3

Viktualia_

Viktualia_

9
2
3
Hallo liebe Forenmitglieder,

ich bin ganz neu hier und weiß einerseits nicht richtig, ob ich dieses Thema richtig benannt habe bzw. in welche Kategorie es gehört oder ob es schon so einen Thread gibt?! Aber das kann mir ja vielleicht einer der "alten Hasen" hier beantworten?

Und zwar geht es um Folgendes: Also ich hab schon in meiner kleinen Vorstellung gesagt, dass ich 23 bin und Studentin. Ich habe Depression mit Angstzuständen und Panikattacken. Im Moment geht es mir wieder nicht so gut, ich habe zwischendurch Panikattacken, aber eigentlich den ganzen Tag diese bescheuerten Angstzustände, bin total angespannt, nur am heulen, kann mich nicht konzentrieren, kann nicht richtig essen, hab keinen Antrieb und fühl mich insgesamt einfach grade nur mies Dazu kommt, dass ich grad auch noch meine Tage habe (an die Mädels, kennt ihr das auch, das euch das PMS so richtig runterhaut? Und gibt es da irgendwas was hilft?) und extrem erkältet bin ... naja und im Moment auch sehr selbstmitleidig

Naja, auf jeden Fall ist das bei mir Morgens am allerschlimmsten, gegen Nachmittag/Abend wird es etwas erträglicher. Ich wohne zwar noch bei meinen Eltern, aber die sind, genau wie mein Bruder, natürlich immer bis nachmittags arbeiten. Und ich bin natürlich auch schon fast 24, da mach ich mir auch irgendwie Druck, dass ich doch mal erwachsen und selbstständig werden muss, aber ich glaube, das ist bei mir gerade der Knackpunkt. Ich fühl mich oft einfach geistig als wäre ich irgendwie 12 oder so und komme irgendwie nicht alleine klar, besonders wenns mir schlecht geht ... und gerade morgens wach ich halt zur Zeit mit Panikattacken auf und ich fühl mich dann komplett alleine und einsam und weiß irgendwie nicht wohin ich mich wenden soll (ich bin im Moment noch nicht wieder in der Therapie, darum hab ich da auch keinen Psychologen den ich anrufen könnte ...)

Und jetzt ist zwar Abend und ich hab mich einigermaßen beruhigt, aber ich hab jetzt schon Angst vor morgen früh...
Und darum wollte ich mal fragen, ob es hier Leute gibt, denen es ähnlich geht und mit denen man sich dann vielleicht grad in so schwierigen Situationen (z.B. halt morgens) austauschen kann und sich auch gegenseitig motivieren kann, da gemeinsam durchzugehen. Oder vielleicht gibt es hier schon so eine Gruppe?

Danke auf jeden Fall erstmal fürs Lesen und vielleicht habt ihr ja auch noch Tipps wie ihr mit dieser Angst vor der Angst umgeht?
Liebe Grüße, Viktulia

10.08.2017 17:57 • 11.08.2017 #1


5 Antworten ↓


DehHB


21
1
18
Hallo Viktulia,

ich war bis letzte Woche in einer Tagesklinik. 16 Wochen war ich dort. Ich hatte panische Angst
davor, ohne die Tagesklinik leben zu müssen. Ich stehe morgens auf und nach 10 Minuten packt mich
die Angst. Es ist ein ekeliges Körpergefühl, so als würde mein Herz nicht richtig arbeiten. Dazu habe
ich Schmerzen, die meine Angst verstärken. In der Tagesklinik habe ich gelernt, dass ich immer etwas
konkretes tun muss. Ich bin morgens auch allein und bei mir ist es morgens auch am schlimmsten.
Jetzt gehe ich immer nach dem 2ten Kaffee spazieren. Ich gehe mit zügigem Schritt 20 Minuten lang.
Dann gehe ich zum Bäcker und kaufe mir Brötchen. Wieder zuhause mache ich irgendwas im Haushalt
oder im Garten. Wenn nichts weiter anliegt, gehe ich dann nochmal im Wald spazieren und versuche
meine Angst wegzulaufen. Das funktioniert ganz gut und mein Vorschlag an dich ist, dass du auch
ausprobierst ständig etwas zu tun. Es ist zwar schwer immer irgendwelche Sachen zu finden, die man
tun kann, aber es wirkt sehr gut gegen die Angst. Das beste ist sich zu bewegen. Am besten so, dass
es anstrengend ist. Also zügig gehen oder zügig Radfahren. Wenn man sich nicht bewegt, dann kann man
z.B. einen Schal stricken und mal ruhig sitzen, aber immer was tun, das ist erstmal ein guter Ausweg.

10.08.2017 20:25 • x 1 #2


alfred

alfred


2888
18
2540
Zitat von Viktualia_:
Ich habe Depression mit Angstzuständen und Panikattacken. Im Moment geht es mir wieder nicht so gut, ich habe zwischendurch Panikattacken, aber eigentlich den ganzen Tag diese bescheuerten Angstzustände, bin total angespannt, nur am heulen, kann mich nicht konzentrieren, kann nicht richtig essen, hab keinen Antrieb und fühl mich insgesamt einfach grade nur mies


Hi Viktualia.
Ich kenne das auch gut...dieses angespant sein und immer unter Strom zu stehen.
Du kannst mal versuchen so einen kleinen weichen Ball in die Hand zu nehmen und bei anspannung damit zu spielen..ihn zu drücken und quetschen.
Das lenkt etwas ab und ich glaube es hilft auch ein wenig.

Lg

10.08.2017 20:31 • x 1 #3


Viktualia_

Viktualia_


9
2
3
Hallo ihr beiden,

also gestern Abend war ich noch relativ guter Dinge, aber jetzt ist es grad wieder total schlimm. Ich liege noch im Bett und bin am heulen und kann einfach nicht aufstehen ... diese schei. Angst und Panik ... ich hab so Angst, dass es für mich einfach keine Chance gibt und ich nie wieder gesund werde ... und das ich wieder in die Klinik muss ... und was ich damit meinen Eltern und der Familie und so antue ....

11.08.2017 07:24 • x 1 #4


Verena87

Verena87


90
2
24
Mir geht's es seit 3 Monaten so wie dir... liege auch im Bett, heule und will einfach nicht mehr... ich drück dich einfach mal

11.08.2017 07:34 • #5


Jen93

Jen93


22
5
1
Hey Viktualia,

Melde mich generell seltener zu Wort, aber ich kann mich in dir ein wenig wiederfinden, vor allem was deine Angst am Morgen angeht, mit der Tatsache allein zu Hause zu sein, & seiner Angst ausgeliefert zu sein, dann steigert man sich dementsprechend mehr hinein, dass niemand zur Stelle ist, falls denn etwas schlimmes passieren sollte, was logischerweise nicht eintreffen wird, aber das ist ja der Punkt, das erst mal in die Birne zu bekommen. Klar, fühlt man sich kontrolliert davon, das mit der Selbstständigkeit außerhalb des Elternhaus hat sich dann scheinbar erledigt, aber ich bin in derselben Situation & ich bin mir sicher, dass dies mit viel Kraft auch machbar ist.

11.08.2017 07:56 • #6



Mira Weyer


Auch interessant

Hits

Antworten

Letzter Beitrag