diesem miesen Typen weiterhin die Macht über dich erteilen möchtest.

MissErfolg

28.11.2008 20:24 • #2


Hallo Mißerfolg,

das ist eine klasse Antwort

Ich fühlte mich aber auch irgendwie wie gelähmt, als ob man in einem reißenden Wasserstrom mitgezogen wird und man fühlt sich zu gelähmt sich irgendwo festzuhalten um daraus zukommen.
Man lässt das Grübeln freien Lauf, die Unruhe erträgt man ohne erstmal aufzumucken. Ich habe immer nur gejammert, warum gerade ich? Ich bin doch immer für alle da etc etc. Ich habe mein Ich erst wieder mit Opripamol gefühlt.

Amsel, laß es nicht soweit kommen, zieh Dich aus diesem Strom selber heraus! Dein lieber Therapeut reicht Dir sogar die helfende Hand!

LG
Möbchen

29.11.2008 13:13 • #3


Zitat von Amsel:
.
Ich habe das Gefühl, dass ich die Aufgaben nur bewältigen kann wenn ich danach meinen Frust an denjenigen auslassen könnte, der mir meine Ängste beschert hat.
Was soll ich jetzt nur tun?


Dieser Satz hat mich irgendwie stutzig gemacht....weil ich den jetzt schon einmal woanders gelesen habe....
Vielleicht stehe ich mit meiner Meinung allein da aber ist es nicht so das wir unsere Ängste selbst verursachen?
Kein aussenstehender ist in der lage in mir eine Pa hervorzurufen.
Kann sein das ich mich irre aber ich bin der meinung das ich das selbst tue.
Ich möchte dabei sagen...die Angst...die Angst vor der Angst und die Pa's kenne ich nur zu gut.
Aber Angst ist meiner meinung nach nur ein Warnzeichen deines Körpers..der letzte tritt den er dir gibt um zu sagen"verflucht...du gehst schlecht mit dir um...du quälst dich..du stresst dich...hör das auf..sei gut zu dir.
Die Pa´s werden von dir selbst erzeugt.Der stress kommt von aussen aber du hast es in der Hand wie weit du ihn an dich herankommen lässt.
Letztes Jahr ging es mir um diese Zeit sehr schlecht.(Mal wieder ich hab den mist seit 4 Jahren wg mobbing etc)
Ich hatte meine Freundin verloren innerhalb von 3 Wochen war ihr Leben ausgelöscht.
War sie schuld an meinen PA´s?
Oder mein Vater der kurz darauf einen Schlag bekahm?...
War er Schuld??
Nein..es war meine reaktion..ich liess die Gefühle nicht zu und verschluckte meinen Schmerz.
Und so kahm die Angst wieder...
Mittlerweile achte ich mehr auf mich und meinen Körper,meine Seele.
Die letzte Pa hatte ich im Januar,die letzte Angst ca im september.
Ich kann sagen mir geht es gut.
Öffne dich deinem Thera ruhig er will dir helfen damit klar zu kommen.Ich wünschte ich hätte die möglichkeit noch ne Thera zu machen aber leider bin ich im moment damit durch.
Was ich einfach sagen will ist :Schau mal in wie weit du dir selbst helfen kannst und nimm dich mal selbst in den Arm.
Angst haben ist keine Schande...darin zu verharren macht dich mürbe und krank.
Ich habs im moment geschafft(ich weiss nicht was kommt und ich kämpfe jeden Tag)Aber wenn ich Angst bekomme dann sage ich mittlerweile zu mir selbst:Na?Was ist nicht in ordnung und was kannst du für dich besser machen.
Der Stress hat nicht aufgehört..meinem Papa gehts nicht gut..und meine Freundin kommt nicht mehr wieder aber ich versuche anders zu reagieren.

29.11.2008 21:50 • #4


Hallo Engel74,

da hast Du einiges erkannt. Diesen Weg zu gehen erfordert einiges an Disziplin, aber Du scheinst ihn für dich gefunden zu haben. Das ist klasse.
Die Wahrscheinlichkeit, daß dies oder jenes eintritt, schätzt das Ego rein intuitiv ein. Du hast das Gefühl, daß mit hoher Wahrscheinlichkeit das oder das passieren wird. Leider ist diese Inutition völlig falsch, weil sie dem Einfluß von deiner "Lebensfalle" (aus dem Buch Sein Leben neu erfinden - Junfermann Verlag) unterliegt, oder wie Du schreibst, einem ungelösten Problem.

Hallo Möbchen,

danke, kam mir irgendwie mit "Herr der Ringe", so verhält es sich in unserem Gehirn.

MissErfolg

30.11.2008 06:52 • #5




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Univ.-Prof. Dr. Jürgen Margraf